#letmeworkit: 6 Gründe, warum du mit Yoga anfangen solltest

23. Juni 2017 von in

Seit zwei Jahren mache ich regelmäßig Yoga, gerne frühmorgens auf der Terrasse oder auch am Abend vor dem Schlafengehen. Früher war ich in einem Studio, mittlerweile liebe ich es, Yoga zu Hause zu machen, wenn ich gerade Lust darauf und Zeit habe. Obwohl der Yoga-Hype gerade um sich greift, stoße ich immer auf Fragen wie „Yoga, das ist doch gar kein richtiger Sport?“ oder auch „Bringt Yoga wirklich was?“.

Natürlich bringt Yoga was – antworte ich gerne, nur eben anders als mein HIT-Training. Yoga verändert – äußerlich wie innen. Yoga ist mehr als nur „Mädchen-Sport“ oder eine „spirituelle Reise“. Ohne Yoga wäre ich längst nicht so glücklich, wie ich es heute bin – und deswegen gibt es heute meine sechs Gründe, warum ihr unbedingt als bald mit Yoga anfangen solltet.

Auszeit vom Alltag
Sobald ich auf meine Yogamatte steige, ist Me-Time angesagt. Das Handy bleibt weg, jegliche Ablenkung in Form von Medien oder digitaler Beschallung sind verbannt. Ab dann zählt die Ruhe und die körperliche Arbeit. Einzig die Vögel zwitschern frühmorgens beim Sonnengruß mit, aber wann hört man mal so intensiv und bewusst den Tieren in seiner Umgebung zu. Yoga ist eine tolle Möglichkeit, sich eine Auszeit zu nehmen, den Blick auf sich zu richten und zu entspannen. Beim Laufen höre ich Podcasts, beim HIT-Training läuft Musik, irgendwas ist eben immer. Sich bewusst eine Auszeit nehmen, tief durchzuatmen und für eine halbe Stunde lang den Alltag hinter sich zu lassen, ist in der heutigen Zeit wichtig und nur selten möglich.

Wer gerade einen stressigen Alltag hat, denkt sich vielleicht: Nee, ich pack nicht noch einen Pflichttermin. Aber ich verspreche euch: Yoga wird euch nicht stressen, sondern zur Ruhe kommen lassen.

Körper kennenlernen
Wer regelmäßig Yoga macht, lernt seinen Körper kennen und lieben. Die Veränderung kommt schleichend, plötzlich ist man biegsamer, plötzlich geht das Asana irgendwie leichter von der Hand. Vor allen Dingen merkt man aber, was man kann. Oftmals traut man sich gar nicht erst anzufangen, weil man den herabschauenden Hund ja sowieso nicht richtig kann. Aber Pustekuchen: Im Yoga geht es nicht in erster Linie darum, die Asanas  perfekt zu machen, sondern um das Mindset. Sich auszuprobieren, seinen Körper zu schulen und vor allen Dingen so wie er ist anzunehmen. Wenn dann das Asana plötzlich doch funktioniert, umarmst du deinen Körper gleich viel mehr.

Überall zu jeder Zeit
Ich bin ungern in einem Fitnessstudio, meist muss man durch die halbe Stadt fahren, zudem ist die Luft im Sommer innen sehr unangenehm. Ich liebe es viel mehr, Sport zu jeder Jahreszeit draußen zu machen. Das Gute an Yoga ist: Man kann es immer zu jeder Zeit an jedem Ort machen. Weltweit gibt es Studios, die man immer besuchen kann – ohne Mitglied sein zu müssen. Gleichzeitig reicht für Yoga eine Matte – breite sie da aus, wo du gerade bist. Ob im Hotelzimmer, zu Hause im Wohnzimmer, am See oder am Strand. Ein sehr praktischer Grund, Yoga in den Alltag einzubauen. Ausreden gibt’s nicht mehr.

Ruhe finden
Ich habe mit Yoga angefangen, in einer meiner stressigsten Phasen des Lebens. Manchmal war ich auf so einem Stresslevel, dass ich kaum einschlafen konnte, tausend Gedanken und To-Do-Listen durch den Kopf jagten und der Schlaf eigentlich gar nicht in mein Zeitkonzept passte. Yoga hat Ruhe in meinen Alltag gebracht. Ich konnte plötzlich abschalten, zur Ruhe finden und den Job auch mal zur Seite legen.

Wer von euch also gerade unter Strom steht, sollte vor dem Schlafengehen keine Netflix-Serie anschmeißen, sondern es einmal mit Bedtime-Yoga probieren. Sport hilft generell bei Stress – für mich ist die Kombi aus Kraft-Ausdauer bei HIT und die Ruhe vom Yoga perfekt zum Runterkommen und zum Erlangen einer Ausgeglichenheit.

Atmung verbessern
Wir alle atmen jeden Tag – das hält uns am Leben. Beim Yoga lernt man aber, bewusst zu atmen, seinen Atem bei Anstrengung richtig einzusetzen und auch den eigenen Körper und die Seele zu beruhigen, indem man langsam und tief atmet.
Es heißt nicht umsonst: „Jetzt atme einmal tief ein und aus.“ Unser Atem beruhigt uns, kann aber auch schnell zu Stress führen. Wer mal mehrere Minuten lang bewusst geatmet hat, fühlt sich gleich ein bisschen besser. Das Beste: Die Atemtechniken, die ihr beim Yoga erlernt, lassen sich immer einsetzen – auch ohne Yogamatte!

Neue Ansätze finden
Als ich in einem Yoga-Workshop die verschiedenen Ansätze der Yoga-Arten kennenlernte, fühlte ich mich plötzlich verstanden. Ich bin jemand, der sehr auf seine Intuition vertraut, was für manche Menschen manchmal schwer zu verstehen ist. Auch bin ich jemand, der sehr bewusst sich mit Menschen auseinandersetzt und Dinge reflektiert. Als ich die verschiedenen Yoga-Philosphien kennenlernte, dachte ich: „Oha, da lebste schon dein Leben lang wie ein Yogi.“

Tatsächlich gibt Yoga nicht nur die körperliche Anstrengung, sondern verhilft auch zu neuen Ansätzen. Die verschiedenen Philosophien geben Anreize, sich mit dem eigenen Leben und Lebensstil näher auseinanderzusetzen und für sich das Beste daraus ziehen. Achtsamkeit mit mir und anderen Menschen ist mir noch wichtiger, als vorher. Zwangsläufig weitet sich die Yoga-Philosophie auf die Bereiche Job, Ernährung oder auch Konsum aus. Das ist alles sehr spannend – und wer bisher gezweifelt hat, ob Yoga das richtige wäre, aber doch nach neuen Input lechzt: anfangen!

Wichtig finde ich: Yoga hat immer noch oft den esoterischen Touch – der keinesfalls falsch ist, trotzdem viele scheut. Ich persönlich setze Yoga nur für mich um – darüber zu sprechen (oder schreiben) klingt sicherlich immer etwas spirituell – gleichzeitig zählt aber am Ende das Ergebnis: Wenn es dich glücklich macht, ist es meistens richtig.

Photocredit: Plantsonpink, Yogapractice via Gemma Cheung, Unsplash/Marion Michelle

5 Antworten zu “#letmeworkit: 6 Gründe, warum du mit Yoga anfangen solltest”

  1. Hallo Namensvetterin!
    Das sind alles ziemlich gute Gründe. Ich wollte auch schon länger mit Yoga anfangen, würde es aber gerne zu Hause machen, ganz für mich. Kannst du irgendwelche Websites, YouTube-Channels etc. (deutsch-oder englischsprachig, das ist mir schnuppe) empfehlen, die auch für Anfänger geeignet sind? Sodass man auch ohne Yoga-Studio auskommt. ;)

    • Hey :)
      Fang unbedingt an!
      Ich finde Adrienne auf YouTube sehr sehr gut – sie macht auch immer wieder 30 Days of Yoga – wo man 30 Tage am Stück Yoga machen kann. Gleichzeitig gibt es beispielsweise auch Amiena, bei ihr war ich früher im Studio, sie hat ganze Playlists für Beginner!
      Viel Spaß beim Yoga-Start, Antonia :)

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