Candy Girl: Janina

19. Juli 2013 von in

Jeder, der schon mal auf meinen Pinterest-Account gelurt hat, mit mir durch die Stadt gerannt ist oder einen guten Film mit mir angesehen hat, wird es bestätigen können: Ich verliebe mich in Männer, aber ich stehe auf Frauen. Ich schaue ihnen hinterher, ich share sie, ich like sie. Es gibt so viele tolle, charakteristische, faszinierende Frauen auf der Welt und ein paar von ihnen schaffen es in meine sorgfältig ausgewählte Candy- Girl Liste

Ich kenne Janina schon lange. Sehr lange eigentlich, wenn ich bedenke, dass sie zu den ältesten Bekanntschaften in meinem Umfeld gehört. Sie war nicht von Anfang an meine Freundin – sie war früher mein Idol, wenn man so möchte. Mit ungefähr 13 Jahren sah ich zum ersten Mal im Internet ein Foto von ihr, sie hatte wasserstoffblonde, lange Haare, einen Pony, war stark geschminkt und posierte mit einem Leo-Hoodie und einer Zigarette in der Hand für irgendwelche Social-Media-Kanäle, die heute keine Sau mehr interessieren. Die Haare wurden pink, türkis, komplett abgeschnitten, rot, orange, ein Sidecut kam hinzu, der sich auch kurze Zeit darauf wieder verflüchtigte. Und verdammt noch mal, die Alte war als Tussi heiß, als kleiner, rebellischer Punk oder als Lady mit Pixiekopf. Völlig egal, was sie machte – wenn sie es hatte, wollte ich es auch.

Sie schrieb im Internet von sich, erzählte von wilden Exzessen, Problemen mit ihrem damaligen Freund, wirren Gedanken. Und ich war immer überzeugt davon: Janina ist verrückt. Aber sowas von. Respekt und Faszination hielten in meinem Kopf ununterbrochen Händchen.

Man wird ja auch älter und irgendwann war sie für mich kein Superstar mehr, sondern ein Mädchen, das verdammt gut aussah und was im Kopf hatte. Wir chatteten ab und an und irgendwann war es so weit – sie besuchte mich und Milena vor einigen Jahren spontan in München. Ihre ersten Worte waren in etwa „Ich bin sauverkatert“.

Wir verstanden uns auf Anhieb gut und seither halten wir den Kontakt – mal mehr, mal weniger. Sie wohnt mittlerweile in Berlin und irgendwie kriegen wir es hin, uns rund zweimal im Jahr zu besuchen und sobald wir uns sehen, ist es so, als wäre keine Zeit vergangen. Kein überschwängliches Herumkreischen bei der Begrüßung, keine tränenreiche Verabschiedung. Heute trägt Janina ihre natürliche Haarfarbe, eine recht normale Länge (aber warum eigentlich keinen Undercut, Janny?), sie schminkt sich nur noch selten und trägt das, was ihr Kleiderschrank gerade so her gibt.

Aber den Leo-Hoodie, den hat sie immer noch.

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9 Antworten zu “Candy Girl: Janina”

  1. Ihre Gesichtsform fasziniert mich immer wieder. Kenne sie vom stalken auch schon ein paar Jahre, und jedes Mal bin ich wieder verliebt. Wenn es so etwas wie eine Lieblingsgesichtsform gibt, dann ist ihre definitiv meine.

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