Cherry Picks #32

20. August 2017 von in

In einer Gesellschaft, in der wir alle immer höhere Erwartungen an uns selbst haben, steigt auch der Erwartungsdruck in Beziehungen. Alles muss gut laufen, man muss viel erleben, sich gut verstehen, niemals streiten, die Karriere unter einen Hut bringen und natürlich auch nach Jahren noch ein ausgefülltes Sexleben haben. Doch ist das überhaupt möglich? Oder scheitern wir am Ende an den Erwartungen, die wir versuchen, zu erfüllen, ein Scheitern an diesen aber keinesfalls ein Abwerten der Beziehung wäre?
Ich bin diese Woche über ein spannendes Interview mit der Soziologin Eva Illouz gestolpert, das das überforderte Paar der Neuzeit beleuchtet. Spannend, diskussionsreich und zum Nachdenken anregend!

Ebenfalls zum Thema Liebe: Manche Menschen in unserem Umfeld verlieben sich rasant schnell, erleben eine Achterbahn der Gefühle und sind plötzlich doch wieder Single. „Es hat nicht gepasst“, heißt es dann oft. Dass „Es hat nicht gepasst“ eigentlich „Ich war nicht verliebt“ heißt, wissen wir schon lange – und trotzdem passiert es immer wieder. Warum verknallen wir uns so häufig in die Idee des Verliebtseins? Ze.tt hat das Phänomen beleuchtet.

Unsere Sommerpause steht an – und ich wünschte, ich würde am Strand von Sardinien liegen. Noch ist es nicht soweit, aber für alle, die gerade aus dem Urlaub kommen und kurz vor einer After-Vacation-Depri-Phase stehen, kommt Claires Post-Urlaubs-Survival-Kit gerade recht.

Unter die Kategorie „Berufe, die ich spannend finde, für dich ich aber keinerlei Geduld hätte“ fällt definitiv: Dessert-Dekorateurin. Ich wünschte, ich könnte so etwas, würde aber wahrscheinlich nach 20 Minuten verzweifeln. Umso lieber habe ich das Interview mit Carolina Khoo auf Chapter Friday gelesen, die verrät, wie sie zum Job kam und wie der Alltag als Dessert-Dekorateurin so ist.

Und nochmal Lesestoff in Form eines Interviews: Brandeins hat die Psychologie-Forscherin Wendy Wood interviewt – und zwar zum Thema „Die Macht der Gewohnheit“. Warum schaffen wir Menschen es so oft nicht, uns vorgenommenes wie Ziele umzusetzen? Warum sprechen wir im Konjunktiv von könnte, müsste, sollte, statt einfach loszulegen? Wendy Wood gibt Antworten auf all diese Fragen – und verrät, warum Umzüge helfen.

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