Cherry Picks #44

3. Dezember 2017 von in

Happy Dezember – und einen wunderbaren 1. Advent! Das Jahr neigt sich dem Ende zu – und unsere Cherry Picks gehen auch langsam in den Endspurt. Lesestoff für die ruhige Zeit gibt es aber genug.

Was ich in diesem Jahr definitiv erlebt habe: Gab es mit 20 noch wenig gesellschaftlichen Druck, wird dieser mit Anfang 30 größer. Ich persönlich kann damit gut umgehen, bin aber doch immer wieder streckenweise genervt. Wer über 30 und Single ist, hat kein Problem, sondern eben die oder den richtigen bisher nicht gefunden. Der Umkehrschluss sind aber nicht verheulte Kopfkissen und ewige Unglücksseligkeit. Liebe ist nunmal nicht rational – und demnach auch immer ein bisschen Timing und Glück. Insofern sprach mir jener Artikel der Zeit so ein bisschen aus der Seele: „Einigen wir uns doch mit allen Nicht-Eltern, Nicht-Omas und Nicht-Bayern auf eins: Single ist ein Beziehungsstatus, kein Problem und erst recht keine Krankheit, die jeden Tag untersucht werden muss.“

Egal ob Single oder nicht: Auch die Frage nach Kindern wird jenseits der 25 immer öfter zum Thema – zumindest bei Frauen. Wie oft mir subtil mitunter auch von Fremden gesagt wurde, dass es langsam Zeit wird, kann ich tatsächlich nicht mehr zählen. Julia Korbik hat auf Jane Wayne genau dieser Erfahrung aufgeschrieben. Und ja, liebe Leute, es ist wirklich so. Ich wünschte, wir alle würden uns auch bei diesem Thema ein bisschen lockerer machen. Das Leben läuft eben nicht nach Plan und gesellschaftlichen Erwartungen – und das ist auch gut so.

Dass Andersartigkeit viel mehr wichtig und gut ist, beweist unsere Freundin Jessica Dettinger zumindest in der Mode. Die Modedesignerin aus München hat einen ganz eigenen, besonderen Stil – und lebt diese auch in ihren Unisex-Kollektionen ihres Labels Form of Interest aus. Der Süddeutschen Zeitung gab sie ein spannendes Interview zum Thema Konventionen und ihrer Vision. Unbedingt lesen!

Mehr Offline- statt Online-Leben habe ich mir für die Weihnachtszeit vorgenommen. Den Stress des Jahres langsam abklingen lassen und mich ins Festtagsgetümmel schmeißen! Da kamen die sieben Tipps zur digitalen Entgiftung der Süddeutschen Zeitung richtig. Nichts neues, aber immer wieder gut zum Erinnern.

Apropos: Weihnachtszeit sollte auch die Zeit sein, in der man dankbar ist. Ich bin kein neidischer Mensch, Neid ist mir ziemlich fremd. Aber natürlich gibt es bei jedem Momente des kurzen „Mennos“. Dass Neid unglücklich macht, ist längst bewiesen. Es ist wichtig, dass wir uns auf die positiven Dinge in unserem Leben konzentrieren. Danke zu uns sagen. Dass wir uns bewusst machen, dass immer weiter, immer höher nicht zwingend glücklicher macht, sondern vielleicht das Genießen im Jetzt. Und dass das Mit-Freuen für andere vielleicht mehr Zufriedenheit schenkt, als das negative Begutachten der Erfolge anderer. Jeder ist seines Glückes Schmied stimmt eben doch ein bisschen – und unsere innere Einstellung hat da ganz viel mit zu tun. Passend zum Thema gab es diese Woche beim Stern einen Artikel „Mein ziemliches schönes Leben, warum ich keine Lust mehr auf Neid habe“.

Geschenke habe ich für Weihnachten noch keine, Verpackungsideen dank Jana von Bekleidet aber bereits abgespeichert. Ich bin kein großer Geschenke-Verpacker, aber vielleicht wären so süße Weihnachts-Anhänger der Hit. Hier könnt ihr euch die schönen Anhänger runterladen. Danke, Jana!

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