Kolumne: Das „Ich-kann-beim-Shoppen-nicht-warten“-Syndrom

12. Mai 2013 von in ,

Fragt man Familie und Freunde, ob ich geduldig bin, warten kann, würden sie wohl alle sagen: Ja. Und ja, es stimmt, ich kann gut Dinge erwarten, ihnen Zeit geben. Normalerweise. Denn in einem Bereich in meinem Leben hapert’s an der Geduld: beim Shoppen.

Beispiel gefällig? Es gibt Tage in meinem Leben, da habe ich so richtig Lust aufs Shoppen. Das kennt ihr sicher alle. Dann gehe ich in die Stadt. Ich liebe es,  alleine in Ruhe durch die Geschäfte zu schlendern. Und während ich so bei Zara, COS & Co. vorbeischaue, wandern meine neuen vermeintlichen Lieblingsstücke in die Einkaufstüten. Sehe ich etwas, was mir gefällt und es mein Bankkonto nicht gerade sprengt, muss es mit. Zurückhängen, lange überlegen und vielleicht zwei, drei Tage später nochmal vorbeischauen, passiert so gut wie nie. Ich kann es einfach nicht ab- und erwarten.

Die Folge: Glücklich und vollgepackt wandere ich mit den Einkaufstüten nach Hause. Probiere die Sachen daheim nochmal an – und überlege dann oft erst, passt das in meinen Kleiderschrank. Die Folge: Zwei, drei Tage später bringe ich dann auch mal wieder Sachen zurück. Fehlkäufe inklusive.
Und ja, irgendwie nervt es mich. Oft genug ärgere ich mich, dass ich nicht einfach mal im Laden länger überlegt habe: „Brauche ich das Teil wirklich?“ (Und mal ehrlich: Brauchen tut man eigentlich sowieso nichts.) Die Frage: „Kann das Teil vielleicht warten?“ stelle ich auch viel zu selten. Und ärgere mich dann, wenn ich mein Lieblingsteil Monate später im Sale entdecke.

Manchen Freunden von mir passiert das selten. Sie sind erstens meist absolute Sale-Shopper, die nur zu Sale-Zeiten in die Innenstadt rennen (Ich persönlich hasse die Sale-Zeit), gleichzeitig aber auch weitaus bedachtere Einkäufer. Und so stehe ich oft daneben, wenn es heißt: „Soll ich das Teil wiiiiiirklich kaufen?“ Ich – als Spontankäuferin – sage dann natürlich: „Klar, es ist doch toll.“ Und meine Freundin: „Nee, ich glaube, ich lasse es hängen, und überlege noch.“ Und ich? Fragezeichen in den Augen. Ich hätte es sofort mitgenommen.

Nur ganz, ganz selten kann ich warten. Wie bei der Wildledertasche von Zara. Weil mein Herz zwar für sie schlug, mein Verstand aber bei dem Preis gesagt hat: No way. Und wenn ich so in meinen Kleiderschrank blicke, sind viele meiner liebsten Teile die, auf die ich gewartet habe. Monatelang schlich ich beispielsweise um die Acne Pistol Boots rum. Überlegte hin und her. Und kaufte sie dann doch. Bereut habe ich es nie.  Genauso wie ich einen Parka von Zara so toll, aber völlig überteuert fand. Zufällig ergatterte ich ihn dann im Sale und trage ihn bis heute. Trotzdem: Andere Lieblingsteile trage ich seit dem Tag des Spontankaufs.

Warten, geduldig sein. Das heißt denken. Sagte Friedrich Nietzsche. Und er hat Recht.

Was im Alltag so gut klappt, funktioniert beim Shoppen kaum: das Warten. Und das – obwohl ich eben nicht zur Generation Zalando oder Primark gehören will, die beispielsweise wie wahnsinnig bestellt und fast alles wieder zurückschickt oder einfach mal Klamotten wie wild kauft, weil sie günstig sind. Diese „Ich packe in den Einkaufskorb so viel wie geht“-Fraktion widerstrebt mir vollkommen.
Schließlich hinterfrage ich seit gut einem Jahr meine eigene Shopping-Mentalität. Mache mir Gedanken über Nachhaltigkeit. Über Konsum und Produktion. Mit ersten Erfolgen: Die Fehlkäufe sind weitaus weniger geworden. Weil ich weiß, was mir steht.  Weil ich das zehnte weiße Tshirt mittlerweile doch oft  hängen lasse. Und weil ich einfach versuche, weniger einzukaufen. Umtäusche hingegen habe ich immer noch. Und wer einmal bei Zara umgetauscht hat, weiß: Das muss man eigentlich auch nicht oft haben.

Was ist nun also besser? Vernünftig sein und warten? Oder auch mal einfach zuschlagen – nur mit Herz und ohne Verstand?

Ein Argument für das Spontankaufen wäre: Ich bin so oft so vernünftig. Warum nicht in einem Bereich des Lebens auch mal unvernünftig sein? Mode ist schließlich mein Hobby, meine Leidenschaft. Gedankenloses Konsumieren liegt mir fern. Im Gegenteil. Mein Denken setzt nur erst später ein. Nachdem ich schöne Klamotten gekauft habe. Nachdem ich den „Haben-Wollen“-Hunger gestillt habe.

Langfristig wäre ein Mittelmaß zwischen erfolgreichen Spontankäufen und erwarteten Lieblingsteilen trotzdem schön. Schließlich heißt es ja auch: Vorfreude ist die schönste Freude.
Und am Ende hilft bei mir sowieso nur eins, ein einfaches Rezept, um weniger zu shoppen: nicht in die Innenstadt gehen. Fehlt die Zeit, kaufe ich nichts.

Was für Shopping-Typen seid ihr? Kauft ihr auch spontan, was euch gefällt? Oder überlegt ihr auch mal länger? Freue mich auf eure Geschichten!

Photocredit: Gossip Girl/Warner

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17 Antworten zu “Kolumne: Das „Ich-kann-beim-Shoppen-nicht-warten“-Syndrom”

  1. Es geht mir beim shoppen genauso wie dir. Auch wenn ich nicht mehr so viel einkaufen möchte (und auch tue), muss ich einige Teile dann doch sofort haben. Bei mir eher aus Angst, dass sie beim nächsten Besuch nicht mehr da sein könnte. Selbst wenn ich vorher überlege, ob ich etwas wirklich brauche, geht meistens wieder ein Großteil zurück. Gott sei dank kann man ja ziemlich lange noch umtauschen. Aber hey, besser so als die ganzen Fehlkäufe oder nicht zum restlichen Kleiderschrank passenden Stücke zu horten :D

    Liebste Grüße

    • Liebe Jasmin, definitiv. Ich habe auch schnell Angst, dass es dann das vermeintliche Lieblingsteil nicht mehr gibt. Und stimmt, glücklicherweise kann man lange genug umtauschen. Nur bei Zara ist das immer so nervig. haha.
      Liebste Grüße!

  2. Erst einmal danke für einen weiteren sehr gut geschriebenen Beitrag :)

    Ich kenne das Problem, und ich bin ebenso dabei, mein Shoppingverhalten zu ändern. Lustigerweise beinhaltet das zum Beispiel, nicht mehr bei Primark solche „ich kaufe alles was reinpasst weil es billig ist“- Anfälle zu haben. Ich kaufe dort auch keine Schuhe oder Taschen mehr, weil mir aufgefallen ist, dass ich diese Dinge am Ende meist eh wieder verkaufe.

    Mir hat es echt geholfen, die meisten überflüssigen Dinge in einem starken Moment auszusortieren und zu verkaufen, sodass ich mit einem „bereinigten“ Kleiderschrank starte. Und beim Shoppen bin ich zwar immernoch ein seeeeehr spontaner Käufer, aber ich überlege doch länger, ob ich ein Teil wirklich brauche – spätestens seit die durchschnittlichen Preise meiner Kleidung angestiegen sind ;-)

    Warten (speziell über mehrere Wochen) finde ich als Konzept irgendwie komisch beim Kaufen. Viel wichtiger ist mir die reifliche Überlegung direkt im Laden und die Fähigkeit zu lernen, objektiv die Sinnhaftigkeit des Kaufs einzuschätzen. Aber das müssen wir ja alle noch lernen ;-)

    Mir wurde (glücklicherweise?) gerade mein Handy geklaut, und ich war auf zwei Wochenendtrips, sodass ich mir Shopping bis Mitte Juni verboten habe. Mal sehn, wie das hinhaut… Haha.

    LG, Dani

    • Liebe Dani,
      vielen Dank!

      Ja, ich bin wahrscheinlich auch eher der Typ Spontankäufer. Ich konnte noch nie lange auf etwas warten, was ich gerne haben will. Aber genauso wie du miste ich auch sehr oft aus und starte mit einem bereinigten Kleiderschrank. :)
      Die Sinnhaftigkeit des Kaufs besser einschätzen können, ist das Ziel! :)
      Liebe Grüße!

  3. Same here :-D Aber ich kann generell nicht gut warten. Sei es an der Supermarktkasse, beim Shopping oder sonst wo. Aber wenn ich meine Wunschteile dann einige Wochen später im Sale entdecke, ärgere ich mich auch immer schwarz. Vielleicht wird mir das ja in Zukunft eine Lehre sein ;-)

  4. Ich liebe Spontankäufe. Ich liebe aber vor allem auch, in einem Teil vorm Spiegel zu stehen, das niemand mit meinem Kleiderschrank assoziieren würde, und zu denken ‚wenn ich das jetzt kaufe, könnte ich ein völlig neuer Mensch sein, ich könnte meinen gesamten Stil verändern und ab jetzt romantisch verspielt gemusterte Tücher tragen‘ oder so ähnlich. Und dann stehe ich selig an der Kasse und nehme die Tüte mit dem rosafarbenen Paillettenkleid entgegen und bringe es ein paar Tage später erleichtert zurück – erleichtert, weil ich rechtzeitig begriffen habe, dass das ein Fehlkauf war. Und solange das passiert, ist ja auch alles in Ordnung. Ich würde sogar soweit gehen, zu sagen, dass ich durch Fehlkäufe erst wirklich gelernt habe, was zu mir passt und was mir steht. Aber nochmal zu den Spontankäufen und den langen Überlegungen, ich glaube, du hast absolut Recht, dass das Verhältnis zueinander stimmen muss, aber einzuwenden ist, denke ich, gegen beides nichts.
    Ich hab mir das auch irgendwann zu Eigen gemacht, mache das jetzt so: Wenn ich direkt Lust habe, etwas zu kaufen, ziehe ich es einmal an und wenn es mir vom ersten Moment an auch an mir gefällt, nehme ich es, wenn ich aber erst eine Weile hin und her überlege, ob das wirklich passt und steht und auch ich bin, dann nicht. Damit fahre ich eigentlich ganz gut.

    • Liebe Petronella,

      ohja, das kann ich so gut nachempfinden. Manchmal finde ich Sachen, die so gar nicht zu meinem Stil passen und aus mir einen ganz anderen Typ machen. Meist in Phasen, wo ich selbst von meinem Stil gelangweilt bin. Dann renne ich auch beseelt und beschwingt zur Kasse – um dann Tage später doch zu merken: Das bist du gar nicht. Das sieht vielleicht ganz gut aus, aber du ziehst es trotzdem nicht an.

      Absolut: Solange das Verhältnis stimmt und man zwischen beiden Dingen – Spontankauf und Überlegung – einen Mittelweg findet, ist dagegen nichts einzuwenden. Manchmal hat man eben auch Lust, einfach sich was zu kaufen.
      Wichtig ist ja am Ende der nicht völlig sinnfreie Konsum nur des Konsumswillen!
      Vielen Dank für deinen Kommentar :)

  5. Liebe Antonia,

    danke für einen weiteren, toll geschriebenen Artikel mit dem ich mich sehr gut identifizieren kann.

    Ich habe was mein Einkaufsverhalten anbelangt eine interessanten Entwicklung gemacht. Zu Studentenzeiten habe ich tatsächlich teilweise viel bedachter eingekauft. Sicherlich vor Allem weil ich ein sehr begrenztes Budget hatte. Ich war zwar jede Woche mindestens 3 Mal in der Stadt und habe die Lage sondiert, was es so Neues gibt, und auch oft Sachen anprobiert, habe diese dann aber meistens wieder weggehängt und einige Zeit darüber nachgedacht ob ich das Teil wirklich brauche. Wenn es mir nach 1 Woche nicht aus dem Kopf ging, hab ich es gekauft und war meist sehr zufrieden damit. Natürlich gab es damals auch Spontan- und Fehlkäufe, aber nicht sehr viele.
    Dann kam Primark in meine Stadt. Und ich muss gestehen dass ich das erste Jahr in einem regelrechten Kaufrausch verbracht habe. Ich konnte den Laden nicht verlassen ohne volle Tüten mit Sachen, von denen ich die Meisten einige Wochen später entweder wieder umtauschte oder bei Ebay verkaufte. Ich würde behaupten 70% der Sachen waren Fehlkäufe. Allerdings waren auch einige Lieblingsteile dabei, die ich bis heute noch trage. Irgendwann setzte eine gewisse Primark-Resiszenz ein, und ich kaufte nur noch wenig, meist Schmuck und Basics dort ein.

    Dann fing ich an zu arbeiten und konnte mir auf einmal viel mehr leisten. Ich fing an auch in Läden wie Zara und H&M nicht mehr nachzudenken, sondern einfach zu Kaufen was mir gefiel. Keine gute Entwicklung.
    Vor 2 Jahren legte ich eine 3 Monatige Shoppingpause ein. Das rückte die Dinge ein bisschen in Perspektive. Seitdem fällt es mir wieder leichter, nicht mehr komplett kopflos einzukaufen, sondern auch mal nachzudenken, ob ich das Teil wirklich brauche, ob es zu mir und zu meinem Stil passt. Das bedeutet aber nicht dass ich nicht ab und zu noch „Rückfälle“ erleide ;-)
    Seit einem Jahr habe ich mir vorgenommen, lieber ein hochwertiges Teil als 5 günstige zu kaufen. Vor Allem bei Schuhen und Taschen war das für mich eine Umstellung, die mir aber sehr gut getan hat. Das klappt mal besser, mal schlechter, aber insgesamt denke ich ich bin auf einem guten Weg zu einem „gesunden“ Shoppingverhalten was Klamotten anbelangt.
    Leider scheint sich mein impulsives Kaufverhalten nun auf Einrichtung, Deko und vor allem Backzutaten verschoben zu haben. Aber das ist eine ganz andere Geschichte…

    Sorry für den Roman in Kommentarform ;-)
    Und ich freue mich weiterhin mehr über das Thema „bewusst shoppen“ hier zu lesen.
    Und insgesamt denke ich du hast völlig recht: wenn man ein Teil sieht und sofort weiss, das ist es, das passt zu mir, steht mir und das nicht nur für einen Saison, warum sollte man dann warten, dann darf es auch sofort in die Tasche wandern. Finde ich ;-)
    Liebste Grüße
    Sarah

    • Liebe Sarah,
      Vielen Dank für deinen tollen Kommentar :)

      Eine dreimonatige Shoppingpause! Wow, das habe ich bislang kaum geschafft. Habe aber auch gemerkt, wenn ich will und die Innenstadt meide, kaufe ich eben nichts. Weil ich dann kaum das Verlangen danach habe. Mir hat das 5 Pieces French Wardrobe System wirklich geholfen, meinen Stil, mein Einkaufsverhalten zu überdenken. Und zu merken: Was passt wirklich zu mir. Vorher – gerade zu Beginn meines Studiums – ließ ich mich durch viel Zeit für Blogs & Co auch viel zu oft von Trends und dem „Haben-Wollen“-Gefühl leiten. Heute blicke ich mich auch um, merke dann aber schnell, ob es wirklich überhaupt zu mir passt. Oder ob es nicht mehr ein „Haben-Wollen“-Gefühl ist. Und damit fahre ich ganz gut!
      Danke für den Kommentar – und ich freue mich über jeden Roman in Kommentarform!

      Liebste Grüße!

  6. Liebe Antonia!
    Ich finde den Artikel wirklich sehr gut geschrieben und ich kann mich in den Beschreibungen wiederfinden. So oft nehme ich mir vor, weniger und bedachter einzukaufen, aber Fehlkäufe finden leider doch häufig statt. Allerdings bin ich auch erst 21 und gerade dabei, meinen Stil zu finden. Ich muss erst noch herausfinden, was zu mir passt, was mir steht etc. Hilfreich kann sicherlich auch sein, sich z.B. jeden Monat ein Wunschstück auszusuchen, dass relativ teuer ist-dann hat man einfach weniger Geld für Fehlkäufe zur Verfügung. Ich hoffe, ich kaufe irgendwann wirklich mal nur noch Teile, die ich liebe :)
    Viele liebe Grüße, Carolin

  7. ich verweile als ewig lang in den geschäften – wenn ich mich nicht entscheiden kann. überlege hin und her. vor der umkleide, in der umkleide, danach. mache bilder, schlendere unschlüssig herum. jeder ladendetektiv müsste auf mich aufmerksam werden… meist sind das dann nicht unbedingt die käufe, die zu meinen lieblingsteilen werden. meist ist das ein indiz, es eher nicht zu nehmen. aber nicht ausschließlich. oftmals sitze ich dann auch daheim und denke „hätte ich doch nur…“. das ärgert mich. spontanität: pro (daran will ich jetzt mal arbeiten ;) ).

    p.s. ich habe mal vor einiger zeit in irgend so einem heftchen gelesen, sales solle man meiden. da das was zurück bleibt seine gründe hat… zudem die passenden größen oft nicht mehr verfügbar und man ärgert sich um so mehr. irgendwie ist mir das in erinnerung geblieben, auch wenn es heutzutage nicht mehr ganz so zutreffend ist (falls es das mal je war) und ich meide sales. ist mir eh alles zu stressig geworden – das alter… ;)

    • Liebe Selou,
      Absolut, ich meide Sales total. Einmal ist es mir zu stressig und gleichzeitig hat es eben Gründe, dass bestimmte Dinge übrig geblieben sind. Nur ganz selten finde ich im Sale Schätze:)

      Deine Shopping-Beschreibung ist auch gut;)
      Liebe Grüsse, Antonia

  8. das ist ein sehr interessant geschriebener artikel! obowhl ich mich mit dem problem nicht wirklich indentifizieren kann. denn seit meiner kindheit höre ich von meiner mutter sätze wie „kaufe etwas nur, wenn… du es wirklich brauchst …es dir wirklich sehr gut gefällt …du noch nichts ähliches hast … usw“
    klar kaufe ich auch mal sachen, die ich nicht wirklich brauche, aber das hat mich doch sehr geprägt. und ich habe für mich selbst festgestellt, dass wenn ich im laden etwas nicht zu 100% mag, dass es meist auch nicht besser wird, wenn ich es zu hause habe, sondern dass ich es eher weniger anziehe. ich habe auch bemerkt, dass meist die sachen zu meinen lieblingsstücken werden, die ich mir gekauft habe weil ICH sie schön fand. und sachen, die ich nur aus trendbewusstesein haben wollte, landen nach kurzer zeit in den hinteren ecken des schrankes.

    • Liebe Sophie,
      Wenn ich im Laden etwas nicht zu 100Prozent mag, lasse ich es immer hängen. Problem ist eher, dass mir im Laden zuviel gefällt und ich erst daheim nochmal drüber nachdenke;)
      Absolut, Sachen, die ich aus Trendbewusstsein und Blogger-Hype gekauft habe, sind eher weniger meine Lieblingsteile, als beispielsweise Dinge, die ich völlig frei für mich gekauft habe;)
      Liebe Grüsse!

  9. Ich finde es ganz beruhigend, dass ich nicht die Einzige bin, die zu spontanen Shoppinganfällen neigt. Letzte Woche bin ich planlos, aber zur „Belohnung“ nach einigem Unistress in die Stadt gelaufen und mit einer COS-Tüte wieder nach Hause gekommen. Ich kaufe gerne sofort, was mir gefällt und bin immer wieder fasziniert, wie pragmatisch einige meiner Freundinnen mit einem neuen, potentiellen Kleidungsteil umgehen können. Während meine Freundin noch am Überlegen ist, ob sie das Teil auch mit dem Inhalt ihres Kleiderschranks kombinieren kann und auch die passenden Schuhe hat, stehe ich schon längst an der Kasse …
    Inzwischen schaffe ich es immerhin, mich ab und zu in meiner Kauflust doch zu zügeln und auch „tolle“ Sachen hängen zu lassen. Das hat aber einiges mit meinem fast platzendem Kleiderschrank zu tun. und auch bei mir gilt, Gefahr besteht nur, sobald ich mich in die Innenstadt begebe ;)

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