#letmeworkit: 5 Wochen ohne Zucker – ein erstes Fazit

1. Februar 2016 von in

Seit Anfang des Jahres esse ich keinen industriellen Zucker mehr. Kein Nachtisch, kein Schokoriegel zwischendrin, keine süßen Joghurts & Co. Zeit für ein erstes Fazit nach 5 Wochen Zuckerfrei.

Wie schwer wars?
Tatsächlich fiel mir der Verzicht auf Zucker leichter als gedacht. Am Anfang jipperte es mich noch nach einem Kinderriegel, doch das Verlangen nach Zucker war schnell verloren. Einzig im Supermarkt fiel es mir am Anfang wirklich schwer, keine Süßigkeiten zu kaufen. Ich liebe einfach Süßigkeiten. Auf gesüßte Getränke zu verzichten, war gar kein Problem, zumal ich sowieso dauerkrank war und fast nur Tee trank. Fruchtzucker habe ich weiterhin zu mir genommen, und als Energiebooster habe ich die Banane wiederentdeckt. Daheim koche ich nicht mit Zucker, aber auswärts habe ich nicht jedes Essen auf seinen Zuckerinhalt überprüft. Hier galt die Regel: keinen Nachtisch, keine süßen Sachen. Wenn in dem Thaicurry aber etwas Zucker untergemischt war, habe ich es natürlich trotzdem gegessen.

Wurde auch mal gesündigt?
Ja! Tatsächlich bin ich einmal schwach geworden. Als ich vor zwei Wochen krank daheim lag, musste ich einen Schokokeks essen. Für mein Seelenleben war das extrem wichtig (haha). Spaß beiseite: Mein kranker Körper hat nach Zucker verlangt, und ich habs ihm gegeben. Völlig in Ordnung, ich mache das Zuckerfrei-Experiment ja mehr für mich, als aus gesundheitstechnischen Gründen.

Und merkt man was?
Ohja! Ich hätte das ja nicht gedacht, aber der Verzicht auf Zucker macht sich körperlich bemerkbar. Nicht nur, dass ich zwei Kilo weniger wiege (was nun wirklich nicht mein Bestreben war), ich fühle mich auch weitaus fitter. Grundsätzlich habe ich mehr Energie und brauche weniger Schlaf. Für jemanden, der sonst eher als Schlafmütze bekannt ist, eine wirkliche Offenbarung. So wach und fit habe ich mich wirklich lange nicht gefühlt. Der nachmittägliche Heißhunger ist völlig verschwunden, auch abends nach dem Abendessen „brauche“ ich nichts mehr. An meiner Haut habe ich nichts bemerkt, ich hatte aber auch schon vorher sehr reine Haut.

Wie gehts weiter?
Ich will weiterhin auf industriellen Zucker verzichten. Vor allem das Gefühl des Wachseins spricht dafür, genauso wie ich besser schlafe, weil ich abends nicht noch kurz vor dem Schlafengehen Gumminbärchen und Schokoriegel gemampft habe. Grundsätzlich gilt aber für mich: Merke ich, dass mein Körper Zucker braucht, bekommt er ihn. So gut es geht will ich aber erstmal weiter verzichten, um euch dann in 4 Wochen ein neues Update geben zukönnen. Spätestens im Sommer werde ich aber sicher wieder das ein oder andere Eis essen. Nur in dem Ausmaß wie vorher möchte ich erstmal keine Süßigkeiten & Co. mehr essen.

Wer von euch lebt ebenfalls zuckerfrei? Was für Veränderungen habt ihr bemerkt?

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11 Antworten zu “#letmeworkit: 5 Wochen ohne Zucker – ein erstes Fazit”

  1. sehr diszipliniert. Gibt es für dich trotzdem gesunde oder zuckerfreie „Desserts“, die du dir machst? Also ich puriere gerne gefrorene erdbeeren zu eis. auf obst könnte ich nie verzichten, weswegen ich bei zuckerfrei auch nicht mitmache. ich versuche für mein essen einfach alles aus obst und gemüse zu machen, das fühlt sich für mich gerade richtig an :)

    • Liebe Annemarie,
      nee, ich bin aber auch kein Dessert-Freak :) Also ich ess dann einfach normales Obst. Fruchtzucker erlaube ich mir ja! :)
      Aber ansonsten setze ich ebenfalls auf Obst und Gemüse :) Schmeckt ja supergut und gesund!

  2. Ich kann dir in der Müdigkeitssache auf jeden Fall zustimmen! Ich lebe seit mehreren Monaten moderat zuckerfrei und esse eigentlich gar keine Süßigkeiten mehr. Tatsächlich ist es ja so, dass man diese irgendwann überhaupt nicht mehr mag – was nicht heißt, dass das ein oder andere Stück Kuchen zwischendurch nicht drin ist, man muss sich ja auch was gönnen! ;) Wirklich überrascht hat mich allerdings, dass der Zuckerkonsum scheinbar der Grund meiner jetzt vergangenen Akne war. Meine Haut ist so rein wie nie. Eigentlich gruselig, welche Auswirkungen Nahrungsmittel auf unsere Gesundheit haben können.

    Liebe Grüße!

  3. Bei mir wurde letztens eine Fructoseintoleranz festgestellt, ich muss also ab sofort nicht nur auf Zucker, sondern auch auf Fruchtzucker verzichten. Ich habe gehört, dass in dem Buch „Goodbye Zucker“ auch auf Fruchtzucker verzichtet wird. Meinst du, das Buch lohnt sich auch bei einer Fructoseintoleranz als Rezeptbuch? Liebe Grüße, Anja

    • Liebe Anja,
      ohje du arme!
      Ja, in Goodbye Zucker wird auch komplett auf Fruchtzucker verzichtet, insofern würde ich an deiner Stelle mal einen Blick reinwerfen:)
      Liebe Grüße!

      • Liebe anja, schau doch mal auf dem blog von julia san nguyen vorbei (ist nun bestimmt falsch geschrieben, findet man aber so bei google). Sie ist auch fruktoseintolerant und postet monatlich menüs die wahnsinnig vielfältig gesund und lecker sind!

          • Liebe Anja,

            ich lebe seit über 4 Jahren mit Fruktose-Intoleranz und kam super damit klar, leider hab ich jetzt auch noch ein Problem mit Histamin.
            Am Anfang rate ich dir eine Karrenzphase einzulegen, das bedeutet deinen Darm und Magen zu entlasten. Danach laaangsam immer ein bisschen Lebensmittel austesten. Wieso das Buch Goodbye Zucker in deinem Fall erst mal nicht so ratsam ist – lass die Fructose aus Obst nicht weg. Wenn man komplett drauf verzichtet bildet sich das im Darm zurück und wird auch nie wieder kommen. Immer langsam ein bisschen essen. Ich kann dir dieses Buch hier mehr als empfehlen:
            http://www.amazon.de/K%C3%B6stlich-essen-bei-Fructose-Intoleranz-Fruchtzucker/dp/3830439164/ref=pd_bxgy_14_img_3?ie=UTF8&refRID=176SV0VC40A6CMKMHFMM

            Ist übrigens für jeden interessant, man lernt viel über Zucker-Arten.

            Viel Erfolg mit der Intoleranz, am Anfang ist es schwer und dann wird es immer besser :-)

  4. Das ist ja ein spannendes Experiment. Ich habe gerade eine fünftägige Saftkur hinter mir und finde es wirklich super, wenn man wieder etwas mehr auf seinen Körper achtet. Ich denke, gar keinen Zucker zu essen würde mir sehr schwer fallen, aber auf die raffinierte Variante und einen Großteil zu verzichten, ist auf jeden Fall gut in den Alltag integrierbar!
    Danke für deine Erfahrungen!
    Liebe Grüße
    Leonie von glowing

  5. ich esse seit knapp 10 tagen vegan, zucker- und getreidefrei und muss sagen, es ist wirklich eine wahnsinnsumstellung. auf zucker (auch tierische produkte) zu verzichten, fällt mir dabei erstaunlich leicht, ich finde es nur unglaublich abgefahren, wie sehr mich das beim einkaufen beeinträchtigt. ich bin da (zumindest jetzt in der anfangszeit) schon echt penibel und man findet nichtmal ohne weiteres eine gemüsebrühe ohne zusätze von sirup oder maltodextrin. ich kam mir schon oft verschaukelt vor bei der feststellung, wo heutzutage überall gelatine zugesetzt wird (bin seit 13 jahren vegetarier), aber zucker toppt wirklich alles! zum backen benutze ich höchstes ahornsirup oder (lieber) kokosblütenzucker, ansonsten die naturgegebene fruchtsüße.

    natürlich kann ich jetzt noch kein ausgiebiges feedback geben, aber ich fühle mich mehr als gut und auch mein schlafrhythmus hat sich extrem gewandelt. allerdings glaube ich, dass ein großteil dieser veränderung tatsächlich auf den getreideverzicht zurückzuführen ist – wo andere zuckerjunkies sind, war ich wohl kohlenhydratsuchti.
    manchmal habe ich das zwar gefühl, nichts mehr essen zu können, aber je länger ich dabei bin, desto mehr spaß machts mir, mich mit meiner neuen ernährung auseinanderzusetzen und ganz viel auszuprobieren :)

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