München: 8 Lieblingsorte zum Sonnen

10. April 2017 von in

Gestern war ganz offiziell der erste Tag, an dem die Picknickdecke ausgebreitet, allen Freunden der Standort geschickt und den gesamten Tag in der Sonne gefläzt wurde. So sehr ich diesen Zustand liebe, so schwierig kann es auch sein, dafür den richtigen Spot zu finden. Ich bin ja ohnehin schon seit einiger Zeit Verfechter der Innenstadt-Randzonen, denn das Gedränge und die Reservierungspflicht an den Hot Spots, das nervt alles irgendwann. Gerade in Sachen entspanntes Sonnen braucht es definitiv keinen Trendplatz, sondern einen mit Ruhe, schöner Sicht und weichem Gras. Hier also meine Münchner Lieblingsorte zum Sonnen:

Nördlicher Englischer Garten

Gestern zum ersten Mal ausprobiert und für gut befunden: Steigt man auf dem Weg zum Englischen Garten nicht an der Uni aus, sondern an Stationen wie Dietlindenstraße oder gar Alte Heide, tauscht man fünf Minuten mehr Ubahn-Weg gegen herrlich leere Wiesen. Der nördliche Englische Garten ist ohnehin sehr überschätzt, dabei erstreckt er sich noch um ein Vielfaches des bekannten unteren Teils Richtung Stadtrand. Hier findet man ohne Probleme auch am ersten richtig warmen Sonntag einen Platz ohne Menschen weit und breit.


Rosengarten

Er ist ohnehin schon etwas versteckt neben der Isar, wenn man aber im Rosengarten nach Süden spaziert, steht man plötzlich auf Wiesen neben einem Sonnenblumenfeld. Hierhin verirren sich nur wenige Menschen und man hat seine Ruhe, die nur von selten vorbeifahrenden Güterzügen über die Eisenbahnbrücke gestört wird.


Flaucherinseln

Direkt neben dem Grill-Hotspot Thalkirchen, aber viel weniger frequentiert sind die Flaucherinseln. Hier finden sich sogar FKK-Verfechter, die über den Sommer hinweg sogar manchmal experimentelle Behausungen bauen, um auf der Insel zu übernachten. Eine Insel weiter darf man auch bekleidet liegen – besonders an Wochentagen zu empfehlen.

Bavaria

Zwar keine Wiese, aber Weite findet man an den Stufen der Bavaria. Der Blick reicht über die ganze Theresienwiese bis zur Stadtsilhouette, und auch, wenn die Theresienwiese gepflaster ist, lässt es sich zu Füßen der Stufen auch dort gut picknicken.Wer doch Wiese mag, zieht sich in den dahinter liegenden Bavariapark zurück – zwar nicht besonders groß, aber auch nie überfüllt!

Schlossmauer

Der Nymphenburger Park ist ohnehin eine Wohltat für die gesamte Seele, das habe ich ja schon öfter angemerkt. Was aber kaum jemand auf dem Schirm hat: Rund um den Park verläuft eine Schlossmauer, vor deren Toren weitere wilde Wiesen und Waldstücke warten. Hier ist das Gras im Sommer noch so hoch, dass man sich darin verstecken kann, und ein Picknick auf der Schlossmauer ist auch immer eine gute Idee.

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Friedensengel

Auch hier gilt: Wer den besten Blick haben möchte, muss auf die Wiese verzichten. Dafür ist der Sonnenuntergang kaum irgendwo herrlicher als mit erhabenem Blick über die Prinzregentenstraße. Gras wartet auch hier links und rechts in den Maximiliansanlagen, die komischerweise nie proppenvoll und doch trotzdem mitten in der Stadt sind.

Wittelsbacherbrücke

Viel schöner als die überschätzte Reichenbachbrücke, an der sich alle Menschen stauen. Hier ist die Isar sogar so tief, dass man eine kurzes Stück wirklich schwimmen und tauchen kann. Und das Ufer zur einzigen Isarisel weit und breit wechseln, auf die sich dann noch weniger Menschen hinverirren.

Hofgarten & Finanzgarten

Der Hofgarten ist herrlich, keine Frage. Natürlich ist das französisch angelegte Gärtchen hinter der Residenz aber nicht der ruhigste und entspannendste Ort zum Sonnen. Ob man die Wiesen neben den ordentlich angelegten Blumenbeeten überhaupt betreten darf, ist sowieso nicht ganz klar. Gleich neben dem Hofgarten befindet sich allerdings mit dem Finanzgarten ein Pärkchen, das immer übersehen wird und deshalb auch immer so gut wie leer ist. Eine Alternative für alle, die sich so zentral wie möglich bräunen möchten!

2 Antworten zu “München: 8 Lieblingsorte zum Sonnen”

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