New In: Das Sofa von Sitzfeldt

8. Juni 2016 von in

Ich lebe in kleinen Wohnungen. Das liegt an den Mietpreisen in München, daran, dass ich 24 bin und mir aus zeitlichen Gründen noch kein Vermögen ansparen konnte und an der Tatsache, dass ich überzeugter Alleinwohner bin, der sein Leben lang jegliche WG-Optionen dankend abgelehnt hat. Wer also wie ich in kleinen Wohnungen lebt, hat mit besonderen Herausforderungen zu kämpfen. Wie zum Beispiel der, einer Wohnung Charisma und Leben einzuhauchen, ohne sie zu überfüllen. Eine kleine Wohnung ist nämlich ziemlich schnell überfüllt. Stell ein paar Kerzen hin, eine Kommode zu viel und schon ist sie zu voll. Seit drei Jahren lebe ich in dem ewigen Kampf der Balance zwischen Charakter und Minimalismus.

Dieser Kampf ist auch der Grund, weshalb ich lange Zeit kein Sofa hatte. Um Platz zu sparen, saß ich an kalten Wintertagen an meinem Küchentisch auf einem Stuhl und sah sehnsüchtig Richtung Bett. Abends legte ich mich dann ins Bett und schlief eigentlich sofort ein. Das ist nämlich die Sache mit Betten: Sie laden zum Schlafen ein, weshalb ich schockierend lange Zeit keinen Film mehr zu Hause sehen konnte. Die Stimme, die sich nach mehr Gemütlichkeit in meiner kleinen Wohnung sehnte, wurde immer lauter und ich protestierte. „Nein!“, „ich habe keinen Platz für sowas“, irgendwann allerdings gab ich nach und kaufte mir einen Sessel.

Der Sessel war gemütlich. Sonntage gaben mir eine völlig neue Lebensqualität. Ich verlies meine Wohnung nicht mehr, freute mich über schlechtes Wetter und sah den ganzen Tag Serien in meinem Sessel. Zu einem Problem wurde dieser nur, als ich Besuch bekam. Dann wurde gestritten, wer sich auf den unbequemen Stuhl setzen muss und wer auf dem Sessel sitzen darf. Das war doof. Irgendwann war es dann so weit.

Ich warf meinen Schreibtisch aus der Wohnung, schließlich habe ich sowieso ein Büro und zu Hause sitze ich nie am Schreibtisch (wer sitzt schon am Schreibtisch, wenn er eine Küche hat) und nahm das Angebot von Sitzfeldt an, mir ein Sofa zur Verfügung zu stellen. Ich entschied mich für den 2-Sitzer Nimbus in Hellgrau aus dem Stoff Natura. Um die perfekte Stofflichkeit und Farbe aus dem riesigen Sortiment von Sitzfeldt auszusuchen, bestellte ich mir zuvor kostenlos acht Stoffproben, die mich tagelang hadern liesen – was ich aber jedem Interessenten des Sitzfeldt Sofas wärmstens ans Herz lege. Ich hörte am Ende des Tages auf meinen ersten Impuls und bestellte mein Traumsofa. Die Traumstücke werden auf Bestellung produziert und sechs Wochen später lieferten es zwei sehr freundliche Herren, die das gute Teil fluchend in den dritten Stock ohne Aufzug wuchteten, es oben angekommen auspackten und an die richtige Stelle schoben. Dafür gab es Schokolade und eine Spezi.

Seither liege ich auf ihr, weiß wieder, was Gemütlichkeit bedeutet und habe in meiner Wohnung keinen Platz verloren. Und Filme kann ich auch endlich wieder sehen.

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3 Antworten zu “New In: Das Sofa von Sitzfeldt”

  1. Wenn wir schon mal beim Thema Wohnung in München sind : wie findest du eigentlich deine Wohnungen? Über Freunde oder Internet? Du hast ja immer relativ viel Glück mit der Lage wie man bisher sehen konnte deswegen bin ich neugierig :)

    • Liebe Marisa,
      wir wohnen alle sehr zentral :) und haben unsere Wohnungen entweder über Freunde beziehungsweise ganz üblich über Inserate gefunden. Manchmal ist es auch einfach bisschen Glück, gerade in München. :)

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