Outfit: Mode Detox

14. August 2017 von in ,

Trenchcoat – thanks to Edited, Shirt – thanks to Weekday, Jeans – Topshop, Sneaker – Reebok, Tasche – Horizn

Regen ist manchmal famos. Da setzt man sich aufs Sofa, mümmelt sich so richtig schön ein und träumt von Herbst, Duftkerzen, Tee und jede Menge Kekse. Das habe ich das letzte Wochenende in vollen Zügen genoßen, nebenbei liefen Serien, und ich habe vor allem eines gemacht: Outfitinspirationen für den Herbst auf Pinterest gesucht. Im Sommer wird meine Modelaune nämlich dank Hitze überstrapaziert, irgendwann geht eben nur mehr Rock plus Tshirt, oder ich experimentiere plötzlich, weil irgendwie ist ja Sommer, alles so leicht und modeverrückt. Aber damit ist jetzt Schluss: Für den Herbst bin ich meine Pinnwände durchgegangen und habe mal wieder gemerkt: Basics sind es, die mich glücklich machen.

Nach einem Blick in meinen Kleiderschrank war auch schnell klar: Ich brauche nichts mehr. Denn eigentlich besitze ich all jene Teile, die meine Pinterest-Wand fürs Traumoutfit vorschlägt. Mein Kleiderschrank ist komplett. Nachdem ich letzte Woche auch einen letzten verrückten Kauf getätigt habe – dazu bald mehr – kann ich wirklich sagen: Da ist nichts, was fehlt. Im Gegenteil.


Also wurde am Wochenende auch nochmal mein Kleiderschrank durchstöbert und eifrig ausgemistet. Bleiben dürfen nur Toni-Pinterest-Basic-Teile, die meine Outfits vervollständigen, statt aus mir eine andere Person machen. Aber ich wäre nicht ein Modeblogger, wenn ich nicht auch heute ein neues Teil tragen würde: den wunderbaren Edited-Trenchcoat. Die Fortführung des Modells aus dem Frühling, ein bisschen weniger oversized, ein bisschen dunkler, ein bisschen noch mehr Toni.

Kombiniert wird die fabelhafte Jacke aber mit lauter Oldies aus dem Schrank: Mein Weekday-Shirt, das ich schon xfach nachgeshoppt habe, die beste Röhrenjeans der Welt von Topshop, die fabelhaften Sneaker von Reebok und meine wieder entdeckte Tasche von Horizon. Mode kann so wunderbar einfach sein, wenn man weiß, wer man ist und was man tragen will. Instagram und Co. verwirren eher mehr, zuviele Strömungen prasseln auf einen ein. Auch der Job trägt nicht immer dazu bei, modetechnisch enthaltsam zu leben. Aber da hilft eben manchmal der Blick aufs Pinterest-Board – und schwups, schon weiß man wieder, was man tragen sollte.

In diesem Sinne läute ich also eine neue Phase No-Shopping ein, auch wenn wir natürlich das große Glück haben, immer mal wieder ausgestattet zu werden – Mode Detox light sozusagen. Aber besser als gar keins, richtig? Wer macht mit?

4 Antworten zu “Outfit: Mode Detox”

  1. Liebe Antonia, du sprichst mir (mal wieder) aus der Seele. Ich ertappe mich gerade auch dabei, immer öfter zu denken, dass ich doch wirklich ALLES habe, was ich brauche. Was sage ich, ich habe alles und noch viel mehr. Immer öfter schicke ich komplette Bestellungen zurück, weil mich die Teile einfach nicht mehr „glücklich“ machen. Instagram und Co. machen mich ganz verrückt und ich weiß manchmal gar nicht mehr, wer ich eigentlich (Outfit technisch) sein will und kaufe wie wild Sachen nach, die einfach nicht nach mir aussehen. Dann schaue ich auf meine gespeicherten Bilder und siehe da, auf einmal ist alles ganz klar. Man sollte wirklich versuchen, mehr bei sich zu bleiben, auch wenn das, wie ich finde, super schwierig ist.

    Lange Rede, kurzer Sinn, ich mache auf jeden Fall mit beim Mode Detox. Ein zwei Teile dürfen bestimmt noch einziehen, sonst wären wir ja keine Modeblogger, aber dann ist einfach Schluss.

    Liebe Grüße und eine schöne Woche,

    Neele

  2. Liebe Antonia,

    Du hast völlig recht.
    Außerdem finde ich gerade das Kombinieren vorhandener Teile interessant (es muss nicht immer ein neues Teil dabei sein).
    Dazu kommt, dass guter und fundierter Modejournalismus ja auch funktioniert, ohne dass alles nachgeshoppt wird.
    Und Samples kriegt ihr ja trotzdem auch rein, d.h. die „Entzugserscheinungen“ werden eh abgemildert.

  3. liebe Antonia, du hast es auf den Punkt gebracht. Ich konzentriere mich auch auf meine Lieblingsteile/Basics und versuche mich nicht von den ganzen Trends verwirren zulassen :-) die Teile hängen dann doch nur im Schrank und müssen wieder verkauft/verschenkt werden. Ich habe auch gerade einen No-Shopping Monat hinter mir und ich vermisse nichts. Aber ich muss ja gestehen, deine valentino Tasche hätte ich ja schon gerne…:-))

    Liebe Grüße

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