Paris Fashion Week A/W 2016: Neue Opulenz bei Dior, Alexandre Vauthier und Chanel

27. Januar 2016 von in

Die Pariser Schauen laufen seit Montag – und wir haben bereits einen Trend entdeckt: Opulenz. Der Weg, den Gucci bereits in der letzten Saison geebnet hat, wird weiter beschritten. Minimalismus war gestern, jetzt setzen wir auf Glitzer, Strass, Farbenmix und jeder Menge großartiger und mutiger Designs. Je mehr, umso besser. Ob die Designer hierbei weiter auf die neuen Märkte im asiatischen, arabischen und russischen Raum reagieren, bleibt offen. Ein bisschen Opulenz schadet aber auch uns nicht. Wir dürfen jetzt so richtig auf den Putz hauen – wiewaswo zeigen uns Dior, Alexandre Vauthier und natürlich Chanel.

DIOR
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Es war die erste Kollektion von Dior, nachdem Raf Simons das Modehaus Dior verlassen hat. Die Spannung war groß, schließlich wusste keiner, wie das Designer-Duo Serge Ruffieux und Lucie Meier die Linie von Dior weiter fortsetzen würden. Nach der Schau kann man wohl sagen: Frische, die Dior längst gebrauchen konnte, ist eingezogen – ohne, dass Dior sein Gesicht verloren hätte. Im Gegenteil: Mehr denn je setzt Dior auf opulente Mode, die jedoch – vielleicht zum ersten Mal – tragbar erscheint. Selten hatte ich bei einer Dior-Kollektion das Haben-Wollen-Gefühl, wie bei dieser. Das Designer-Duo setzt natürlich auch Trends, und wir bleiben hier bei extravaganten Richtungen: Die Schulter sind frei, Oberteile rutschen vielleicht sogar noch ein Stück weiter nach unten. Muster- sowie Farbmix steht auf dem Programm, dazu kommen verspielte Details und opulenter Schmuck. Fußketten, auffällige und weniger zierliche Schnürungen an den Beinen setzen die Opulenz der Kleidung fort. Alles in allem eine wegweisende Kollektion, die Lust auf eine Schippe mehr macht. Zurückhaltung und Minimalismus machen definitiv nächsten Herbst einen langen Winterschlaf.

ALEXANDRE VAUTHIER
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Alexandre Vauthier hatte ich bislang kaum auf den Schirm, dabei macht das Modehaus extrem weibliche, fast schon Versace ähnliche Mode, die ebenfalls so ein bisschen zwischen stilvoll und daneben schwankt. Aber das macht vermutlich den Reiz aus. Wir sehen opulente Kleider, die ein wenig an Dessous erinnern, trotzdem nicht zu viel zeigen. Ein Bein wird gezeigt, das andere von Stoff umhüllt. Ob Farben, Leo-Muster oder wilder Mix: Auch bei Alexandre Vauthier haben Minimalismus und cleane Designs keine Chance. Viel mehr darf es glitzern. Auch  Details wie große Taschen, Absetzungen und Cut-Outs verleihen den Outfits jede Menge Extravaganz. Zurückhaltender als Gucci und Dior, dennoch opulent. Wichtigstes Accessoire: die Hornbrille.

CHANEL
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Welche Location wird es wohl diesmal sein? Mittlerweile überzeugt Chanel samt Karl Lagerfeld ja nicht nur mehr mit seiner Mode, sondern Journalisten, Einkäufer und Modemeute warten jedes Mal gespannt darauf, wo und wie der deutsche Designer seine Mode inszenieren wird. Diesmal setzte Karl Lagerfeld auf ein Puppenhaus – passend zur Mode. Puppenartig spazierten die Models aus einem überdimensionalen Haus vor die Fashion-Experten. Wegweisende Tendenzen: Der Fokus rückt auf unsere Arme. Ärmel sind das große Thema in der Kollektion von Chanel. Von Harlekins inspirierte Mode, die obenrum die Silhouette außer Kraft setzt und untenrum das Ganze wieder auffängt. Bubikrägen, dicke Knöpfe, Layering sowie farbliche und glitzernde Akzente und abgesetzte Säume komplettieren die Kollektion. Wichtigstes Accessoire: die filigrane Bauchtasche, die wie ein Gürtel um die Hüfte geschlungen wird. Nach den Chanel Espadrilles entdecken wir vielleicht den nächsten It-Sommerschuh: Wedges mit der Signature Färbung von Chanel.

Photocredit: Vogue.com

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2 Antworten zu “Paris Fashion Week A/W 2016: Neue Opulenz bei Dior, Alexandre Vauthier und Chanel”

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