Rezept: Capù

5. Oktober 2016 von in

Vor ein paar Monaten war ich in Brescia auf dem Slow Food Festival (siehe hier das Interview mit Lorenzo Berlendis, dem Vizepräsidenten von Slow Food Italia). Dort wurden an jeder Straßenecke lokale Spezialitäten gekocht. Und wie das so auf Festivals ist, die auf Straßen stattfinden, müssen diese Gerichte vor allem schnell gehen und gut schmecken. Oder zumindest gut vorzubereiten sein.
So wie die Capù alla bresciana, die kleinen gefüllten und dann gekochten Mangoldblätter. Auch im benachbarten Bergamo kennt man Capù, dort heißen sie Capù bergamasca und werden mit Fleisch gefüllt. Ich habe mich aber wie immer an die vegetarische Variante gehalten und den Brescianer Klassiker gekocht.

Das geht erstaunlich einfach: Zunächst nehme ich ein paar große Mangoldblätter, befreie sie von den harten Stielen und schneide sie in ungefähr gleich große Stücke. Dann bereite ich die Füllung zu, indem ich Semmelbrösel, Grana Padano (oder Parmesan, in Brescia benutzt man aber traditionell Grana), etwas Knoblauch und ein bisschen was vom kleingehackten Mangold zusammen mit einem Ei zu einer formbaren Masse verrühre.
Wer will, gibt noch Petersilie dazu und würzt kräftig mit Salz und Pfeffer. Dann werden die Blätter mit der Masse gefüllt, am Rand eingeschlagen und zusammengerollt. So, dass sie zum Schluss aussehen wie Rouladen oder sehr kleine Sushi-Rollen.
Wer ganz sicher gehen will, fixiert die Konstruktion mit einen Zahnstocher und gibt sie dann für wenige Minuten in siedendes Wasser. Nach dem Abtropfen werden die Capù vorsichtig aufgeschnitten und serviert.
Auf der Straße gab es sie einfach mit geschmolzener Butter, ich habe sie in einer leichten Tomatensoße platziert.

2 Antworten zu “Rezept: Capù”

  1. Hmmm. Das hört sich gut an. Ich hab in letzter Zeit so viel Mangold in meiner Biokiste, dass mir langsam die Ideen für die Verarbeitung ausgehen. Aber das Rezept klingt super einfach und sehr sehr lecker! Das muss ich mir unbedingt merken. Vielen Dank daür.
    Liebe Grüße
    Sarah

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