Rezept: Pasta al Linsenragù

8. März 2017 von in

Pasta mit Hülsenfrüchten zu kombinieren ist, wie wir hier und hier bereits präsentiert haben, immer eine gute Idee.

Als überaus empfehlenswert hat es sich in unserer Küche zuletzt bewiesen, Pasta mit Linsen an das Originalrezept des Ragú alla Bolognese angelehnt zuzubereiten – mit Linsen statt Fleisch in der Hauptrolle. Keine Angst, wir gehören nicht zu Unterstützern veganer Steaks und Tofu-Würstchen, die Linsen-Variante der Bolognese soll auf keinen Fall nicht die Erwartung wecken, es handele sich hierbei um einen gleichwertigen Ersatz des echten Fleischragùs. Fleisch bleibt Fleisch und wer es in Sachen echter Bolognese ganz genau wissen will, dem sei dieser schöne Erfahrungsbericht der Autorin Nicola Goethe empfohlen, die bei Anna Maria di Monari von der Trattoria Anna Maria in der Bologneser Altstadt das Original zuzubereiten gelernt hat. Ansonsten ist dieses Linsenragù etwas anderes als das Fleischragù und das soll es auch sein. Keinesfalls aber weniger köstlich. Denn die Rahmenzutaten eines Ragùs passen auch zu Linsen exzellent: Soffritto, Milch, Tomaten, Weißwein, … und andersherum ergänzt die feinkörnige, kohlenhydrathaft befriedigende Struktur von weich gekochten Linsen diese Rahmenzutaten auf perfekte Weise.

Karotten, Sellerie und Zwiebeln fein hacken, sanft in Olivenöl (Anna Maria di Monari allerdings schwört des milderen Geschmacks wegen auf Pflanzenöl) anbraten, bis die Zwiebeln glasig sind. Getrocknete Linsen (möglichst kleine, die vor dem Kochen nicht eingeweicht werden müssen) waschen und der Pfanne hinzufügen, eine Minute lang mitbraten, dann mit einem halben Glas Weißwein ablöschen. Paar Minuten köcheln lassen, dann mit frischer Gemüsebrühe angießen und noch ein oder zwei Lorbeerblätter hinzufügen. Zwei, drei Esslöffel Tomatenmark in einem halben Glas Wasser auflösen und ebenfalls dazugießen, außerdem ein bis zwei Dosen geschälte, gehackte Tomaten mit Saft. Gut verrühren und jetzt ohne Deckel in aller Ruhe etwa 40 Minuten köcheln lassen bis die Linsen zu zerfallen beginnen. Dann etwa ein halbes Glas Milch angießen, verrühren, bei Bedarf noch etwas Wasser dazugeben.

Die Konsistenz soll nicht zu trocken geraten, darf aber ruhig etwas stückig und grob sein, im besten Fall ist sie gut eingedickt und cremig. Weitere zehn Minuten köcheln lassen, mit Salz und Pfeffer abschmecken. Am besten schmecken dazu frische Tagliatelle oder Linguine, und drüber kommt auf dem Teller dann noch frisch geriebener Parmesan. Als Getränk schadet der Rest des im Ragù verwendeten Weißweins ganz und gar nicht.

2 Antworten zu “Rezept: Pasta al Linsenragù”

Schreibe einen Kommentar