Rezept: Pasta con la mollica

6. September 2017 von in

Hier bei Splendido verfolgen wir ja seit jeher ein paar Grundsätze, wenn es um unsere Rezepte geht. Einfach zuzubereiten sollen sie sein und nur aus den allerbesten Zutaten bestehen. Gerne mögen wir auch die Klassiker der italienischen Küche. Außerdem herrscht bei uns natürlich eine ausgeprägte Liebe zum Kohlenhydrat, wie wir immer wieder beweisen.

Ein Grundrezept, das all diese Eigenschaften aufs Allerbeste vereint, ist die Pasta con la mollica, was auf deutsch eigentlich nichts anderes bedeutet als Nudeln mit Semmelbröseln, also Pasta mit Brot. Wie viele einfache Gerichte, stammt auch dieses Rezept aus dem armen Süden Italiens, wo man sich schon immer perfekt drauf verstand aus wenig viel zu machen. Es ist die perfekte Resteverwertung für altes Brot (man sollte altes Brot sowieso nie wegwerfen, sondern immer Semmelbrösel oder mindestens einen Brotsalat daraus machen) und ein ebenso gutes Grundrezept, das man mit fast allem verbinden und zu einem veritablen Mittagessen machen kann. Außerdem ist es unglaublich schnell zubereitet.

In einer großen Pfanne erwärme ich Olivenöl und lasse reichlich fein geschnittenen Knoblauch und etwas Peperoncino darin ziehen. Eigentlich entspricht die Zubereitung den klassischen Spaghetti aglio e olio. Der Knoblauch sollte dabei nicht braun werden, sondern nur das Öl aromatisieren. Dann gebe ich das zuvor geriebene alte Brot dazu. Man sollte pangrattato übrigens immer selbst machen, wenn man die Möglichkeit dazu hat. Wegen der schon erwähnten Resteverwertung, aber vor allem, weil gutes Brot einfach so viel besser schmeckt als Industrieware aus dem Supermarkt.

Während das Brot unter Rühren langsam bräunt (es kann gut sein, dass man hin und wieder noch etwas Öl dazugeben muss), koche ich die Pasta in reichlich Salzwasser. Am besten eignen sich hier dicke Spaghetti, aber auch Tagliatelle sind gut möglich.

Ist die Pasta gar, wird sie mit der gerösteten Brot-Masse vermischt. Dabei sollte erneut so viel Öl hinzugegeben werden, dass sich die Semmelbrösel weich und zart an die Nudeln anschmiegen und dabei gerade noch ein bisschen Biss haben. Die Mischung der verschiedenen Konsistenzen macht den Reiz des Gerichts aus.

Wer möchte, gibt noch fein gehackte Petersilie dazu. In Sardinien mischen sie außerdem noch Sardellen unter die Nudeln. Manche Rezepte sprechen auch von ein bisschen Parmesan. Oder aber man nimmt eine reife, richtig aromatische Spätsommer-Tomate, so wie es sie gerade immer wieder mal gibt, und quetscht sie einfach über den ganzen Teller. Das gibt Flüssigkeit und Geschmack und macht aus dem Basisrezept eine Spezialität.

2 Antworten zu “Rezept: Pasta con la mollica”

  1. Bei Mutti zuhause gab es oft Nudeln mit Semmelbröseln, allerdings mit einer klassischen Tomatensoße. Auch ne sehr leckere Kombination! Danke, dass ihr mich mit dem Rezept daran erinnert habt, das mal wieder zu kochen. Werde auch eure Variante ausprobieren.

  2. Eins meiner Lieblingsgerichte seit ich Kind bin, kenne es unter „Spaghetti alla siracusana“, mit Sardellen (absolutes must finde ich!) und ein paar geschnittener Oliven dazu, alternativ Kapern. Geht immer, schmeckt immer.

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