Wardrobe Essentials: Der Parka

15. März 2014 von in


Brauche ich ein kleines Schwarzes im Kleiderschrank? Eine weiße Bluse? Und vielleicht auch ein Paar High-Heels? Geht es nach  der Meinung der einschlägigen Frauenmagazine, lautet die Antwort definitiv: ja! Wer gewisse Sachen nicht im Kleiderschrank hängen hat, gilt  als modisch völlig unausgestattet. Doch was steckt hinter den seit Generationen weitergegebenen Tipps der Kleiderschrank-Basics? Braucht frau sie wirklich alle? In Wardrobe-Essentials gehen wir den Dingen auf den Grund. Nehmen quasi die Basics, die jede Frau im Kleiderschrank haben sollte, unter die Lupe!

Heute dreht sich alles um den Parka beziehungsweise Parkajacken.

Wer wie ich einen Jackentick hat, kommt um einen Parka nicht herum. Neben der klassischen Variante für den Winter besitze ich natürlich auch noch eine relativ simple Parkajacke (siehe Bild) sowie die Whistles-Parkajacke. Mein Winterjackenparka ist klassisch geschnitten, dick gefüttert, mit Kunstfell an der Kapuze sowie großen Eingriffstaschen. So wie er sein sollte, als die Inuit dem Parka seinen Namen gaben.

Denn bevor jegliche Parka-Varianten in unsere Geschäfte zogen, war die Jacke ein gefütterter Anorak mit vielen Taschen und einer großen Kapuze. Ähnlich wie bei dem Trenchcoat oder dem Cardigan wurde der Parka erstmals vom Militär getragen, um die Soldaten vor Wind und Kälte zu schützen. Das Wort Parka hingegen stammt aus der Sprache der Inuit. Dort bedeutet parqaaq nämlich Hitze. 1936 wurde das Wort übernommen und in den deutschen Sprachgebrauch aufgenommen – ein Kleidungsstück, das warm hält, einen einpackt.

Bis heute trage ich meinen dicken Winterparka von Topshop wahnsinnig gerne, denn er hält warm. Einziges Manko: Er ist schwarz. Und da kommen wir schon zu einem wichtigen Punkt: Der klassische Parka ist khaki-braun-farben – in den – leider – bekannten Militärfarben. Ich persönlich mag die Farbe Khaki, gerade zu meiner restlichen schwarz-weiß-grauen Garderobe und meinen dunklen Haaren passt der Grünton sehr gut.

Im Zuge des Military-Look-Trends und auch wegen seiner Zweckmäßigkeit wurde der Parka in den späten 1960er Jahren auch bei den modebwussten Frauen und Männern beliebt. Zudem galt der Parka als rebellisch, als Kleidungsstück, das ine bestimmte innere Grundeinstellung wiederspiegelt. Heute hingegen findet man jedes Jahr aufs Neue grüne, blaue, schwarze Parkajacken in den Läden, mal mit Nieten, mal mit Stickerei, mal mit Glitzer. Genauso wie die Zielgruppe: Ob Jung oder Alt: Parkas sind salonfähig geworden. Als reine Modeerscheinung kann man die Jacken wohl nicht mehr abtun. Ähnlich wie die Lederjacke hat sich der Parka seine Daseinsberechtigung langfristig gesichert.

Ich freue mich darüber, denn für mich ist ein Parka ein wirklich zeitloses Kleidungsstück. Meinen Topshop-Winterparka trage ich seit vier Jahren – er kommt nicht aus der Mode, passt immer und ist ein Klassiker. Kombiniert mit sportlich, schicken Kleidungsstück wie Sneakers, Röhrenjeans und Pulli unterstreicht der Parka den lässigen Look – ganz abgesehen vom Warmhaltefaktor. Bei meinen Parkajacken zieht das Wort Hitze nicht mehr wirklich, hier steht der Lässigkeitsfaktor im Vordergrund. Dafür verleihen die Jacken mir etwas Farbe und in Kombination mit Schwarz, Weiß oder Grau sind sie eine tolle Alternative zu Cardigan, Blazer oder Lederjacke.
Für mich gehört ein Parka also definitiv in meinen Kleiderschrank und weil ich einen Jackentick habe, besitze ich eben gleich mehrere – für jede Jahreszeit quasi eine. Und ich fürchte: Es waren nicht meine letzten. Aber gut, irgendeinen Tick muss frau ja haben.

Wer von euch besitzt auch einen oder mehrere Parkas? Wie kombiniert ihr die Jacken am liebsten?

Alle unsere Wardrobe-Essentials auf einen Blick.

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3 Antworten zu “Wardrobe Essentials: Der Parka”

  1. Ganz klares Ja! Ich hab mir heuer meinen ersten Parka (in Khaki) gekauft und ich liebe ihn wirklich. am liebsten trage ich ihn zur schwarzen Skinny Jeans, einem schlichten T-Shirt und Boots. Einen dunkelblauen hätte ich auch noch gerne, aber bislang nch nicht den perfekten gefunden. Hast du eventuell einen Tipp? :)

    Lg
    Bianca

  2. Ich habe einen Parka seit dem letzten Jahr, im typischen Khakifarbton,
    bin aber nicht ganz so zufrieden. Zwar wirklich kuschelig und auch gemütlich zum Übergang,
    aber nicht ganz die elegante Variante, vielleicht werde ich mir also noch einmal einen Neuen suchen.

    Finde diesen geschichtlichen Rückblick dazu mal sehr interessant :)

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