20 Pläne für 2020

16. Januar 2020 von in

Der Januar ist fast schon wieder um, aber um ehrlich zu sein, befinde ich mich immer noch ein bisschen im Winterschlaf. Erst so langsam komme ich im neuen Jahr und meinem gewohnten Arbeitsmodus an, die meiste Zeit träume ich noch von der ruhigen Winterpause. Um den Start ins neue Jahr noch leichter zu machen und meine Motivation anzukurbeln, habe ich mich von Vicky inspirieren lassen und meine 20 Pläne für 2020 aufgeschrieben. So viel sei verraten: Ich habe mir viel vorgenommen und richtig Lust, ganz viel davon umzusetzen und zu verinnerlichen. 2020 wird großartig!

Bei neuen Beautyprodukten auf cruelty free achten
Mein Badezimmerschrank ist voll und viele Beautyprodukte müssen aufgebraucht werden. Sollte ich demnächst Neues benötigen, möchte ich ab sofort noch mehr auf cruelty free Produkte achten. Bislang versuche ich das, stolpere aber doch immer wieder in die Verführungsfalle oder kaufe unbewusst ein Produkt von einer Brand, die noch Tierversuche unternimmt. Mein Herz blutet bei dem Gedanken, so dass ich hier auf jeden Fall bewusster konsumieren will.

Bewusster konsumieren und noch mehr auf Fair Fashion achten
Bewusster Konsum soll auch 2020 wieder auf dem Plan stehen. Mode ist meine Achillessehne, in manchen Wochen klappt meine Zurückhaltung gut, in anderen Moment packt mich die Shoppinglust. Für 2020 will ich darauf achten, meine Garderobe mit hochwertigen Materialien zu ergänzen, meinem Farbschema treu zu bleiben und möglichst Lieblinge aus Fair Fashion einziehen zu lassen. Mal sehen, wie das klappt.

Weiter vegan leben und mehr ausprobieren
Zuhause lebe ich die meiste Zeit vegan, und das schon ein paar Jahre lang. Auswärts greife ich oft auf die vegetarische Alternative zurück, denn ich bin nicht nur fleischlos unterwegs, sondern auch noch ziemlich heikel. Vegane Ersatzprodukte mag ich nicht, aber auch mit Mandelmus & Co. kann man mich jagen. Für 2020 will ich mehr vegane Restaurants erkunden und vielleicht auch einfach mal mutiger in Sachen essen ausprobieren sein. Eine große Challenge bei mir, denn ich bin wirklich seeeehr heikel.

Mein Sportspektrum wieder ausweiten
Ich hab’s schon paar mal geschrieben: Von 2017 bis 2019 war ich dreimal die Woche beim intensiven Training, bis im Juni meine Trainerin hinschmiss. Obwohl ich eine so gute Sportroutine hatte, passierte das, was wohl den meisten von uns passiert: der innere Schweinehund klopfte an und machte sich auf dem Sofa breit. Ein halbes Jahr lang war ich sportlich eher mau unterwegs, besuchte hin und wieder Kurse dank Urbansports, an mein Trainingspensum von vor einem Jahr kam ich aber nicht ran. Doch das ändert sich ab nächster Woche, und ich freue mich, endlich wieder mehr Sport zu machen. 

Jeden Tag ein bisschen Yoga
Seit Anfang Januar mache ich die 30 Days of Yoga Challenge und bin wieder total infiziert. Mit Urban Sports habe ich schon ein paar Münchner Yogastudios ausprobiert, aber erst jetzt hat mich die Yoga-Laune wieder richtig gepackt. Mein Vorsatz für 2020: Wenn möglich jeden Tag eine kleine (oder große) Einheit Yoga machen. Und unbedingt mit meiner Freundin zum Bikram Yoga gehen.

Etwas neues lernen
Das Buch ist vollendet, und ich merke, wie meine Energie wieder für andere Dinge freigesetzt wird. Ein guter Moment, um mir vorzunehmen, endlich etwas Neues zu lernen. In meinem Fall: stricken. Ich habe total Lust, mir meinen eigenen Cardigan zu stricken, mit meinen Händen etwas zu schaffen und ein gutes Hobby zu finden. Nur: Meine Strickerfahrung ist sehr rudimentär, und ich brauche eure Hilfe: Wer von euch kennt gute Strick-Anfänger-Tutorials?

Mein Französisch und Italienisch wieder verbessern
Ich liebe es, dass ich Französisch und Italienisch sprechen kann, merke aber auch: Je weniger ich es benutze, desto mehr verflüchtigen sich meine Kenntnisse. Also habe ich mir vorgenommen, 2020 meine Zeit zu nutzen, um meine Sprachkenntnisse wieder aufzubessern. Wer eine App-Empfehlung hat, gerne her damit. Ansonsten werden es wohl einfach Bücher auf Französisch und Italienisch.

Bücher, Bücher, Bücher
Denn ein großes Ziel für 2020 ist es, endlich wieder mehr Bücher zu lesen. Ich bin eigentlich eine richtige Leseratte und kann wahnsinnig schnell lesen. Aber oft hänge ich dann am Handy und das Buch liegt ungelesen neben mir. Das ärgert mich, denn gerade das Lesen von Büchern ist mir wichtig und beeinflusst auch meinen Schreibstil. Seit Anfang des Jahres lese ich jetzt jeden Abend vor dem Schlafengehen – und ich merke schon jetzt, wie gut es mir tut.

In die unsere Geschichte eintauchen
Wer waren unsere Bundeskanzler, welche Skandale in der Politik gab es in den 60er-Jahren und warum war die Rede von Martin Walser beim Friedenspreis ein Problem? Ich würde behaupten, ich kenne mich politisch wie historisch gut aus, und doch möchte ich noch mehr wissen. Ich möchte historische Zusammenhänge noch besser verstehen, nochmal tiefer in die deutsche wie europäische Vergangenheit eintauchen, bis ich mich dann an die internationale mache. Der Geschichtsunterricht am Gymnasium ist einfach zu lange her, mein Wissen oft zu oberflächlich und ich habe total Lust, noch mehr zu lernen.

Wieder mehr Kultur
Wer mehr lernen will, sollte auch wieder mehr Kultur erfahren. Hach ja, ich habe Theaterwissenschaft studiert und war viel zu lange nicht mehr im Theater. Für 2020 nehme ich mir vor, wieder öfter Museen und Theater zu besuchen, kontroverse Stücke anzusehen und ausgefallenen Ausstellungen eine Chance zu geben, um meine Perspektive zu erweitern.

Wieder mehr netzwerken
Ich liebe es zu netzwerken, mich auf Events mit neuen Menschen zu unterhalten und neue Eindrücke zu bekommen. Doch die letzten zwei Jahre war ich etwas faul. Ich hatte andere Prioritäten und zog oft mein ruhiges Wohnzimmer einer trubligen Location vor. So langsam habe ich aber wieder Lust, mich gerade mit neuen spannenden Frauen zu unterhalten, sich zu verbinden und vielleicht neue Ideen zu entwickeln. Also: 2020 wird genetzwerkt.

Gemeinsam statt einsam
Wir alle sitzen oft abends vor dem Fernseher, netflixen, was das Zeug hält und unterhalten uns über Whatsapp, wie wir Serie XY nun fanden. Schon seit einiger Zeit frage ich mich, warum ich nicht einfach mit meinen Freund*innen gemeinsam gucke? 2020 will ich mehr Zeit mit meinen Freund*innen verbringen, Spieleabende sowie Netflix-Abende veranstalten und vielleicht einfach ein bisschen mehr gemeinsame Sachen machen.

Mutig sein
Mut ist das große Wort für 2020. Mein Buch erscheint im April, ich werde Lesungen halten und bei Talks auftreten. Möglicherweise auch Interviews geben und immer wieder über ein sehr persönliches Thema sprechen. Ich freue mich auf diese spannende Zeit und nehme mir vor, noch mutiger zu sein. Ich möchte meine kleinen wie großen Ängste überwinden und mir selbst beweisen, dass ich das Sagen habe – und nicht die Angst.

Meiner Intuition folgen
Das heißt auch: weiterhin meiner Intuition folgen. Sie sagt mir, was gut für mich ist und was nicht. Ich vertraue meiner Intuition zu 100 %. Auch 2020 will ich mich noch mehr von ihr leiten lassen, ganz nah bei mir sein und mich nicht von außen beirren lassen.

Lernen, Erfolge zu genießen
Ohja, ein Thema, das ich wirklich lernen muss. Ich kann meine Erfolge nur ganz schwer genießen. Bislang habe ich beispielsweise noch nicht einmal die Abgabe meines Buches gefeiert. Meine Überlegungen zu einer Buchparty Anfang April finde ich zeitweise übertrieben. Aber hell yeah, ich habe ein Buch geschrieben und es wird veröffentlicht. Eigentlich ist das ein riesiger Grund zur Freude. Also: 2020 will ich lernen, auf mich stolz zu sein und den Erfolg auch zu genießen.

Öfter Komplimente machen
Im Umkehrschluss will ich Menschen in meinem Umfeld öfter Komplimente machen. Ihnen sagen, wenn sie etwas tolles gemacht haben, sie ermutigen und vielleicht auch einfach sagen: Du siehst heute toll aus. Das tut der Seele gut und kostet mich nichts. In Zeiten, in denen die Nachrichtenlage ein düsteres Bild zeichnet, ist es wichtig, dass wir uns gegenseitig positive Vibes senden.

Alle drei Monate eine kleine Auszeit nehmen
Die Weihnachtsferien taten so gut, und um ehrlich zu sein, struggle ich immer noch ein bisschen, so richtig in den Arbeitsalltag zurückzufinden. Für 2020 nehme ich mir vor, wirklich alle drei Monate eine kleine Auszeit zu nehmen. Denn anders als Festangestellte habe ich keinen fixen Urlaub, ich muss mich zwingen, ihn zu nehmen. Wie wichtig Auszeiten sind, merke ich immer dann, wenn ich viel zu lange keinen hatte. Deswegen: regelmäßig Urlaub machen.

Die Morgensonne genießen
In den vergangenen drei Jahren bin ich zum Morgenmensch mutiert. Ich stehe gerne früh auf, genieße die Morgenruhe und starte entspannt in den Tag. Ich liebe die Stille, die den Morgen umgibt, bevor alle anderen aufwachen. Für dieses Jahr will ich mir vornehmen, noch öfter im Sommer den Sonnenaufgang zu genießen. Denn nichts ist schöner als den Tag anbrechen zu sehen – und das im ausgeschlafenen Zustand und nicht nach einer langen Clubnacht.

Öfter in die Berge fahren
Ich sag es jedes Jahr: Ich will wieder öfter in die Berge. Ich liebe die Natur, doch letztes Jahr war ich die meisten Wochenende daheim, weil ich ja am Buch arbeiten wollte und sollte. Während mir meine Freund*innen Fotos aus der Natur schickten, saß ich – zwar im Garten in der Sonne – vor dem Laptop und träumte von Wald und Wiesen. 2020 komm ich mit!

Mich engagieren und Gutes tun
Wenn ich die Bilder von verletzten Koalas in Australien sehe, bricht es mir das Herz. Hätte ich keine Flugangst, wäre ich wahrscheinlich schon in Australien, um den Wildlife-Rescue-Organisationen beizustehen. So bleibt mir nur die Spende, die von Herzen kommt. Mich zu engagieren, Gutes zu tun und dankbar für mein privilegiertes Leben zu sein, ist mir wichtig. 2020 will ich weiterhin abgeben und mein Glück teilen. Zudem hoffe ich mit meinem Buch, den Dialog zu eröffnen und Stigmata auszuräumen. Das wird sicherlich ein anderes Engagement als eine Spende, aber ich hoffe, viele Menschen zu erreichen und Kraft zu spenden. Niemand ist mit seiner Angst allein.

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4 Antworten zu “20 Pläne für 2020”

  1. Danke für den schönen und inspirierenden Beitrag. Da übernehme ich direkt mal einige Dinge von!
    Fänd es auch toll, wenn du mal eine Zwischenbilanz über das Jahr hinweg ziehst. So ganz ohne Druck, eher wie du versuchst deine „Vorsätze“ (doofes Wort) in den Alltag zu integrieren.

    Liebst x

  2. Huhu, vielen Dank für die Inspiration!Vieles dabei, was ich mir für mich auch gut vorstellen könnte. Zum Strickmuster fällt mir ein, mal auf Etsy zu schauen, z.B. mag ich die Muster von Paulastrickt.

    Viele Grüße, Lene

  3. Hey, danke für diesen schönen und inspirienden Artikel! Was das Sprachen lernen/auffrischen angeht würde ich dir Duolingo empfehlen. Das ist wohl auch die meist genutzt App, aber sie ist auch gut zu handhaben und man lernt vieles neu und kann gut Dinge wiederholen.

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