Achtsamkeit & Selbstliebe: 9 Tipps für mehr Ausgeglichenheit und Entspannung

12. April 2018 von in

Manche nennen es Humbug, machen schwören drauf: die Achtsamkeit im Leben. Oder besser gesagt: auf das eigene Achtgeben auf sich im hektischen Alltag. Tatsächlich klingt es, sobald man drüber spricht, schnell ein bisschen esoterisch, ein bisschen nach gutem Glauben und modernem Sich-mit-sich-selbst-auseinandersetzen, gleichzeitig ist eben doch was dran an dem ganzen Hokuspokus um die Achtsamkeit. Denn ein Schräubchen hier gedreht, eines da gedreht, schwups, läuft es doch gleich ein bisschen runder, lockerer.

Auch ich habe im vergangenen Jahr so manche Schraube gedreht, mehr auf mich geachtet und den Stress so gut es geht versucht, zu eliminieren. Klappt nicht immer, so viel sei verraten, und trotzdem hat sich so einiges zum Positiven gewendet. Nicht zuletzt weil ein Leben, in dem wir permanent mit Informationen geflutet werden, unsere Aufmerksamkeitsspanne schnell von 10 Sekunden auf 3 hinabsinkt, eben anstrengend ist. Der Kopf und die Seele brauchen Auszeiten, Luft zum Atmen und mit etwas Achtsamkeit baut man sich so einen weichen Kokon.

Welche Schrauben ich entdeckt, gedreht und verändert habe? Das verrate ich euch heute.

Immer zur selben Zeit aufstehen

Klingt verrückt, für mich als Freiberufler war es lange eine echte Hürde. Auch war die Snooze-Taste mein bester Freund. Und so kam es, dass ich oft bis zum letzten Ultimatum im Bett lag, um mich dann völlig gehetzt innerhalb von 15 Minuten fertig zu machen und aus dem Haus zu stürmen. An Frühstück war dann sowieso nicht mehr zu denken.
Was geholfen hat, entspannter in den Tag zu starten: zu einer festen Uhrzeit unter der Woche aufzustehen. Mittlerweile bin ich spätestens um 8 wach, genieße meine ruhigen Minuten, bevor ich aus dem Haus muss. Gerät mein Aufstehritual ins Wanken, merke ich: Irgendwas läuft falsch. Dann wird Acht gegeben und geguckt, woran es liegt.

Dreimal am Tag in Ruhe essen

Sich bewusst Zeit nehmen für seine Ernährung, nicht zwischendrin im Gehen sich schnell was einwerfen, sondern sich in Ruhe ohne Ablenkung an den Tisch zu setzen und essen. Klingt simpel. Aber ehrlich: Wie oft essen wir hier einen Happen, kaufen uns schnell beim Bäcker eine Breze oder vergessen in der Hektik eine Speise?
Dank des Sports habe ich begonnen, regelmäßig und bewusst zu essen. Vorher war ich eher der Typ „Im Stress vergesse ich zu essen“. Mittlerweile sorge ich für mich – auch das hat etwas mit Achtsamkeit für sich zu tun – und esse dreimal am Tag bewusst, möglichst ohne mediale Ablenkung. Wer sich an jene Routine gewöhnt, wird ruhiger, der Körper wird regelmäßig mit gesundem Essen versorgt und kann so auch Leistung bringen.

Spazieren gehen

Ich weiß, ich wiederhole mich, schließlich sind die 10.000 Schritte am Tag immer noch mein Ziel, aber Spazierengehen zu jeder Jahreszeit und jedem Wetter ist mein heiliger Gral. Frische Luft, am besten ohne Handy – oder im Zweifelsfall mit einem intelligenten Podcast im Ohr, verschafft man sich kurzerhand eine kleine Auszeit. Das Gute ist: Einfach ein Stück zu Fuß zur Arbeit gehen, auf dem Weg zum Supermarkt oder nach dem Abendessen noch eine Runde ums Haus. Spazierengehen geht immer.

Positive Gedanken

Don’t believe everything you think. Hach ja, so einfach es klingt, ist es nicht immer. Der Mensch neigt zum negativen Denken, dabei sind die meisten Gedanken oft ein Mix aus Erfahrungen, Zweifeln und fehlender Selbstliebe. Deswegen nehmt euch vor: Erstens nicht alles zu glauben, was ihr denkt, sondern einfach mal zu machen. Und statt negativer Gedanken positive vorzuschieben. Statt „hoffentlich klappt der Vortrag“ denken „Der Vortrag wird klappen“. Wer positiv denkt, zieht auch positives an. Einen Versuch ist’s wert, oder?

Meditation mit Headspace

Meditation ist der neue heilige Gral unter den Lifestyle-Bloggern, tatsächlich bin ich schon seit jüngster Kindheit Meditation-Fan. Bereits im Kindergarten genoß ich das Sich-Fallen-Lassen und Entspannen. Auch dank Yoga fand ich immer wieder einen Zugang dazu. Mittlerweile gehört die App Headspace zu meinem festen Inventar, einmal am Tag wird in Ruhe meditiert – wenns auch nur fünf Minuten sind. Das bewusste Atmen, das zur Ruhe kommen, das Loslassen und In-sich-gehen beruhigt und entspannt.

In der App Headspace gibt es tolle Basic-Meditationen, kurze Minuten-Meditationen sowie längere Meditationen zu einem bestimmten Thema wie beispielsweise Anxiety. Ich mixe je nach Laune – manchmal nur ein kurzer 2-Minüter für zwischendrin oder doch die 30 Minuten vorm Schlafengehen.

Schnelle Tapetenwechsel

Einfach mal raus in die Natur! Macht man viel zu selten, hilft aber beim Abstand gewinnen und Kraft tanken. So sehr es manchmal anstrengend sein mag, sich nach einer kräftezehrenden Woche nochmal auf zu machen statt bei Netflix und Kekse auf dem Sofa zu bleiben, umso mehr wird man entlohnt. Kleine Auszeiten neben Urlauben sind wichtig, sie geben neuen Input und man schaut auch sehr viel weniger aufs Handy!

Die Moment-App

Es ist die App aus der Hölle. Und zeitgleich ein Segen. Denn die App führt einen so richtig vor Augen, wie viel Zeit man am Handy verbringt. Gelinde gesagt könnte man mich als Heavy User bezeichnen. Na klar, das Smartphone ist mein Arbeitsgerät und trotzdem ist die Hälfte der Zeit unsinnig verdaddelt mit Instagram Stories und Co. Die App hat mir bewusst gemacht, dass ich meine Zeit definitiv auch sinnvoller nutzen kann und so wird das Handy immer öfter nach Feierabend in einen anderen Raum verbannt. Ihr werdet sehen: Ihr habt so viel mehr Zeit!

Dankbar sein

Klingt so einfach, wird im Alltag aber immer wieder vergessen. Sich bewusst einmal am Tag in den Kopf rufen, warum es sich lohnt dankbar zu sein, bewirkt langfristig viel in einem selbst. Da kann der Tag noch so blöd gelaufen sein, es gibt immer etwas, wofür man dankbar sein kann. Uns geht’s sowieso so gut – und der Stress ist oftmals hausgemacht. Also tief durchatmen, überlegen und eine Portion Dankbarkeit spüren!

Sport machen

Ich weiß, mein liebstes Thema – aber der Sport tut so gut. Er macht den Kopf frei, lässt einen körperlich arbeiten und das Handy und alle anderen Stressfaktoren weit nach weg schieben. Probiert es aus – ich empfehle Yoga oder auch Ausdauer- und Krafttraining mit dem eigenen Körpergewicht. Nicht nur, dass ihr fitter werdet, es macht auch glücklich, versprochen!

Und worauf achtet ihr?

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2 Antworten zu “Achtsamkeit & Selbstliebe: 9 Tipps für mehr Ausgeglichenheit und Entspannung”

  1. Schöner Text – absolut und angenehm unesoterisch und man fühlt sich fast ein bisschen erkannt und umarmt 😊. Werde mir einiges zu Herzen nehmen, Danke.

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