Fashion Revolution Day – ein kleiner Reminder & Tipps

24. April 2019 von in

Photo: Excess only

Es sind noch immer Baby-Schritte, die ich in Sachen Fair Fashion mache. Aber gerade im vergangenen Jahr hat sich hier bei mir – und in meinem Kleiderschrank – extrem viel getan. Ich habe nicht nur weniger Mode gekauft, sondern auch darauf geachtet, was für Kleidung in meinen Kleiderschrank einziehen darf. Fair Fashion Labels sind nicht mehr nur ein Alibi, sondern tatsächlich eine große Liebe geworden. Dass es noch lange nicht reicht, wir uns oft viel zu wenig bewusst sind, wie viel Mode wir konsumieren, und wie schlecht es jenen geht, die auf der anderen Seite des Erdballs diese Mode produzieren, verdrängen wir oft.

Heute ist wieder Fashion Revolution Day. Der Tag, an dem vor sechs Jahren, in Bangladesch eine Textilfabrik brannte und einstürzte. Der Tag, an dem 1138 Menschen ihr Leben verloren, unter Trümmern und Bergen von unseren künftigen Klamotten. 2500 Menschen wurden schwer verletzt. Das Unglück wäre zu verhindern gewesen, doch die Profitgier war größer.

Ein Tag ist sicherlich zu wenig, um das Bewusstsein aller Menschen zu ändern. Aber es ist ein guter Tag, uns allen in Erinnerung zu rufen, dass die tägliche neue Kleidung nicht ein Muss ist. Dass wir sowieso viel zu viel besitzen, und vieles davon eben nicht fair produziert worden ist.

Was kann man also tun? Weniger kaufen, bewusster kaufen, junge Fair Fashion Labels unterstützen oder Vintage wie Second-Hand eine Chance geben. Mit den Kleidungsstücken arbeiten, die man bereits hat. Sich nicht zu sehr verleiten lassen, von Instagram & Co. Und sich bewusst machen, dass für ein 5 Euro Tshirt irgendwo auf der Welt jemand anderes zu wenig bekommt.

Gleichzeitig gilt aber auch: nicht zu streng mit sich sein. Nachhaltigkeit und ein Bewusstsein für ein minimalistischeres Leben entsteht nicht von heute auf morgen. Das merke ich auch selbst. Es sind die kleinen Schritte, die zählen. Denn jeder davon in die richtige, fairere Richtung, ist ein guter.

Ein Satz, der mir hierbei in Erinnerung blieb, in der vergangenen Woche: Uns sollte heutzutage nicht mehr so wichtig sein, was wir haben, sondern viel mehr was wir sind. Wir allein können zeigen, welche Werte, welche Botschaften und welche Zukunft wir uns vorstellen wollen.

Menschen wie Labels, die das bereits ganz wundervoll hinkriegen und jeden Tag aufs Neue zeigen, stelle ich euch heute vor. Damit wir uns alle ein bisschen inspirieren lassen und der 24. April auch noch die nächsten Wochen Einfluss auf unser – und somit das Leben vieler anderer – nimmt.

Rethinknation

Zwei Männer, die sich dem Thema Fair & Nachhaltigkeit verschrieben haben. Eine erfrischende Abwechslung auf Instagram und Youtube, wo die beiden unterwegs sind. Oliver und Yannick zeigen, wie gut faire Männermode aussehen kann und klären in ihren Stories auf. Unbedingt folgen!

 

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@greenlooksgreat

Mary habe ich erst vor Kurzem entdeckt Sie führt einen grünen Blog und beschäftigt sich auf Instagram mit den Themen Nachhaltigkeit, faire Mode und less waste. Viele ihrer Fotos sind gespickt mit interessanten Infos zur Modeindustrie, Resolutions und Anregungen.

 

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Exhale the bullshit

Ganz frisch gelauncht – und ich bin fast so aufgeregt wie die beiden Macherinnen: Caro und Martha kenne ich über Freunde, und es freut mich so sehr, dass die beiden den Weg ins Online-Business wagen und dann auch noch so eine tolle Message haben. Ziel: Die Welt zu einer nachhaltigeren und glücklicheren zu machen. Ab Mai geht’s so richtig los – und bis dahin solltet ihr euch das Magazin schon mal bookmarken!

 

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@maisoncleo

Was für ein Modelabel aus Frankreich. Eine Mutter und Tochter beschließen, ihr eigenes Label zu gründen. Wer bei Maison Cleo seine Kleidung kauft, bekommt Handgemachtes aus den Leftovers der Kleidungs- und Stoffindustrie. Eine großartige Idee, wunderschöne Teile und vielleicht auch ein kleiner Realitätscheck.

 

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@excess_only

Und noch ein Label, das ich neu entdeckt habe: excess only! Das Motto: „Giving new life to high-end excess fabric in European factories“. Und was für Mode. Ich würde am liebsten meine ganzen Basics austauschen und hier investieren. Wer tolle faire Stücke sucht, ist hier definitiv richtig.

 

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Noch mehr faire Labels findet ihr hier, hier und hier.

Außerdem gibt es heute allerlei tolle Aktionen – beispielsweise spendet Dariadeh 100 % aller Einnahmen heute an die Fashionrevolution und Clean Clothing Campaign, Armed Angels hat ein Tshirt, dessen Einnahmen zu 100 % an die National Garment Workers Federation in Bangladesch gehen.

Und ich freue mich, wenn ihr eure Inspirationen in Sachen Nachhaltigkeit und fairer Mode in den Kommentaren postet.

Denn: We’re all in this together!

– Anzeige wegen Markennennung –

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2 Antworten zu “Fashion Revolution Day – ein kleiner Reminder & Tipps”

  1. Liebe Antonia, vielen Dank für die Inspirationen. Ich habe eben auch einen Blogpost mit ein paar meiner liebsten fairen Labels anlässlich des #fashionrevolutiondays geschrieben. Mit dabei sind Lovjoi, Von Herzen und der schöne Iki M Store in München. Viel Erfolg und Spaß weiterhin auf dem Weg zum faireren Kleiderschrank, ich habe auch gemerkt, dass sich da bei mir schrittweise einiges getan hat in den letzten Jahren! LG Thea

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