Kolumne: Von Bloggerträumen und Reichweitenmärchen

3. August 2016 von in

Faken. Ein Teil der Bloggerwelt, der so dazugehört wie Chloétaschen und Macarons. Dass Blogger gerne mal schummeln, übertreiben und den schönen Schein wahren, ist tatsächlich keine große Neuigkeit. Dass manche es aber dermaßen ungenau mit ihrer eigenen Reichweite nehmen und diese Übertreibungen mittlerweile weit über Instagram-Followerkäufe hinausgehen, hat mich doch sehr überrascht. Und es ist eine Entwicklung, die unserer Branche, die gerade dabei ist, sich zu etablieren und ernst genommen zu werden, nicht gut tut.

Es begann alles mit einem Gespräch auf der Berliner Fashion Week. Jedes Mal aufs Neue ist es schön, hier altbekannte Gesichter zu treffen, sich endlich mal wieder über den Weg zu laufen und sich natürlich auch auszutauschen darüber, wie alles eben so läuft. In München haben wir das Glück einer souveränen Bloggerszene, in der jeder seinen Platz und keiner es besonders nötig hat, die Krallen auszufahren. Wenn in Berlin, der Stadt, in der ohnehin die größte Bloggerdichte herrscht, zur Fashion Week auch noch alle zusammenkommen, ist die Luft eine andere. Konkurrenzgedanken liegen in der Luft, auch wenn sie von Links-Rechts-Küsschen überschattet werden. Ja, zur Fashion Week kann man den Druck spüren, unter dem viele Blogger stehen.

Es überraschte mich also zunächst nicht, in welche Richtung das Gespräch ging. Bei ihnen laufe es super, sagten mir mehrere befreundete Bloggerinnen auf einem der vielen Fashion Week Events, aber sie seien genervt. Vom ganzen Faken, das so überhand nehme, dass es nicht mehr vertretbar sei. Und zu so einer unfairen Gewichtung von Bloggern führe, dass ihnen der ganze Spaß vergehe.

Im ersten Moment dachte ich dabei an Instagram und die unzähligen Profile, die in den letzten zwei Jahren plötzlich ziemlich große Sprünge machten. Dass sich viele dort etabliert, ihre Bildsprache perfektioniert und dadurch viele Follower gewonnen haben, ist unbestreitbar. Dass so einige aber auch nachgeholfen haben, genauso. Das lässt sich alleine schon an Accounts wie Instalmanya oder Modeblogg feststellen, auf denen man sich für ein bisschen Geld featuren und verlinken lassen kann, und auf denen regelmäßig viele bekannte Bloggergesichter auftauchen. Und wenn die nächsten 2000 Follower nur schlappe 10 Euro kosten, lassen sich auch wenige davon abhalten, ihrem Instagram-Account ein bisschen Schwung zu verleihen, schließlich kommen die echten Follower hinterher, wenn ein Account erstmal die 10k-Grenze überschritten hat. Dass diese Followerspritzen auch jetzt noch regelmäßig von vielen Bloggern gekauft werden, kann man übrigens ganz einfach auf influencerdb.net sehen. Die Seite zeigt den Zuwachs an Instagramfollowern pro Tag, und bei so manchen mischen sich zwischen die regelmäßigen 10-20 neuen Follower pro Tag immer wieder mal Tage mit 2500 oder mehr. Die Instagramblase eben – mittlerweile fast schon ein alter Hut, an den man sich langsam einfach gewöhnt hat.

Instagram war aber gar nicht das eigentliche Problem, um das sich das Gespräch drehte. Für etablierte Blogger ist die Instagram-Entwicklung natürlich interessant und teilweise auch erschreckend, was aber nach wie vor als seriöse und konstante Währung gilt, sind die Besucherzahlen auf der Website, die reale Leserschaft. Die nur durch jahrelange Arbeit, Qualität und Google aufgebaut werden können – möchte man meinen. „Man müsste einfach eine Liste machen“, sagte eine der Bloggerinnen. Eine Liste, in der man die Instagramzahlen aller großen deutschen Blogger den Klickzahlen gegenüberstellt, die man ganz einfach via Similarweb.com herausfinden kann. Und in der die Gewichtung plötzlich komplett anders aussieht.

Dass Instagramzahlen, auch ohne Schummeln, nicht unbedingt in Relation mit den Blogzahlen stehen müssen, ist klar. Dass viele große Blogger allerdings ihr Instagramprofil mit einem Haufen gekaufter Follower aufpolieren und anschließend behaupten, sie hätten auch zehnmal mehr Leser auf ihrem Blog, als sie eigentlich haben, ist eine Neuigkeit, mit der ich nicht gerechnet hätte. Tatsächlich sieht das Ranking der deutschen Blogger plötzlich ganz anders aus, wenn man sich ganz unabhängig von Instagram oder sonstigen Zweitkanälen die Website-Zugriffe auf Similarweb ansieht. Denn so einige Blogger, deren Instagramauftritt einen großen Bekanntheitsgrad vorgibt, haben auf dem Blog selbst verschwindend geringe Zahlen.

All das wäre immernoch kein großes Problem, wenn man davon absieht, dass viele Firmen bei der Wahl ihrer Kooperationspartner nicht über einen Blick auf Instagram- oder Facebookzahlen hinausgehen. Seriöse Kooperationen laufen nach wie vor über Mediakits – und genau hier wird mittlerweile auch mit Schummel-Zahlen gearbeitet, erfahre ich im Gespräch. Wieder zu Hause vergleiche ich ein paar Mediakits, in die ich öffentlich oder auch im Rahmen von anderen Social Media Jobs Einsicht hatte, mit den Zahlen auf Similarweb, und tatsächlich – aus 20000 Visits auf Similarweb werden da plötzlich zu 100000 im Mediakit, aus 15000 sogar 150000.

Tatsächlich ist es so, dass die Übersendung eines Mediakits eine seriöse Zusammenarbeit verspricht, gleichzeitig aber jegliche Kontrolle dahinter fehlt. Google Analytics Screenshots werden nur selten mitgeschickt, allerdings bin bestimmt nicht nur ich bisher davon ausgegangen, dass man im Rahmen bezahlter Kooperationen keine Fantasiezahlen, sondern ehrliche Angaben erwarten sollte.

Der Fehler könnte natürlich auch bei Similarweb liegen, denn bislang gibt es außer den echten Google Analytics Insights keine Möglichkeit, die genauen und 100% echten Zahlen einer Website einzusehen. Mit geringen Abweichungen scheint Similarweb aber tatsächlich die Wahrheit zu sagen, so zumindest das Ergebnis eines Vergleiches unserer Zahlen und auch so einiger anderer, die uns ihre Google Analytics Screenshots gaben.

Nun bleibt also die große Frage: Stimmt Similarweb nicht, oder stimmen die Angaben so einiger Blogger nicht? Schon die Instagram-Schummelei hilft nicht gerade dabei, der Berufsbezeichnung Blogger einen seriöseren Anstrich zu verleihen als bisher. Und wahllose Zahlenspiele in vertrauensunwürigen Mediakits schon gar nicht. Die einzige Lösung ist und bleibt Ehrlichkeit und Transparenz, so unsere Meinung – und die ist sogar leichter zu bekommen als gedacht.

Denn auf Similarweb kann man seinen Blog mit wenigen Klicks verifizieren lassen und so dazu beitragen, dass mit echten und ungeschummelten Zahlen gearbeitet werden kann.Verifizierte Blogs erkennt ihr wie bei uns am grünen Haken.

Ob man den wohl in der nächsten Zeit auch beim ein oder anderen Blog finden wird? Wir sind gespannt.

 

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26 Antworten zu “Kolumne: Von Bloggerträumen und Reichweitenmärchen”

  1. Was für ein toller Artikel! Ich bin dem ganzen Thema auch sehr kritisch gegenüber eingestellt – für mich ist es einfach absurd, Follower „zu kaufen“ oder „zu faken“ – sehe einfach die Beweggründe dahinter nicht ganz.. Dieser Artikel schafft endlich mal Aufklärung – vielen Dank für’s Teilen! Werde mir das similarweb definitiv genauer ansehen!
    Liebe Grüsse aus der Schweiz, Mirjam // http://www.miiju.ch

  2. Oh Gott, ich bin anscheinend echt zu naiv für die Welt! Oder zu ehrlich. Oder zu anständig. Bis jetzt hab ich bei Kooperationen natürlich immer meine echten Zahlen angegeben – und mich ein bisschen geschämt, weil das nicht so viele sind. Oft kam dann wahrscheinlich eine Kooperation auch nicht zustande deswegen. Aber ich sehe das wie du – mit Fleiß und Arbeit erreicht man immer noch am Meisten. Hab meinen Blog jetzt extra auf WordPress umgezogen, damit es endlich so aussieht, wie ich mir das wünsche. Also seriöser und stylisher. Weiß nicht, ob ihr meinen Blog vorher kanntet, aber ich hoffe es ist eine Verbesserung. Und an der arbeite ich eigentlich ständig….

  3. True that. Ich fühle mich manchmal zu ehrlich für die Welt, aber das ist eben mein Weg. Ich kenne zwei Blogerinnen, die mit gefakten Media-Kit-Zahlen gerade sehr weit gekommen sind (das mit dem Schummeln weiß ich aus verlässlicher Quelle). Nun, das wird es immer geben, nur ist das Business in vielen Teilen noch nicht transparent oder korrekt (PR Samples, Zahlen, wer schreibt die Texte wirklich etc.) wie bei Magazinen. Man darf aber auch nicht vergessen: Qualität und ein guter Stil überzeugt am Ende immer im Leben.

    • „Man darf aber auch nicht vergessen: Qualität und ein guter Stil überzeugt am Ende immer im Leben.“ – yes, genau! Und ich glaube auch ganz fest daran, dass Menschen, die schummeln und betrügen, irgendwann auf die Nase fliegen. Meistens kommt doch alles raus.

  4. Ich mag deinen Schreibstil unheimlich gern und der Artikel ist interessant, aufschlussreich und natürlich auch schockierend. Wobei, eigentlich vermute ich bei einigen Bloggern auch immer ein bisschen Schummelei, dass die Zahlen aber so sehr geschönt werden, ist schon heftig. Schade. Und schön, dass das bei euch nicht so ist :-)
    Liebe Grüße aus Hamburg,
    Lena

  5. Danke für diesen tollen Artikel.
    Ich bin glaube ich auch zu ehrlich für die Welt.
    Klar habe ich auch mal überlegt mir Follower zu kaufen, weil ich so einige Leute die kenne, die ihren Blog 1, 2 Mal im Monat aktualisieren und dann ohne weiteres 10.000 Follower bekommen und ich schreibe jeden Tag und kriege nichts auf die Reihe.
    Aber ne. Ich will das nicht.
    Ich will echt und ehrlich sein. Kein Fake.

  6. Ich finde das Ganze mittlerweile auch wirklich krass. Und vor allem eins: unverschämt. Wenn man gut bezahlte Kooperationsanfragen bekommt, weil man so viele Follower hat, die gekauft sind, und man damit eigentlich nur die Möglichkeiten den etwas kleineren und vor allem EHRLICHEN Bloggern weg nimmt, geht das gar nicht! Wie man sich dann noch als Influencer blabla sehen kann, obwohl man nicht mal ehrlich zu sich selbst ist, ist mir schleierhaft. Dann lieber wenig Follower und dafür ehrlich dazu gewonnene. Das fällt ja auch allein schon bei Instagrambildern auf. Klar, nicht jeder Follower liket automatisch dein neuestes Bild. Aber wenn man 250k hat und dann nur 500 Likes bekommt, dann kann man halt eins zu eins zusammenrechnen…

  7. Toller Artikel.
    Ich bin echt ein bisschen schockiert. Ich habe aus beruflichen Gründen auch ab und zu Einsicht in
    Mediakits und die Zahlen haben mich selbst (naiv wie ich bin) immer super frustriert und wahnsinnig unter Druck gesetzt. Für einen kurzen Moment war ich gestern fast erleichtert, als ich gesehen habe, dass einige ihre Zahlen halt einfach verfünffacht haben. Influencer Agencies haben da übrigens oft auch ihre Finger im Spiel. Das Ganze ist echt absurd.

  8. Das ist echt interessant. Aber gerade bei Instagram merkt man dieses Faken schon sehr. Alle größeren Namen, die dort aktuell sind, kamen wie aus dem Nichts, haben tausende Follower, featuren sich gegenseitig in ganz kleinem Kreis und die Kommentare gehen gegen 0. Bzw. sind so verhältnismäßig gering, dass sogar ich mit einer 5 in Mathe sehe, dass das kein reales Verhältnis ist.
    Aber ich glaube fest daran, dass ihr ehrlichen Blogger und wahren „Influencer“ (bescheuertstes Wort ever!) überleben werdet, wenn für Blogger, Youtuber und Co. auch endlich mal Regeln gelten in Bezug auf Schleichwerbung und Co.
    Dann haben die nämlich nichts mehr zu bieten, außer dass sie gekauft sind und selbst auch nur kaufen.

    Deshalb: Go on! :)

    Viele Grüße
    Sabrina

  9. Danke für den tollen Beitrag und den Tipp mit Similarweb, das muss ich mir unbedingt mal anschauen. Ich finde es auch super traurig, dass so viel geschummelt wird und dass man sogar bei den Zugriffszahlen falsche Angaben macht ist schon krass. Ich habe auch schon mal mit dem Gedanken gespielt Follower auf Instagram zu kaufen, aber ich könnte damit nicht mehr in den Spiegel schauen, oder gar stolz auf mich sein. Ich denke immer, entweder irgendwas soll sein, oder eben nicht. Es kommt alles wie es kommen soll und darin möchte ich nicht „eingreifen“ ;) Ganz liebe Grüße aus Freiburg, Neele von http://www.justafewthings.de

  10. Das ist ein sehr interessanter Beitrag. Mich persönlich interessieren geschönte Zahlen und die Blogger dazu gar nicht – denn mal ehrlich. Wer hat denn Lust Kooperationen einzugehen, die nur aufgrund toller Zahlen entstehen. Das sind doch stinklangweilige Jobs zu – viel zu enggeschnürten Konditionen. Und darum reißen sich alle? Lieber ehrliche, gute und langfristige Arbeit. Glaube das bringt mehr….. und noch ….. die kooperierten Beiträge finde ich mittlerweile ebenfalls grottenlangweilig und schaue ich mir gar nicht mehr an. Viel zu geschönt geschrieben. Also …. aus dem Herzen weiterhandeln, dann lebt auch das Bloggen weiter. Lg Sandra

  11. Super sprecht ihr das an, denn es ist traurig aber wahr. Auch hier in der Schweizer Bloggerszene macht sich das bemerkbar. Für meinen Arbeitgeber musste ich mal mehrere Bloggergrössen für eine Kooperation anfragen. Mediakit und im Gegenzug etwas gründlichere Recherche ergaben leider, dass sehr viele bei ihren Zahlen schummeln. Das liegt aber sicher auch oft am Druck, der von verschiedensten PR-Agenturen ausgeübt wird. Quantität vor Qualität scheint oftmals das Credo zu sein. PR-Agenturen machen es sich da ganz einfach und versprechen ihren Kunden Reichweite, anstatt zu schauen, welche Blogs zur Marke passen – hohe Reichweite hin oder her. Schlussendlich kommt es auf die Relevanz für die Zielgruppe an und auf die Qualität solcher Kooperationen, die einfach viel nachhaltiger sein können, als ein vermeintlich grosser „Big Bang“. Nun ja, schade und macht den Markt kaputt. Nichtsdestotrotz finde ich, soll man sich davon nicht beirren lassen. Lieber ein langsames und natürliches Wachstum und auf Qualität setzen – Karma baby, so unser Motto.
    Liebe Grüsse, Eve von http://www.ditomag.ch

  12. Vielleicht solltet ihr Euch eher ein Beispiel an sowas nehmen. http://www.maridalor.com/2016/08/friday-favs-lieblingsblogs_5.html

    In letzter Zeit wirkt ihr extrem verbittert, missgünstig und damit leider auch extrem unsympathisch (wie in diesem Beitrag aber auch Amelies verbittertem Beitrag zur Berlin Fashion Week). Wenn ihr euch der ach so hohen Qualität Eures Blogs so sicher seid, wieso müsst ihr euch dann permanent über Chloe Girls, Online Influencer oder jetzt sogar andere deutsche Blogs aufregen?

    Vor allem für Leute die einfach nur Blogs zur Zerstreuung und als Hobby lesen wollen und sich nicht mit allen Who-Is-Whos der deutschen Blogger Szene befassen wollen, wird es langsam echt too much von solchen Artikeln.
    Ernst gemeinte Frage: Was ist denn genau euer Problem und wieso soll das für mich als Leserin relevant sein?

    • Gewisse Entwicklungen in der Bloggerbranche zu thematisieren, Transparenz zu schaffen und sich vielleicht sogar über sie aufzuregen bedeutet noch lange nicht, verbittert oder missgünstig zu sein. Ganz im Gegenteil sind wir für Blogs wie die aus dem von dir erwähnten Beitrag dankbar, denn diese sind die Positivbeispiele für die Branche, die wir lieben und erhalten möchten – und in der es einfach aktuell bestimmte Entwicklungen gibt, die wir nicht gut finden, die aber auch oft nicht hinterfragt werden. Da wir auch von vielen Bloggern gelesen werden, gibt es auch Themen wie diese hier auf amazed, es liegt dir aber selbstverständlich frei, sie zu überspringen, wenn sie dich nicht interessieren!

  13. Der Artikel ist unheimlich gut und wichtig. Ich bin über Desi & Nisi von Teetharejade hergekommen. In letzter Zeit war ich häufig etwas frustriert/traurig, weil andere so wahnsinnig schnell wachsen – einige zurecht, andere nicht ganz so. Habe mir das Ganze dann eben mit den genannten Tools angeschaut und siehe da, leider ist es so, wie ich es vermutet hatte: Follower wurden gekauft.
    Und ja, auch wenn ich manchmal selbst nicht mehr dran glaube, hoffe ich, dass Ehrlichkeit am längsten währt.

    • Ich habe auch einige Blogger denen ich auf Instagram folge getestet und muss sagen: von einigen bin ich echt enttäuscht & von anderen habe ich es nicht anders erwartet.
      Leider bekommen diese Blogger trotzdem unheimlich viele Kooperationen und das SO unverdient. Mich macht das so unendlich traurig, gerade wenn man selbst sehr viel Zeit in seinen Blog investiert..

      x

  14. Wow! Besonders interessant fand ich die Kurve von refinery29.de
    Schade, eigentlich fand ich die dt. refineryVersion erst spannend. Weil ich Katja Schweitzberger immer so sympathisch fand bei lesmads….und sie nun bei refinery mitwirkt…..nun bin ich da etwas skeptischer. Auch wenn ich Artikel prinzipiell gut finde, verlieren diese für mich an Glaubwürdigkeit, wenn ich das Gefühl habe, dass ein Blog es mit der Ehrlichkeit generell nicht so genau nimmt. Was tut man nicht alles, so dass der Werbekunde zufrieden ist. Insofern kann ich Sandras Kritik Eurem Artikel gegenüber in keinster Weise zustimmen. Ich lese viele Blogs und wenn ich über euren Link sehe, dass bei gewissen getürkt wird, verlieren diese bei mir die Glaubwürdigkeit. Und somit mich als Leser. Vielen Dank EUCH!!!

  15. Man könnte diesem Problem ja leichter entgegen wirken, wenn man seine Daten öffentlich macht. Bei Reisebloggern ist es üblich einen Teil seiner Google Analytics Daten zu zeigen (siehe PlanetBackpack). So kann man mit Hilfe von SimilarWeb viel leichter sehen wer betrügt und wer nicht. Wenn die großen Blogger damit anfangen würden, wären auch die kleineren zu diesem Schritt quasi gezwungen und das ganze würde transparenter werden.
    Versteh eh nicht, warum in der Fashionblogger Szene so ein Geheimnis aus den Zahlen gemacht wird. Diese Geheimniskrämerei ist ein weiterer Grund, warum man denken könnte dass hier und dort geschummelt wird.

    Lg Anne

  16. Ich schließe mich den hier getroffenen Feststellungen voll und ganz an, füge noch hinzu, dass für höhere Leserzahlen zwingend mehr Content nötig wäre und die meisten der exponierten Blogger haben die Inhalte / Zahl der Berichte in den letzten Jahren deutlich zurückgefahren (halbiert) … seit man mit Instagram und facebook so tun kann, als ob. Das hat aber mit dem Leserverhalten und der Frequenz, mit der Artikel tatsächlich gelesen werden, rein gar nichts mehr zu tun (man klickt, schaut ein zweites und drittes Mal am Tag rein, es gibt aber gar nichts Neues). Da wird anstelle der schweißtreibenden Arbeit an guten Artikeln auf Instagram eben mit dem Röckchen gewackelt und die Kinder arbeiten allesamt mit …

  17. Ein wirklich interessanter Artikel.
    Ich selber bin in einer Branche, da sind sehr viele Hobbyblogger unterwegs und daher sind die Ellenbogen nicht so ausgefahren, aber auch dort gibt es Blogger, die sich gerne größer machen.
    Ich finde das einfach schade und verstehe solche Menschen auch nicht.
    Das große Problem ist aber, meiner Meinung nach auch, dass sich viele Firmen nur eben für Zahlen interessieren und nicht für die Texte oder auch die Follower bzw. Leser.

    Liebe Grüße
    AnnaTeresa

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