Wardrobe Essentials: Blue Jeans

1. Juni 2013 von in ,

Brauche ich ein kleines Schwarzes im Kleiderschrank? Eine weiße Bluse? Und vielleicht auch ein Paar High-Heels? Geht es nach  der Meinung der einschlägigen Frauenmagazine, lautet die Antwort definitiv: ja! Wer gewisse Sachen nicht im Kleiderschrank hängen hat, gilt  als modisch völlig unausgestattet. Doch was steckt hinter den seit Generationen weitergegebenen Tipps der Kleiderschrank-Basics? Braucht frau sie wirklich alle? In Wardrobe-Essentials gehen wir den Dingen auf den Grund. Nehmen quasi die Basics, die jede Frau im Kleiderschrank haben sollte, unter die Lupe!

Heute dreht sich alles um die Blue Jeans.

„Blue jeans, white shirt Walked into the room you know you made my eyes burn“
singt Lana del Rey in einem ihrer Hits. Scheinbar ist es so einfach, eine blaue Jeans und ein weißes Tshirt – und die Frauen fallen um. Scheint laut Lana zumindest den James-Dean-Effekt hervorzurufen. Doch wie sieht es bei uns Frauen aus? Brauchen wir auch eine Blue Jeans im Schrank?

Jeans sind das wohl lässigste Kleidungsstück. Der Denim-Stoff steht für Arbeit, für Robustheit und für Wildheit. Erfunden wurde die Jeans laut amerikanischem Patentamt am 20. März 1873 von Levis. Doch bereits vorher trugen Arbeiter aus Italien den robusten Baumwollstoff. Über die Jahre wurde die Jeans in der Mode immer wichtiger, bis sie dann – neben Stoffhosen – ihren großen Auftritt Ende der 1950er- und 1960er-Jahre feierte. Als eine Marilyn Monroe in einer Blue Jeans auftrat, war der Damm gebrochen: Alle Frauen wollten Jeans tragen. Und bis heute verkörpert die traditionelle Blue Jeans ein Lebensgefühl, eine Kultur. Wer Jeans statt Stoffhose trägt, gilt als cool. Zumindest in den älteren Generationen. Selbst wir, die quasi mit Jeans aufgewachsen sind, lieben Jeans. Und wählen nur selten eine andere Hosenform: Stoffhosen sind bis heute die Chinos im Sommer, die Arbeitskleidung oder für Bewerbunggespräche (gut, ich habe immer Jeans zu Bewerbungsgesprächen getragen, aber manche Branchen erwarten eben eine klassischere Kleidung). Denn: Auch wenn die Blue Jeans quasi ein Klassiker ist, noch immer strahlt sie Wildheit aus. In seriösen Branchen sind der klassische Stoff-Hosenanzug eben immer noch bevorzugt.

Eigentlich schade, schließlich ist die Jeans an sich heute so wandelbar. Zerrissen, zerschlissen ist nur eine Form der Jeans. Es gibt sie in allen Formen, Stilen und vor allem Farben. Ich persönlich trage Jeans, seitdem ich denken kann. Erst normale blaue, dann Schlagjeans – in bunt und klassisch, später Röhrenjeans ohne Ende. Bis ich nach und nach die Blue Jeans aus meinem Kleiderschrank verbannte. Wer in meine Jeans-Kommode guckt, findet nur schwarze, dunkelgraue und hellschwarzgraue Röhrenjeans.

Und so stehe ich immer wieder vor der Frage: Brauche ich nicht doch eine blaue Jeans? Zumindest packt mich gerade im Frühling immer wieder das Bedürfnis, eine andere farbige Jeans zu haben. Ich komme mir sonst zu „schwarz“ vor. Und so habe ich für jeden Sommer eine einzige Blue Jeans im Kleiderschrank. Kombiniert mit Streifenshirt und Ballerinas fühle ich mich dann besonders französisch. Noch ein Trenchcoat und das Pariser Gefühl ist perfekt. Aber: Ich bräuchte sie nicht. Denn Zweidrittel des Jahres setze ich bei mir auf dunkle Jeans.

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Einzig bei Shorts (auch im Sommer) kann ich nicht auf das blaue Denim verzichten (und bei Jeanshemden, aber das ist ein anderes Wardrobe Essentials-Thema). Ich liebe hellblaue Jeansshorts. Sie sind für mich der Inbegriff von Sommer, Urlaub und Freiheit. Vielleicht meine Form der Jeans-Rebellion?

Ich habe oft gesagt, dass ich gerne die Jeans erfunden hätte: das spektakulärste, praktischste und lässigste Kleidungsstück. Sie haben Charakter, Bescheidenheit, Sexappael und Einfachheit – all das, von dem ich hoffe, dass es in meinen Kreationen existiert.

 Yves Saint Laurent

Yves Saint Laurent hat  Recht. Eine Blue Jeans vereint alle Komponenten eines perfekten Kleidungsstückes in sich. Ob die Blue Jeans am Ende aber die Black Jeans oder Green Jeans ist, ist egal. Wer Jeans liebt, sollte Jeans im Kleiderschrank haben. Die Farbe an sich ist egal. Denn: Ein Klassiker ist jede Jeans.

Welche Jeansfarben tragt ihr am liebsten? Oder gibt’s wen unter euch, der gar keine Jeans – oder so gut wie nie – trägt? Und was für Jeans-Stile tragt ihr? Röhre? Schlag? Boyfriend? Erzählt mir eure Jeans-Erfahrungen!

Bild(1): 5th avenue fashion

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17 Antworten zu “Wardrobe Essentials: Blue Jeans”

  1. Darüber habe ich neulich auch einen Beitrag geschrieben. Ich habe jahrelang wirklich nichts(!) mit Blue Jeans anfangen können, aber mittlerweile trage ich mein etwas dunkleres Modell wirklich sehr gerne. Die helle wenn es etwas schöner draußen ist (und ich wieder etwas dünner bin :D ). Ich überlege ja auch noch ganz stark wegen einer Jeansjacke…

    • Hey:) ja komischerweise trage ich auch meine dunkle eben im Sommer ganz gern! Eine helle überlege ich noch! Eine Jeansjacke sowie ein dunkles Jeanshemd stehen auch noch auf meiner Liste!:) liebe Grüsse!

  2. Ich trage auch schon immer Jeans. Als Kleinkind Jeanslatzhosen, als Teenie Schlaghosen und jetzt Röhrenhosen und eher geradere Modelle. Allerdings geht es mir ähnlich wie dir. Ich trage auch immer weniger klassische Blue Jeans, sondern auch welche in rot, grau, schwarz :-). Jetzt hab ich aber dank deinem Artikel richtig Lust auf eine klassische blaue Jeans bekommen :-). Nur die zu finden ist sooo schwer. Die Jagd nach der perfekten Jeans hat mich schon ganz schön Nerven gekostet.

  3. ich liebe meine Jeans, habe aber auch immer so Phasen, wo ich sie gar nicht sehen kann. Selbst in der 8. Klasse hatte ich mal den Vorsatz gefasst, ab jetzt nur noch graue Jeans zu tragen und habe das auch ein Jahr durchgehalten :D

  4. Ich trage Röhrenjeans bzw. Skinnys. Am liebsten in blau, dunkelblau oder grau. Used-Effekte dürfen wenn überhaupt nur ganz dezent sein. :-)

    Jeansshorts trage ich auch sehr gern im Sommer, am liebsten in einem hellen blau und in grau.

  5. Ich liebe deine Beiträge über die perfekte Jeans & das eine perfekte weisse t-shirt !! :)
    Ich persönlich lebe in meinen hellen bis mittelblauen Jeans mit vielen rissen oder ohne sie sind perfekt und passen zu allem :)
    Oder die jeans shorts , gott ich bin immer von sommer bis herbst in sie verliebt :D Mit der schwarzen oder grauen Jeans habe ich mich noch nie angefreundet sie steht mir einfach nicht ..

  6. Ich trage auch schon immer in erster Linie Jeans…wie du, erst „normal-langweilig“, dann schlag/bootcut, jetzt meistesn skinnie, hab mir vor kurzem meine erste boyfriend Jeans gekauft, und mag sie jetzt schon sehr, so als abwechlsung. farblich hatte ich ganz lang nur verschiedenen blaue, jetzt seit herbst auch schwarz, und seither hab ich eigentlich fast nur die schwarze getragen… ich suche aber auch wieder eine schöne, hellere, finde aber ehrlich gesagt auch, dass die oft so auftragen. vor kurzem hab ich mir die dunkelgraue leigh von topshop gekauft, die trag ich seither auch sehr oft. zum ausleieren kann ich da noch nichts sagen, hab sie wieder ziemlich knapp gekauft. minimal heller grau könnte sie allerdings sein, sie sieht fast genauso aus, wie meine ausgewaschene, schwarze leigh. Liebe Grüße!

    • hey! Stimmt, helle Jeans tragen schnell auf, wobei ich finde, dass das nicht so schlimm ist. Die Leigh von Topshop ist super, habe ich auch einige, die leiern gar nicht aus, an der wirst du lange deine Freude haben :) und sie bleichen auch bisschen aus :)
      Liebe Grüße!

  7. Haha, an genau den Songtext muss ich auch immer denken wenn ich an jeans denke :-)
    Nachdem ich meine Kindheit in Karotten-Jeans (yeah, born in the 80’s), meine Jugend in Schlaghosen, den Beginn meines Studentenlebens im straight cut erlebt habe, hatte ich eine Phase in der ich fast gar keine Hosen mehr trug, sondern fast nur Kleider. Vor einiger Zeit änderte sich das wieder und nun trage ich wenn Jeans dann eigentlich fast nur schwarze skinny Jeans, bin aber seit Jahren auf der verzweifelten Suche nach der perfekten dunkelmittelblauen Jeans. Aber eine mit einer normalen Bundhöhe. Diese super low cuts sind einfach nichts mehr für mich und ich mag im sitzen nicht mein Maurerdekolletee zeigen. ;-) Ich hoffe ich werde bald fündig.

    • Hey! Ohja! Du hast recht, Karottenhosen hatte ich auch! Genauso wie ich auch eine absolute Phase hatte, wo ich nur Kleider oder lange Tops trug. Das war so 2008, als ich mit dem Bloggen anfing! :) Das hatte ich schon bald wieder verdrängt! Zu tief geschnittene Jeans mag ich übrigens auch nicht! Liebe Grüße!

  8. Ich liebe blaue Jeans, aber leider hab ich noch kein gutes Modell für mich gefunden. Das ist so schwierig, ich bin echt am Verzweifeln! Ansonsten gefallen mir die wardrobe essentials Artikel total gut, bin schon auf den nächsten gespannt :)
    Viele Grüße, Carolin ♥

  9. Ich trage eigentlich nur Skinny-Jeans (blau und grau, am liebsten die Scarlett-Hosen von Lee). Andere Modelle mag ich nicht so gern an mir, habe aber ein paar „normale“ und Boyfriend-Modelle.

    Aber ohne Jeans könnte ich nicht leben :D

  10. Hach ja, die Jeans! Ich trage fast ausschließlich schwarze oder grau Jeans, habe eine weiße (ja, ich musste mich auch erst dran gewöhnen…) und eine blaue, die ich ab und an genau so wie du trage „um auch mal Farbe reinzubringen“.

    Ich suche schon seit Ewigkeiten nach einer perfekten grauen Jeans – und auf dem Weg zu ihr haben sich etliche semi-perfekte Modelle in meinen Kleiderschrank verirrt (9 an der Zahl). Kennst du das auch? Ich finde, Jeans sind gleichzeitig Fluch und Segen: Sie sind einfach das tollste Kleidungsstück, lässig, lassen sich mit heels und Blazer einfach in ein schickes Abendoutfit verwandelt, einfach zu pflegen etc. Aber auf der anderen Seite ist es auch fast UNMÖGLICH, perfekt sitzende Jeans zu finden. Jedenfalls für mich (danke für den rundlichen Popo, liebe Eltern :-/ ) ….

    Trotzdem werde ich natürlich nie aufgeben und meine Liebe zu Jeans weiterhin hegen und pflegen so viel ich kann – leider gehöre ich auch zu denjenigen, die auf der Arbeit im feinen Zwirn aufmarschieren müssen.

    Ich finde die Wardrobe Essentials Reihe übrigens echt toll, weiter so! :-)

    Dani

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