Wardrobe Essentials: High Heels

7. Juni 2013 von in

Brauche ich ein kleines Schwarzes im Kleiderschrank? Eine weiße Bluse? Und vielleicht auch ein Paar High-Heels? Geht es nach  der Meinung der einschlägigen Frauenmagazine, lautet die Antwort definitiv: ja! Wer gewisse Sachen nicht im Kleiderschrank hängen hat, gilt  als modisch völlig unausgestattet. Doch was steckt hinter den seit Generationen weitergegebenen Tipps der Kleiderschrank-Basics? Braucht frau sie wirklich alle? In Wardrobe-Essentials gehen wir den Dingen auf den Grund. Nehmen quasi die Basics, die jede Frau im Kleiderschrank haben sollte, unter die Lupe!

Heute soll sich alles um die berühmt-berüchtigten High Heels drehen.

„Jede Frau braucht mindestens ein Paar High Heels im Kleiderschrank.“ Wer sagt das? Unzählige Frauenmagazine dieser Welt. Fernsehsendungen. Und natürlich Moderatgeber. Aber mal ehrlich, ist dem so?

Ich glaube nicht. 25 Jahre lang habe ich keine High Heels getragen. Geschweige denn gebraucht.  Als ich in das Alter von Stöckelschuhen und Lipgloss kam, war ich meilenweit davon entfernt. Viel lieber skatete ich im Skatepark, trug Jeans und Vans. Später war ich in meinem Freundeskreis immer die Größte – und hatte keinerlei Ambitionen High Heels zu tragen. Selbst zu meinem Abiball trug ich eher sogenannte Kitten-Heels, während meine kleineren Freundinnen dann doch mal zu den hohen Hacken griffen. Zur Uni bin ich nie in hohen Schuhen – und als Karla Kolumna durch die Gegend hüpfen macht  in flachen Schuhen auch mehr Spaß. Und dann kamen die Pistol Boots. Es waren meine ersten Schuhe mit richtigem Absatz. (Die Profis unter euch werden schmunzeln). Und ich hatte Blut geleckt. Fortan probierte ich höhere Boots aus, dann auch mal High Heels. Bis ich die asymmetrischen Zara-Heels sah und verliebt war. Mein erste Paar High Heels mit 25!

Und ja, heute, zwei Jahre später, trage ich gerne mal die sogenannten Stöckelschuhe. Nie die wirklich hohen mit Plateau. Aber die mit sieben Zentimetern. Dazu Jeans und Tshirt – und mein lässig-schicker Look ist perfekt. Wichtig ist: Ich fühle mich damit wohl. Und das habe ich davor nie. Ich erinnere mich noch an meine Konfirmation: Schicke Schuhe kaufen war ein Graus. Heute aber finde ich es toll, ein Paar tolle High Heels im Schrank zu haben. Brauchen tue ich die Schuhe nicht. Sie sehen schön aus. Sie sind oft unbequem (zumindest nach einer Weile). Aber irgendwie fühle ich mich gleich ein bisschen schicker, erwachsener. Ist man womöglich erwachsen geworden, wenn man gerne hohe Schuhe trägt? Vielleicht.

Ein Prozess ist es auf jeden Fall. Bei dem einen eher, bei dem anderen später. Bei manchen nie. Denn: Kein Mensch braucht hohe Schuhe. Es gibt so viele schöne, schicke flache Schuhe – High Heels sind definitiv kein Muss. Und auch ich trage wohl 80 Prozent meiner Zeit Ballerinas, flache Sandalen, Sneakers oder Boots. Aber für gewisse Momente mag ich den Zauber der High Heels.

Und jetzt ihr? High Heels – braucht man sie? Tragt ihr sie? Oder habt ihr ihnen abgeschworen?

Alle Wardrobe-Essentials auf einen Blick.

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9 Antworten zu “Wardrobe Essentials: High Heels”

  1. Geht mir ganz genauso! Wenn ich bestimmte Sendung schaue oder bestimmte Zeitschriften lese, hab ich das Gefühl, mit nur zwei Paar High Heels im Schrank ein Alien zu sein. Und selbst die brauche ich nicht oder nur ganz selten. Morgen zum Beispiel. Da gehe ich auf eine Hochzeit und führe ein Paar mal wieder aus. Es sieht einfach eleganter aus und irgendwie reifer. Aber so langsam beschleicht mich das Gefühl, dass ich – trotz meiner 26 Jahre – genau das im Alltag gar nicht will: elegant und reif aussehen :)

    Viele Grüße!

  2. Ich hab ja zu Schulzeiten ebenfalls nie High Heels getragen.
    Das kam erst im Alter von 20, 21 langsam mit der Uni und dem Umzug nach München ( High Heel City ). Ich würde mich heut definitv nicht als Schuh-Maniac bezeichnen d.h. ich kaufe nicht gerne welche aber tragen tue ich mittlerweile wirklich fast ausschließlich Schuhe mit Absatz. Und wenn es „nur“ 7 cm sind. Man fühlt sich einfach eleganter und ja erwachsener, geht anders, steht anders (aufrecht, nicht schlürfend). So geht es mir zumindest. Flachen Schuhen kann ich eigentlich nur noch zuhause und beim joggen was abgewinnen. Wobei ich weiß, dass das auf Dauer kein Zustand sein wird, da die Gelenke sich ja doch mehr über flache Schuhe freuen. Aber ein paar schmerzfreie Jahre hab ich wohl noch ..

  3. Noch ne Stimme für „braucht man nicht“, ich kenne genügend Mädchen, die gar keine tragen und keine brauchen… Ich hab vor ein paar Jahren mal fast nur Schuhe mit Absatz – von moderat bis recht hoch – getragen, dann mal gar nicht mehr. Momentan trage ich flache Schuhe, oder solche mit Absätzen bis „pistol boots“. Wobei mich im Moment die 10+ cm Alaia (?) Kopie von Zara auch ziemlich anlacht. Aber da weiß ich auch schon, dass meine Füße das wohl nicht so toll finden, und da ich im Moment immer viel zu Fuß unterwegs bin, lasse ich es wohl zumindest vor dem Sale… Ich finde man kann perfekt elegant in ganz flachen Schuhen aussehen. Mir gefällt wohl in den meisten Fällen die Miniabsatzvariante am wenigsten, aber es kommt auch da immer auf den Schuh an. Die Schuhe auf dem Bild hab ich irgendwann leider nicht mehr im Laden gesehen.. Vielleicht kommen sie ja zum Sale zurück, die wären auch perfekt gewesen! LG

  4. Ich habe zwar ungefähr doppelt so viele hohe Schuhe wie flache, trage aber zeitlich gerechnet doch mehr flache. Bei einem Tag im Büro, wenn man eh die meiste Zeit im Sitzen verbringt, oder abends zum Ausgehen sind hohe Schuhe kein Problem, aber bei langen Strecken wie zur Uni oder zum Einkaufen wäre es mir die „Quälerei“ nicht wert.

    Von „brauchen“ kann bei Mode mMn generell nie die Rede sein…

  5. Haha, ich hab da wohl die entgegengesetzte Entwicklung gemacht wie du. Mein erstes Paar 12 cm Sandalen mit Plateau kaufte ich mir mit 14. Ok, ich trug sie selten, denn auch ich war eher eine der größeren in meinem Freundeskreis, aber ich liebte sie. Durch die Schulzeit schlurfte ich zwar meist in Turnschuhen, aber ein paar Schuhe mit Absatz gab es immer in meinem Schuhschrank. Im Studium flammte meine High Heel Liebe richtig auf, und ich war oft in Pumps in der Uni anzutreffen. Erst seit ein paar Jahren hat sich das extrem geändert. Gehörten für mich früher High Heels zum Ausgehen einfach dazu, so greife ich heutzutage aus Bequemlichkeit doch oft zu Ballerinas. Aber es gibt einfach Outfits und Situationen, da müssen High Heels einfach sein. Für mich. Also Must-Have: definitiv nein. Aber ich persönlich möchte sie trotzdem nicht missen :-)

  6. Mal wieder ein genialer Text – definitiv meine Lieblingskolumne bei euch :)

    Ich trage bei der Arbeit zu 90% High Heels, gehöre daher also definitiv zum „Pro Heels“ Lager. Ich fühle mich damit im Büro nicht nur größer, sondern auch erwachsener (und das sind bei 1,65m Größe und vielen männlichen UND älteren Kollegen zwei schlagende Argumente). Außerdem mag ich es, dass man dann eleganter geht und sich anders bewegt.

    Da ich aber Mo-Fr mindestens einen Beratertag (das sind ca. 12 Arbeitsstunden) lang in 10cm Heels herumstolziere, bevorzuge ich in der Freizeit definitiv Sneakers. Das ist so eine schizophene Sache bei mir: Auf der Arbeit laufe ich immer SUPERschick herum, mit Kostümchen und High Heels und schicker Aktentasche – und zuhause dann kann es mir gar nicht zu casual sein. Meine Uniform nach Feierabend sind Jeans, Schlabbershirt, Chucks oder meine geliebten AF1, Lederjacke und meine Patronenkette. Für mich macht’s der Kontrast interessant :)

    Ob man Heels im Schrank braucht? Nein. Ob man sie vielleicht trotzdem haben sollte, und wenn es nur zum Anschauen ist? Ja! ;)

  7. Schöne Schuhe auf dem Bild :-)
    Ich liebe High Heels, man ist einfach schicker damit aber nach einer Fuss-OP muss ich öfters auf flache Schuhe umsteigen…
    Was mich aber nicht davon abhält, mir wieder neue High Heels zu kaufen…

    Darum meine Frage, woher sind die Schuhe die oben abgebildet sind???

    Schauen richtig schick aus und durch den nicht allzu hohen Absatz könnten sie auch bequem sein :)

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