4 mögliche Gründe, warum wir international der Modeszene noch immer hinterherhinken

17. Dezember 2014 von in

Deutschland gilt als Aushängeschild der europäischen Wirtschaft. Nirgendwo anders ist die Kaufkraft im Modebereich so hoch wie hierzulande. Nichtsdestotrotz spielt Deutschland immer noch keine große Rolle in der internationalen Modebranche. Paris, London, New York sind die Globalplayer der Modebranche. Städte wie Kopenhagen und Stockholm erobern sich dazu langsam ihren Platz in der etablierten Szene. Nur Berlin, München oder Düsseldorf hinken hinterher. The Business of Fashion bringt es diese Woche auf den Punkt: Deutschland hat den größten Markt – und trotzdem keinen Einfluss in der Modewelt. Woran liegt das? Schließlich gibt es doch Jil Sander, Hugo Boss sowie Escada und viele aufstrebende Designer wie Kaviar Gauche oder Achtland. Wir schlüsseln mal auf, was die möglichen Gründe dafür sein könnten, dass die Modewelt noch immer irgendwie ohne uns statt findet!

Experimente? Nein danke!
Wir Deutschen lieben Understatement. Opulente Mode? Verrückte Experimente? Bei Minusgraden High Heels? Was in anderen Ländern und Städten völlig normal ist, gilt hierzulande als ungewöhnlich. Die Masse wagt keine Modeexperimente, gekauft wird, was gute Qualität hat (was keinesfalls schlecht ist) und praktisch ist. Hinzu kommt laut Business of Fashion, dass die meisten großen Modemarken in der Mitte des Marktes angesiedelt sind. High Fashion machen nur die wenigsten, Escada, Jil Sander und Hugo Boss sind also die Ausnahme. Die mittelständischen Modeunternehmen legen Wert auf kaufkräftige Kunden. Und das sind – laut Business of Fashion – immer noch die älteren. Praktische Mode und klassischer Stil verkaufen sich immer noch besser als neue Kreationen junger Designer. Im Gespräch mit Einkäufern habe ich folgenden Satz oft gehört: „Wir würden sehr gerne modischere Sachen einkaufen, doch unsere Kunden kaufen sie nicht. Deswegen setzen wir auf Nummer Sicher.“

Die Mode und die Liebe zur Ästhetik
Deutschland hat große Literaten sowie Kulturschaffende hervorgebracht – von Bertolt Brecht, Friedrich Schiller, Rainer Maria Rilke bis hin zu Goethe. An Modeschaffende erinnert sich kaum einer. Schade, aber Literatur, Malerei und Musik werden in Deutschland immer noch höher angesehen als Mode. Sie spielt nur eine untergeordnete Rolle. Natürlich lieben wir Karl Lagerfeld, aber irgendwie ist der ja doch mehr Franzose als Deutscher. Im Gegenteil: Wer sich hier mit Mode beschäftigt, ist irgendwie oberflächlich. Oft erlebt: „Mode ist ja schön, aber willst du nicht was Richtiges machen?“. Hier stoße ich an meine Grenzen. Warum wird Mode in Deutschland so wenig Stellenwert eingeräumt? Business of Fashion schreibt: „Fashion simply does not run in Germany’s blood in the way that it runs in the blood of the French and the Italians.“ Für junge Designer und Kreative macht diese Haltung es verdammt schwierig. Vom kreativen Umfeld bis hin zu günstigen Freiräumen für die Mode. Ohne Geld kommt man nicht weit. Und: Willst du mit (Mode-)Kunst Geld verdienen, musst du dich oft rechtfertigen. „Lern was gescheids“, ein Satz, der vielleicht noch immer in vielen Köpfen steckt. Eine Folge unserer Vergangenheit? Zumindest bedeutet es, dass viele kreative Köpfe Deutschland verlassen, um in anderen Städten im Ausland kreativ arbeiten zu können.

„Fashion simply does not run in Germany’s blood in the way that it runs in the blood of the French and the Italians.“

Der Helene-Fischer-Effekt
Helene Fischer ist überall. In den Hitlisten Deutschlands, auf Platz 1 der Albumverkäufe, in der Werbung für einen Autohersteller genauso wie für Tchibo, und dann auch noch auf jeder zweiten Preisverleihung. Helene Fischer nervt. Diesen Eindruck verschaffen uns die Medien, die Facebook-Kommentatoren und das Mittagsgespräch in der Kantine. „Überall taucht diese Frau auf, sowas nerviges.“, „Diese Lieder, ich hasse ihre Musik. Und damit verdient die auch noch Geld. Unfassbar.“ – Fakt jedoch ist: Helene Fischer ist noch keine 30, extrem erfolgreich, sie lebt den Traum vieler Mädchen, verdient jede Menge Geld und sieht gut aus. Eigentlich macht Helene Fischer nicht allzu viel falsch. Sie lebt nur im falschen Land. Während dir in den USA jeder zweite auf die Schulter klopfen würde für deinen Erfolg, leben wir hierzulande gerne nach dem Motto „Irgendwann reichts dann auch.“ So ein bisschen Erfolg gerne, aber so richtig – und das auch noch genießen? Nee, das geht dann doch ein bisschen weit. Willst du also richtig erfolgreich sein, gehst du ins Ausland. Das gilt für Musiker genauso wie für Modemacher. Karl Lagerfeld ging nach Paris, Kaviar Gauche machte einen Ausflug in die französische Metropole, während Jil Sander in Mailand zeigt und Achtland in London residiert.

Der deutsche Stil
London ist ausgeflippt, Paris hat seinen eigenen Stil; Kopenhagen feiert den Minimalismus und New York erlaubt sich sowieso alles. Doch wo steht München, Berlin oder Hamburg? Fragt man nach dem Stil der Deutschen, klingt oft das Vorurteil des praktischen, funktionalen Deutschen vor. Doch eigentlich haben wir doch Stil. Nur nicht den einen. In der internationalen Modeszene ist es also schwierig, sich die eine Position zu sichern. Wofür steht Berlin als Modehauptstadt? Während andere Modestädte ganz klar sich positionieren können, kämpft unsere Hauptstadt noch immer um die Anerkennung. Der Stil bleibt außen vor – und wird vergessen. Dabei wäre das so wichtig, um langfristig Deutschland als Modeland zu etablieren. Hoffnung gibt es, denn Business of Fashion schreibt: “There is something rather solid about the German fashion houses, which is almost an opposite to la frivole française,” said international Vogue editor Suzy Menkes, adding that, in a world where taste for spectacle is fading, “this could be Germany’s moment.”“

Fokussieren, sich Zeit geben und dann durchstarten. Vielleicht ist es – trotz des starken Marktes – noch immer zu früh, um international mithalten zu können. Wir dürfen nicht vergessen: Die Geschichte Deutschlands ist jung. Während die anderen Städte sich auf Mode konzentrieren konnten, musste hierzulande erstmal eine Hauptstadt gekürt werden. Ein Land wächst zusammen und das dauert. Gleichzeitig dürfte die Ernsthaftigkeit der Mode endlich wahrgenommen werden. Es bleibt spannend.

Während ich hier nur vier Erklärungen angedacht habe, gibt es sicherlich noch mehr mögliche Gründe. Was meint ihr sind die Gründe? Let’s discuss!

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16 Antworten zu “4 mögliche Gründe, warum wir international der Modeszene noch immer hinterherhinken”

  1. Hallo Antonia,

    zunächst toller gutlesbarer Artikel, der wirklich interessant ist.

    Ich bin auch der Meinung, dass die Deutschen eher „Spießer“ sind und einfach zu wenig Extreme wagen und stattdessen auf „Beständige“ Mode Wert legen, die funkional und qualitativ gut ist.

    In dem anderen Punkt stimme ich auch überein, denn die Erfahrung die ich gemacht habe ist, dass Deutschland eine Neidgesellschaft ist, selbst die Gehälter eines anderen zu wissen ist ein Tabuthema. Daher kann ich gut verstehen, dass viele Erfolgreiche Menschen ins Ausland gehen, aber das kann vielleicht auch steuerliche Gründe haben.

    Trotzdem denke ich, dass wir mittlerweile die Kurve gekriegt haben und in Zukunft Berlin eine Modemetropole in Deutschland sein wird, da es seit Harald Glööckler immer mehr Modeinteressierte dahinzieht die ihren Stil verbreiten und leben wollen.

    Liebe Grüße

    Julia

    • Liebe Julia,
      vielen Dank für deinen Kommentar!
      Das mit der Neidgesellschaft stimmt leider total – diese Erfahrung habe ich auch oft gemacht, und das ist so schade, weil man sich gegenseitig auch einfach motivieren könnte.

      Im anderen Punkt stimme ich dir überein: Menschen wie Harald Glöckler haben es geschafft, Modeinteresse auch in allen Generationen und Schichten zu schaffen. Gleichzeitig sagte Glöckler mal in einem FAZ-Interview: „Wenn du anders bist in Deutschland, bist du gleich verdächtig“. Tatsächlich: Weicht man hier ein bisschen vom modischen Mainstream ab, wird man schnell in Frage gestellt.

      Aber auch ich denke, das Ganze braucht einfach Zeit.
      Liebe Grüße,
      Antonia

      • Ich habe den Artikel auch gelesen. Ich denke, die meisten Argumente treffen dem Nagel wirklich auf den Kopf. Hier muss immer alles „quadratisch, praktisch, gut“ sein. ;) Es ist wirklich eine Mentalitätssache, aber ich glaube ehrlich gesagt auch nicht, dass sich das so schnell ändert. Dieses „Hinterherhinken“ betrifft ja nicht nur die Modebranche.

  2. Deutschland das Land der Dichter und Denker ist aber auch schon lange her. Nicht nur im Hinblick auf Mode spielt Deutschland international kaum eine Rolle. Welche zeitgenössischen international anerkannten oder einfach nur innovativen Schriftsteller, Philsophen, Musiker oder Regisseure gibt es denn? Insbesondere der deutsche Film ist kaum erwähnenswert und in der Literatur???
    Ehrlich gesagt weiß ich nicht woran es liegt, aber mener Meinung nach köönte der fehlende Mut ein Grund seiin. Hier tanzt man besser nicht aus der Reihe. Alles, was anders, fremd oder nicht „anständig/normal“ ist, ist eine Gefahr des Abendlandes (siehe PEGIDA). Vielleicht ist die Angst vor dem Kulturverfall der Deutschen so groß, weil es eigentlich keine Kultur mehr gibt und die Lorbeeren der vergangenen Jahrhunderte verblassen. Es zählt nur noch der Markt. Natürlich gibt es Nischen, in denen alles geht aber gesamtgesellschaftlich ist Deutschland eher das Land des Duckens und Mitlaufens (siehe z.B. auch die Streikkultur), hier wird alles, was von oben kommt widerstandslos akzeptiert und ebenso werden auch die Trends aus dem Ausland genauso akzeptiert. Ja, vielleicht ist es der fehlende Mut, eine eigene Meinung, eine eigene Idee oder ein eigenes Weltbild, das alles setzt Mut und Selbstbewusstsein voraus. Und natürlich auch gegenseitige Akzeptnanz und Toleranz.

    • Liebe Maja,
      da hast du Recht. Zeitgenössische Künstler hierzulande spielen auch international kaum eine Rolle – Ausnahmen gibt es nur wenige. Dennoch wird Literatur bspw. immer noch höher angesehen als Mode.
      Aber du hast Recht – der fehlende Mut, die Angst, eigene Meinung zu zeigen und das konservative Weltbild (sagen wir mal so, andere Länder sind auch in Sachen Familienbild weitaus weiter und offener) führen dazu, dass wir international ins Abseits geraten.
      Ein interessanter Kommentar von dir. Vielen Dank dafür.

  3. „Zwei Richtungen geistiger Unkultur: die Wehrlosigkeit vor dem Stoff und die Wehrlosigkeit vor der Form. Die eine erlebt in der Kunst nur das Stoffliche. Sie ist deutscher Herkunft. Die andere erlebt schon im Stoff das Künstlerische. Sie ist romanischer Herkunft. Der einen ist die Kunst ein Instrument; der andern ist das Leben ein Ornament.“ Karl Kraus

  4. Zu dem Helene Fischer Punkt kann ich echt nur zustimmen. Habe dazu auch gerade einen großen Artikel auf meinem Blog geschrieben mit genau der gleichen Thematik. In Deutschland ist ein bisschen Erfolg okay, aber mehr wird dir auch nicht gegönnt. Wir haben einfach eine sehr ehrgeizige Neidgesellschaft. Mehr als schade.

  5. Ich kann die angeführten Punkte durchaus nachvollziehen, aber ich denke nicht, dass es zu einer internationalen Entwertung des deutschen Kulturbetriebs kommt. Die Spielregeln sind einfach andere – es gibt eben nicht mehr den einen großen Literaten etc.
    Und, wenn man sich mit der bildenden Kunst nicht so gut auskennt, dann sollte man diese Punkte nicht anführen. Diverse deutsche Künstler, auch abseits von Gerhard Richter und Baselitz, sind im starken Fokus, Klaus Biesenbach ist Kurator des MoMa PS 1, es gibt großartige internationale Kooperationen.
    Und, was das Feld der Mode betrifft – ich finde die Demokratisierung der Modewelt durch Blogs noch immer sehr spannend. Aber all jene jungen Mädchen, die sich für Mode interessieren und eben nicht in der Großstadt wohnen, beziehen ihre Inspiration aus Blogs und gerne auch aus deutschsprachigen – und was soll man sagen? Wenn 90% der deutschen Blogger mit Jensen-Boots sich ablichten lassen und dazu seit 5 Jahren Skinny Jeans tragen bzw. es als großen Aufwand von Mut sehen, mal eine Flared Leg zu tragen – wie soll und kann dann ein ästhetischer Mut entwickelt werden?

    • Liebe Mareike,
      keine Frage, ich glaube auch nicht, dass der gesamte deutsche Kulturbetrieb abgewertet wird. Schließlich ist beispielsweise wie du sagst die bildende Kunst immer noch sehr angesehen international, genauso wie beispielsweise die Theaterszene. Es fehlen eben nur die großen Namen. Ich kenne mich aber schon aus und weiß das auch, aber – und das bringt mich zu dem Punkt – Mode wurde noch nie als großer Teil als der Kultur Deutschlands angesehen, was ich eben schade finde.
      Die Demokratisierung der Mode finde ich auch spannend – und natürlich ist hierbei die deutsche Mode-Bloggerszene ein wichtiger Bestandteil. Mode bedeutet hierbei wiederum für mich nicht, viel auszuprobieren, ihren Stellenwert in der Gesellschaft aber zu festigen, vielleicht sogar zu erhöhen. Egal, ob ich persönlich sehr reduziert in Jensen Boots und Skinny Jeans herumlaufe. Das passiert in Frankreich, Italien etc. genauso. Mode muss nicht laut sein, sie sollte aber gehört werden.
      Liebe Grüße!

      • Verzeih, die Episode mit den Schuhen und Hosen war so gar nicht als persönlicher Angriff gemeint.
        Und gerade, wenn man in die junge Kunstszene schaut – da gibt es doch eine Vereinigung von Kunst und Design, sprich Mode. Auf einer Vernissage trifft man im Zweifelsfall 10mal besser angezogene Menschen als auf jeder fashion week.
        Und, ich stimme Dir zur – Mode muss nicht laut sein, aber sie muss Spaß machen und etwas wagen und experimentierfreudig sein. Und das beginnt im kleinen
        Und zu neuer deutscher Kunst mit internationalen Größen – David Ostrowski, Cosima von Bonin, Thomas Scheibitz, Rosemarie Trockel….
        Abschließend möchte ich aber sagen, dass ich diese Sicht auf die Dinge sehr spannend finde und mich auch freue, in Zukunft noch mehr „Betrachtungen“ hier zu lesen.

        • Liebe Mareika,
          nein nein, kein Problem :) aber ich gehört auch in die Jensen-Boots-Skinny-Jeans-Fraktion :) Nur Flare-Legs trage ich nie ;)
          Das stimmt – auf Vernissagen herrscht – sagen wir es mal so – oft mehr Stilsicherheit als auf Fashion Weeks. Das liegt aber vl auch an der Unaufgeregtheit, mit der an die Mode herangegangen wird, im Vergleich zum Auffallfaktor auf der Modewoche.
          Ich werde auf jeden Fall noch mehr beobachten und betrachten und das hier niederschreiben :) Ich finde es nämlich auch sehr spannend! Liebe Grüße!

  6. Sehr gut geschriebener Artikel und du sprichst mir aus der Seele. Irgendwas ist an unserer Haltung falsch.Wir wollen alle Individuell sein, aber wenn jemand wirklich ausbricht und Erfolg hat, dann stimmt wieder irgendwas nicht. Und Deutschen kann man es oft nicht recht machen – besonders in der Mode. Als Modedesignerin merke ich, wie schwierig der Markt ist. Die meisten Unternehmen verkleinern ihre Kollektionen und gehen auf Nummer sicher. Ich kaufe mir Mode meist auch von Designern aus anderen Ländern. Schade eigentlich. Man sieht doch anhand Lala Berlin, Achland und Perret Schaad dass es sehr wohl wunderbare deutsche Mode gibt!
    Liebst, Bina

  7. Die Diskussion finde ich auch spannend. Das Thema kommt ja seit einiger Zeit immer wieder ins Gespräch, vor allem auch, wenn es um Modemessen geht. Und wenn man an die jüngste Entwicklung bei der Bread&Butter denkt, scheint der Markt auch für den Alltagsbereich schwierig zu sein, was ich sehr schade finde. Und wenn sich junge Designer wie Achtland bewußt gegen einen Standort in Deutschland entscheiden, bedauere ich das ebenso, weil so etwas in der Summe sicher nicht kompensiert werden kann.

    Die Akzeptanz von Mode als Kunst würde ich mir auch etwas mehr verankert wünschen. Andererseits kann ich mir vorstellen, dass dieser empfundene Mangel vielleicht auch an der historischen Entwicklung in Deutschland liegt. Die Mode in den letzten Jahrhunderten ist doch eher bürgerlich -z.T. von deutlich protestantischer Schlichtheit- geprägt und die wichtigen Innovationen kamen ja nicht unbedingt aus dem deutschen Raum. Nicht zuletzt gab es hier auch ein großes Interesse an der Reformkleidung (v.a. auch unter gesundheitlichen Aspekten).

    Und persönlich gehöre ich eher nicht zur kaufkräftigen Zielgruppe und da überlegt man sich jede Investition – im Zweifelsfalle fällt die Wahl dann eben auf das unspannende Basicteil von Cos und nicht auf das schöne Kleid von Rodarte, was ich vielleicht lieber hätte. Und ich finde es auch nicht verwerflich, wenn man beim Kauf gewisse Praxistauglichkeit erwartet (da staune ich schon oft bei den klassischen Bloggeroutfits!). Warum muss ich bei -20 Grad mit High Heels über die vereisten Kopfsteinpflaster zittern? Nur, weil die Deutsche mehr Mut zeigen soll in modischen Dingen und mit den Moskauer Mädels gleichziehen sollte? Und die Französin jenseits von Paris ist auch nicht immer très chic unterwegs ;-) Also sehe ich das von dieser Seite her eher entspannt. Was nicht heißt, dass ich in der Großstadt in Outdoorbekleidung unterwegs bin ;-)

    Und Frau Fischer darf man aufgrund ihrer er-schlagernden Omnipräsenz nervig finden. Geld verdienen kann sie meinetwegen bis sie die Elbphilharmonie kaufen kann, so lange sie mir nicht auf jedem öffentlichen Platz atemlos ins Ohr flötet und selbst von der Butterpackung entgegengrinst.

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