Es gibt (häufig) Reis, Baby: Mein Food Diary aus der letzten Zeit

18. Juni 2021 von in

Es gab die letzte Zeit zwar nicht nur Reis, aber doch immerhin häufig. Schuld daran ist mein Reiskocher, der seit der Anschaffung auf absoluten Hochtouren läuft und eigentlich ständig irgendeinen Reis kocht oder Gemüse dämpft. Da ich außerdem, wie viele von euch wahrscheinlich auch, im Homeoffice bin, entstehen merkwürdige aber auch leckere Gerichte für Zwischendurch, die ihr ganz einfach nach kochen könnt. Die meisten Gerichte sind irgendwie zubereitet ohne Rezept, doch ich hoffe, dass ihr trotzdem ungefähr versteht, wie ich sie zubereitet habe. Die rote Sauce, die ihr auf vielen Gerichten seht, ist übrigens Siracha Sauce. Denn ja, ich bin süchtig nach Siracha Sauce. Bitte respektiert das!

Food Diary: 9 Gerichte aus der letzten Zeit

Das große Dal-Essen

Streng genommen habe ich das fantastische Gericht auf dem Foto nicht gekocht, aber gegessen. Meine Freundin Tina hat mich mit diesem unglaublich leckeren Dal und weiteren Köstlichkeiten verwöhnt, die so gut waren, dass ich sie in diesem Food Diary mit aufnehmen muss. Denn das hier ist das perfekte Essen, um Gäste zu bekochen. Es ist mit all den Leckereien auf dem Tisch etwas Besonderes, doch gleichzeitig leicht in der Herstellung. Ideal für alle, die ihre Friends bekochen wollen. Ich habe es neulich nachgekocht auf Basis dieses Rezeptes, das ich euch allen nur wärmstens ans Herz legen will.

Mein Klassiker: Die Brekkie-Bowl

Entdeckt habe ich sie durch die Youtuberin Jenn Im, die mir schon so einige Gerichte nahegebracht hat. Unter anderem auch ihre Brekkie-Bowl, die einfacher kaum sein könnte – und besser kaum schmecken könnte. Sie besteht eigentlich nur aus frisch gekochtem Reis, einem Spiegelei und Brokkoli oder eben dem Gemüse, das man dazu essen will. Darüber einen Schuss Sojasoße, Austernsoße und Sesamöl, und fertig ist das beste und einfachste Frühstück der Welt.

Spaghetti mit Tomatensoße – die Extended Edition

Erstmal klingt Spaghetti mit Tomatensoße ganz schön fad und nach einem Kinderessen. Doch ich liebe Spaghetti mit Tomatensoße und alle Variationen, die es davon gibt. Also Pasta mit Tomatensoßenirgendwas. Das wichtigste bei einem simplen Italiengericht ist, die bestmöglichen Lebensmittel dafür zu verwenden. Die Pasta sowie das Tomatensugo habe ich bei Fattoria La Vialla bestellt, der biodynamische Betrieb aus der Toskana, bei dem man absolut großartige Lebensmittel online bestellen kann. Die Tomatensoße habe ich mit frischem Knoblauch und Zucchini gekocht und mir statt Parmesan eine Burrata als Topping gegönnt. Ich muss euch nicht sagen, wie gut das simple Gericht war, oder?

Der Salat, oder: Halloumi macht alles besser

Ich liebe Salate, vor allem dann, wenn sie abwechslungsreich und mit gutem Dressing angemacht sind. Für die Abwechslung und das Besondere macht Halloumi seine Arbeit, den ich mittlerweile eigentlich immer daheim habe. Denn Halloumi macht alles besser. Einfach ein paar Scheiben anbraten und als Topping verwenden. Ebenso wie bei diesem ansonsten recht unspektakulären Salat, den ich mit Salat und gebratenen Pilzen und Zucchini auf einem Honig-Senf-Dressing als Snack gegessen habe. Mit Halloumi als Topping sowie getoasteten Fladenbrot ist der Salat plötzlich ein richtig aufregendes Gericht. Das ideale Mittagessen.

Immer daheim: Die Kimchi-Dumplings vom Asia Shop, Tofu und Edamame

Drei Dinge, die ich immer griffbereit habe, sind Kimchi-Dumplings, Tofu und Edamame. Sie halten sich ewig und sind innerhalb von Minuten zubereitet. Ich liebe die Kombination aus scharf angebratenem Tofu, Dumplings und Edamame, gerade, wenn ich gar nicht so viel Hunger habe, aber trotzdem Lust auf etwas richtig leckeres.

Nasty und gesund zugleich: Koreanische Ketchup-Kartoffeln

Wer es einmal raushat, wird es immer wieder wollen: Die koreanischen Ketchup-Kartoffeln. Sie sind inspiriert vom koreanischen Ketchup-Chicken nur eben eine vegetarische (und gesündere) Variante. Das wichtigste an den Ketchup-Kartoffeln ist die Soße. Für die brate ich klein gehackten Knoblauch und Ingwer kurz an, gebe dazu Tomatenmark und lösche das Ganze mit Sojasoße und viel Honig ab, damit das ganze richtig süß wird. Dazu gebe ich noch einen Teelöffel Gochujang-Paste, eine scharfe, fermentierte Chilisoße, die ihr im Asia Shop kaufen könnt. In die Soße gebe ich die bereits gekochten Kartoffelstücke. Am Ende noch ein paar Tropfen Sesamöl drauf – fertig!

DIE Suppe Jjigae dank Jenn Im

Die YouTuberin Jenn Im schwört auf Jjigae – und ich mittlerweile auch. Die koreanische Suppe basiert auf einer fermentierten Sojabohnenpaste, die ihr im Asia Shop kaufen könnt. Und schmeckt so lecker! Das ganze Rezept findet ihr in diesem Video. Ich persönlich lasse die getrockneten Anchovies einfach raus – und gebe stattdessen für den salzigen Geschmack etwas Sojasoße und vegane Fischsauce hinzu. Dazu esse ich mal wieder meinen Klassiker: Kimchi-Dumplings aus dem Gefrierfach, Edamame für die Frische und Reis, denn man kann nie genug Reis essen.

Das weiterverarbeitete Jjigae am Folgetag

Da ich noch viel Brühe von meinem Jjigae am Vortag übrig hatte, aber keinen Inhalt mehr, habe ich die Gunst der Stunde genutzt und die salzige, geschmackvolle Brühe einfach weiterverarbeitet. Dafür habe ich gekochten braunen Reis dazu gegeben sowie Pak Choi. Obendrauf habe ich ein Spiegelei gesetzt. Das ist vielleicht eine etwas merkwürdige Suppenvariante, aber sie war wirklich fantastisch.

(Fast) Tofu Pad Thai

Vorgestern hatte ich unglaubliche Lust auf Pad Thai, und glücklicherweise auch fast alles dafür da. Pad Thai ist ziemlich einfach in der Herstellung, wenn man alle Basics dafür da hat. Die da wären (vegane) Fischsauce, Zucker, Sojasoße, Zitrone, Tamarindenpaste. Letzteres hatte ich nicht da und mit einem Teelöffel Reisessig ersetzt, deshalb ist das Ergebnis nur ein Fast-Pad-Thai. Wichtig ist, bei der Sauce nicht mit dem Zucker oder Zuckersirup zu sparen. Die Soße muss richtig süß-säuerlich sein – und ist die halbe Miete. Erst brate ich den Tofu an, den ich bei diesem Gericht etwas zu lange angebraten habe, dann gebe ich Zwiebeln, Knoblauch, Ingwer, Gemüse dazu und brate es ganz kurz mit an, anschließend schiebe ich alles in der Pfanne auf die Seite und mache ein Rührei an der freien Fläche. Wenn es fertig ist, vermische ich die dickeren Fetzen des Rühreis mit dem Rest, sodass das Rührei nicht zu zerfleddert ist und ganze Stücke zu sehen sind. Am Ende die Nudeln dazu und mit der Soße übergießen. Fertig! Eine Sache von zehn Minuten – und sooo lecker. Hier gibt’s nochmal ein richtiges Rezept. 

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4 Antworten zu “Es gibt (häufig) Reis, Baby: Mein Food Diary aus der letzten Zeit”

  1. Geil! Trifft alles so sehr meinen (zu Hause kochen) Geschmack und sogar den von meinem Kleinkind. Wird direkt ins Repertoire aufgenommen und nachgekocht. Danke, danke, danke für diese Bereicherung!

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