Cleaning out: 7 Tipps fürs richtige Ausmisten

10. März 2016 von in

Bild: Pinterest

Ich bin schon immer ein Ausmister. Leute, die Sachen über Jahre horten, in Kisten auf dem Dachboden aufheben, konnte ich noch nie verstehen. Zu viele Dinge erdrücken mich, je mehr Ballast ich von mir weise, umso freier fühle ich mich. Den minimalistischen Lebensstil, den beispielsweise Madeleine von DariaDaria gerade lebt, kann ich gut nachvollziehen. Weniger ist eben oft mehr.

Aufgrund von Stress und Zeitmangel kam das Ausmisten aber in letzter Zeit viel zu kurz, tausende Dinge haben sich angesammelt. Da fiel mir glücklicherweise Maria Kondos Buch in die Hand und ich beschloss, zum Frühling wird jetzt einmal grundlegend ausgemistet. Nicht nur der Kleiderschrank, sondern die ganze Wohnung. Wie ich beim Ausmisten vorgehe, welche Anlaufstellen es zum Verkaufen gibt und wann man wirklich Adios sagen sollte, verrate ich euch heute. Hier kommen meine 7 Tipps zum Ausmisten.

  1. Lege los.
    Ich könnte doch endlich mal wieder ausmisten. Eigentlich sollte ich mal ein paar Sachen aussortieren. Uhh, der Schrank ist vollgestopft, da muss ich auch mal ausmisten. Wir kennen diese Sätze zu genüge. Und verschieben das Ausmisten doch immer wieder auf irgendwann. Bis der Schrank noch voller wird, und wir uns noch eingeengter fühlen. Also lege los. Nicht morgen, nicht übermorgen, sondern jetzt. Am besten ist es, wenn man sich einen Schrank/einen Part der Wohnung für den Tag vornimmt. Denn wer sich zuviel auflädt, versinkt zu schnell im Chaos.
  2. Aus den Augen, aus dem Sinn
    Aufräumen ist schön. Doch sobald man Dinge in Kisten steckt, vergisst man sie. Deswegen mache ich mich als erstes beim Ausmisten an die Kisten ran. Hier fällt mir das Ausmisten meist sehr leicht, denn wir kennen das alle: Was wochen- oder monatelang in einer Kiste steckte, ist längst vergessen. Klar, manchmal entdeckt man vergessene Schätze, aber ganz ehrlich: Was man monatelang nicht vermisst hat, kann gehen.
  3. Was trage ich wirklich?
    Vor allen bei Kleidungsstücken werde ich oft sentimental. „Das könnte ich doch nochmal irgendwann tragen.“ „Das habe ich an dem und dem Tag getragen.“ Aber danach nie wieder. Tatsache – die meisten Kleidungsstücke, die wir wochen- oder monatelang nicht tragen, sind unnötig. Ich mache alle drei Monate den Kleiderschrank-Check und gucke, was trage ich wirklich noch. Ausgenommen sind natürlich Herzensstücke wie bei mir mein Abiballkleid oder saisonale Teile wie Dirndl oder Snowboardjacke. Aber ansonsten: weg damit.
  4. Radikal sein
    Wer ausmistet, sollte radikal sein. Wer bei jedem zweiten Teil denkt, das kann man vielleicht irgendwann in ein paar Jahren gebrauchen, wenn der und der Zeitpunkt gekommen ist. Schmarn! Weg damit! Sollte dieser Zeitpunkt wirklich irgendwann auftauchen, hat die Mode sich gewandelt, will man meist doch etwas Neues oder hat das Teil längst vergessen. Je radikaler ihr ausmistet, umso freier werdet ihr.
  5. Nicht wegschmeißen – weitergeben!
    Maria Kondo vertritt den Ansatz, alles wegzuschmeißen. Das widerspricht ehrlich gesagt meinem Sinn von Ausmisten und der Verantwortung, die wir unserer Umwelt gegenüber haben. Ich gebe alles weiter – entweder verschenke ich die Sachen an Freunde, Familie oder Bedürftige, oder ich verkaufe sie auf verschiedenen Plattformen. Unsere Umwelt ist sowieso schon so belastet, sodass wir schonend mit ihr umgehen sollten. Wenn jeder Unnützes einfach wegschmeißen würde, würde das auf lange Sicht nicht gut gehen.
  6. Die besten Verkaufsplattformen
    Gut erhaltene Kleidung verkaufe ich meist auf meinem Tictail-Shop oder auf Ebay. Gerade bei Ebay funktionieren die Highstreet-Ketten wie Designer-Sachen gut. Achtet darauf die Marken in die Betreff-Zeile zu schreiben. Auch Worte wie „Blogger“, „Style“, „Top“, „Trend“ und englische Wörter (beispielsweise bei Ballerinas noch Flats dazuschreiben) fördern den Verkauf.
    Von Luxus-Online-Second-Hand-Plattformen lasse ich als Verkäuferin bisher die Finger. Der Grund: die extrem hohen Provisionen. Dafür verschenke und verkaufe ich vieles, was nicht mit Kleidung zu tun hat, auf Ebay Kleinanzeigen. Ihr seht, ich bin ein Ebay-Fan. Was auch wirklich toll ist: Modeflohmärkte. In München gibt es bestimmte Flohmärkte. Und bald beginnt ja auch wieder die Hofflohmarkt-Saison.
  7. Und jetzt?
    Wer ausgemistet hat, steht erstmal vor einem leeren Kleiderschrank. Jetzt heißt es auf jeden Fall: nicht rückfällig werden und den Schrank so schnell wie möglich wieder füllen. Nutze die gewonnene Freiheit (und das Geld), um bedacht einzukaufen oder für andere Dinge wie Erlebnisse auszugeben. Ich versuche momentan wirklich nur Dinge zu kaufen, die ich „brauche“.  Also ein Paar neuer Ballerinas beispielsweise. Aber nicht die 10. schwarze Röhrenjeans. Das funktioniert mal besser, mal schlechter. Das 5-Pieces-French-Wardrobe-Projekt ist hier eine ganz gute Linie. Grundsätzlich gilt: Wenn mir auffällt, dass mir etwas fehlt, wird es auch gekauft. Aber ansonsten versuche ich, gut abzuwägen.

Und was sind eure Tipps?

7 Antworten zu “Cleaning out: 7 Tipps fürs richtige Ausmisten”

  1. Hallo liebe Antonia,
    danke für deinen sehr guter Artikel zum Ausmisten – davor drücke ich mich schon seit Wochen, obwohl die Schubladen mit den dicken Wollpullovern sich kaum noch schließen lassen. Da tendiert man ja eher zu einem größeren Kleiderschrank, hihi!

    Das es einem so schwer fällt, sich von etwas zu trennen, was man sowieso nicht mehr trägt ist schon komisch. Aber ich werde es auch mal mit dem „Weniger ist mehr“ Prinzip versuchen, man fühlt sich einfach aufgeräumter und hat eher einen Überblick, was man wie kombinieren kann.

    Liebe Grüße von Consti

  2. Beim Identifizieren von Schrankleichen hilft mir immer die Wäscheklammermethode. Und bei Saisonalen Sachen hilft es bei mir immer, sie tatsächlich aus den Augen wegzupacken. Wenn der Frühling bald mal wirklich um die Ecke kommt, ist es wie Weihnachten beim Auspacken der neuen alten Lieblingsteile.

    P.S.: Die gute Frau heißt Marie und nicht Maria ;)

  3. […] Kleiderschrank ausmisten Für den November habe ich mir vorgenommen, nichts neues zu kaufen. Ein „Anti-Shopping-Monat“ sozusagen. Dafür soll mein Kleiderschrank noch einmal richtig ausgemistet werden. Jedes Teil wird auf Herz und Nieren überprüft, nur die liebsten dürfen bleiben. Wie man am besten ausmistet, habe ich hier verraten. […]

Schreibe einen Kommentar