Minimal living: 9 Tipps zum Sparen und bewusstem Konsum mit Moneyou

2. Februar 2018 von in ,

Ich will einfacher leben, mit weniger materialistischen Dingen. Weniger konsumieren, weniger besitzen, dafür mehr Ordnung in meinem Leben haben. Eine Wohnung ohne Krimskrams, das ist das Ziel. Nicht ganz einfach bei unserem Job, aber einen Versuch wert. Deshalb lautet einer meiner Vorsätze für 2018: Decluttering der Wohnung, bewusster Konsum und vor allem Sparen.

So simpel es klingt, in einer Welt, in der wir ständig und permanent konsumieren, vom Instagram-Feed angefangen bis hin zum Shoppen und Essengehen, ist das gar nicht so einfach. Verzicht ist das Zauberwort – und wir wissen ja alle, wie schwer es nur ist, eine Woche lang auf Süßigkeiten oder nur ein paar Stunden auf das Smartphone zu verzichten. Aber: Mit den richtigen Tipps, ein bisschen Motivation und kleinen Helferlein kriegen wir das hin. Wer macht mit?

Gemeinsam mit Moneyou verraten wir euch heute unsere Tipps zum Thema Sparen und bewusstem Konsum. Wie gehe ich vor, was hilft mir beim Sparen und vor allen Dingen, wie schafft man es zu verzichten?

1. Verschaffe dir einen Überblick

Ich gebe gern Geld aus und bin großzügig. Für mich galt bislang eher: „Geld kommt und geht, es ist gar nicht so wichtig.“ Hauptsache, ich kann gut leben, mein Glück teilen und muss auf nichts groß verzichten. Nur wer gerne großzügig ist, nicht auf jeden Cent schaut, verliert auch schnell den Überblick, wofür er eigentlich sein ganzes Geld ausgibt. So ein kleines bisschen Sparen wäre also schön.
Also ist der erste Schritt zum bewussten Konsum und Sparen, sich einmal Gedanken zu machen, wofür man das ganze Geld ausgibt. Hier gibt es gute Apps wie beispielsweise Money Control, aber es hilft auch einfach, einen Monat oder eine Woche im Kalender aufzuschreiben, für was man alles Geld ausgegeben hat.

2. Die Ausgaben ansehen – und überdenken

Wer sich einen Überblick verschafft hat, sieht erst einmal, für was man alles Geld im Monat oder Jahr so ausgibt. Was sind die Fixkosten, worauf kann ich nicht verzichten? Was waren Fehlkäufe – und wie kann ich diese künftig vermeiden?
Ihr werdet sehen: Vor allem die kleinen Ausgaben wie schnell die Breze beim Bäcker läppern sich im Jahr dann doch zu einer hohen Summe zusammen.
Mein größter Fehler: hungrig unterwegs sein. Oft kaufe ich mir dann fix beim Bäcker oder Gemüseladen etwas, obwohl ich daheim zehn Äpfel liegen habe. Wer sich das bewusst macht, steckt den Apfel oder das Wasser dann einfach schon zu Hause ein. Mit ein bisschen Planung und Struktur klappt sowas aber ohne Probleme.

3. Fixkosten – sowie festen Sparbetrag zur Seite legen

Sobald man weiß, wie viel man einnimmt, die Fixkosten abgezogen hat, bleibt der frei verfügbare Betrag übrig. Jetzt heißt es, sich zu überlegen: Wie viel davon kann ich monatlich zur Seite legen?

Denn: Der Sparbetrag sollte am besten gleich weggelegt werden – sonst ist am Ende des Monats nichts mehr übrig. Ich persönlich lege schon immer Geld auf ein Extrakonto zur Seite – das liegt aber vor allem daran, dass ich freiberuflich bin und immer wieder schon unter dem Jahr das Finanzamt anklopft und Steuernachzahlungen wie Vorauszahlungen möchte. Bislang habe ich das gut sehr gut im Griff – nur darüber hinaus spare ich leider kaum. Das will ich ändern.

Die Idee: ein eigenes Sparkonto einrichten. Das geht bei meiner Bank genauso wie beispielsweise bei dem Online-Banking-Anbieter Moneyou. Mit einem Tagesgeld-Konto kann man bei Moneyou fünf Online-Sparschweine einrichten und gleichzeitig füttern. So kann man beispielsweise einfach eines für den langersehnten Urlaub, eines für den Traum vom eigenen Haus und das andere als Budget-Sparschwein für Modeträume einrichten. Nachdem die Zinsen bei den meisten Tagesgeldkonten eher mau aussehen, gibt es derzeit bei Moneyou immerhin 0,45 Prozent Zinsen. Das Motto von Moneyou ist nämlich: „Spar für dein Ziel„. Wer darüber hinaus noch mehr oder langfristig sparen will, kann auch auf Fondsanlagen oder Festgeldkonten zurückgreifen. Ich persönlich mag es aber lieber sicherer und flexibler, da man als Freelancer nie weiß, ob man nicht doch kurzfristig aufgrund von Krankheit Geld benötigt.

Bleibt nur die Frage, wofür ich spare. Tatsächlich weiß ich es gar nicht so genau – materialistisch gesehen bin ich mehr als glücklich, fast schon übersättigt. Meine Wünsche basieren eher auf Zeit und Gesundheit. Aber eine Reise mit der Familie an schöne Orte wäre genauso toll wie irgendwann vielleicht doch ein gutes Polster angespart zu haben.

4. Kleingeld für besondere Wünsche ansparen

Wer neben seinem großen Ziel, auch vielleicht kleine Wünsche hat, kann sich überlegen, jeden Monat auch noch einen kleinen Betrag für einen Wunsch wegzulegen. Ob Designer-Tasche, Städtetrip oder Friseur-Besuch: Schnappt euch ein analoges oder digitales Sparschwein und füttert es als Ansporn jeden Tag oder Monat mit eurem Kleingeld. Ihr werdet erstaunt sein, wie schnell sich hier ein schönes Sümmchen ansammelt, nur indem ihr euer loses Geld jedes Mal wegsteckt.


5. Der Weg zum bewussten Konsum

Wer sich genau mit seinem Konto, seinen Einnahmen und Ausgaben auseinandergesetzt hat, wird automatisch hellhörig beim Geldausgeben. Geizig möchte ich nicht sein, aber bewusst konsumieren. Beim ersten Kaufverlangen kurz überprüfen: Brauche ich das wirklich? Warum möchte ich jetzt etwas konsumieren?

Auf jeden Cent achten werde ich nie. Dafür liegt mir das Laissez-Faire zu sehr im Blut, und ich finde, extreme Geizkragen, die beispielsweise keinen Tee auswärts trinken, weil sie ja daheim einen haben, eher unentspannt.

Ich möchte also künftig bewusster darauf achten, wofür ich mein Geld ausgebe. Nicht jedem Kaufimpuls nachgeben, sondern mich wirklich fragen, ob ich diese Dinge brauche. Denn mir passiert es schon, dass ich beispielsweise ein T-Shirt kaufe, und ein sehr ähnliches schon zu Hause habe. Wer im Überfluss lebt, verliert schnell den Überblick über den eigenen Besitz. Das nervt mich extrem – und deshalb muss hier dringend eine Überprüfung her!

Auch wichtig: die eigene Freizeitgestaltung überprüfen. Neigt man zum exzessiven Online-Shopping, weil einem langweilig ist? Geht man zum Bummeln gerne in die Stadt? Vielleicht tut es auch ein Buch oder ein Spaziergang an der Isar? Manchmal konsumieren wir ganz unbewusst aus Langeweile oder Leere – hier anzusetzen ist sicherlich noch schwerer und erfordert ein größeres Bewusstsein. Aber seid euch sicher: Mit der Entscheidung zum Sparen kommt auch langsam das Bewusstsein.

Wichtig: Die Lebensfreude und der Spaß sollen natürlich nicht abhanden kommen – Geiz ist so gar nicht geil, aber manchmal tuts eben auch der gemeinsame Abend bei Freunden, statt im Restaurant. Bewusstes Genießen macht glücklicher, versprochen!

6. Den eigenen Besitz checken

Seit Anfang Januar bin ich am aussortieren, rumräumen und ausmisten. Jedes Teil meiner Wohnung wird gerade auf den Prüfstand gestellt: „Brauche ich das wirklich?“ Denn wir kennen das ja: Da besitzt man fünf Kuchen-Backformen, backt aber maximal einmal im Jahr. Vielleicht reicht also nur eine Kuchenbackform – und jemand anderes freut sich mehr darüber.

Genauso siehts auch im Kleiderschrank aus: Am Ende zieht man meistens nur die liebsten Teile an, der Rest hängt im Schrank und fristet ein trauriges Dasein.

Weniger Besitz erleichtert tatsächlich, er vereinfacht das Leben und lässt uns weniger vor dem Schrank stehen und uns fragen: Was soll ich bloss anziehen! Tipps zum Ausmisten findet ihr hier und hier – meine Buchempfehlung lautet „Einfach leben“ oder die Maria-Kondo-Methode.

 7. Investiert in besondere Teile

Wer uns liest, weiß, dass wir die Worte Investition bei materialistischen Dingen hassen. Trotzdem lohnt es sich manchmal, mehr Geld in ein Traumteil zu investieren, als günstige Nachahmer zu suchen, die am Ende den Sehnsucht nach dem Original noch größer werden lassen. Also lieber auf dem Wünsche-Konto sparen und dann gleich das langersehnte Traumteil kaufen. Achtet mehr auf Qualität, setzt Prioritäten und bleibt realistisch.

Das heißt bei mir: Bei Taschen und Schuhen ist mir Qualität und Langlebigkeit wichtig – da gebe ich auch gerne viel Geld aus. Fakt ist aber auch: Niemand braucht 10 Designer-Handtaschen, also ist mein Taschenregal mittlerweile prall gefüllt, und ich wunschlos glücklich. Bei Jeans trage ich fast ausschließlich Topshop-Jeans. Wenn ich über eine andere Jeans stolpere, versuche ich mich daran zu erinnern, dass ich keine weitere brauche. Auch Mäntel und Pullover sind mir mit guter Qualität wichtig, aber ich benötige keine 20 Pullis und Mäntel. Hier muss jeder für sich sein ganz eigenes Maß finden – und seinen ganz eigenen Weg.

8. Sammle Erlebnisse, nicht Dinge

Die Gesellschaft vermittelt uns gerne, dass wir konsumieren sollen, weil wir uns ohne Teil XY schlechter fühlen. Auch das Konsumieren zum Kompensieren von Gefühlen ist mittlerweile wahrscheinlich bei den meisten von uns hin und wieder nicht von der Hand zu weisen.

Dabei brauchen wir gar nicht so viele Dinge, um glücklich zu sein. Meist sind es die einfachen Dinge wie ein langer Spaziergang an der frischen Luft oder ein Abend mit Freunden viel mehr Wert, als die neuste Tasche. Mein Motto für 2018 ist also noch mehr als zu vor: „Sammle Erlebnisse, nicht Dinge“.

Wer Geld spart, hat auch die Möglichkeit, öfter das Geld in Zeit zu investieren. Sich Zeit mit Freunden zu gönnen, indem man vielleicht etwas besonderes macht, sich ein Auto leiht, um einen Ausflug zu machen, oder einfach einen Freundin in einer anderen Stadt überrascht.

Ebenfalls zu empfehlen: in sich zu investieren. Sei es ein Workshop, einen langersehnten Sportkurs oder ein Coaching. Viel zu selten geben wir das Geld für wirklich sinnhafte Dinge wie Persönlichkeitsentwicklung, Sport oder Gespräche aus.

9. Den Spaß behalten!

Ganz wichtig für mich – denn ich finde nichts ist schlimmer, als verbissen und geizig zu sein. Macht euch einen Spar-Plan, verschafft euch einen Überblick, aber bleibt locker und habt trotzdem Spaß!

Erstens gibt es Situationen im Leben, da kann und will man nicht sparen, da muss man manchmal ausrasten. Ich erinnere mich hier beispielsweise an meine Trennung. In der ersten Zeit wollte ich nie alleine essen, also bin ich in den ersten Wochen fast jeden Tag essen gegangen. Klar, das ging ins Geld, war aber gut für meinen Heilungsprozess.

Zweitens gibt es ja auch die spontanen Einfälle, bei denen man mitmachen will – und das Geld es theorethisch auch erlaubt, wäre da nur nicht der Sparplan. Hier heißt es: Go for it! Zeit und Spaß mit Freunden tut gut und kreuzt auch nicht die Sparpläne – solange es nicht jede Woche fünfmal vorkommt. Balance is the key – auch im Portmonnaie.

Habt ihr noch gute Spartipps? Wie spart ihr? Wofür spart ihr? Wer von euch versucht, minimalistischer zu leben?

 

– in freundlicher Zusammenarbeit mit Moneyou

3 Antworten zu “Minimal living: 9 Tipps zum Sparen und bewusstem Konsum mit Moneyou”

  1. Danke für den tollen Artikel. Auch mir fällt es schwer, den Überblick über meine Ausgaben zu behalten. Und das, wo ich eigentlich sehr wenig Geld zur Verfügung habe.
    Jetzt im Februar möchte ich meine Ausgaben wieder aufschreiben, um einen Überblick zu gewinnen.
    Danke für den Anstubs!

    lg,
    Sarah

  2. Jup, ich habe dieses Jahr einfach damit angefangen, Buch zu führen, und bin sehr überrascht, wie wirkungsvoll es ist, wenn man am Ende des Monats sieht, wofür man das ganze Geld ausgegeben hat. (Puh…langer Satz;) Konnte jetzt schon einen Lerneffekt verzeichnen und hoffe auf noch mehr!

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