Neu im Team: Nils ist amazed!

4. März 2016 von in

Gemeinsam zur Einführungsveranstaltung der Uni zu gehen, das schweißt zusammen. Nicht zwingend, hat es aber: Seitdem sind Nils und ich befreundet. Aber nicht nur die Uni oder der anschließende Französischsprachkurs haben uns zusammengeführt, auch die Liebe fürs Schreiben. Umso mehr freut es mich und uns, dass wir mit Nils nun den ersten Mann auf amazed begrüßen dürfen. Yeah Yeah! Der Quotenmann: check.

Nils wer? Ketterer. Schreibt, seitdem er denken kann. Nicht auf Knopfdruck, aber oft mit viel Gefühl. Meistens auf seiner Seite Txtappeal. Aber auch für die deutsche Glamour, Vice und Co., und nun auch endlich für uns. Im Winter hat er sein erstes Lifestyle-Buch geschrieben. Und gerade war der Münchner, der jetzt Neu-Berliner ist, und überall in der Welt zu Hause ist, in Spanien, um an seinem ersten Roman zu arbeiten.

Ihr seht: Nils ist weit mehr als unser Quotenmann, sondern eine wirklich tolle Ergänzung in unserem Team. Wir freuen uns mega, dass er mit an Bord ist und amazed künftig mit seinen Texten, seinen Kolumnen und seiner Meinung unterstützen wird.

Damit ihr noch ein bisschen mehr über Nils erfahrt, haben wir ihm ein paar Fragen gestellt!

Du schreibst nun also für einen Frauenblog. Wie fühlt es sich an?
Ohh, ich fühle großartige Dinge… weiße Wände, ein bisschen Pink hier und da. Frische Blumen in einer Vase und es riecht so ein bisschen nach Badewanne und Shampoo, Avocado-Pfirsich wenn ich mich nicht irre, und da sind Birnen in einer Schale und im Ofen klebt nur noch ein ganz kleines Stück verkokelter Pizzakäse. Aber was soll sich schon anders anfühlen, ich bin jetzt zwar nicht der kanadische Premierminister, aber ich bin auch manchmal so.

Interessierst du dich überhaupt für Mode?
Das überrascht euch jetzt vielleicht, aber ich liebe Mode. Ich kenne zwar keine, wie sagt man, Designer, und keine, wie heißt das, Marken, aber ich liebe es, wenn sich Frauen etwas anziehen. Ich mag es auch, wenn sie sich etwas ausziehen, aber Mode ist ja irgendwie beides. Mode ist, wenn sich die Leute Gedanken machen, was sie anziehen, damit sie nicht so aussehen wie alle anderen. Im großen Stil entsteht daraus wieder eine Art Paradoxon, aber im kleinen Stil finde ich das super. Seit ich wieder aus Schweden zurück bin, trage ich viel schwarz und bin eh Fan von diesem unaufdringlichen Second-Hand-Minimalismus, den die Skandinavier da fahren, und bin auch ein großer Vertreter davon, dass einem ab und zu einfach mal alles wurscht sein muss. Gestern bin ich in Badehose, Wollsocken und, ja, Sandalen in einer spanische Bar reingelaufen und ich hab‘s überlebt.

Normalerweise stellen wir unseren Mitschreibern die Frage, was sie am Sonntag machen. Das fühlt sich bei dir irgendwie falsch an. Aber trotzdem: Was machst du sonntags?
Sonntag, Sonntag, was war das nochmal? Welcher Tag ist heute überhaupt? Ich würde sagen Donnerstag. Nichts Ganzes und nichts Halbes. Ich glaube, die Freelancer unter euch wissen, was ich meine. Gott war sicher kein Freelancer, weil sonst hätte er am Sonntag nämlich arbeiten müssen. Vielleicht hätten wir dann noch mehr sekundäre Geschlechtsteile bekommen, oder einen zweiten Mond, oder er hätte Donald Trump weggelassen. Gott wäre besser Freelancer gewesen, so wie ich. Aber jetzt mal im Ernst: Ihr habt schon Recht, ich mache jeden Sonntag was anderes und sehne mich innbrünstig nach endlosem Brunch und Tee und Netflix und Couch und Mariokart und Bett und Pizza und dann wieder von vorn. Das passiert leider nie, dafür mache ich das manchmal mittwochs.

Was machst du, wenn du nicht arbeitest?
Dann denke ich meistens darüber nach, was ich demnächst arbeiten könnte oder habe ein schlechtes Gewissen, weil ich ja arbeiten sollte. Aber arbeiten kann man das nun auch nicht so richtig nennen, was ich hier tue. Das Schöne an meinem Job ist ja, dass das Leben genauso dazu gehört wie das Schreiben. Ich muss quasi beruflich Erfahrungen machen, und dann setze ich mich in die Sonne oder in eine Bar oder in einen Flieger oder bohre nachts Löcher in einen Bahntunnel. Das ist schon fein. Ich möchte mich an dieser Stelle beim Universum bedanken.

Die letzten drei Songs, die du bei Spotify gehört hast:
Ich hab leider kein Spotify. Die letzten drei Songs in meiner iTunes Liste kann ich anbieten: Saint Valentine von Gregory Alan Isakov, Ölsardinenindustrie von Danger Dan, und I mog di du mogst mi von Joely & Oliver. Das ist zwar Kindermusik von meiner Cousine und meinem Onkel, aber ihr habt gefragt.

Die letzten drei Bücher, die du gelesen hast:

Hard-Boiled Wonderland und das Ende der Welt von Murakami, African Queen von Helge Timmerberg und eine Tom Waits Biografie.

Liest du Blogs?

Nö. Ich bin seit sieben Jahren damit beschäftigt, selber welche zu schreiben. Hat sich irgendwie nie ergeben.

Deine drei liebsten Instagram-Accounts:
bbcnews
goneoutdoors
offtherailsmag (aber sagt‘s niemandem)

Wir sind ja für Geschlechter-Gleichheit. Deshalb musst du jetzt auch durch unsere favorite 3 durch.
1. Deine favorite 3 Neuzugänge
2. Deine favorite 3 Beauty Produkte
3. Deine favorite 3 Blogs

Ach du scheiße. Okay.

1. Neuzugänge. Neuzugänge. Babies, meint ihr? Oder Fußballer? Babies sind eigentlich ganz nett, wenn sie nicht im Flugzeug hinter mir sitzen. Ich mag Babies, die haben noch nicht so verfestigte Meinungen. Bei Fußballern kommt es drauf an, von wo sie kommen und für wie viel Geld. Sind aber generell den Babies sehr ähnlich.

2. Beauty. srsly. Okay, Eyeliner ist gut, als nicht bei mir, bei euch. Kein Eyeliner ist auch gut. Was soll man sagen. Persönlich finde ich so einen Rasiereraufsatz sehr gut für meine Beauty. Mein geheimes Laster ist got to be strandmatte und am besten ist Mantel, weil bei Mantel sieht man gar nix außer Mantel.

3. Blogs. Siehe oben.

Freut euch auf Kolumnen, Texte und vieles mehr. Welcome Nils!

10 Antworten zu “Neu im Team: Nils ist amazed!”

  1. „…ein großer Vertreter davon, dass einem ab und zu einfach mal alles wurscht sein muss. “
    Ich liebe diese Aussage und unterschreibe sie sofort! Auch einfach mal im Schlafanzug zum Bäcker und im viel zu großen Pulli des Freundes in die ach so schicke Agentur.
    Einen sau sympathischen Mann habt Ihr Euch da ins Team geholt! Wunderbar.
    Ich freue mich schon sehr über alles, was folgt!

    Liebe Grüße
    Franziska

  2. Das Foto hat mich neugierig gemacht und der Text hat mich überzeugt! Freu mich schon auf die ersten Sätze von ach-mir-eigentlich-egal-hauptsache-ich-kann-schreiben-Nils :)

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