Der amazed Workflow: 5 Tipps zur Selbstständigkeit im Team

20. September 2015 von in

17 Artikel die Woche, Instagram, Facebook, drei Frauen, die seit 2,5 Jahren gemeinsam einen Blog betreiben und sich noch nicht die Köpfe eingeschlagen haben. Wir möchten uns nicht in den Himmel loben, aber Fakt ist, dass sich unser System bewährt hat. Es läuft, alles funktioniert, wir haben uns immer noch lieb und das, obwohl amazed nicht das Einzige ist, was wir machen. Genau genommen sind wir drei selbstständig und obwohl amazed die meiste Arbeitszeit beansprucht, haben wir drei jeweils unabhängig davon mindestens zwei weitere Projekte pro Person laufen. Das kann sehr schnell sehr unübersichtlich werden und wer den Überblick verliert, verliert. Entweder Jobs, oder seine innere Gelassenheit – so oder so blöd. Einige von euch werden mit Sicherheit regelmäßig vor ähnliche Proben und Herausforderungen im Job gestellt. Deshalb gibt es von uns fünf Tipps, die uns zu dem Team gemacht haben, das wir heute sind:

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iPhone 6, Acne Paper, Ray Ban Meteor, Moleskine Terminkalender, MacBook Space Grey

1. Feste Arbeitszeiten und feste Freizeiten einrichten
Die goldene Regel eines jeden Selbstständigen. Wer durchgehend am Handy hängt und keine Zeit mehr für ein Gespräch mit Freunden hat, der sollte sich Gedanken über seinen Workflow machen. Wer ständig Termine vergisst, sollte sich dringend einen großen Kalender zulegen, in dem jeder Termin steht. Wer sich morgens um 7 oder 8 nicht aufraffen kann, sollte sich überlegen, ob er dafür geeignet ist, sein eigener Herr zu sein. Wichtig ist, sich feste Arbeitszeiten einzurichten und sich gleichzeitig auch feste Auszeiten zu nehmen, um nicht vollkommen durchzudrehen.

Wir von amazed treffen uns meistens zweimal die Woche um 10 Uhr morgens in unserem gemeinsamen Büro und arbeiten gemeinsam. Das beinhaltet Artikel schreiben, Mails beantworten, neue Projekte planen, Kollaborationen, Outfits shooten und eben alles, was man so zu erledigen hat. Im unmittelbaren Kontakt stehen wir aber immer. Oder fast immer, denn wir haben uns Chat- und Kommunikationszeiten gesetzt, die eigentlich relativ traditionell sind. Von Montag bis Freitag 10-18 Uhr sind wir drei immer erreichbar, danach wird nur noch Privates gesprochen! Natürlich ausgenommen von Ausnahmen.

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2. Struktur
So schön es auch ist, als Selbstständiger viele Freiheiten zu haben und Flexibilität im Leben, so wichtig ist es auch, sich eine Struktur zu geben. Wann will ich täglich aufstehen? Wie takte ich mir meine einzelnen Arbeitstage? Welche Termine habe ich wann? Wann fange ich an, konzentriert zu arbeiten und wann höre ich auf? An Homeoffice-Tagen beispielsweise stehe ich um 7 oder 8 Uhr morgens auf, entspanne mich für eine Stunde in meiner Morgenroutine, mache mich frisch und setze mich um 9 an den Küchentisch. Ich fange an, Mails zu beantworten, schreibe meine Artikel, strukturiere, erledige meine zu erledigenden Aufgaben, die ich mir am Anfang des Tages in einer To Do Liste zusammen schreibe. Zwischendrin Mittagessen, ein bisschen raus gehen und fertig ist mein perfekter Arbeitstag daheim!

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3. Kritik äußern und annehmen
Wer im Team arbeitet, muss kommunizieren. Und zwar viel. So viel, dass man es manchmal nicht aushält, aber wenn Teamwork funktionieren soll und das über einen langen Zeitraum, muss geredet werden. Wenn wir Schwierigkeiten mit einem Artikel von jemandem haben, müssen wir die Möglichkeit haben, konstruktive Kritik zu äußern, ohne dass der Gegenüber beleidigt ist. Wenn jemand etwas falsch macht, darf und muss das im richtigen Ton gesagt werden können! Wir diskutieren viel und wenn wir es nicht tun würden, hätten wir uns wahrscheinlich schon längst zerstritten. Wir kommen immer auf einen gemeinsamen Nenner, weil wir bei den Diskussionen nie den Respekt vor dem Gegenüber verlieren.

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4. Schwächen zugeben
Jeder hat mal eine schlechte Woche, einen besonders stressigen Monat oder einen inspirationslosen Tag. Man kann nicht immer 100% geben, vor allem nicht, wenn man noch andere Jobs nebenher laufen hat. Es hilft, an schlechten Tagen oder Wochen seinen Kollegen zu sagen, dass man schlechte Tage oder Wochen hat und zu erklären, wieso. Wenn die anderen wissen, wieso die Arbeit, die du ablieferst, nicht so gut ist wie die Arbeit, die du sonst ablieferst, können viele Grundsatzdiskussionen vermieden werden á la „Wieso hast du dies nicht erledigt und wieso hast du das falsch gemacht?“, es kann Rücksicht genommen werden. Und Rücksicht kann eben nur dann genommen werden, wenn man drüber spricht.

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5. Vertrauen
Teamwork macht nur Sinn, wenn man seinem Team vertraut. Dabei ist die Devise: Jeder tut so viel, wie er kann. Natürlich macht mal einer mehr als der andere und das sollte auch gebührend honoriert und anerkannt werden, aber das Vertrauen muss da sein, dass der andere übernehmen wird, sobald wieder mehr Zeit ist. Wenn das Vertrauen zu oft in Frage gestellt wird, ist es extrem wichtig, das Problem anzusprechen (wo wir wieder bei Thema Nummer drei wären), um es aus der Welt zu schaffen und das Vertrauen wieder aufbauen zu können. So gesehen ist das der wichtigste Part in einer Zusammenarbeit oder in einer Gesellschaft. Die meisten Gesellschaften gehen auseinander, weil das Vertrauen in den jeweils anderen kaputt gegangen ist und deshalb sollte das Gefühl an oberster Stelle stehen.

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7 Antworten zu “Der amazed Workflow: 5 Tipps zur Selbstständigkeit im Team”

  1. Finde ich wirklich richtig gut! Ich denke, dass der ein oder andere Tipp mir wirklich geholfen hat – vor allem das mit den Schwächen finde ich grandios, das sollte ich mir auch öfter zu Herzen nehmen…

    Danke!

    xx Alena
    lookslikeperfect.net

  2. Sehr schöner Beitrag! Ich erkenne mich in so vielen Details wieder, besonders in der Struktur. Ohne eine Gliederung + „feste“ Arbeitszeiten wär ich wohl aufgeschmissen ;)
    Liebe Grüße, Fiona

  3. Toller Artikel, hat total Spaß gemacht zu lesen. Sollte ich irgendwann mal selbständig im Team arbeiten, werde ich mir Eure Tips zu Herzen nehmen. Macht Ihr eigentlich mal wieder eine Blogging Class in den nächsten Monaten? Würde mich sehr interessieren.

    Liebst,
    Ragni x

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