Jobs und Uni – 5 Tipps für besseres Zeitmanagement

5. September 2014 von in

Das Jahr 2014 ist für mich spannender als jedes Jahr zuvor. Es ist vollgestopft mit lauter wundervollen Dingen: mehreren Jobs, immer neuen Herausforderungen und dem Master in Kunstgeschichte, den ich seit dem Frühjahr mache. Lange habe ich überlegt und diesen Schritt vor mir hergeschoben, aber weder wollte ich amazed oder meinen anderen Job vernachlässigen, noch wollte ich ewig auf meinem Bachelor sitzenbleiben. Es ist eine Herausforderung, die Uni zu schmeißen und gleichzeitig noch mehrere Jobs zu stemmen, aber es ist machbar – nach dem ersten Uni-Job-Jongliersemester habe ich inzwischen fünf goldene Regeln für mich gefunden, wie man mit einem hohen Arbeitspensum zurechtkommt und trotzdem alles einigermaßen gelassen unter einen Hut bekommt:

1. Früh vom Bett an den Schreibtisch
Wer freiberuflich arbeitet oder Seminararbeiten zu schreiben hat, scheitert meistens am Vertrödeln der Zeit – der guten alten Prokastination. Von zu Hause zu arbeiten ist nicht jedermanns Sache, und man ist schnell dazu verleitet, den Tag langsam anzugehen und erstmal 50 andere Dinge zu tun, wenn man nicht direkt das Haus verlassen muss. Erstmal gibt’s nen Kaffee, dann wollte man ja auch noch Wäsche waschen, die Freundin anrufen und irgendwie sieht’s hier ja schon wieder aus, also könnte man eigentlich auch noch aufräumen… So vergeht der halbe Tag oft schneller, als man gucken kann. Wenn man sich den Wecker aber tatsächlich auf 7 Uhr morgens stellt und sich relativ bald auch wirklich an Schreibtisch setzt, hat man den produktivsten Teil des Tages ganz für sich. Mir persönlich hilft es, wenn die Wohnung dabei aufgeräumt ist, damit man keinen Haushaltskram zwischendurch macht. Tatsächlich am Schreibtisch zu sitzen und nicht mit dem Laptop auf dem Sofa zu liegen fokussiert einen außerdem auf die Arbeit. Vormittags stören dann keine Whatsappnachrichten, man hat die volle Energie und kann sich am besten konzentrieren. Gerade Unikram erledigt man am besten gleich in der Früh und hat nach einem halben Tag schon richtig viel geschafft. Nach dem Mittagstief ist dann Zeit für weniger Konzentrationsfordernde Dinge wie Emails beantworten, Meetings oder neue Arbeitspläne.

2. Nicht alles auf einmal tun
Der am Anfang schwierigste Part für mich war, die verschiedenen Dinge zu strukturieren. Man kann sich nicht auf drei Baustellen gleichzeitig konzentrieren, und wenn man Emails beantworten will, während man einen Artikel schreibt und eigentlich noch die Seminararbeit im Kopf hat, die man heute weiter schreiben wollte, dann schafft man am Ende überhaupt nichts. Wichtig ist es, sich seine Zeit nach Aufgaben zu strukturieren. Ich starte die Woche mit einem Tag, an dem ich mich nur mit dem Blog beschäftige – Uni und alles andere bleibt an diesem Tag liegen. Wenn ich Seminararbeit schreibe, dann gehört dieser Tag auch wirklich nur der Seminararbeit, und es werden keine Emails beantwortet. Natürlich gibt es auch Mischtage, an denen man erst das eine, dann das andere macht und dann vielleicht sogar noch in die Arbeit geht, aber wichtig ist der Fokus auf eine Sache. Nicht jede Email muss sofort beantwortet werden, man ist produktiver, wenn man einen Schwung auf einmal beantwortet. Und nur wenn eine Sache die volle Konzentration bekommt, kann man sie gut machen.

3. Gut abwägen und Nein sagen können
Gerade als Blogger bieten sich einem ständig tolle Events und Termine, bei denen man dabei sein kann. Sie machen Spaß, sind oft verbunden mit einem Kurztrip in eine andere Stadt und man lernt neue Marken und Produkte kennen. So wichtig die Presse-Events für Blogger sind, so muss man doch lernen, gründlich abzuwägen und Prioritäten zu setzen. Man kann nicht auf allen Hochzeiten tanzen und manchmal muss man auch Nein sagen können. Bevor man sich völlig verzettelt, lohnt es sich auch mal, abzusagen und sich die Zeit für seinen Kram zu nehmen.

4. Den Überblick behalten
Der Kalender ist tatsächlich dein bester Freund – nur wer organisiert ist, kriegt auch viel auf die Reihe. Nicht nur hilft der Kalender einem, die festen Zeitfenster (siehe 2) einzuhalten, er zeigt einem auch, wann alles zu viel wird (siehe 3). Nicht alles kann immer nach Plan verlaufen, aber einen bildlichen Plan vor Augen zu haben hilft sehr dabei, seine Vorhaben auch zu schaffen. Vor Prüfungen oder Abgabeterminen hilft es, sich feste Lerntage oder sogar Lernpläne in den Kalender einzutragen – am besten ist man hier eher pessimistisch, was das Tempo angeht, und wenn man dann mal mehr schafft als geplant, ist man umso besser dran. Alle Termine und Vorhaben kommen am besten sofort in den Kalender – so behält man immer den Überblick.

5. Auszeiten nehmen
Die wichtigste aller Regeln sind die Auszeiten. Man kann nicht dauerhaft sieben Tage die Woche durcharbeiten, sonst gehen erst Laune und Inspiration verloren, und dann geht überhaupt nichts mehr. Auch muss man nicht immer erreichbar sein, auch wenn abends noch eine wichtige Email kommt oder einem noch etwas einfällt. Eine feste Feierabendzeit, nach der nichts berufliches mehr geklärt wird ist genauso wichtig wie Urlaube, in denen man mal gar nichts macht. Am allerbesten haben mir dieses Jahr die Urlaube ohne Internet getan, in denen man so richtig abschalten kann und nach denen man das Internet so vermisst, dass man überhaupt kein Problem mehr mit 100 unbeantworteten Mails hat und sich gerne draufstürzt. Auch die Wochenenden versuche ich mir so gut wie möglich freizuhalten – in ganz stressigen Phasen muss zwar auch mal ein Sonntag dran glauben, aber mindestens ein Tag in der Woche muss komplett frei und nur zur Entspannung und für alles andere als Arbeiten da sein!

Das waren meine fünf wichtigsten Tipps – wie sieht es bei euch aus? Habt ihr noch mehr?

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9 Antworten zu “Jobs und Uni – 5 Tipps für besseres Zeitmanagement”

  1. Hallo liebe Milena,

    Erstmal danke für die Tipps! Bin grade mit meinem Abitur beschäftigt,
    muss also noch nicht so viele Sachen wie du unter einen Hut bringen,
    und trotzdem hätte ich eine Frage! Wie schafftst du es,
    obwohl du ja auch berufsbedingt viel Zeit in den Weiten des Internet
    verbringst, aus diesen wieder rauszutauchen und etwas zu tun?
    Mir passiert es grade beim durchstöbern von Blogs, dass die
    Zeit im Nu vergeht und ich mal wieder kein Punkt meiner To-do Liste
    abhacken konnte…

    • Das ist wirklich besonders schwierig, da hast du recht. Entweder, man schaltet das Internet beim Lernen/Seminararbeit schreiben tatsächlich einfach aus, oder man gibt sich bestimmte Kopf-abschalt-Auszeiten. Ich schaue mir zum Beispiel gerne mal zwischendurch ein Beautyvideo an, wenn ich mich gerade total konzentriere, das sind dann wohldosierte 10-15 Minuten, in denen man total abschalten kann, und dann geht es weiter. Wenn man sich pro geschafftem To-do-Listenpunkt eine bestimmte Auszeit gibt, hilft diese Entspannung ja auch der Produktivität. Am besten einfach ein bisschen die Zeit im Auge behalten dabei, dann sind diese Auszeiten auch keine Zeitfresser!

  2. Vielen Dank für die Tipps, genau zum richtigen Zeitpunkt!
    Ich habe es auch gerade irgendwie geschafft, mir neben der Uni 2 weitere Jobs aufzuladen und ich bin sehr gespannt, wie das funktionieren wird, wenn das neue Semester angefangen hat. ;)

  3. Schöner Artikel! Ich arbeite auch von zu Hause aus und gehe es tatsächlich ähnlich an. Ich stelle meinen Wecker auf 7.30 Uhr, werde erstmal wach, dusche fix und sitze dann in der Regel um 8.15 vor dem Computer. Habe mir jetzt auch einen richtigen Arbeitsplatz mit eigenem Zimmer zu Hause eingerichtet. Dadurch fällt es mir wirklich leichter. Nur mit dem Feierabend machen komme ich bisher noch nicht so richtig klar ;)

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