5 Erste-Hilfe-Tipps zur Entspannung

20. Oktober 2017 von in

Mehrere Jobs, die parallel jongliert werden müssen, online von früh bis spät und ein bevorstehender Umzug – in der letzten Zeit wurde es mal wieder besonders schwer für mich, die Waage an Anspannung, Produktivität und Entspannung zu halten. Das ist normalerweise schon nicht gerade einfach, wenn der Kopf alles gleichzeitig erledigen will und von einer Sache zur nächsten springt. Wenn dann auch noch ein Umzug in das Ganze reingrätscht, der organisiert werden muss und der einem sprichwörtlich den Gewohnheits-Boden unter den Füßen wegzieht, dann ist es nicht immer einfach, einen kühlen Kopf zu bewahren.

Ja, in den letzten Wochen kam bei mir ganz plötzlich mal wieder das Überforderungs-Gefühl zum Vorschein, das ich eigentlich in den letzten Jahren systematisch verbannt, gezähmt und in den Griff gekriegt hatte. Erst merkt man es gar nicht, dann stellt sich schleichender Kopfschmerz ein, die Konzentrationsphasen werden immer kürzer und die gute Laune zu einem wackligen Grad. Besonders gut hat die ersten Anzeichen von zu viel Stress Madeleine in dieser Folge ihres grandiosen Podcasts zusammengefasst – der mir übrigens erst bewusst machte, dass da gerade alles ein bisschen schief läuft bei mir.

Mir wurde also klar, dass ich gerade besonders starkem Stress ausgesetzt bin, und dadurch gerade auch ganz besonders intensiv auf mich achten muss. Den Stress wahrnehmen, den Stress reduzieren und vor allem den richtigen Ausgleich schaffen. In Momenten, in denen man überhaupt nicht mehr weiß, wo einem der Kopf steht und der Stress wie eine schwarze Wolke vor allem herwabert, ist es nicht immer leicht, die richtigen Erste-Hilfe-Schritte einzuleiten. Deshalb gibt es heute von mir fünf goldene Tipps für wirkliche Entspannung, die ich mir auch selbst immer wieder zu Gemüte führen muss!

Ab nach draußen, Luft und Bewegung

Der absolut erste Erste-Hilfe-Schritt bei Überforderung und zu viel Stress ist, alles hinter mir zu lassen und an die frische Luft zu gehen. Ein Spaziergang ist wahnsinnig heilsam, eine Pause in Kombination mit Bewegung und Luft löst jede spontane Krise. Man vergisst es viel zu oft, aber schon zehn Minuten vor der Tür lassen jeden Stress sofort in ganz anderem Licht erscheinen, helfen einem, Knoten im Kopf zu lösen und bringen Struktur in das Aufgabenchaos, das zur Überforderung führt.

Alles sortieren – innen wie außen

Der für mich größte Stresspegel entsteht, wenn ich mich ganz plötzlich mit zehn Aufgaben wiederfinde, die ich alle gleichzeitig erledigen will, parallel noch das Handy klingelt und unser täglicher Organisations-Chat explodiert. Dass man keine zwei Dinge gleichzeitig machen kann, ist nichts Neues. Deshalb ist der erste Schritt, Prioritäten zu setzen und alles in einer To-Do-Liste festzuhalten – das gibt dem konfusen Aufgabenchaos Struktur, und es ist gleich alles gar nicht mehr so unübersichtlich. Eine Liste funktioniert übrigens nicht nur für Aufgaben, sondern auch für die eigenen Bedürfnisse: Neben der To-Do-Liste kann auch eine zweite Liste liegen, die aufzählt, was man selbst eigentlich so braucht. Einen Kaffee, ein gutes Frühstück, eine Pause an der frischen Luft, eine Yogastunde – sich selbst sollte man genauso wichtig nehmen, wie die To-Dos, und auch hier sollte nicht vergessen werden, sich das zu geben, was man braucht.
Auch das Sortieren von Äußerlichkeiten trägt bei mir erheblich zur Entspannung ein, in einer Wohnung, die nicht aufgeräumt ist, kann ich weder arbeiten, noch abschalten. Aufräumen hat für mich gleichzeitig auch etwas beruhigendes, meditatives, und ich kann tatsächlich dabei entspannen – auch das äußerliche Sortieren tut mir also gut.

Offline gehen

Eine To-Do-Liste zu schreiben ist das eine, daraufhin auch wirklich nur eine Sache nach der anderen zu tun, ist nochmal eine Sache für sich.  Wenn mal wieder von überall her Aufgaben auf einen niederprasseln, tut es mir persönlich gut, das Internet in so einem Szenario einfach mal abzuklemmen und mich in Ruhe einer Aufgabe zu widmen, ohne ständig rausgerissen zu werden. Das bietet sich natürlich vor allem bei Textarbeit an, die problemlos auch offline funktioniert.
Der nächste Schritt der Entspannung ist selbstverständlich offline zu sein und gleichzeitig auch nicht mehr zu arbeiten, aber auch das Arbeiten ohne Internet hat bei mir schon zum Runterkommen beigetragen und ist ein erster Schritt zur Entspannung.

Abschalten und Spielen

Jetzt kommen wir zum wirklichen Offline-sein – Abschalten geht natürlich auf ganz unterschiedliche Art und Weise. Wenn ich aber in wirklichen Stress-Überforderungsmomenten stecke, macht für mich jeder mediale Reiz alles nur noch schlimmer. Serien schauen ist für mich persönlich also nicht immer die beste Lösung, was sich aber tatsächlich bewährt hat, sind Brettspiele. Das Handy wird dabei ganz weit weggelegt, der Fernseher und der Laptop ausgemacht, und man sitzt einfach nur gemeinsam am Tisch und versinkt in einem Spiel. Tatsächlich strahlen analoge Brettspiele eine wahnsinnige Ruhe aus, gleichzeitig fesseln sie einen ungemein, und man hört endlich einmal auf, sich über alle ausstehenden To Dos den Kopf zu zerbrechen. Meine Favoriten sind Scrabble und Siedler von Catan, aber eigentlich ist jedes Brettspiel es wert, mal wieder hervorgeholt zu werden!

Tagebuch schreiben

Wenn ich mich abends mit meinem Tagebuch ins Bett lege, ist das Handy ganz weit weg und ich werde ganz ruhig. Beim Schreiben lösen sich so einige Knoten und Probleme, und schon ein paar Kleinigkeiten, die man über einen längeren Zeitraum über sich selbst und seinen Alltag festhält, können helfen, überhaupt mal ein Gefühl zu bekommen, wie es einem eigentlich geht. Denn in all dem Trubel des Alltags steckt man sich selbst viel zu oft zurück und achtet oft erst dann auf die Alarmsignale des eigenen Körpers, wenn der Stress schon viel zu viel Schaden angerichtet hat. Achtsamkeit sich selbst gegenüber ist der wichtige Schlüssel zu einem ausgeglichenen Leben, und nichts hilft einem leichter, sich selbst mit Achtsamkeit zu begegnen, als einfach mal drauf los zu schreiben und sich im Nachhinein mal durchzulesen, was einen eigentlich die letzte Zeit so beschäftigt hat. Der nächste Schritt wäre nun noch das Thema Meditation, mit dem ich mich gerne mehr befassen möchte!

Habt ihr selbst noch Tipps zum Abschalten?

 

Sharing is caring

3 Antworten zu “5 Erste-Hilfe-Tipps zur Entspannung”

  1. Moin ihr Lieben,

    ich wollte euch eine Mail schreiben, aber habe irgendwie keine Adresse gefunden (?!). Deswegen schreibe ich euch den Gedanken einfach mal random unter irgendeinen Post.

    Ich frage mich gerade ob ich meine Frauen-Perioden-Zyklus-App wirklich brauche. Ich habe vor mehreren Jahren (bin jetzt 23) die Pille abgesetzt und habe seit einem Jahr die Kupferkette. Ich bin momentan single und habe nicht vor bald schwanger zu werden und eigentlich ist mein Zyklus ziemlich regelmäßig. Sogar was PMS und andere Nervigkeiten angeht… Trotzdem habe ich seit langem eine Zyklus-App, in die ich fleißig Symptome und ähnliches eintrage. Jetzt frage ich mich: Will ich wirklich diese interessanten Daten an eine Firma weitergeben, die damit Geld machen? Oder spare ich mir die App, den Platz auf meinem iPhone und „entspanne“ mich ein bisschen und höre, so wie alle Frauen vor 20 Jahren, auf meinen Kopf/Bauch/Herz wenn es um meinen Zyklus geht?

    Am nervigsten ist das Thema beim Frauenarzt wenn die fragen wann ich zuletzt meine Tage hatte. Das weiß ich nie so genau auf’s Datum genau (außer ich schaue in die App). Aber sonst… finde ich die App eher ein bisschen gruselig.

    Ähnlich finde ich das auch bei Schwangerschaftsapps. Ich hatte zwar noch nie eine, finde die Vorstellung, alle Details in diese App einzutragen und damit kostenfrei der Firma zur Verfügung zu stellen, sehr gruselig. Gerade, weil die App ja womöglich nach der Schwangerschaft eh wieder gelöscht wird.

    Was denkt ihr dazu? :)

    Liebe Grüße aus Hamburg,
    Farina

Schreibe einen Kommentar

Mit dem Absenden des Kommentars bestätigst Du, dass Du unsere Datenschutzerklärung zur Kenntnis genommen hast.