50 Gründe, weshalb wir über FEMINISMUS sprechen müssen

5. September 2016 von in

Grafik: Helena Langer FB // Tumblr

„Du übertreibst“, „Ich will dich nur provozieren“, „Du musst dich bei dem Thema einfach etwas entspannen“, „Die Feministin wieder…“, „Darf ich dich überhaupt noch umarmen?“, „Wieso hasst du Männer eigentlich so?“, diese Liste von Kommentaren, die ich mir im letzten Jahr angehört habe, könnte ich ewig weiter führen. Gegen das schlechte Image vom Feminismus kann ich wenig anrichten, aber ich kann weiter darüber sprechen. Auf Parties, mit Freunden, mit Bekannten. Ich kann mich weiterhin beschweren, wenn eine Handlung oder eine Aussage unangebracht ist und ich werde weiterhin über sexistische, aber dennoch verbreitete und alltägliche Situationen als Frau in der Gesellschaft schreiben, die womöglich von vielen Frauen selbst übersehen werden. Ich werde weiterhin Themen ansprechen, mit denen Männer sonst überhaupt nicht bewusst in Berührung kommen.

Es ist wichtig, über Feminismus zu sprechen. Es ist weder humorlos, noch verspannt, noch ist es ein Alice Schwarzer-Abklatsch. Auch diese Liste könnte ich bis zur Unendlichkeit weiter führen, aber ich habe mich mal auf 50 Punkte beschränkt.

50 GRÜNDE, WESHALB WIR ÜBER FEMINISMUS SPRECHEN MÜSSEN.

1. Weil sich Alicia Keys für ein ungeschminktes Auftreten rechtfertigen muss

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2. Weil uns Magazine immer noch erklären, wie wir Männern gefallen

3. … und wie uns Männer nicht mögen

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4. Weil große Blockbuster immer noch mit hauptsächlich männlichen Rollen besetzt werden

5. Weil es Oceans 8 geben muss, um diese Problematik aufzuzeigen

6. Weil nur 7% aller Hollywood Regisseure Frauen sind

7. Weil die Welt darüber diskutiert, was Frauen am Strand tragen sollen

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8. Aber keine Nippel, natürlich

9. Weil es den Begriff Bikini-Figur gibt und nicht den Begriff Badehose-Figur

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10. Weil es nie darum geht, was Männer in der Öffentlichkeit tragen oder nicht tragen sollen

11. Weil jede Frau in ihrem Leben mehrmals sexuell belästigt wurde

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12. Egal, was sie trägt

13. Weil man Feminist/in ist, wenn man für Gender-Gleichheit ist und nicht zwangsläufig Sexist/in, wenn dem nicht so ist

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14. Weil die Gesellschaft noch weit, weit entfernt von Gender-Gleichheit ist

15. Auch wenn es manche Frauen in ihrem unmittelbaren Umfeld vorgeben, nicht zu spüren

16. Weil es arrogant (und falsch) ist, zu sagen, Feminismus ginge einen nichts an, weil er nicht aktiv davon betroffen sei

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17. Weil das Wort „Glasdecke“ existiert

18. Weil Frauen immer noch weniger verdienen als Männer

19. Weil es dieses Youtube-Video gibt

20. Weil James Bond ein „Klassiker“ ist

21. Weil der Urheber des Youtube-Videos sich für den Zusammenschnitt der sexistischten James Bond Stellen rechtfertigen musste: „Whoa, what’s with the sudden rush of people telling me this is used out of context. To repeat what I’ve said a thousand time: This is not a feminist/SJW video. It’s a comedy video. The video is a joke.“

22. Weil das Video KEIN Comedy Video ist

23. Weil es Produkte für Mädchen in Rosa gibt und für Jungs in Blau, die sich an die jeweiligen Geschlechter besser verkaufen

24. Weil Kinder immer noch in den klassischen Rollenbildern aufwachsen

25. Weil die Reaktion einer Frau auf eine sexuelle Belästigung solche Auswirkungen hat 

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26. Weil Gegner der Frauenquote mit dem Argument „möge der Beste gewinnen“, implizieren, dass Frauen grundsätzlich in ernstzunehmenden Entscheidungspositionen schlechter sind als Männer

27. Weil ich kürzlich mit zwei Single Freundinnen am Tisch saß, der von einem Mann als „verzweifelter Frauentisch“ tituliert wurde

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28. Weil ich seiner Meinung nach keinen Humor hatte, weil ich mich über diese Aussage beschwert habe

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29. Weil man als Feminist/in grundsätzlich keinen Humor hat, wenn man sich über sexistische Handlungen und Aussagen beschwert

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30. Weil „…wie ein Mädchen“ oder „du Mädchen“ eine Beleidigung ist

31. Weil weibisch eine Beleidigung ist

32. Weil Frauen in der Schweiz erst 1971 das Wahlrecht bekommen haben

33. Weil starke Frauen „bitchy“ und starke Männer „Führungskräfte“ sind
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34. Weil Hilary Clinton sich in ihrem Wahlkampf gegen sexistische Attacken wehren und sich für ihr Geschlecht rechtfertigen muss

35. Weil Angela Merkels Outfits bis heute kommentiert werden

36. Weil Tampons und Binden „Luxusartikel“ sind und mit 19% besteuert werden
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37. Weil es Pick-Up Artists gibt

38. Weil Slut-Shaming existiert

39. Weil sich Frauen nachts bedroht fühlen

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40. Weil es in so vielen Subkulturen als Frau schwer ist, respektiert zu werden (Skaten, Heavy Metal, Rap)

41. Weil es die Tussi-Strafe im Fußball gibt

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42. Weil Aziz Ansari

43. Weil Jungs im Kindergarten gemobbt werden, wenn sie mit Puppen spielen

44. Weil Männer Ängste, Schwächen und Emotionen haben dürfen

45. Weil sich Männer und Frauen aller Körpertypen gut fühlen sollen

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46. Weil der Begriff Feminismus negativ konnotiert ist

47. Weil viele Männer denken, Feminismus wäre etwas gegen sie

48. Weil Frauen in anderen Ländern und Religionen die Menschenrechte genommen werden

49. Weil sich mindestens eine Person über den Post beschweren oder lustig machen wird

50. Weil uns Feminismus alle betrifft

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69 Antworten zu “50 Gründe, weshalb wir über FEMINISMUS sprechen müssen”

  1. Liebe Amelie,

    ich finde es wundervoll, wie sehr du Dich mit dem Thema Feminismus auf eurem Blog auseinandersetzt. Diese Aufzählung scheint mir jedoch sehr lieblos…
    Punkt 14: Frauen seien noch sehr weit von „Gender-Gleichheit“ entfernt? Meinst Du nicht auch, dass Gleichheit alle betrifft, deshalb eher die ganze Gesellschaft von „Gender-Gleichheit“ entfernt wäre?
    Punkt 26: „Weil Gegner der Frauenquote mit dem Argument ,möge der Beste gewinnen‘, implizieren, dass Frauen grundsätzlich in ernstzunehmenden Entscheidungspositionen schlechter sind als Männer“ – Warum sollte allein durch diese Aussage impliziert werden, dass Frauen per se weniger geeignet sind als Männer? Diese Position möchte den Auswahlprozess bloß nicht gesetzlich reglementiert sehen (wenn davon ausgegangen wird, dass bei „der Beste“ das generische Maskulinum verwendet wird und alle Nicht-Männer wie so oft „mitgemeint sind“). Das die Person mit der besten Eignung die Führungsposition bekommen SOLL, bedeutet nicht, dass dem bereits so ist und stets nach Leistung ausgewählt wird.
    Punkt 48: Du klagst an, dass Frauen in „anderen Ländern und Religionen“ die Menschenrechte nicht zugestanden werden. Dass Du dabei Deutschland als Referenz-Land heranziehst, ist sicherlich naheliegend, aber was ist denn eine „andere“ Religion?

    Unabhängig davon, finde ich es schade, dass du zwar erwähnst, dass Feminismus nicht nur für Frauen da ist und konsequent den Begriff „Gender“ benutzt, aber in der Folge stets nur von Männern vs. Frauen sprichst.
    Dies nur als kleiner Gedankenanstoß… Ich mag Deine Artikel im Allgemeinen sehr gern und finde die einzelnen Punkte ziemlich wichtig und vor allem erwähnenswert. Gerade deswegen wird meiner Meinung nach diese Aufzählung der Thematik nicht unbedingt gerecht.

    Viele Grüße!

    • Liebe Jarra,

      Punkt 14: Du hast recht, das ändere ich ab.
      Punkt 26: Doch, genau das heißt es. In wichtigen Führungspositionen sieht man bis heute noch so gut wie gar keine Frau – wenn man die Besetzung im Verhältnis zum Mann sieht. Die Frauenquote ist in bestimmten Arbeitsbereichen für den Start deshalb wichtig, weil sich die Gesellschaft an weibliche Führungskräfte gewöhnen muss – denn ohne geht es momentan leider nicht. Wie man momentan auch noch sehen muss. Wer also gegen die Quote argumentiert mit dem Argument, dass es ausschließlich um Können gehen soll und nicht um Gender, impliziert, dass Frauen schlechter sind, da Frauen bei weitem weniger hohe Stellungen haben.
      Punkt 48: In anderen Ländern und Religionen wird Frauen vorgeschrieben, was sie tragen müssen. Darum geht es eigentlich andauernd: Wie dürfen Frauen aussehen und wie nicht? Ganz zu schweigen von legalen Vergewaltigungen in Ehen oder Zwangsheirat (um hier mal nur Beispiele zu nennen).

      Ich bin der Meinung, dass sich das Problem, das Männer haben durch die unausgeglichene Gendersituation, reglementieren würde, wenn Frauen mehr Rechte hätten und ein besseres Image. Dann wäre „Frau sein“ nicht mehr uncool was zur Folge hätte, dass Männer weiblich konnotierte Charakterzüge anzunehmen können. Grundsätzlich ist nun mal Fakt, dass Frauen immer noch das schwächere Geschlecht sind und sich das auf unterschiedliche Weise ausdrückt, weshalb ich auf Vergleiche mit Männern (also Männer vs. Frauen, wie du es nennst) zurückgreife, um die Problematik klarer herauszustellen.

      Danke für deinen Kommentar! Ich hoffe, ich konnte helfen.

  2. Liebe Amelie

    Zu Punkt 26: Da hast du leider etwas grundlegend falsch verstanden, indem du nämlich die Zeit in deiner Überlegung vernachlässigst. Frauen, die eine höhere Bildung geniessen, resp. genossen haben, deren Lebensstil seit ihrer Jugend eine arbeitsintensive und kompetitive Karriere zulassen (z. B. Kinderlosigkeit oder gleichberechtigte Kindererziehung zweier Partner), und die alt genug sind, resp. genug Erfahrung für einen solchen Posten haben und daher qualifiziert sind, in Führungspositionen zu stehen, sind noch immer mangelwahre. Das hat nicht damit zu tun, das jetzt eine Chancenungleichheit besteht, sondern dass diese bis vor 20–30 Jahren bestund. (Siehe http://www.bfs.admin.ch/bfs/portal/de/index/themen/20/05/blank/key/gleichstellung_und/bildungsstand.html). Frauen, die sich für eine solche Arbeit qualifizieren sind Mangelware, nicht, weil Frauen nicht dasselbe leisten können, wie Männer, sondern vielmehr weil Gleichstellung Zeit braucht, alle Ebenen des Lebens zu erreichen. Frauenquoten sind meiner Meinung nach gefährlich, weil als Folge der früheren Ungleichheit heute zu wenig qualifizierte Frauen vorhanden sind. Diese Quoten zu erfüllen würde damit unweigerlich dazu führen, das unterqualifizierte Personen Führungspositionen besetzen. Das diese Frauen sind, ergibt sich logisch aus dem oben gesagten.

    Auch sonst bin ich leider mit vielen deiner Gründe gar nicht einverstanden. Entweder, weil ähnliche Geschicke auch Männer ereilen (z.B. sexuelle Belästigung) und sie dort noch mehr ein Tabuthema sind als bei Frauen, oder weil deine Gründe anektotischer Natur sind und damit kein argumentatives Gewicht besitzen, weil sie nicht quantifizierbar sind (z.B. Punkt 27 –> Idioten gibt es immer).
    Meiner Meinung nach läuft Feminismus oft Gefahr sexistische Tendenzen anzunehmen, weil er sich allein für die Rechte der Frau einsetzt, statt die gesamte Folge der Gleichstellung anzunehmen und sich genauso für die Rechte des Mannes einzusetzen.

    In einem bin ich aber mit dir einig: Abgeschlossen ist die Gleichstellungsdebatte noch lange nicht!

    Liebe Grüsse

    • Liebe Daria, dass die Frauenquotendebatte heiß diskutiert wird und womöglich ein zweischneidiges Schwert, ist mir klar. Trotzdem bin ich überzeugt davon, dass sie einiges besser machen würde (den Grund dafür habe ich in meinem vorherigen Kommentar bereits erklärt). Dass es momentan noch zu wenige qualifizierte Frauen für bestimmte Jobs gibt, ist klar, aber ausschließlich „Abwarten“ macht in meinen Augen nichts besser – oder zu langsam.

      Deine weiteren Punkte, dass auch Männer sexuelle Belästigung ereilt und dass mein Beispiel, dass man oft als Frau beleidigt wird, von dir als „Idioten gibt es immer“ abgetan wird, bestätigt eigentlich nur meinen Punkt 49. Dass sich immer jemand beschweren wird, wenn sich selbst beschwert. Denn natürlich werden auch Männer sexuell belästigt, und natürlich ist das ebenso schlimm, aber bei WEITEM nicht so viel wie Frauen. Bei Frauen ist es schlichtweg an der Tagesordnung. Und da geht es nun mal um die Quantität. Mein Beispiel in Punkt 27 ist keine Ausnahme. Andauernd fallen dumme Kommentare in verschiedenen Situationen und diese sind nicht mit „Idioten gibt es immer“ zu erklären.

      Lieeebe Grüße und hoffen wir, dass wir Diskussionen wie diese bald nicht mehr so oft führen müssen.

      • Liebe Amelie

        Ich hoffe, dass ich dich nicht richtig verstanden habe. Denn aus deinen Kommentaren zu meiner Rückmeldung und derjenigen von Jarra glaube ich zu entnehmen, dass du der Meinung bist, dass Frauenquoten auch dann sinnvoll sind, wenn sie bedeuten, dass Führungspositionen von unqualifizierten Personen besetzt werden, solange es Frauen sind. Das ist sowohl aus geschlechteregalitärer als auch aus wirtschaftlicher Perspektive eine ziemlich fragwürdige Haltung, ausser mir entgeht hier ein Argument deinerseits.

        Das Frauen häufiger Opfer sexueller Belästigung sind, kann ich weder verwerfen noch bestätigen, allerdings scheint sexuelle Belästigung zumindest am Arbeitsplatz beide Geschlechter erschreckend häufig, aber relativ ausgeglichen zu betreffen (http://www.nzz.ch/schweiz/jeder-zweite-wird-belaestigt-1.18197847).

        Ich habe grundsätzlich ein Problem mit deiner Art, Inhalte zu formulieren, weil du dir mit Worten wie „andauernd“, „bei WEITEM nicht so viel“ und „oft“ behilfst, die unklar quanifiziert sind und ohne dass du dich darüber aussprichst, ob diese Angaben einem subjektivem Empfinden entsprechen oder einer statistischen Erhebung oder was auch immer. Dadurch werden sie schwer nachvollziehbar und nicht überprüfbar, was eine Diskussion mit dir sehr erschwert.

        Liebe Grüsse

        • Liebe Daria, dass es nicht genügend qualifizierte Frauen für eine Frauenquote gibt, ist ein Argument aus der „wie Männer, die Angst um ihre Position haben, die Welt sehen“-Kiste. Es GIBT mehr als genügend qualifizierte Frauen für Führungspositionen. Sie werden nur auf dem Weg dorthin entmutigt, ausgebootet, behindert. Im Übrigen glaube ich, dass wir Geschlechtergerechtigkeit vor allem dann erreichen können, wenn wir solidarisch sind. Ich habe den Eindruck, dass Du hier vor allem widersprechen und widerlegen willst. Mein Vorschlag: Nutz doch Deine sehr nützliche und großartige Energie, um der Gerechtigkeit zu helfen, und nicht um diejenigen zu zerlegen, die sich dafür einsetzen. Glaub mir, um die Details geht es am Ende nicht. Sondern darum, eine Einheit zu bilden, die eines will: Gerechtigkeit.

          • kann ich leider in Gänze bestätigen! ich arbeite seit vier Jahren in der Automobilindustrie und meine Kolleginnen um die 30 (wie ich) erhalten Jahr für Jahr die Rückmeldung, sie seien noch zu jung für eine Führungsposition und werden ständig hingehalten. Währenddessen sind etliche meiner (auch jüngeren) männlichen Kollegen die Karriereleiter hochgeklettert.
            Früher dachte ich, es läge daran, dass Frauen nicht deutlich sagen, was sie wollen. Dann aber musste ich leider feststellen, dass Frauen sehr wohl ihre Meinung und Forderung kundtun, die Chefs ihnen aber regelmäßig eine Absage erteilen. Und diese Frauen sind zum Teil sogar weit besser qualifiziert als die beförderten Männer…
            Von wie vielen musste ich hören (und selbst erleben), dass ein Mann den gleichen Inhalt von sich gibt, den eine Frau kurz zuvor als erste kommuniziert hat. Und erst beim Mann wird geklatscht und zugestimmt. Da hören die Kollegen irgendwie nicht richtig zu. Die Frauen sprechen zu leise, wird dann manchmal gesagt. Mag stimmen, aber wieso dürfen nur die weiterkommen, die am lautesten sind?
            Rede ich mit meinen Vorgesetzten, heisst es, ich „schleime“, während keinem männlichen Kollegen so etwas vorgeworfen wird, der mit seinem Chef spricht.
            Meine Freundin darf nicht allein auf Geschäftsreise, sondern muss einen Kollegen mitnehmen, da sie als Frau vllt nicht ernst genommen werden könnte.. Wo leben wir?
            Meine Kolleginnen und Freundinnen fuehlen uns definitiv nicht gleich behandelt und deswegen bin ich dankbar für solche Diskussionen!
            Mari

  3. Liebe Amelie,

    ich danke dir ganz herzlich für diesen tollen und vor allem ehrlichen Artikel! Werde ihn auch weiter verbreiten und hoffe, dass manchen vielleicht doch noch ein wenig die Augen geöffnet werden können.

    Liebe Grüße aus Münster!

  4. Liebe Amelie,

    danke für diesen tollen und prägnanten Beitrag!
    Gerade letzte Woche habe ich auf meinem Blog über ein ähnliches Thema „philosophiert“ und kam irgendwann dazu, dass vor allem wir Frauen uns gegenseitig anfeinden. Besonders in der Blogger-Szene und im Altersbereich zwischen 17 und 30 gibt es ständig Zickereien und Mobbing, wenn es um „weibliche“ Themen geht (ganz schlimm sind die Blogger-Muttis). Ich glaube, dass wir Frauen uns erstmal einigen und gegenseitig akzeptieren müssen, bevor wir das von der ganzen Gesellschaft erwarten können.

    Liebe Grüße, Jessi

  5. Danke für diesen Artikel! Er wird direkt geteilt. Kann es mir nicht mehr anhören, dass ich humorlos bin und zickig oder sonst was, nur weil ich Feministin bin und Männer auch mal in ihre Schranken weise.

    Erst letztens auf einem Festival gehabt: Freundin und ich haben Spaß und haben uns gedehnt, weil wir kurz vor nem Krampf standen. Kerl, der sich seit ner halben Stunde an meine Freundin ranmacht, holt sein Handy raus und will ein Bild machen. Weil es so lasziv aussieht. Ich meckere ihn an und seine Worte: „Aber ihr seid doch selbst Schuld, wenn ihr das macht.“ Dann ging die Grundsatzdiskussion los und ich habe ihn gefragt, ob ich mit einer kurzen Hose auch selbst Schuld daran bin, wenn ich vergewaltigt werde. Seine Gegenfrage: „Weißt du eig. wie oft du in den letzten Sekunden deine Augen verdreht hast?“ Als meine Freundin und ich mit ihm fertig waren, war er plötzlich ganz klein mit Hut, hat aber natürlich behauptet, dass ein Bild nicht das Gleiche ist wie eine Vergewaltigung.

    Achso und Punkt 51, warum wir Feminismus brauchen: Weil es Mansplaining gibt und Männer meinen stets überlegen zu sein. Wie der Kerl aus meiner Story.

    Liebe Grüße und danke für diesen wunderbaren Artikel!

  6. Liebe Amelie,

    bei vielen Punkten auf deiner Liste musste ich nicken.
    Ich habe nur ein paar Anmerkungen.
    Das Kernproblem ist für mich seit jeher das Wording.

    Wenn wir von Feminismus sprechen, meint das in erster Linie, etwas FÜR Frauen und impliziert leider GEGEN Männer. Das denke ich, führt wahrscheinlich vorrangig dazu, dass es diese aggressive Note in der Gesellschaft bekommt.

    Wenn man hingegen über Gleichberechtigung sprechen würde – also Frauen und Männer in allen Bereichen einfach nicht mehr unterscheiden würde, sähe das vielleicht ein wenig anders aus.

    Schwierig wird es nur dann, wenn Frauen einerseits für Gleichberechtigung plädieren, an anderen Stellen aber auf Unterschieden bestehen („das können wir Frauen nun mal nicht“ – diese Männerjobs, die nun mal Männerjobs sind (Möbelpacker, Müllabfuhr, etc) also die körperlichen Unterschiede erfordern.

    Zu den Führungspositionen:
    Ich war lange genug im Personalwesen unterwegs – oft große Firmen (110.000+).
    Das Problem war nicht, dass man die Männer bevorzugt hat, sondern dass sich Frauen gar nicht erst auf diese Posten beworben haben und wenn, dann waren sie bei weitem nicht immer so qualifiziert, was aber dazu führte, dass sie sich trotz Hinweis darauf diskriminiert fühlten.
    In einigen dieser Firmen gab es genug sogenannte „Diversity“ Beauftragte.
    Das war auch alles durchaus ernsthaft betrieben worden, doch in meinen Augen lag und liegt die Lösung des Problem nicht bei einer Entscheidung zugunsten von den (wenigen) Frauen bei Besetzung von Führungspositionen.
    Die Frage, warum sich so wenige bewerben, finde ich die viel spannendere.
    Weil viele, und das weiss ich von ihnen selbst, gar keine Lust auf eine solche Rolle hätten und das, was von dieser dann erwartet wird.
    Wohin mit den Kindern in der Zeit? Und hier müsste man doch ansetzen.
    In Frankreich sieht das längst anders aus, da gehen Mütter fast direkt nach der Geburt wieder arbeiten und ihre Kinder haben einen guten Platz in einer Betreuung.
    Hier in Deutschland? Undenkbar. Das wären ja dann RABENMÜTTER….
    Und so bleiben diese dann zu Hause, weil die sogenannte Gesellschaft es erwartet und auch vielleicht, weil es diesen einen freien Platz in der Betreuung gar nicht gibt.

    Nach 3 Jahren kommen sie zurück in den Job, beginnen oft mit Teilzeit und entweder denken sie nicht daran, sich auf eine qualifizierte Stelle zu bewerben und noch ein wenig Karriere machen zu wollen oder aber sie würden gerne, doch wurden nun mittlerweile abgehängt von ihren Kollegen, die keine Ausfallzeiten hatten und in der Zwischenzeit im Unternehmen Erfahrungen gesammelt haben UND ihr Netzwerk auch ausserhalb von Mütter-Sandkastengruppen erweiterten (das ist leider so).

    Ich habe klar erlebt, dass Firmen durchaus – wenn die Qualifikation UND Erfahrung stimmt, Frauen besetzen – und das sehr gerne, doch wenn die Wahl war zwischen einem langjährig erfahrenen und reisebereiten männlichen Kollegen oder einer Mutter, die halbwegs frisch aus der Elternzeit wiederkam, dann waren die meisten nun mal für den Mann.

    Das hat für mich ÜBERHAUPT nichts mit dem Geschlecht zu tun, sondern, was ein Arbeitgeber von jemandem erwartet, der/die sich auf eine solche Position bewirbt.

    Das Umdenken beginnt aber meines Erachtens lange vor der Entscheidung, wen man für die Führungsposition erwählt.
    Man müsste Frauen, die Bock auf Karriere haben, die Chance geben sich dafür entscheiden zu dürfen – und zwar ohne schiefe Blicke anderer Mütter & mit einer adäquaten Kinderunterbringung.

    • Liebe Ava, ich gebe dir in dem Punkt vollkommen recht, dass das Problem sehr komplex ist und ich sage mit keiner Silbe, dass an der Jobsituation grundsätzlich die Männer schuld sind. Ich denke auch, dass die Unfairness bei der Schwangerschaft eine Rolle spielt und bin deshalb auch Befürworter der Elternzeit für Männer (immer wieder schön, dass man „für Männer“ anhängen muss) als Pflicht. Genauso wie es sich eine Frau auch nicht aussuchen kann. Somit stellt ein Ende 20- / Anfang 30-jähriger Mann eine ähnliche „Gefahr“ da, auszufallen, wie eine Frau.

      Und auch damit ist das Problem nicht gelöst. Neben der Frage der Schwangerschaft: Warum bewerben sich so wenige Frauen für hochqualifizierte Jobs? Weil Frauen tendenziell nicht so viel Selbstbewusstsein haben wie Männer. Weil im Zweifel der Mann den Job bekommt. Erfahrungsgemäß und aus obigen Gründen. Weil Frauen keine – oder zumindest sehr wenige – weibliche Vorbilder haben, weil Frauen seit Jahrhunderten von allein Seiten gesagt bekommen, sie seien schwach. Ich denke, dass auch dieser Punkt eine Rolle spielt. Es spielen viele Faktoren mit rein, die alle berücksichtigt werden müssen. In anderen Ländern funktioniert das ganze System, wie du auch schon selbst gesagt hast, weitaus besser und daran könnte man sich einfach mal orientieren.

      Danke für deine Antwort und die Denkanstöße! Find ich super und werde da sicherlich noch ne Zeit drüber nachdenken :)

    • Als „Betroffene“ muss ich hierzu noch was sagen…
      Ich empfinde es als großes Problem, überhaupt in eine Führungsrolle zu kommen. Am schlimmsten ist die Aussage „wenn die Qualifikation und Erfahrung stimmt“ – denn mal ehrlich, woran misst man das? Genau. An Arbeitsjahren. Wenn man aber – wie ich – zwei Kinder bekommen hat, hat der Lebenslauf „Ausfallszeiten“ (schreckliches Wort, und im Kern sehr falsch). So lange die Unternehmen, groß oder klein, da nicht umdenken und anerkennen, dass Mütter Qualitäten mitbringen, die man ohne Kinder kaum oder nur schwer lernt – optimales Zeitmanagment, Multi-Tasking bis zum geht nicht mehr, absolute Lösungsorientierung, Empathie für Probleme im Team (was meint ihr, wieviel Diplomatie mit Kindern gelernt wird!) und vor allem: Lust, zu arbeiten, als Ausgleich zum Familienleben! – so lange sitzen richtig gute potentielle Führungskräfte zu Hause oder in kleinen Stellen rum. Mütter haben gelernt, sich selbst nicht an erste Stelle zu setzen und dem Gegenüber wirklich zuzuhören. Gemeinsam Lösungen zu finden. Dabei aber immer das Ziel im Auge zu behalten. Ich sag euch, mein Bekannten-Kreis ist voll von tollen Arbeitnehmerinnen, die Abteilungen leiten sollten. Leider wird es einem in Deutschland aber immernoch unmöglich gemacht, wenn die Zahlen im Lebenslauf nicht stimmen.

  7. Doch insbesondere die Punkte, in denen es um diese leidigen Äußerlichkeiten geht und die Anmaßung von Männern, über unser Make up und unsere Kleidung diskutieren zu dürfen und uns darüber zu definieren, die gehört definitiv beendet. (Leider tun wir das aber selbst immernoch zur Genüge….)

  8. Hallo Amilie,

    Vorweg: Ja, ich bin ein Mann. Ich finde es wichtig sich mit dem Thema auseinander zu setzen, dieser Artikel im Speziellen ist leider einer der Gründe, warum (#46) „Feminismus negativ konnotiert ist“.
    #1: Das ist richtig. Wer sich wo ungeschminkt zeigt sollte völlig egal sein.
    #2-3: Das ist teilweise richtig. Solche Artikel und Magazine sind so unnötig wie die BILD, solche Artikel gibt es aber auch anders herum, a la „10 Dinge die Frauen an Männern attraktiv finden“.
    #4-6: Das ist teilweise richtig. Ich persönlich habe gerne Geschlechterdiversität und starke weibliche Hauptrollen in Filmen, gute Beispiele der letzten Jahre wären „Mad Max: Fury Road“ oder „Star Wars 7“. Ich mag nur keine Filme, in denen Hauptrollen weiblich besetzt werden, bloß damit man die Hauptrollen weiblich besetzt hat. Hoffen wir, dass „Oceans 8“ kein solche Film wird, zumal „Oceans 12“ und „Oceans 13“ schon stark nachgelassen haben. Dass nur 7% aller Hollywood Regisseure Frauen sind, ist zwar schlecht, hat aber ohne weiteren Kontext genau so viel Aussagekraft wie „Nur 7% aller Friseure sind Männer“.
    #7: Das ist richtig. Die Burkini-Diskussion ist lächerlich.
    #8: Das ist falsch. Die Brüste (und Nippel) einer Frau sind Geschlechtsteile. Wenn ich aus dem Schwimmbad geschissen werde, weil ich keine Badehose an habe, hat das ja auch nichts mit Sexismus zu tun.
    #9: Das ist falsch. Männer haben genauso Sorgen um ihr Aussehen, Gewicht, etc. Ich kann mich erinnern, dass ich der Pubertät sehr ungern im Wasser war, weil ich nicht wollte, dass man meine Dehnungsstreifen sieht.
    #10: Das ist falsch. Mir wurde auch schon „Scheiß Hippie!“ nach gerufen, weil ich sonntags morgens der Bequemlichkeit halber in einer Jogginghose Brötchen holen war.
    #11-12: Das ist falsch. Erstens möchte ich zu dieser Behauptung einen klickbaren Link (Statistik). Zweitens impliziert die Formulierung, dass der (männliche) Leser an diesem Umstand schuld sei. Ich distanziere mich von (sexueller) Belästigung aller Art.
    #13: Das ist teilweise richtig. Es gibt noch die Equalisten, die sich auch für Gender-Gleichheit einsetzen, sich aber bewusst vom Feminismus distanzieren.
    #14: Das ist teilweise richtig. Das ist jedoch kein Argument, sondern bloß eine Filler-Phrase um auf die 50 zu kommen.
    #15: Das ist falsch. Diese Aussage impliziert zwei Dinge. 1.: Männer können nicht wegen ihrem Geschlecht benachteiligt werden. 2.: Frauen, die nicht so empfinden, lügen sich selbst an. Beide Aussagen sind falsch.
    #16: Das ist falsch. Das Statement, das die Vlogerin im Video macht, lässt sich einem klassischen, ursprünglichen Feminismus zuordnen. „Ich bin stark und unabhängig. Ich kümmere mich nicht darum, was andere sagen. Ich gehe meinen Weg und will Vorbild für andere sein.“ Was ist falsch an diesen Werten? Ich finde es schlimm, wie ihr in den Kommentaren von Feministen die Wörter im Mund herum gedreht werden.
    #17: Das ist teilweise richtig. Ich musste das Wort googeln. Mehr in #18.
    #18: Das ist teilweise richtig. Ohh ohh ohhh… Die „Gender Pay Gap“. Ganz kritisches Thema. Zu aller erst muss man hier zwei Begriffe unterscheiden: Den bereinigten und den unbereinigten Wage Gap. Der unbereinigte Wage Gap wirft einfach alle Stundenlöhne in einen Topf und kommt dann (in Deutschland) auf 17% bis 33% (je nach Studie). Vollkommen ungeachtet von Ausbildung, Beruf, Berufsfeld, Arbeitsform(Teilzeit, Vollzeit, Schicht), Position, Alter, etc. Dieser Wert hat für mich überhaupt keine Aussagekraft. Der bereinigte Wage Gap versucht diese heraus zu filtern und kommt dann (in Deutschland) auf 2% bis 7% (je nach Studie). Als grundsätzliche Kausalität wurde ermittelt, dass Frauen, die keine Kinder haben/wollen oder nur kurze berufliche Auszeiten nehmen, weniger stark betroffen sind. Wenn wir also die Kinderbetreuung verbessern (Bitte zahlt Erziehern mehr Geld!) und für Männer Anreize schaffen auch eine berufliche Auszeit zu nehmen, haben wir viel gewonnen. Dass soziale Berufe häufig schlechter bezahlt werden ist ein Missstand, hängt aber damit zusammen, dass sie meist aus öffentlicher Hand finanziert werden und die versucht zu sparen, wo es nur geht. Mit Sexismus hat das eher wenig zu tun. Wir haben bei uns im Unternehmen (mittelgroße IT-Firma) sehr viele Frauen. Sowohl im Marketing und Personal, als auch im Security und Technik-Bereich. Letztere haben beide eine weibliche Teamleitung. Eine davon ist meine Chefin.
    #19-22: Das ist richtig. Ich konnte James Bond nie was abgewinnen und die Szenen sind eklig, aber brauchte man dazu vier Punkte?
    #23-24: Das ist teilweise richtig. Ich kenne genug Mädchen, die mit Rennautos gespielt haben oder Jungs, die bei Vater-Mutter-Kind die Mutter gespielt haben. Klassische Rollenbilder sind nicht grundsätzlich falsch, aber meiner Erfahrung nach setzten sich Kinder häufig von ganz alleine darüber hinweg, wenn man sie lässt.
    #25: Das ist teilweise richtig. Der Kommentar ist sexistisch und widerlich. Wenn im ursprünglichen Post jedoch „[…]Nein – vielmehr wünschte ich, ich hätte dich anschissen. […]So richtig schöne weiche klebrige Scheiße. […]Ich wünschte, du hättest dich die ganze Zeit unwohl gefühlt[…]“ steht, weiß ich wieder, warum man keine Artikel von „vice.com“ lesen sollte.
    #26: Das ist falsch. Das Problem mit der Frauenquote ist das gleiche Problem, wie bei allen Quoten. Es wird immer Menschen geben, die eine Position nicht wegen ihrer Leistung, sondern nur wegen der Quote erreichen. Ansonsten müsste es die Quote ja nicht geben. Dies fördert die Spaltung eigentlich nur weiter, anstatt sie zu bekämpfen.
    #27-28: Das ist teilweise richtig. Der Typ ist halt ein Arsch, wahrscheinlich enttäuscht von seinem eigenen Leben. Was mir allerdings dieser Comic sagen soll, weiß ich nicht. Kein Mann würde in dieser Situation „Feminist“ schreien.
    #29: Das ist teilweise richtig. Ich persönlich mache gerne Witze über alles, auch über mich selbst. Aber wenn das nicht deins ist, ist das deine Sache.
    #30: Das ist falsch. Die erste Minute dieses Videos ist Fremdscham pur, aber auch der Rest ist für mich am Thema vorbei. Das ist einer typischen Statements, die nicht per se falsch sind, aber eigentlich keinen Geschlechterbezug haben und einfach zu Sexismus erklärt werden. „Wie ein Mädchen“ oder „Du Mädchen“ bekommen deutlich häufiger Jungs zu hören. Jungs fühlen sich genau so unsicher, wenn sie in die Pubertät kommen. „Wie ein Junge“ auf der anderen Seite kommen Mädchen oft zu hören, wenn Fußball spielen, etc. Das ist ein generelles Problem mit Geschlechterrollen, kein Frauenproblem.
    #31: Das ist teilweise richtig. Ist „Weib“ ist eine Beleidigung? Ja. Hilft es Schimpfwörter aufzuzählen? Nein.
    #32: Das ist teilweise richtig. Die Schweiz war meines Wissens das letzte westliche Land, das das Frauenwahlrecht eingeführt hat und das ist mehr als 40 Jahre her. Ich sehe das keinen Handlungsbedarf.
    #33: Das ist falsch. „Bitchy“ Frauen und Männer sind „bitchy“. Starke Frauen und Männer sind „Führungskräfte“. Sarkastisch sexistische Parolen zu zitieren wird dir nicht helfen.
    #34: Das ist richtig. Geschlecht und Hautfarbe sollten keinen Einfluss auf die Wahl zum Präsidenten haben. Persönlich würde ich Hilary Clinton jedoch wegen ihrer Agenda nicht unterstützen.
    #35: Das ist teilweise richtig. Schau dir bitte dieses Bild vom gestrigen G20-Gipfel an und frag dich diese Frage dann nochmal: http://goo.gl/b5Q58K . Neben den Anzugträgern, einer generischer wie der andere, stechen fünf Personen heraus. Und welche dieser Personen sticht farblich am Meisten heraus? Unsere Kanzlerin.
    #36: Das ist falsch. Hier haben wieder einen typischen Fall von „Komm, lass uns allgemeine Gesellschaftsprobleme zu Frauenproblemen hochstilisieren!“. Tampons und Binden zählen zu Hygiene-/Drogerieartikeln. Diese werden, also auch Duschgel, Toilettenpapier oder Deo, mit 19% besteuert. Ist es richtig Hygieneprodukte, die jeder benötigt, mit 19% zu besteuern? Vielleicht nicht, unser Steuersystem ist eine Katastrophe. Hat das irgendetwas mit Sexismus zu tun? NEIN!
    #37: Das ist richtig. Diese widerlichen Geschöpfe habe ich auch noch nie verstanden.
    #38: Das ist teilweise richtig. Jeder soll sich von mir aus zeigen, wie er will. Warum man sich freiwillig selbst als „Slut“ bezeichnet leuchtet mir zwar nicht ganz ein, aber gut. Zudem behalte ich mir das Recht vor, nichts mit jemand zu tun haben zu wollen, wenn er das nur aus Gründen der Aufmerksamkeit tut.
    #39: Das ist falsch. Männer haben auch Angst, wenn sie nachts allein nach Hause laufen. Bei mir ist es zugegebenermaßen eher die Angst vor räuberischen, als vor sexuellen Übergriffen und eine allgemeine Paranoia, sobald es dunkel ist. Als fast zwei Meter großer Mann ist man zusätzlich noch in einer anderen Position. Man hat Angst anderen Menschen Angst zu machen und wechselt deshalb die Straßenseite oder läuft Umwege, damit sich Frauen nicht verfolgt fühlen, obwohl man nichts im Schilde führt. Betroffenen empfehle ich an dieser Stelle das http://www.heimwegtelefon.de/
    #40: Das ist falsch. Ich selbst würde zwar nicht zu weit gehen mich als Teil einer Subkultur zu bezeichnen, ich war aber schon auf einigen Rap- und Metalfestivals. Ich habe noch niemals mitbekommen, dass Frauen doch nicht respektiert wurden, obwohl sie meist in der Unterzahl waren. Wer diese Erfahrung macht ist nicht in der falschen Subkultur, sondern bei den falschen Leuten.
    #41: Das ist richtig. Jedoch ist die Formulierung „im Fußball“ falsch. Es gibt genau einen Verein, der das praktiziert.
    #42: Das ist falsch. Ich kannte Aziz Ansari bis zu diesem Video nicht und ich finde Stand-Up-Comedy und ihn im Speziellen vollkommen unlustig (Mario Barth lässt grüßen). Es aber das „Unterdrückung der Frau“ zu bezeichnen, ist lächerlich. Wenn man ihm schon ein sexistisches Statement unterstellen möchte, dann dass er alle Männer als unterleibsgesteuerte Idioten bezeichnet.
    #43: Das ist richtig. Siehe #23-24.
    #44: Das ist richtig. Alle diese Dinge haben wir offensichtlich.
    #45: Das ist teilweise richtig. Außen vor lassen sollte man starkes Über- und Untergewicht. Wer ein Gesundheitsrisiko für sich selbst darstellt, sollte darin nicht bestärkt, sondern ihm geholfen werden.
    #46: Das ist falsch. Zähle mal Aussagen, die bisher falsch oder nur teilweise richtig waren. Das sind 32 von 45 Aussagen. Frage dich nun nochmal, warum der Begriff negativ konnotiert ist.
    #47: Das ist teilweise richtig. Der ursprüngliche Gleichheitsgedanke ist bestimmt nicht gegen Männer. Aber wenn ich Teile dieser Bewegung sehe, die Tassen mit der Aufschrift „Male Tears“ verkaufen, kann ich sehr gut nachvollziehen woher diese Impression kommt.
    #48: Das ist richtig. Genau deshalb sollten wir beispielweise auf weibliche Verstümmelung in Afrika aufmerksam machen, anstatt uns über Youtube-Videos aufzuregen, die unsere Meinung nicht bestätigen.
    #49: Das ist teilweise richtig. Du wirst nun sagen, dass ich diese Person bin. Ich sage, dass diese Aussage impliziert, dass du nicht kritikfähig bist.
    #50: Das ist richtig. Allerdings so generisch wie der letzte Punkt einer Liste nur sein kann.

    Als letztes noch eine Anmerkung zu einer Antwort von dir auf einen Kommentar: „[…] Ich bin der Meinung, dass sich das Problem […] reglementieren würde, wenn Frauen mehr Rechte hätten […]“
    Wenn das deine Vorstellung von Feminismus ist, haben echte Feministen jedes Recht dich zu verachten.

      • Liebe Amelie,
        ich mag dich wirklich gerne, auch wenn wir uns nicht kennen.

        Aber ich finde die Reaktion auf den ausführlichen Kommentar war super unnötig, denn ich muss ihm in vielen Dingen zustimmen.

        Gerade auch, was den Punkt Löhne betrifft, das ist faktisch richtig.
        Man trifft in den Statistiken auch keine Unterscheidungen zwischen Vollzeit und Teilzeit und ich habe immer mindestens genauso viel wie meine männlichen Kollegen vedient.

        Ich finde die kurz angebundende Reaktion schade, da er sich super viel Mühe gegeben hat, zu argumentieren und sich Gedanken zu machen und das, was du schriebst, sollte doch kein Monolog werden, sondern eine Diskussion anregen :)

        Zumal eben der Hinweis darauf, dass er ja ein Mann ist, genau das tut, was wir den Männern vorwerfen. Diskriminierung von Geschlechtern.

        Leben wir doch vor, wie wir es haben wollen. Nur so haben wir die Chance, dass sich was verändert, statt mit gleichen Mitteln zu antworten.

        Für mich ist er ein Mensch, der eine Meinung hat, die er gut begründete.
        That’s it.
        Lieber Gruss
        Ava

        • Liebe Ava, das ist für mich kein Nährboden für eine ernstzunehmende Diskussion. Mit einem Menschen, der mir in jedem einzelnen Punkt sagt, was allgemein „richtig“ „halb richtig“ oder „falsch ist“. Dabei wird weder von persönlicher Erfahrung oder Meinung gesprochen, sondern Allgemeingültigkeit und somit weiß ich, dass eine Diskussion ins Nichts führt.

          Argumentationen wie „Männer haben nachts auch Angst, Frauen können meinen, sie seien Vergewaltiger“ oder „Jungs werden als ‚Mädchen‘ beleidigt“ (ja, das ist das Problem) oder „Magazine erklären Frauen auch was an Männern attraktiv ist“ – und da nenne ich nur wenige Punkte – sind so gehaltlos, dass ich dazu nichts sagen möchte. Ich sehe hier einen Mann, der sich angegriffen fühlt und das Bedürfnis hat, sich zu rechtfertigen und da gibt es einfach nichts, wofür sich Männer rechtfertigen müssen, da hier überhaupt kein Finger auf Männer gezeigt wird. Oder einen Troll, dem gerade langweilig ist.

          Ich zeige in meinen 50 Punkten auf, wie sich sehr viele Frauen in unserer Gesellschaft fühlen und da kann mir kein Mann der Welt erklären, ob diese Gefühle „korrekt“ oder „falsch“ sind.

          Wenn du John Doe, dessen Mailadresse übrigens giftigiftzwerg@… lautet (ich gehe mal der Annahme aus, dass das keine klassische Mailadresse ist und ich gehe auch nicht davon aus, dass John John heißt), zustimmen möchtest oder mit ihm diskutieren möchtest, dann tu dir bitte keinen Zwang an. Wir bieten sehr gerne die Plattform!

          Liebe Grüße, Amelie

          • Liebe Amelie
            ich habe keinen Anlass zur persönlichen Diskussion und seine Mailadresse kann man ja beim Kommentar nicht sehen. Deswegen – giftigiftzweg ist daher sicher nichts, was im Nachhinein betrachtet für ihn spricht.
            Nichtsdestotrotz sehe ich es so, dass jeder zu einem Thema eine Meinung haben kann und nur, weil jemand „falsch“ oder „richtig“ schreibt (über Wortwahl kann man immer streiten) würde ich die Argumente nicht durchweg abtun.
            Es mag einem nicht alles gefallen, schon gar nicht, wenn jemand eben anderer Meinung ist.
            Aber argumentativ war einiges eben schon fundiert, wenngleich er hätte schreiben können: das sehe ich anders.
            Doch manches war ja Statistik und nicht ausschliesslich persönliche Meinung.

            Noch eine andere Anmerkung:

            Dass zB der 10-Punkte-Schrott in den Frauenzeitungen auch noch oft von Frauen gemacht wird, finde ich übrigens schlimmer…
            Anscheinend aber gibt es einen Bedarf bzw eine Nachfrage.

            Wollen wir über den Bedarf reden? Warum wollen (zuviele?) Frauen so was noch lesen?
            Ich zB will so was weder lesen, noch schenke ich dem große Beachtung.
            Warum tun es soviele andere dennoch?

            Ich finde, man sollte bei den Frauen mit dem Umdenken anfangen – der Rest der Welt hat dann gar keine andere Wahl als mitzuziehen.

            Aber solange Frauen noch gegeneinander arbeiten, wird sich rein gar nichts ändern. Da spielen wir den Männern in die Hände, sofern sie sich solche Frauen wirklich wünschen, die ihre Tips von einer 10-Punkte-Liste haben.
            Lieber Gruss
            Ava

          • Über „falsch“ und „richtig“ kann man streiten, oder eine Diskussion vermeiden, da sie wie schon gesagt, zu nichts führt und ausschließlich energieraubend ist. Wer mit so einer Einstellung in eine Diskussion rennt, will eh nicht reden. Da geht es ausschließlich um recht haben und dieses Thema ist so sensibel, dass es mit „recht haben“ nicht funktioniert. Zu John Giftzwerg ist alles gesagt.

            Wieso Frauen so etwas lesen? Das ist ein unglaublich langer Rattenschwanz und fängt bei der Erziehung an und der Geschlechterprägung im Allgemeinen. Das ist aber ein riesiges Thema und ich sehe mich nicht in der Position, das in einer Kommentarfunktion zu belegen oder zu begründen. Heieiei.
            Bzgl Frauen, die gegen Frauen ankämpfen, gebe ich dir recht. Dazu habe ich bereits einen Text geschrieben: http://www.amazedmag.de/kolumne-der-frauenhass-der-frauen/

            Danke dir für deinen Kommentar :)

            LG Amelie

    • – Auch ich finde nicht jeden Punkt dieser Aufzählung 100%ig getroffen.
      Aber wenn ich diese deine Liste sehe, möchte ich nur noch im Strahl kotzen.
      Wer sich so viele Gedanken macht, um eine Gleichstellung aller Geschlechter – und das war die Absicht des Artikels – zu diskreditieren, trägt maßgeblich dazu bei, das bis zu derselbigen noch viel zu viele Jahre vergehen werden. Schade!

    • Danke, Herr Lehrer, dass du mir das jetzt richtig erklärt hast. Amelie, hast du die Fehler schon verbessert?

      Im Ernst, natürlich sind manche Punkte die du anmerkst richtig. Nur, es ist so: Wir sind hier auf einem Blog. Das ist eine Liste, die soll auch Spaß machen, unterhalten, zu Ende gelesen werden. Amelie könnte auch einen richtig guten, gehaltvollen Text dazu schreiben und dann könnten wir über eine akribische Korrektur vielleicht reden, nur, ist das der richtige Ort dafür?

      • Ich finde es aber auch schade, dass man die Kritik des einzigen Mannes, der sich die Mühe gemacht hat, hier zu kommentieren (wohl recherchiert, übrigens!), so abgetan wird!
        Schade, dass man anscheinend nur diesen Artikel zu kritisieren braucht, sofort in die „Ja, wegen solchen Leuten wie Du haben wir das Problem überhaupt“-Ecke stellt.
        Das hat sich es jemand viel zu einfach gemacht!

        Ansonsten ist es in jedem Fall ein wichtiger Artikel, weil er eben zu Diskussionen anregt. Nicht, weil er zu 100% gut recherchiert ist…
        lg
        Esra

        http://nachgesternistvormorgen.de/

        • Liebe Esra, das mache ich nicht grundsätzlich, weil er ein Mann ist. Ein anderer Mann hat ebenso eine lange Antwort geschrieben, auf die ich gerne auch ausführlicher eingegangen bin! Liebe Grüße!

  9. Das ist so ein super Artikel und ich bin auch eine Feministin und werde nur belächelt: „Wie kannst du Feministin sein aber dennoch gerne Make Up tragen?“, „Du gehst mit Ausschnitt aus dem Haus, das impliziert doch dazu, dass du angequatscht werden willst“
    Und ich musste erstmal diesen Artikel übereil teilen – später auch noch auf meinem Blog!
    Liebe Grüße,
    Mai von Monpipit.de

    xox

  10. Ah, was in meinem wütenden Kommentar jetzt nicht zur gut zur Geltung kam: Find ich super, dass du dir solche Gedanken machst, liebe Amelie. Und ganz ganz wichtig! Das ist wirklich etwas, das sich noch viel mehr Modeblogs hinter die Ohren (und in die Beiträge und ins Hirn sowieso) schreiben sollten. Weiter so!

  11. Liebe Amelie,
    Feminismus ich für mich ein Herzensthema und ich freue mich, wenn auch andere versuchen, dass Thema greifbarer machen. Auch wenn es vielleicht schöner gewesen wäre, die Liste auf 20 wirkliche Gründe zu reduzieren, statt sich einige an den Haaren herbeizuziehen. Ich denke, Menschen, die dem Feminismus eher kritisch gegenüber stehen, werden durch solche Listen eher noch in ihrer Meinung bestätigt, als dass sie sich ändert.

    Zum Anderen verstehe ich dein Problem mit Aziz Ansari nicht. Er macht doch in dieser Sequenz humorvoll auf das Thema aufmerksam. Dabei gehen seine Witze nicht gegen Frauen, sondern gegen Männer, die dumme Kommentare abfeuern.
    Ansari hat zudem in seiner Serie „Master of None“ dem Feminismus eine ganze Folge gewidmet, die sich mit den Problemen von Frauen beschäftigt, die eindeutig auf das Geschlecht zurückzuführen sind.

    Lieben Gruß,
    Jana

    • Und das mag sein, dass sich Sexisten durch diesen Artikel bestärkt fühlen. Ich versuche normalerweise immer, auf einer diplomatischen Ebene zu diskutieren, wenn es um dieses Thema geht und ganz vorsichtig zu erklären, dass Feminismus nichts mit Männer-Hass zu tun hat und dass Feminismus nicht übertreiben will. Dieser Artikel soll zum einen einfach mal ausdrücken, wie ich (und viele anderen Frauen ebenso) mich tagtäglich fühle, was mich einfach abfuckt, mit was ich regelmäßig konfrontiert bin und zum anderen soll er auch ein bisschen Spaß machen (deshalb 50 Punkte und keine 20).

  12. Danke für diesen bisweilen (schön) kurzweilig aufbereiteten Beitrag!!!!
    Und noch ein paar spontane Ergänzungen…
    …zu Punkt 4/24: Als Eltern stellt man schnell fest, dass wenn die Helden und Hauptcharaktere in den Kinderbüchern nicht genderneutral sind, sie meist männlich sind und die weiblichen Nebendarstellerinnen maximal eine helfende, wohlmöglich aber die Opferrolle einnehmen. Mehr hier http://www.dgvt.de/fileadmin/user_upload/Dokumente/Fachgruppen/Frauen/O1_Juergens_EndvStudieKinderbuecher.pdf
    … zum Punkt Frauenquote und warum sie zur Problemlösung beitragen kann: Sie erhöht die Sichtbarkeit von Frauen in Führungspositionen. Es existieren verhältnismäßig wenig weibliche Vorbilder für Positionen wie Aufsichtsrat und Vorstand. Die Frauen, die solche Positionen bekleiden, werden vielleicht in die Medienberichterstattung aufgenommen, doch die Frequenz mit der Interviews und Berichte mit weiblichen Führungspersonen erscheinen ist (natürlich) viel geringer. Mehr Frauen in Führungspositionen gleich mehr und diverse beispielhafte berufliche Werdegänge/Lebensläufe in den Medien, mehr Sichtbarkeit für Frauen in Führungspositionen, mehr Vorbilder.
    …zu 4.: eine absurde „Stilkritik“ mit gemeinen, dummen, sexistischen, erniedrigenden Kommentaren gab es kürzlich auf Welt.de zu lesen. Bloggerin Maddie (von der ein Instagram-Bild beispielhaft im Beitrag verwendet wurde) äußerte sich hier dazu http://dariadaria.com/2016/08/mein-leben-als-stuck-fleisch.html

  13. Okay, ich wollte eigentlich die Finger still halten. Eines vorweg: Ich bin ja der Meinung, es gibt zwei Formen des Feminismus, nämlich den konstruktiven und den destruktiven. Konstruktiv ist der, der auf sachlicher Ebene auf eine Gleichberechtigung und Gleichstellung der Frau hinarbeitet und die Frau stärkt und respektiert und dabei auch den Mann respektiert (sprich: pro Frau). Dann gibt es den destruktiven, aggressiv, pro Frau/anti Mann. Ich stehe zu 100% hinter dem konstruktiven Feminismus. Ich als Mann wurde schon abschätzig von meinen Geschlechtsgenossen behandelt, weil ich mich bei bestimmten Dingen hinter die Frau stelle und mich gegen Genderklischees/Machokommentare/Verlächerlichung/Benachteiligung/Nichternstnehmen der Frau ausgesprochen habe. Da kamen dann solche Sprüche wie: „Aaaah, ein Frauenversteher!“ oder „Bist Du ein verkappter Schwuler?“ oder ein „Wie bist Du denn drauf?“. So viel dazu.

    „1. Weil sich Alicia Keys für ein ungeschminktes Auftreten rechtfertigen muss“

    …muss sie das? Sie muss das nicht vor Männern tun. Die, die so einen Quatsch wie die Herrschaften in den Tweets von sich geben, sind schlichtweg Idioten. Vor denen muss man sich nicht rechtfertigen. Vor nichts. Sie werden Idioten bleiben. Alicia Keys soll diesen Idioten einfach den ausgestreckten Mittelfinger zeigen, ihnen sagen: „Einen Scheiß muss ich!“

    „2. Weil uns Magazine immer noch erklären, wie wir Männern gefallen“
    „3. … und wie uns Männer nicht mögen“

    Egal, wer letztendlich solche Artikel schreibt, ob Mann oder Frau: Sie sind schlichtweg Unsinn, weil jedem Mann (ich rede jetzt mal aus der Hetero-Warte) ein anderer Typ Frau gefällt. Der eine liebt sie schlank, der andere rappeldürr, andere wiederum mögen die Frau mit ein paar Pfunden mehr oder gar sehr vielen Pfunden. Einer mag sie geschminkt, der andere kann es nicht ab. Das ist schlichtweg natürliche Selektion, wie sie auch bei Frauen läuft. Die eine liebt den extrem muskulösen Kerl, am besten ohne ein einziges Haar, nirgendwo. Die andere mag den weichen Schmusebär, dem sie durch die Haare wuschelt. Das sieht man doch schon, wie verschieden die Paare sind, die so auf diesem Erdball miteinander einfach glücklich sind (oder aber nicht, z.B. weil sich jemand verstellt und nicht er/sie selbst ist). Hier sollte man nicht nur in Richtung der Magazine schimpfen, sondern auch in Richtung der Konsumentinnen, die diesen Bullshit auch noch glauben. Ich lese mir scherzeshalber immer mal solche Artikel durch und schüttle als Mann nur den Kopf.
    Ich mag eigentlich nur Frauen nicht, die pauschal gegen Männer wettern. Oder die sich nicht waschen. Oder Frauke Petry. Alle anderen Frauen finde ich wunderbar, wie sie sind. Aber ich hab ne tolle, starke Frau an meiner Seite. Die muss nichts tun, um mir zu gefallen. Die gefiel mir einfach sofort, so, wie sie war. Und gefällt mir nach all den vielen Jahren immer noch!

    „4. Weil große Blockbuster immer noch mit hauptsächlich männlichen Rollen besetzt werden“

    Das ist in der Tat schade.

    „5. Weil es Oceans 8 geben muss, um diese Problematik aufzuzeigen“

    Das finde ich wiederum eher fragwürdig, weil das für mich so einen „Mädchen können das aber auch!“-Beigeschmack der Sorte „positiver Sexismus“ hat, ähnlich wie der „Girls‘ Day“. Das ist genau so großer Bullshit wie wenn man „Der Teufel trägt Prada“ oder „Sex And The City“ nun in der Männerversion aufgelegt wird.

    „6. Weil nur 7% aller Hollywood Regisseure Frauen sind“

    Da frage ich mich: Wie sieht es generell mit dem Angebot an RegisseurINNEN aus? Gibt es überhaupt einen solch großen Pool an selbigen, dass Hollywood auch mehr Frauen auf dem Regiestuhl sitzen? Hier macht sich eine Parallele zum Heavy Metal-Punkt weiter unten auf.

    „7. Weil die Welt darüber diskutiert, was Frauen am Strand tragen sollen“

    Als Atheist sehe ich das Problem eher in der Religion und der Instrumentalisierung selbiger, erst in der zweiten Reihe finden wir das (definitiv auch untragbare) Patriarchat.

    „8. Aber keine Nippel, natürlich“

    Es wird immer notgeile Idioten geben, die einem einen blöden Spruch reindrücken oder die Frau gar belästigen (dafür reicht allerdings auch schon ein normaler Bikini oder gar enge/knappe Kleidung). Diese notgeilen Deppen werden allerdings Feminismus ignorieren. So wie AfD-Sympathisanten die Realität.
    Aber ich denke, das geht am Punkt vorbei. Da bin ich der Meinung, dass es mehr Möglichkeiten für FKK geben MUSS – damit man abwägen kann, ob man wo hin möchte, wo (partielle) Nacktheit primärer Geschlechtsmerkmale erwünscht ist oder wo nicht. Und es ist nicht überall erwünscht, und auch das sollte respektiert werden. Ich kann von mir nur sagen, dass ich mich unbehaglich fühle, wenn ich mich unter zu vielen fremden nackten Menschen befinde. Ich habe dann das Gefühl, ich dringe ungewollt in ihre Privatsphäre ein. Auch wenn es den Menschen im Grunde scheißegal ist.

    „9. Weil es den Begriff Bikini-Figur gibt und nicht den Begriff Badehose-Figur“

    Das ist doch auch nur mediengemachter Bullshit, der aus dem Vokabular der Menschheit verschwinden sollte. Da brauchen wir nicht noch das männliche Bullshit-Pendant.

    „10. Weil es nie darum geht, was Männer in der Öffentlichkeit tragen oder nicht tragen sollen“

    Oh doch. Wie oft heißt es: Da geht man nur mit Anzug und Krawatte hin. Oder: Wie kann der nur ein pinkfarbenes Hemd tragen? Wie kann der nur das Hemd in der Hose tragen? Wie kann der nur diese Sportschuhe anziehen? Was hat DER denn für ne Frisur? Warum hat der Typ denn lange Haare? Wieso trägt der denn nen Bart? Oder das altbekannte: Socken und Sandalen (was ich auch furchtbar finde). Oder kurze Hosen. Oder: Ist der aus der Pubertät nicht schon lange raus? Warum trägt der dann ein Bandshirt?
    Oh doch, von Männern wird auch sehr häufig ein bestimmtes Outfit erwartet oder bestimmte Outfits verpönt. Da nehmen sich beide Seiten nix.
    Liest sich wie Aufwiegen der Gegenseite und ist hier leider auch notwendig.

    „11. Weil jede Frau in ihrem Leben mehrmals sexuell belästigt wurde“
    „12. Egal, was sie trägt“

    Das ist in der Tat traurig und sollte härter geahndet werden.
    Allerdings: Ich bin ein Mann. Ich wurde, als ich ca. 22 war, von einer Kundin mehrfach bedrängt (sich deutlich von hinten an mich herangedrückt und auch angefasst, obwohl ich ihr durch mein Ausweichen und Entfernen signalisiert habe, dass mir das sehr unangenehm ist. Als das nicht aufhörte, habe ich eine Kollegin geholt, die sie dann weiterbedient hat). Und von einer mir körperlich überlegenen Frau, die meine (eigentlich nicht ausgesendeten) Signale missdeutete, wollte mich auch schon mal sehr eindeutig und mit körperlicher Kraft zu sexuellen Handlungen nötigen. Kein Bullshit.

    „13. Weil man Feminist/in ist, wenn man für Gender-Gleichheit ist und nicht zwangsläufig Sexist/in, wenn dem nicht so ist“

    Das ist etwas seltsam formuliert, ich musste das eben mehrmals lesen und bin mir noch immer nicht sicher, was da nun wirklich gemeint ist, Aber vielleicht liegt es daran: Ich mag dieses Feminismus/Maskulinismus-Ding ohnehin nicht, weil es schon allein vom Wort her eine unfreiwilllig sexistische Note hat. Wie wäre es mit einem aktivistischen Begriff, der beide Geschlechter auch gleichstellt?

    „14. Weil die Gesellschaft noch weit, weit entfernt von Gender-Gleichheit ist“

    …was unfassbar traurig ist, aber leider in gesellschaftlich obsoleten Mustern fußt, die in letzter Zeit durch den wieder aufkeimenden Konservatismus und die gnadenlos gendernde Medienwelt und die ebenfalls gnadenlos gendernde Industrie (durch Produkte) wieder verstärkt wird. Ich habe drei Jahre in einem Laden gearbeitet, bei dem (ich hatte leider keinen Einfluss darauf, rigide Geschäftsvorgabe) Spielsachen nach Jungs und Mädchen sortiert waren. Allein mich kritisch zu äußern über diesen Zustand hat ein Personalgespräch zur Folge gehabt. Und wie oft habe ich Mütter/Väter zu ihren Töchtern, die bei der „Jungs-Ecke“ geschaut haben, sagen hören: „Komm her, was willst du denn da, du bist ein Mädchen, das ist doch Jungsspielzeug!“ .. oder zu ihren Söhnen eben, die zu den „Mädchen-Sachen“ gingen, sagten: „Du bist doch kein Mädchen!!! Los, komm, das brauchst du nicht!“.
    Oder wenn es in der Schule oder gar später in Seminaren heißt: „Wir brauchen mal ein paar starke Männer, hier, die Tische müssen umgestellt werden“. Oft ist es leider auch so, dass viele sich mit ihren Rollen abfinden. Automatisch nach Feiern das Putzen und den Abwasch übernehmen, während die Männer die Bierkisten zum Getränkemarkt zurückbringen. Oder am Computer gucken sollen, warum die Geburtstags-Videopräsentation nicht läuft oder das Signal nicht zum Beamer übertragen wird.

    Soll heißen: Das ist nicht nur aus feministischer Sicht ein Problem.

    „15. Auch wenn es manche Frauen in ihrem unmittelbaren Umfeld vorgeben, nicht zu spüren“

    …oder es einfach nicht spüren, weil sie gesellschaftlich so konditioniert wurden, dass sie sich voll und ganz mit ihrer Rolle identifizieren.

    Nein, find ich nicht gut. Und wie gesagt: Gibt es leider bei beiden Geschlechtern. Als Mann Schwäche zu Zeigen und mal nicht (gemäß der Geschlechterstereotypie) „stark“ zu sein, ist oft ein Grund, von Frauen belächelt, ausgelacht oder als Schlappschwanz tituliert zu werden. Leider.
    Daher finde ich es auch hier falsch, nur Frauen als Opfer zu sehen.

    „16. Weil es arrogant (und falsch) ist, zu sagen, Feminismus ginge einen nichts an, weil er nicht aktiv davon betroffen sei“

    Jeder ist davon betroffen, entweder als Verlierer oder „Gewinner“. Aber wie schon vorhin bin ich der Meinung: Ersetze Feminismus mit einem Wort für den Kampf für Geschlechtergerechtigkeit ohne Nachteile für das jeweils andere Geschlecht.

    „17. Weil das Wort „Glasdecke“ existiert“

    Ich habe den Begriff ehrlich gesagt noch NIE gehört. Nach etwas Googlen und Lesen: Gleichberechtigung in den Topebenen? JA! Und auch sonstwo! Allerdings sollte die Qualifikation die Jobvergabe entscheiden, nicht aber, ob die sich bewerbende Person einen Penis oder eine Vagina hat.

    Ich habe mich als Verkäufer sehr häufig in Supermarktketten und Drogerien beworben und bekam auch schon mehrfach Absagen mit der Begründung, dass nur weibliche Kräfte eingestellt werden. Fair?

    Auch hat eine neue Leitung einer meiner letzten Arbeitgeber systematisch alle männlichen Mitarbeiter aus den Zweigstellen wegrationalisiert bzw. herausgeekelt. Fair?

    „18. Weil Frauen immer noch weniger verdienen als Männer“

    Definitiv ein Missstand, der endlich beseitigt werden muss.

    „19. Weil es dieses YouTube-Video gibt“
    „20. Weil James Bond ein „Klassiker“ ist“
    „21. Weil der Urheber des Youtube-Videos sich für den Zusammenschnitt der sexistischten James Bond Stellen rechtfertigen musste“
    „22. Weil das Video KEIN Comedy Video ist“

    Keine Meinung, weil: Mich interessiert James Bond nicht. Seit Ewigkeiten nicht mehr, nachdem ich 1997 oder so den dritten überhaupt gesehen habe. Langweiliger „Mann ist total cool und der totale Held und hat ein hübsch aussehendes (oder als hübsch geltend aussehendes) Girl an seiner Seite.“-Klischeekack.

    „23. Weil es Produkte für Mädchen in Rosa gibt und für Jungs in Blau, die sich an die jeweiligen Geschlechter besser verkaufen“

    Siehe meine Antwort auf 14. Und ja, es ist grausam. Ich empfehle übrigens das Buch „Die Rosa-Hellblau-Falle“ zu dieser Thematik.

    „24. Weil Kinder immer noch in den klassischen Rollenbildern aufwachsen“

    Unsere beiden Mädchen nicht. Meine Frau ist die Meisterin der Bohrmaschine und streicht die Wände. Ich bin Meister der Waschmaschine und übernehme hier 90% der Putzerei. Ich schau mit meiner Frau Schnulzen, wir schauen aber auch Actionfilme und Superheldenkram. Wir schauen querbeet. Weil wir BEIDE das mögen. Die Mädels spielten mit Barbies (urg…) UND Autos, rauften und machten sich dreckig, sie waren beim Spielen rabiat. Sie waren einfach Kinder mit eigener Entwicklung. Eine hatte einen Boxsack im Zimmer. Heute sind sie, wer sie sind. Stark, selbstbewusst und kritisch gegenüber „typischen“ Geschlechterrollen.

    „25. Weil die Reaktion einer Frau auf eine sexuelle Belästigung solche Auswirkungen hat “ (danach Hohlbrot-Screenshot eines Peters)

    Mit Feminismus wird man Dummheit nicht bekämpfen können. Auch nicht mit Bildung. Sorry für diese pessimistische Sichtweise, aber ein Peter wie dieser wird leider immer solche Argumente haben. Sicher, es gibt diese Damen, die sich bewusst, auf Beute aus, offensiv, provokativ, aufreizend anziehen, weil sie jemanden an Land ziehen wollen. So wie es auch Männer gibt, die ihren Oberkörper entblößen, damit sie angeschmachtet und angegraben werden. Aber die sind bei beiden Geschlechtern deutlich in der Unterzahl, der Rest möchte einfach nur gut aussehen, weil er/sie Bock darauf hat.
    Mit Feminismus wird man leider auch keine Sexualtäter bekämpfen können. Egoistische Arschlöcher, die sich holen, was sie wollen, wird es immer geben.

    „26. Weil Gegner der Frauenquote mit dem Argument „möge der Beste gewinnen“, implizieren, dass Frauen grundsätzlich in ernstzunehmenden Entscheidungspositionen schlechter sind als Männer“

    Selbst meine Frau ist gegen eine Frauenquote, denn sie diskriminiert letztendlich auch den Mann, der einen Job vielleicht deshalb nicht bekommt, weil die gleichermaßen qualifizierte Frau den Zuschlag bekommt, weil sie eine Frau ist. Nein, NIE darf das Geschlecht entscheiden, sondern STETS die Qualifikation. Und auch hier ist natürlich abzuwägen: Wie viele BewerberINNEN gibt es überhaupt für einen vakanten Job? Vielleicht vier Männer und vier Frauen? Oder sieben Männer und nur eine Frau?
    Nein, eine Frauenquote halte ich auch für den falschen Weg. Vielmehr sollte die Arbeitswelt generell mehr für Geschlechtergerechtigkeit geöffnet werden. Nehmen wir noch mal das Beispiel mit der Drogerie: Warum sollten die mich als Mann nehmen, wenn zwei Bewerberinnen ein genau so gutes Bewerberprofil haben? Nur weil ich Mann bin und somit eine Männerquote gewährleistet ist?

    „27. Weil ich kürzlich mit zwei Single Freundinnen am Tisch saß, der von einem Mann als „verzweifelter Frauentisch“ tituliert wurde“

    Waren bestimmt ungefickte Kerle, die lange keinen Stich mehr abgekriegt haben, wenn Du mich fragst. Oder einfach nur dumme Menschen. Vielleicht beides. Aber auf jeden Fall Letzteres.

    „28. Weil ich seiner Meinung nach keinen Humor hatte, weil ich mich über diese Aussage beschwert habe“

    Dummheit und gesellschaftlich erzwungener maskuliner Stolz. Ignorieren. Wie gesagt: Dummheit ist meist auch nicht durch Bildung heilbar. Stehen lassen, solche Idioten.

    „29. Weil man als Feminist/in grundsätzlich keinen Humor hat, wenn man sich über sexistische Handlungen und Aussagen beschwert“

    Auch komisch formuliert. Wenn ich mich über sexistische Handlungen oder Aussagen beschwere, habe ich auch keinen Humor. Dann ärgere ich mich nämlich. Oder verstehe ich den Punkt einfach nur falsch?

    „30. Weil „…wie ein Mädchen“ oder „du Mädchen“ eine Beleidigung ist“

    Ist halt das Pendant zu „typisch Mann“ in gewisser Weise. Doof isses trotzdem.

    „31. Weil weibisch eine Beleidigung ist“

    Ich finde schon, dass das Wort „Weib“ eine Beleidigung ist, denn es hört sich schon negativ und minder bewertend an. Obwohl: „weiblich“ hat ja wieder einen sachlichen bzw. positiven Ton.

    „32. Weil Frauen in der Schweiz erst 1971 das Wahlrecht bekommen haben“

    …traurig.

    „33. Weil starke Frauen „bitchy“ und starke Männer „Führungskräfte“ sind“

    Ich alter Schlappschwanz mag meine bitchy Frau. Aber mal ernsthaft: Starke Frauen, die einfach nur stark sind, sind wunderbare Führungskräfte. Starke Frauen, die nach unten und gegen Männer treten, sind Arschlöcher bzw. Sexistinnen.
    Optimal wäre eine Welt, in der beide Geschlechter gleich stark und gleichermaßen respektvoll wären. Und gebildet.

    „34. Weil Hilary Clinton sich in ihrem Wahlkampf gegen sexistische Attacken wehren und sich für ihr Geschlecht rechtfertigen muss“

    Stimmt auf jeden Fall. Trotzdem finde ich sie aus diversen politischen Gründen (sie wird nicht umsonst „Killary“ genannt) mindestens genau so gruselig wie Trump. Alleine aus letzterem Grund halte ich von ihr genau so wenig.

    „35. Weil Angela Merkels Outfits bis heute kommentiert werden“

    Ja, Lookism sucks.

    „36. Weil Tampons und Binden „Luxusartikel“ sind und mit 19% besteuert werden“

    Find ich auch unfassbar.

    „37. Weil es Pick-Up Artists gibt“

    Musste ich tatsächlich auch erst googlen. Gibt wohl auch weibliche. Hm. Egal. Find ich einfach nur dämlich.

    „38. Weil Slut-Shaming existiert“

    Den Begriff kannte ich auch noch nicht. Und ja, es ist wirklich traurig.
    Jedoch eine Ausnahme: Wenn beispielsweise jemand, egal, ob jetzt Mann oder Frau, promiskuitiv lebt, aber durch Untreue Partner bewusst verletzt, dann ist er für mich ein egoistischer und in dieser Hinsicht schlechter Mensch, der sich schämen sollte. Männliche wie weibliche „Schlampen“.

    „39. Weil sich Frauen nachts bedroht fühlen“

    Ebenfalls traurig. Doch es gab auch durchaus Situationen, in denen ich mich sehr unbehaglich fühlte und sogar Angst hatte, von einer Horde Primaten erst mal verprügelt zu werden.

    „40. Weil es in so vielen Subkulturen als Frau schwer ist, respektiert zu werden (Skaten, Heavy Metal, Rap)“

    Rap ist gerade im Mainstream leider sexistischer Mist. Leider gibt und gab es allerdings auch nie wirklich viele weibliche Szenevertreterinnen.
    Ich habe mich sehr lange in der Metalszene bewegt und muss sagen, dass das Problem einfach das war, dass z.B. auf Konzerten oder in Plattenläden eben kaum weibliches Publikum zu finden ist. Und wenn, dann sehr häufig nur als Anhängsel. So die eingefleischten weiblichen Fans waren eher die Ausnahme. Es GAB und GIBT sie einfach nicht in der Anzahl, keine Ahnung, warum. Auch in der Musikerszene.. da gibt es so wenige Musikerinnen, weil es einfach so wenige Musikerinnen GIBT. Wo soll man die also her holen? Und sorry, es gibt reichlich Bands im Metalbereich, die weibliche Musiker in ihren Reihen haben oder aus ausschließlich Damen bestehen/bestanden. Angela Gossow (Arch Enemy, mittlerweile durch eine andere Sängerin ersetzt, glaub ich). Sabina von Holy Moses. Die schwedische Frauenband Drain. Oder einst Phantom Blue. Oder Maximum The Hormone (Schlagzeugerin). Bolt Thrower (Bassistin). Kontrust, Skin Diary, Jingo de Lunch und Your Army (Sängerinnen), Pain hatten immer wieder mal Frauen im Line-Up. The Gathering und Nightwish (Sängerin), Blood Command (Sängerin). Also da gibt es reichlich, die mir in kürzester Zeit einfallen. Aber ansonsten? Wo keine Musikerinnen sind, weil sie vielleicht auch einfach kein Interesse daran haben, kann man auch keine Musikerinnen herholen. Und was den Respekt betrifft, so hab ich ehrlich gesagt jetzt noch nicht viel mitbekommen außer irgendwelchem Machoscheiß, der auch außerhalb dieser Subkulturen (leider) „normal“ ist.

    „41. Weil es die Tussi-Strafe im Fußball gibt“

    Schlechter sexistischer Joke, gegen den Feminismus nichts ausrichten kann und wird. Weil Dummheit und so.

    „42. Weil Aziz Ansari“

    …was? Wir haben hierzulande auch doofe Comedians. Kennste? Kennste?

    „43. Weil Jungs im Kindergarten gemobbt werden, wenn sie mit Puppen spielen“

    …oder Mädchen mit Autos. Hatten wir oben schon.

    „44. Weil Männer Ängste, Schwächen und Emotionen haben dürfen“

    Das sprach ich weiter oben ja auch an. Von wegen. Sie werden schnell als Memmen (Ängste), Schlappschwänze (Schwäche) oder Weicheier/Schwuchteln (Emotionen) gebrandmarkt. Entweder von Geschlechtsenossen oder von Frauen.

    Beide Geschlechter sollten diese drei Dinge haben dürfen, ohne dafür ausgelacht/abschätzig behandelt zu werden.

    „45. Weil sich Männer und Frauen aller Körpertypen gut fühlen sollen“

    ..right. Hauptsache gepflegt. Und nicht selbstzerstörerisch ungesund.

    „46. Weil der Begriff Feminismus negativ konnotiert ist“
    „47. Weil viele Männer denken, Feminismus wäre etwas gegen sie“

    Was dem einen der beiden Feminismen, nämlich dem destruktiven Feminismus zu verdanken ist! Siehe Anfang meines Posts.

    „48. Weil Frauen in anderen Ländern und Religionen die Menschenrechte genommen werden“

    Da geh ich mit dir d’accord.

    „49. Weil sich mindestens eine Person über den Post beschweren oder lustig machen wird“

    Dafür brauchen wir keinen Feminismus. Dafür brauchen wir eine Waffe gegen Dummheit.

    „50. Weil uns Feminismus alle betrifft“

    Weil uns Gleichberechtigung alle betrifft.

    • Danke für deinen Beitrag. Ich habe nicht nochmal alle 50 Punkte kommentiert, aber die (für mich) wichtigsten!

      Zu Alicia Keys: Sie musste sich tendenziell vor Männern rechtfertigen. Darum geht es aber gar nicht in meinem Punkt. Sie muss sich rechtfertigen. Das ist absurd genug. Vor wem ist da erst mal egal. Ich sage nicht, dass alle Männer den Finger auf Alicia Keys zeigen – das machen sicherlich auch Frauen und das ist mindestens genauso schlimm.

      Auch dein Punkt zwei ist wahr, dass jeder auf andere Frauen- bzw. Männetypen steht. Jedoch wenn es um die kommerziellen Medien geht nicht. Frauen lesen überall wie es darum geht, Männern zu gefallen (natürlich sind jene Beiträge auch oft von Frauen selbst geschrieben) – auch wenn es natürlich in der Realität anders aussieht.

      Zu 6.: Das Thema ist SO komplex (ähnlich wie das Frauenquotenthema), da muss ich einen eigenen Beitrag schreiben. Da reden wir dann nochmal.

      9.: Klar ist das Bullshit. Aber ist halt trotzdem so und das nervt. Ich möchte nicht, dass es dafür ein männliches Vokabular gibt. Ich möchte, dass es diesen Begriff nicht mehr gibt. Ich will an der Stelle betonen, dass Frauen, wenn es ums Äußere geht, ganz anders unter die Mangel genommen werden als Männer. Natürlich gibt es auch Männer mit komplexen wegen ihrer Badehose, aber bei ihnen wird ein bestimmtes Aussehen schlichtweg weniger erwartet. Da spreche ich von Tendenzen. Männer haben tendenziell ganz andere Probleme, beispielsweise die der Gefühle und Emotionen zeigen, was ihnen sehr oft verwehrt wird.

      12.: Das ist das „Not all men“-Argument. Natürlich werden auch Männer sexuell belästigt. Aber nicht im Ansatz so oft wie Frauen. Ich stand kürzlich in einer großen Runde mit mindestens 8 Männern und alle meinten, dass sie keine Angst nachts hätten und dass sie nicht nahezu jedes Wochenende dumm angemacht oder angegrabscht werden. Man kann sich als Mann wirklich nicht vorstellen in was für einer Quantität das einer Frau passiert. Einfach so Brüse anfassen, „ficken?!“ Sprüche, die einem hinterher gerufen werden, geschweige denn die Tatsache, wie oft einem auf den Arsch gehauen wird.

      14.: Klar, das ist nicht nur aus feministischer Sicht ein Problem. Da ist wieder der Punkt, dass Feminismus alle etwas angeht und sich alle an diesem Begriff aufhängen. Frauen sind in der heutige Zeit noch das schwächere Geschlecht. Das ist so. Männer werden aber genauso wie Frauen von Kind an in eine Gender-Rolle gedrängt und das ist ein Problem! Sowohl aus feministischer Sicht als auch aus gesellschaftlicher Sicht.

      17.: Nicht fair. Auch hier wieder das „Not all Men“ Argument. Du wurdest schon mal für einen Job abgelehnt. Gut. Du bist ein Mensch, das passiert. Das Problem ist nicht, dass Frauen ab und zu für einen Job abgelehnt werden. Da sprechen alle Statistiken der Welt für sich. Frauen haben weniger Aufstiegsmöglichkeiten als Männer. Das ist einfach Fakt und da kann man nicht diskutieren.

      22.: Das ist schön, dass du kein James Bond Fan bist. Darum geht es aber nicht. James Bond ist ein Klassiker und wird von sehr vielen als Klassiker gesehen – sowohl von Frauen als auch von Männern. Wie James Bond mit Frauen umgeht in dem Video muss man eigentlich nicht weiter besprechen. Und das ist übrigens nicht der einzige Film, in dem Frauen so behandelt und dargestellt werden – bei weitem nicht. Und ja, auch hier gibt es wie in jedem Punkt auch Ausnahmen und Positivbeispiele. Aber ich spreche hier immer noch von Tendenzen.

      24.: Du kannst nicht in so vielen Punkten von Ausnahmen sprechen. Das ist toll, dass ihr eure Mädchen von einem Genderstigmata bewahren könnt. Aber auch da: Tendenziell ist das einfach nicht der Fall.

      26.: Es sind viele Frauen gegen die Frauenquote. Es sind viele Frauen gegen Feminismus und es sind viele Frauen gegen Frauen. Das ist ein großes Problem. Wie gesagt: Das Problem sind nicht nur Männer. Aber wie oben gesagt, da braucht’s einen extra Beitrag.

      29. Wieder Not all Men. Ich beschwere mich mittlerweile leider fast täglich wegen irgendeiner sexistischen Sache – und das wohl gemerkt nicht nur bei Männern. Viele Frauen bringen auch sexistische Kommentare. Und zu den oberen Punkten: Natürlich ist er ein Idiot. Aber davon gibt es einfach zu viele. Ignorieren mache ich nicht mehr, weil man (und das ist wirklich wichtig) als Mann keine Ahnung hat, wie oft Frauen in so eine Situation geraten.

      33.: Absolut.

      34.: Dass man Clinton als Führungskraft aus diversen Gründen ablehnt? Darum geht es nicht. Sie muss sich als Frau andauernd erklären, das darf einfach nicht passieren.

      39.: Und auch hier: Not all Men. Ist dir mal passiert, okay. Das passiert sicherlich ab und zu Männern. Frauen passiert es fast jede Nacht (je nach Viertel und Gegend), dass sie ein ungutes Gefühl hat.

      42.: Ich liebe Aziz Ansari, das hast du falsch verstanden.

      49.: Doch, dafür brauchen wir Feminismus. Ein Mittel gegen Dummheit wäre natürlich auch noch was.

      Wichtig ist für mich abschließend nochmal zu sagen: Es geht nicht darum zu sagen, dass alle Männer an dem Zustand schuld sind. Die Gesellschaft hat sich in diese Richtung bewegt und jetzt gilt es, das ganze aufzubrechen und Menschen darauf aufmerksam zu machen, damit sie aus ihrem eingeschränkten Blick hinaussehen.

      • Liebe Amelie,

        es freut mich, dass Du Dir die Zeit genommen hast, darauf einzugehen. Denn Austausch ist wichtig, auch unter den Geschlechtern. Wie gesagt, „Feminismus“ und „Maskulinismus“ hat leider – als Wort gesehen – immer so ein Kriegs- und Grabenkampfs-Geschmäckle. Gleichberechtigungsaktivismus fände ich schöner und passender. Und klar, in den meisten Fällen muss vieles zu Gunsten der Frau verschoben werden. Klare Sache.

        Zu der Alicia-Keys-Sache: Nein, muss sie nicht. Niemand kann und darf sie dazu zwingen. Es ist IHRE Sache, was sie tut. Und wenn sie das sagt, erübrigt sich jede Rechtfertigung. Zumal sie als extrem bekannte Prominente auch noch eine riesige Plattform hat, um genau dieses „Fuck you“ zu untermauern. Fänd ich cool.

        • Klar. Ich finde den Austausch genauso wichtig und anders als bei dem anderen Kommentator finde ich deine Argumentation verständlich und weniger konfrontativ. Auf dieser Ebene unterhalte ich mich gerne!

          Liebe Grüße,
          Amelie

          • Ja, ich stelle mir die weitere Diskussion durchaus spannend vor. Und vielleicht gewinnen wir beiderseitig Erkenntnisse.

            Mit dem anderen Kommentator meinst du bestimmt John Doe, der im Grunde auch nicht viel anders macht als ich. Den letzten Spruch hätte er sich aber schenken können, denn der macht alles kaputt. Und okay, er hätte nicht unbedingt mit „richtig“ oder „falsch“, sondern eher mit „finde ich auch“ oder „nein, das halte ich für Unsinn“ auf Deine Punkte eingehen können.

            Was mich halt bei Deinem Artikel an manchen Ecken stört, ist, dass er oftmals schlichtweg zu viel Subjektivität in sich birgt. Zu vieles einseitig beleuchtet. Und ja, auch wenn es hier um FEMInismus geht, so sollte auch dieser aus multiplen Blickwinkeln gesehen, verstanden und auch diskutiert werden dürfen, ohne dass man sich gegenseitig angiftet. Dafür bildet dein Artikel hier und da aber leider genau eine solche Vorlage, auch wenn Du das vielleicht gar nicht beabsichtigt hast.
            Und Aggression, wenn auch nur unterschwellig, hilft niemandem weiter und schlägt nur eine tiefe Kluft da rein wo eigentlich gar keine sein sollte.

            In einer anderen Diskussion meinte man zu mir, ich nenne laufend Gegenbeispiele und ich würde Dinge damit relativieren/aufrechnen. Nur: Wie kann man aus mehreren Perspektiven diskutieren, wenn man nur die eine akzeptiert? Ich möchte doch nichts relativieren oder aufrechnen und schon gar nicht den Mann als Geschlecht hinstellen, dem es genau so schlecht oder noch schlechter geht. Das ist absoluter Unsinn, da das garantiert NICHT meine Absicht ist. Die Sache ist halt die, dass eben nicht nur hinsichtlich Frauen ein Ungleichgewicht herrscht, sondern das auch in vielerlei Hinsicht bei Männern der Fall ist. Und natürlich kann ich als Mann auch nur meine eigenen Erlebnisse und Eindrücke mit einbringen (und Erkenntnisse, die ich zum Teil gemeinsam in Gesprächen mit Frauen – auch meiner – gewonnen habe). Ich möchte den Feminismus doch nicht diskreditieren oder unwichtig reden. Ich möchte lediglich hier und da aufzeigen, wo er durch Falschverstandenheit oder Instrumentalisierung Grenzen überschreitet, die alles fördern, nur nicht die Gleichberechtigung.

            Feminismus darf nicht:
            – eine Verschiebung der Berechtigung über die Mitte hinaus zur Folge haben. Kein Geschlecht darf Vorteile zu Ungunsten des anderen haben.
            – den Mann unter Generalverdacht stellen
            – den Mann in Sippenhaft nehmen
            – einseitig sein, auch oder gerade im ‚pro Frau‘-Kontext
            – plakativ nur die Opferrolle der Frau in den Vordergrund stellen. Die Frau soll zeigen, wie stark sie ist. Nein, eher generell, nicht etwa im sexuellen Kontext (Belästigung und Schlimmeres) – das ist ein ganz anderer Schuh.
            – übersehen, dass in vielen Bereichen auch der Mann das Nachsehen hat.
            Daher: GLEICHberechtigung.

            Also, bitte, werft Männer und Frauen, die ein paar der eher unschönen und der Gleichberechtigung nicht förderlichen Auswüchse des Feminismus kritisieren, nicht gleich in den anti-feministischen Topf. Dafür gibt es Jan Deichmohle, über den man nur den Kopf schütteln kann.

            Und: Nein, ich möchte niemandem meine Ansichten oder meine Meinung aufdrücken. Es sind Beobachtungen, Folgerungen, Gedanken, die ich einfach nur äußere und so gut wie möglich begründe.

            Vielleicht passt es nicht so ganz zur Diskussion hier, aber vielleicht ja doch: Ein großer Teil meines Bekanntenkreises besteht aus Frauen, ich glaube sogar, sie überwiegen. In Gruppen (Schulungen, Arbeit, Seminare etc.) komme ich mit Frauen besser klar. Eigentlich überall in meinem direkten sozialen Umfeld. Das war schon früher in der Schule nicht anders. Da hing ich mehr mit den Mädchen ab als mit den Jungs. Und weißt Du, was einer der Gründe war? Mir war dieser Männlichkeitsdruck zuwider. Als Junge ständig diese Beweise von körperlicher Stärke. Der ganze Fußballscheiß. Irgendwelchen beschissenen Vandalismus. Irgendwelche beknackten Mutproben. Später als Mann dann ging es weiter. Egal, ob in Clubs, Kneipen oder sonstwo: Geschwätz über Autos interessierte mich nicht. Über Sport ebenfalls nicht. Wenn jemand über (Zitat, kein Eigenvokabular) die geilen Hupen des Gerätes gegenüber und was sie für einen geilen Arsch hat und dass sie bestimmt dauerfeucht sei, redete, war mir das einfach nur unangenehm und ich wäre vor Fremdscham am liebsten unsichtbar geworden. Und das meiste, ja eigentlich alles von diesem ganzen anderen als „männlich“ geltenden Kram auch nicht. Wenn ich dann meine Unlust an Aktionen („lass uns mal nen Fußballabend machen“) oder Tätigkeiten („Na komm, mach das geile Gerät da drüben klar, du hast doch schon länger keine mehr gehabt, du hast doch bestimmt dicke Eier! Hey… *pfeif* der hier“…[zeigt auf mich]…“steht auf Dich!“) signalisierte, was glaubst Du, was ich mir da anhören durfte? Weichei, Schwuchtel, Warmduscher, kein Kerl, verkapptes Weib sind da noch die nettesten Worte, die fielen. Ganz zu schweigen davon, dass man dann vor versammelter „Mann“schaft lächerlich gemacht wird. Was ich damit sagen will: Der gesellschaftliche Druck, als Mann auch maskulin sein zu haben, ist nicht zu unterschätzen und ist auch ein großes gesellschaftliches Problem.

          • Dass der Druck, als Mann „maskulin“ im klassischen Sinne sein zu müssen, ein gesellschaftliches Problem ist, finde ich auch – das behandle ich auch in meinen 50 Punkten! Ich verstehe das total und stelle mir das auch schrecklich anstrengend vor. Mehr dazu bald!

  14. Ich misch mich dann mal ein.
    War eine interessante Diskussion bis „Feminismus darf nicht“. Feminismus darf alles (oder zumindest muss er sich nichts von einem Kommentator auf einem Blog verbieten lassen). Und dann kannst du dich entweder anschließen oder nicht.
    Der wichtige Punkt, der als Antwort auf fast alle von Chris’s Argumenten gelten kann, ist, dass der Feminismus eine Antwort auf die traditionelle Benachteiligung der Frau in der Gesellschaft sucht. Die Aufwertung der Frau und weiblicher Attribute könnte und sollte beiden Geschlechtern zu Gute kommen. Wenn Weiblichkeit nicht als per se negative Eigenschaft betrachtet wäre, müßtest du dich nicht vor der „MANNschaft“ rechtfertigen und „kein Kerl“ oder „verkapptes Weib“ wäre einfach nur ein faktisch nicht akkurates, etwas verwirrendes Statement, nicht eine Beleidigung. Wenn du von Frauen erwartest, dass sie „stark“ sind und Stärke zeigen, ist das derselbe Anspruch, den diese unangenehmen männlichen Freunde an dich stellen. Warum sollen Diplomatie, Sanftheit und Einfühlsamkeit eine Schwäche sein?
    Amelie hat hier, außer vielleicht bei sexueller Belästigung, meines Erachtens Männer nicht angegriffen sondern versucht, Frauen aufzuwerten oder aufzuzeigen, in welchen Bereichen das dringend geschehen muss. Wenn Männer sich dadurch implizit angegriffen fühlen, liegt das daran, dass sie lange Zeit den natürlichen bzw gesellschaftlich etablierten Vorteil in so vielen Bereichen des öffentlichen und privaten Lebens hatten und diesen angegriffen sehen bzw meinen, sie müssen sich dafür rechtfertigen. Müssen sie nicht. Es ist schön, dass Männer keine „Badehosenfigur“ anstreben und sich nicht dafür rechtfertigen müssen, wenn sie kein Make-up tragen. Hoffentlich haben Frauen irgendwann mal dasselbe Privileg. Dass dem noch nicht so ist (denn Alicia Keys WURDE dafür kritisiert, dass sie kein Make-up trug, und egal wie absurd das ist – Brad Pitt hat dieses Problem eher selten, glaub ich) ist nicht Schuld der Männer sondern ein Problem in der Gesellschaft (Filme, Bücher, Magazine, Musik, you name it) das der Feminismus (unter anderem) in Frage zu stellen versucht.

  15. Liebe Jane,

    Feminismus darf alles? Also auch übers Ziel hinausschießen und anderen schaden? Darf er ein Ungleichgewicht zugunsten der Frau mit sich ziehen? Und Ach, Brad Pitt, da gab es auch viel Spott. ‚Der sieht ja aus wie Helge Schneider‘, ‚duscht der sich überhaupt? ‚ usw…. Ist nicht so, dass da nicht auch zuhauf Kommentare kommen. ;)

    Was den Rest Deines Posts betrifft, bin ich überwiegend bei Dir. Die pauschalisierende Annahme allerdings, dass der Mann sinngemäß seinen ‚Status‘ in Gefahr sieht oder seine Komfortzone in Gefahr sieht, ist nur teilweise wahr. Das trifft nur auf egoistische Idioten, Patriarchen und Machos zu. Den Schuh ziehe ich mir jedenfalls nicht an.

    Und ja, klar wird Keys zu Unrecht kritisiert, aber nur weil sie kritisiert wird, hat sie es doch nicht nötig, sich zu rechtfertigen. Über dieser ‚Kritik‘ sollte sie doch stehen.

    Jedenfalls: Ich stelle den Feminismus nirgendwo in Frage, lediglich diverse Formen dessen Auslegung. Wie ich bereits sagte oder meinte: Feminismus ist gut, wenn er das Gute für die Frau stärkt und das Schlechte eliminiert. Aber halt nicht mit Brechstange und nicht mit Kollateralschäden.

    Ich freue mich, dass die Diskussion hier unter uns beleidigungs- und frei von Aggressionen ist.

  16. Ich bin auch ein Mann lieber John Doe.
    Mein Kommentar wird wohl aus offensichtlichen Gründen
    gestrichen werden (ggf. nur teilweise; müssen).

    Aber:
    Darf ich dich ein bildungsresistentes,
    testosterongesteuertes, empathieloses
    ARSCHLOCH

    (bitte die Definitionen googeln und auch die Seiten, die beschreiben,
    wie (echte !!) Gentlemen ticken; hat was mit solider Bildung zu tun,
    soll nicht beleidigen, sondern die gesellschaftliche Anerkennung
    einer Verhaltensweise -ob verbal oder Verhaltensbasiert- beschreiben)

    nennen?

    PS: Bevor Sie (und nicht nur hier) Ihre Weisheiten zum Besten geben
    und berechtigte Kritiken in Frage stellen:

    Sollten Sie:
    sich als Mindeststandard intensiv mit Psychologie, Soziologie, Pädagogik, Wirtschaftskommunikation, ergo Marketing/PR, ergo
    Meinungsmanipulation (Gehirnwäsche), sowie mit
    Medizin und Neurologie auseinandergesetzt haben.

    Idealerweise auch mit Statistik (Chaostheorie) und noch einer
    ganzen Reihe wissenschaftlicher Disziplinen wie
    Anthropologie, Geologie, Topographie, Chemie, Physik, et c.

    In einzelnen Argumentationen scheinen Sie Begründungen
    zu widerlegen, bzw. erscheinen -ohne tiefere betriebswirtschaftliche
    Kenntnisse- widerlegt.

    Hier nur ein Beispiel aus dem Bereich Soziologie, Psychologie:

    #38: Das ist teilweise richtig. Jeder soll sich von mir aus zeigen, wie er will. Warum man sich freiwillig selbst als „Slut“ bezeichnet leuchtet mir zwar nicht ganz ein, aber gut. Zudem behalte ich mir das Recht vor, nichts mit jemand zu tun haben zu wollen, wenn er das nur aus Gründen der Aufmerksamkeit tut.

    Sie ahnen ja bereits selbst, dass Ihnen Einsicht fehlt und Sie hier nur
    Ihre „Meinung“ wiedergeben.
    Und das ist eben NICHT gut !

    Ihnen fehlt es evident an fachlich akademischem Hintergrundwissen um
    adäquat auf die hier zugrunde liegende Problematik außerhalb
    Stammtisch-Niveaus eingehen zu KÖNNEN. (!)
    (Auch wenn Sie selbst von sich glauben, dass Sie die
    Qualifikation dazu haben)

    Ohne mich wie Sie auf einen selektiven Zerpflückungsrausch einzulassen:
    (Ich kann Ihnen hier aus Platz- und Zeitgründen versäumte
    Bildungsinhalte ohnehin nicht nachvermitteln)

    Diese Ihre (hier verbale) Verhaltensweise zieht sich durch Ihren
    gesamten Kommentar und stellt bis auf vernachlässigbare Kleinigkeiten
    daher ein -auch gesellschaftspolitisches- Desaster dar!

    Leider werden selbst manche Frauen diesem selbstgerechten
    Macho in selbst sachlich ungerechtfertigten Begründungen Recht geben.
    Ein Problem, das sich durch ALLE Lebensbereiche zieht
    und mir schon immer Zahnweh bereitet.

    Anmerkung:
    Liebe Ava,
    hier muss ich Amelie absolut Recht geben. Und ihr Kommentar

    51. Männer wie du, die Frauen erklären, was falsch und richtig ist.

    ist den Ausdünstungen von John Doe auch angemessen.
    Eine Absolution bekommt er für einen derart hintertriebenen Text von
    mir nicht.

    Sorry Ava, aber Sie haben sich von einem Blender täuschen lassen.
    Viel Luft, aber keine echte Substanz dahinter. (Schaumschläger)
    PS: Lohnmuster aufgrund Geschlechts werden nicht im Controlling
    entschieden, sondern vorher und an anderen Wirkbruchstellen
    und Automatismen.

  17. Die meisten dieser Gründe finde ich zusammenhanglos und fast schon bemitleidenswert… weil es fast garnichts mit der Realität zutun hat. In deinen Worten, die sich wie Gift lesen lassen, sehe ich viel mehr Arroganz statt einer sachlichen Grundlage für die CO- Existenz des Feminismus. (Was soll das Bild genau aussagen, in der sich eine Frau die coole Sonnenbrille per Fernbedienung aufsetzt? Ist das der arrogante und zugleich jämmerliche Humor einer Möchtegern feministin?😂) Steht in deinem geistigen Dünnschiss auch nur ein konkreter Lösungsweg ? Auch nur ein genauer Plan was genau getan werden kann, um beispielsweise gegen Sexismus etwas zu ändern ? Eine innenpolitische Lösung ? Oder Tritts du nur offene Türen ein ?

  18. Also einige Argumente hast du Recht gut zusammengefasst, andere wiederum sind einfach nicht richtig. 3 gute Argumente hätten gereicht, wenn man auf diese näher eingegangen wäre…

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