Amazed by: PB 0110

19. Januar 2014 von in

Als wir über die Messen Premium und Seek spazierten, machten wir uns mit dem Taschenlabel PB 0110 bekannt. Die minimalistische Kollektion ist aus robustem, vegetarisch gegerbten Leder und hält sich in einem natürlichen Farbspektrum von hellem Grau über Schwarz bis hin zu Nude. Die Preise sind stolz und bewegen sich zwischen 300 und 800 Euro, doch wir können es nicht lassen und spielen mit dem Gedanken, wenigstens auf einen Geldbeutel zu sparen.

Phillip Bree verließ das Familienunternehmen BREE und gründete das Taschenlabel PB 0110, das er im Januar 2013 launchte. Ein mutiger Schritt, wenn man den sicheren Hafen verlässt und sich ins Ungewisse stürzt – aber wer wagt, gewinnt. Und so gewinnt Phillip Bree zumindest bei uns ganz sicher. Der Hannoveraner kollaborierte für die neue Kollektion mit der Designerin Ayzit Bostan; eine gute Entscheidung. Gemeinsam schufen sie eine Lieblingstasche nach der anderen!

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10 Antworten zu “Amazed by: PB 0110”

    • Ich denke, damit ist einfach gemeint, dass die Gerbung mit pflanzlichen Gerbstoffen durchgeführt wird. Es gibt auch Gerbverfahren, in denen tierische Fette eingesetzt werden, der Großteil des Leders wird aber mit Chrom(III)-Salzen gegerbt. Der Vorteil an der pflanzlichen Gerbung ist wohl, dass es umweltschonender ist, da kein mit Schwermetall belasteter Abfall anfällt. Ob die Qualität des Leder dadurch zwangsweise besser ist, weiß ich nicht.

      PS. Die Taschen sind sehr schön, besonders gut gefällt mir Tasche 2 :)

  1. Hm, schöne Taschen. Aber bin ich die Einzige, die es merkwürdig findet, auf Modeartikel „sparen“ zu „müssen“? Dieses ganze Gerede von „Investitionen“ geht mir zunehmend auf den Geist. Nichts gegen hochwertige Produkte, aber sollte man sich etwas wie einen Geldbeutel einfach leisten können und nicht monatelang Geld dafür beiseite legen müssen? Ich kaufe mir keinen Maserati, weil ich es mir nicht leisten kann. Also kauf ich mir keine Tasche, die außerhalb meines Budgets liegt (und zudem noch völlig unnötig ist, weil ich schon mehrere Taschen habe).
    Hirnloser Konsum hat zwei Seiten: Die Einen rennen einmal die Woche zu H&M und Zara und decken sich mit minderwertigen Kunstlederfummeln ein, die Anderen sparen auf ein 300€-Portemonnaie… Irgendwas dazwischen wär mal erfrischend.

    • Liebe Marta,
      ich mag die Definition von Investition bei Konsumartikeln auch nicht, aber: Ist es nicht schöner, wenn man sich in ein Modeteil wie beispielsweise diese Tasche verliebt und dann monatelang darauf spart, um sich diesen Wunsch zu erfüllen – mit dem Wissen, dass dieser Artikel vielleicht auch noch besser hergestellt worden ist als bspw. bei H&M und Zara? Als wenn man jede Woche zu H&M und Co. rennt und diese Dinge nach ein paar Wochen nicht mehr mag? (Ja, ich denke da mittlerweile auch anders). Nur weil ich mir nicht sofort die teure Handtasche leisten kann, heißt es ja nicht, dass ich sie mir nicht kaufen kann – ich kann ja darauf sparen. Aber das muss es einem natürlich wert sein.
      Ich persönlich würde beispielsweise nicht monatelang nur Nudeln mit Tomatensoße essen, um mir eine Tasche zu kaufen, aber solange mich das Sparen nicht schmerzt, sondern mir viel mehr Freude bereitet, weil ich mir irgendwann das tolle Teil leisten kann, ist es doch in Ordnung.
      Ich gebe dir recht, niemand braucht zehn Taschen – aber manchmal hat man vielleicht dann doch zwei oder drei Tasche gerne – gerade als Mensch mit einer Liebe zur Mode.
      Es ist ja immer so: Theorethisch braucht niemand einen Maserati oder einen Ferrari, kaufen tun diese Autos manche trotzdem – auch Leute, die es nicht aus der Portokasse zahlen können. Jeder setzt seine Prioriäten anders, und natürlich mag das Kaufen von teuren Taschen mit monatelangem Sparen erst einmal komisch wirken, für jemanden, der Mode liebt, Materialien mag und eine tolle Garderobe wundervoll findet, ist es das vielleicht aber nicht. Andere verreisen viel, andere wiederum kaufen Technikgeräte etc. Und natürlich: Am Ende ist alles Konsum, der unnötig ist – insofern ist das Wort Investition nicht sonderlich treffen. Für einen Modeliebhaber kann es aber quasi eine Investition in die eigene Garderobe sein, die eine solche Tasche aufwertet. Aber auch hier gilt: Es ist und bleibt Konsum – insofern ist das Wort in letzter Zeit sehr inflationär gebraucht worden.
      Liebe Grüße!

    • Liebe Marta, ich mag das Gerede von Investitionen auch nicht – deshalb vermeide ich das Wort in dem Konsum-Kontext eigentlich immer. Neben Artikel, die sehr hochpreisige Marken vorstellen, wie diesen hier, haben wir ebenso schon Labels vorgestellt, die weitaus bezahlbarer für uns sind. Wie Antonia schon meinte, ändert sich unser Kaufverhalten und auf etwas zu sparen ist demnach absolut nichts Schlechtes und nichts, wofür ich mich, wie ich finde, rechtfertigen müsste. Wer auf ein geliebtes Stück spart, schätzt es vermutlich noch länger als einen Spontankauf. Liebe Grüße!

  2. Ich finde die Taschen fast alle sehr schön, aber sehe in der Kollektion u.a. die Louis Vuitton Noe (die ja nun schon auch von Mansur Gavriel fast 1:1 kopiert wurde), dann die Céline Box Bag und die Half Moon Bag von A.P.C. Klar, es gibt nicht unendlich viele Taschenformen, aber dieser minimalistische Einheitsbrei ist auf Dauer auch ziemlich eintönig!

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