Buchtipp: 5 Bücher auf meiner Leseliste

24. Oktober 2019 von in

Herbstzeit ist die Zeit der Bücher, genauso wie Sommer-, Winter- und die Frühlingszeit, übrigens. Deshalb habe ich beschlossen, mir diese Woche Zitronenkuchen zu backen. Was ihr nicht wisst ist, dass ich nie Zitronenkuche backe, also grundsätzlich backe ich nicht, deshalb ist das eine große Sache für mich. Das Backen ist ein Sinnbild der Häuslichkeit, die sich einschleicht und das wiederum ist bei mir doch saisonal bedingt. Herbst also. Den Zitronenkuchen möchte ich am Sonntagmorgen zu frisch gebrühtem Kaffee essen und dazu ein gutes Buch lesen, während es draußen regnet.

Das habe ich in der Vergangenheit bereits getan, zum Beispiel mit Was man von hier aus sehen kann von Mariana Leky, die deutsche Antwort auf Murakami, wenn man so will. Oder schon vor ungefähr zehn Jahren, als ich mich im zarten Alter von 17 Jahren in Judith Hermann verliebte und ihren Kurzgeschichtenband Sommerhaus, Später einatmete wie die Luft in den damals noch verrauchten Cafés. Heute raucht man nicht mehr in Kaffeehäusern, ich bin älter aber wahrscheinlich nicht weniger verträumt als früher. Darüber bin ich froh, denn um an einem Sonntagmorgen selbst gebackenen Zitronenkuchen zu essen und ein gutes Buch zu lesen, braucht es Melancholie, Ruhe und den Mut zum Träumen.

Für den kommenden Sonntag bin ich vorbereitet. Mit einer überraschend langen Buchliste, die ich heute mit euch teilen möchte. 5 Buchtipps stehen auf meiner Liste von Büchern, die ich noch lesen möchte und wer weiß, vielleicht habt ihr ja Lust, mitzumachen.

Buchtipps: 5 Bücher auf meiner Leseliste

Johanna Adorján – Männer

Die Journalistin und Schriftstellerin Johanna Adorján beschreibt in kurzen Kapiteln Männer, die ihr begegnet sind. Empfohlen wurde es mir von meiner Freundin Teresa, seither sehe ich das Buchcover gefühlt alle 10 Minuten in meinem Instagram-Feed. Alle, die es bisher lasen, waren begeistert. Also muss ich auch ran.

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*German reco* // Ein Buch // Erst vor kurzem entdeckte ich den Instagram-Acccount der Journalistin und Schriftstellerin Johanna Adorján. Gestern habe ich mir einige neue Bücher gekauft unter anderem Adorjáns Roman: „Männer“. Johanna beschreibt in 67 kurzen Kapiteln verschiedene Typen von Männern, die ihr in ihrem Leben begegnet sind. Mein Lieblings-Kapitel ist die Geschichte von Rolf: „Rolf bog zu Fuß in die ruhige kleine Seitenstraße in Berlin ein, die ich entlanglief und in der gerade jemand einparkte, was ich nicht bemerkt hatte, mein Gott, Autos, aber Rolf sah hin, sah richtig in das Fahrzeug hinein, und während er nun seine Schritte verlangsamte, umspielte ein kleines Lächeln seine Mundwinkel. Und dann sagte er, ganz für sich und gut hörbar: „Ja, ja.“ Ich habe dieses Buch leider in weniger als vierundzwanzig Stunden durchgelesen, weil es so gut ist, und ich bin jetzt ehrlich gesagt fast traurig, dass es vorbei ist. Ich kann euch nur raten, es auch so schnell wie möglich auch zu kaufen, weil es wie Matthias Brandt sagt, wirklich „saulustig“ und dabei intelligent und scharfsinnig geschrieben ist. Danke, Johanna!

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Jörg Fauser – Rohstoff

Ich habe bereits den Schneemann von Jörg Fauser gelesen. Er hat mir gefallen, wieso also nicht an sein bekanntestes Werk „Rohstoff“ wagen? Empfohlen hat es mir mein Freund Ferdinand, als wir bei zu vielen Gläsern Wein über Buchtipps sprachen. Er sagte, es sei irgendwie wie Faserland von Kracht nur aus den Achtzigerjahren. Klingt gut.

Jia Tolentino – Trick Mirror

Hier schon wieder ein Tipp von Teresa. Und schon wieder ein beliebtes Buch, das ich seither irgendwie überall sehe (Nicht ganz überraschend, weil Bestseller). Die Sammlung an Essays der Journalistin beim The New Yorker drehen sich rund um Selbstreflexion. Um es in den Worten von einer Person zu sagen, die das Buch bereits gelesen hat: “It’s easy to write about things as you wish they were—or as others tell you they must be. It’s much harder to think for yourself, with the minimum of self-delusion. It’s even harder to achieve at a moment like this, when our thoughts are subject to unprecedented manipulation, monetization, and surveillance. Yet Tolentino has managed to tell many inconvenient truths in Trick Mirror—and in enviable style. This is a whip-smart, challenging book that will prompt many of us to take a long, hard look in the mirror. It filled me with hope.”—Zadie Smith

Gekauft.

David Sedaris – Calypso

Okay, erst einmal hat Calypso von Sedaris in der Kategorie „Bestes Buchcover aller Zeiten“ gewonnen. Das Buchcover ist mindestens genauso lustig wie David Sedaris selbst, der König der Kurzgeschichten. Sein Buch Let’s Explore Diabetes with Owls hat mich bereits überzeugt. Calypso wird das bestimmt auch schaffen.

Halle Butler – The New Me

Was Pandora Sykes noch besser kann, als gut auszusehen, ist schreiben. Und lesen! The New Me von Halle Butler ist eine Empfehlung von Pandoras Lieblingsbüchern. Die nehme ich gerne an, The New Me ist eine Coming of Age Geschichte und wer würde sie nicht lieben? Ich tue es jedenfalls. Um es in den Worten von Book Gal zu sagen: „A millennial existential crisis has never been described so accurately than here in these pages. Halle Butler is brilliant. She’s insightful and her prose is razor-sharp. And then there’s her humor; dark, sarcastic, slightly inappropriate – aka my kind of humor.“

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A millennial existential crisis has never been described so accurately than here in these pages. Halle Butler is brilliant. She’s insightful and her prose is razor-sharp. And then there’s her humor; dark, sarcastic, slightly inappropriate – aka my kind of humor. I laughed out loud at Butler’s descriptions of women interacting in the work place, her take on that atrocious show, Once Upon a Time (I’m sry if you’re a fan of it, if it makes you feel any better I watch The Bachelor and Real Housewives), the random spurts of motivation to get your life the F together, amongst other things. ⁣ ⁣ The book isn’t just funny though; there were also times I wanted to burst into tears while reading it because of how relatable Millie’s despair felt. What am I doing? Does any of this matter? Should I be further along in life? What does further along even mean? Should I clean my apartment and meditate for 5 hours and than go to Whole Foods? Seeing a character reckon with these questions made me feel less alone in what can sometimes feel like a daily ride on the struggle bus. ⁣ ⁣ I love getting lost in made-up, obscure, literary worlds when I’m reading, but it’s also refreshing to see a world you recognize and inhabit to be reflected upon. I was literally reading this book after I’d been working in the Merchandise Mart (where Millie’s temp job is) for a fashion trade show so I was laughing at Butler’s descriptions of the pretentious design showrooms there. All my fellow twenty-somethings and thirty-somethings going through the motions every day, trying to figure everything out, this book is for you 🖤

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