Cherry Picks: Von modischen Glücksmomenten, gewollter Kinderlosigkeit, traumhaften Urlaubsoasen und anderen kunterbunten Fundstücken

25. März 2021 von in

Ich klinge wie meine Oma, aber wenn ich auf den Kalender blicke, frage ich mich, wo bitte die letzten drei Monate hin sind? Vielleicht liegt es am eintönigen Alltag, dass die Zeit noch ein bisschen schneller rennt als sonst. Vielleicht auch ma neuen tierischen Mitbewohner, der die Nächte kürzer und die Tage länger macht. Oder einfach am Alter. Denn Himmel, alt bin ich langsam auch. Um nicht weiter mit der rasenden Zeit beschäftigen zu müssen, grase ich das Internet ab. Was auch sonst tun, in diesen Zeiten? Und so habe ich wiedereinmal allerlei Schönes und Kunterbuntes sowie Wichtiges gefunden.

In tristen Zeiten hilft Kunterbuntes sehr – und so freute ich mich über den Kurzfilm „The art of value“ von Designer William Fan. Während ich seit gut einem Jahr keinerlei Modekollektion so richtig bewusst verfolgt habe, ließen der Film und die beiden neuen Kollektionen des Designers mein Herz springen. So viel Farbe, so schöne Stoffe. In dem Film zeigt Fan seine Spring/Summer 2021 sowie Fall/Winter Kollektion – und das auf ganz besondere Art und Weise. In „The art of value“ treffen einzigartige Charaktere – unter anderem die liebe Trang von Club Kitchen – aufeinander, die in einer retro-futuristischen Zukunftsvision des neuen, mehrsprachigen Berlins leben. Regisseurin Sylvie Weber und Producserin Marietta Auras lassen in Zusammenarbeit mit William Fan einen Film entstehen, der nicht nur in eine traumhafte, bizarre Welt entführt, sondern auch unser aller Schönheitsideale in Frage stellt. Manchmal vergesse ich, wie sehr ich Mode liebe und dann braucht es nur so einen kleinen Film und ich weiß, warum ich damals mit einem reinen Modeblog gestartet bin.

Einen weiteren modischen Glücksmoment hatte ich diese Woche, als mein liebstes Fair Fashion Label The Odderside seine neue Spring/Summer Kollektion launchte. Ich liebe das Label aus Polen und mag die lässigen, weiblichen Styles. Mittlerweile versuche ich, meinen Fast-Fashion-Konsum zu verringern und bewusster faire Mode einzukaufen. The Odderside hat mich hier noch nie enttäuscht, außer dass ich jetzt nach dem Sichten der neue Teile unbedingt für ein paar Tage in die Sonne ans Meer will.

 Imagine a perfect day,
What would it be?
Where would you go?
What would you do?
Let’s get in the car and escape for a while on the roads not taken.
Nothing behind us, everything ahead of us.

 

 

Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an

 

Ein Beitrag geteilt von THE ODDER SIDE (@the_odderside)

Und der letzte modische Höhepunkt aus dem Internet: Die ersten Fotos von der Verfilmung „The house of Gucci“ mit Lady Gaga. Ich liebe alles an der Ridley Scott Verfilmung und danke dem Kostümbildner:innen für ihre Arbeit. Diese italienischen Mode-Vibes der 70er- und 80er-Jahre sind sowas von großartig, dass ich mich schon im Kuschelpullover und gucciresken Mütze den Skiberg in Südtirol hinabsausen sehe. Ich kann’s kaum erwarten, die Saga über das italienische Modehaus zu sehen. Mehr Fotos vom Set zeigt Vogue. 

 

Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an

 

Ein Beitrag geteilt von Lady Gaga (@ladygaga)

Wie glücklich kann man sein, wenn alle Welt davon ausgeht, dass man unglücklich ist? Dieser Satz trifft wohl sehr gut auf Frauen zu, die bewusst kinderlos bleiben oder niemals einen Kinderwunsch verspürten. So rein sie mit ihrer Entscheidung sind, keine Mutter werden zu wollen, so drastisch sind die Unterstellungen von außen, dass „das ja irgendwann noch komme“, „mit dem richtigen Mann auch ein Kinderwunsch da sei“ oder „man es später auf jeden Fall bereuen werde“. Während Männern sehr viel seltener die Frage nach dem Kinderwunsch gestellt wird, wird auch ein Nein zum Vaterwerden sehr viel eher akzeptiert. Frauen hingegen geraten in die Rechtfertigung, ihnen wird die Entscheidungsgewalt abgesprochen und oftmals sogar medizinische Eingriffe verwehrt. Ein Drama, wenn ihr mich fragt. Denn der Wunsch oder Nicht-Wunsch nach Kindern ist eine so persönliche, so individuelle Entscheidung, dass wahrlich niemand mitzusprechen hat. Autorin Melanie Schröder hat auf Jetzt.de über ihren nicht vorhandenen Kinderwunsch geschrieben und aufgezeigt, wie fürchterlich es sein kann, wenn jeder meint, man sei unzufrieden oder fehlerhaft, nur weil man eben keine Mutter werden will.

Doch darf ich nicht selbst frei entscheiden, was mit meinem Körper passiert und wie ich mein Leben gestalten will? Warum überhaupt wird diese durchaus intime Entscheidung immer wieder zum Gegenstand öffentlicher Diskussionen? 

 

Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an

 

Ein Beitrag geteilt von Fabienne Sand (@ffabae)

Auch Fabienne von This is Jane Wayne hat vor einem Jahr eine Entscheidung getroffen: Sie wollte endlich alleine wohnen. Den Schritt hat sie lange hinausgezogen, sich in der Sicherheit der Wohngemeinschaft wohler gefühlt und es am Ende doch gewagt, trotz finanzieller und emotionaler Bedenken. Wie gut ihr das Wohnen ohne andere Mitbewohner:innen tut und warum sie sich wünscht, sie hätte diese Entscheidung so viel eher getroffen, beschreibt sie ganz wunderbar in ihrer Kolumne auf This is Jane Wayne. 

Das Thema Finanzen ist als Frau extrem wichtig. Ich bin so froh, dass seit einiger Jahren immer mehr Frauen aufgeklärt sind und privat für sich oder gemeinsam mit dem Partner:innen vorsorgen. Denn Altersarmut ist nachwievor bei Frauen ein Thema. Der Gender Pay Gab führt dazu, dass noch immer vermehrt Frauen die Kindererziehung übernehmen und kurzerhand in der Teilzeit- und somit auch Armutsfalle landen. Aufklärung über Finanzen, über die richtigen Verhandlungen in einer Partnerschaft und das richtige Anlegen des eigenen Geldes sind extrem wichtig – und dank Madame Moneypennyy & Co. auch für jeden zugänglich. Jetzt gibt es ein neues Buch, das auf meiner Leseliste gelandet ist: „Wie Frauen ihre Finanzen in die Hand nehmen können“ von Christiane von Hardenberg. Die Mutter und Investorin erklärt, wie man einfach seine Finanzen vermehrt und nicht nur Geld auf dem Konto brach liegen lässt. Das Interview auf Ohhmhh hat mich schon überzeugt, das Buch werde ich lesen und dann hoffentlich auch mein Geld noch einen Ticken schlauer anlegen. Denn – und das ist das Wichtigste – es ist nie zu spät, anzufangen.

 

Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an

 

Ein Beitrag geteilt von the Addresses (@the_addresses)

Reise-Sehnsucht haben wir momentan wohl alle, der Großteil von uns ist aber glücklicherweise vernünftig und verschiebt das Reisen erstmal auf unbestimmte Zeit. Damit wir uns aber an die schönsten Orte träumen können und unseren Sommerurlaub 2022 vielleicht schon planen können, hat Tine von Inattendu den vielleicht schönsten Reiseanbieter in diesem Jahr herausgesucht. The Adresses bietet wunderschöne Design-Häuser in Portugal zum Mieten an. Und wenn ich sage, Design, meine ich die vielleicht schönsten Holiday Homes, die ihr je gesehen habt. Hilft meine Reisesehnsucht nur bedingt, lässt mich aber vorfreudig auf die Irgendwann-Urlaube blicken. Denn genau da will ich hin.

Und zu guter Letzt: Es gibt mal wieder einen Podcast mit mir. Die wunderbare Journalistin Katharina Altemeier hat ihren Podcast „Hallo Angst“ gelauncht. Und ich durfte in ihrer allerersten Folge Gast sein. Uns verbindet nämlich nicht nur die Liebe zum Schreiben und journalistischen Arbeiten, sondern auch die Erfahrungen mit Panikattacken und Angstzuständen. In der ersten Folge des Podcast sprechen wir ganz offen über unsere Ängste, wie wir uns ihnen stellen und warum das offene Sprechen über Angst immer eine gute Idee ist.

 

Sharing is caring

Schreibe einen Kommentar

Mit dem Absenden des Kommentars bestätigst Du, dass Du unsere Datenschutzerklärung zur Kenntnis genommen hast.