Congee am Morgen vertreibt Hunger und Sorgen: Ich habe die warme Reissuppe zum Frühstück für mich entdeckt

17. Februar 2021 von in

In vielen Regionen Chinas und Indiens ist sie schon seit Jahrhunderten ein fester Bestandteil der Ernährung: Congee, der ayurvedische Reisbrei oder Reissuppe. Sie ist sowohl Teil der Chinesischen Medizin als auch ein fester Bestandteil der ayurvedischen 5-Elemente-Lehre. Grund dafür sind ihre leichten, reinigenden, bekömmlichen und nährenden Eigenschaften. Sie wird als Heilmittel verwendet, soll aber auch der Gesundheit vorbeugen. Dabei besteht Congee im Grunde nur aus zwei Dingen: Wasser und Reis.

Das klingt erstmal unheimlich fad, aber ich bin in letzter Zeit auf den Geschmack gekommen. Da Congee nicht nur den Darm entgiftet und reinigen soll, sondern er außerdem geschmacklich abwechslungsreich ist, wenn man die ayurvedische Reissuppe als Grundlage für wandelbare Rezeptideen verwendet. Ich esse den leicht schleimigen warmen Brei momentan jeden Morgen in ganz unterschiedlichen Varianten. Für manche ist er sicherlich gewöhnungsbedürftig, für mich seit der ersten Verkostung genau das Richtige.

Basic Congee Rezept: Die Grundlage der Reissuppe

Die Zubereitung ist unverschämt einfach. Ich verwende Rundkorn-Sushireis, da er mir besser schmeckt als Basmatireis. In einem Sieb durchspülen und in einen Topf oder Reiskocher geben. Das Verhältnis liegt grob bei 1:10. Also 1 Teil Reis auf 10 Teile Wasser. Ich nehme circa eine halbe kleine Tasse Reis auf ca. 6 Tassen Wasser. Das Verhältnis variiert je nachdem, wie dünn oder dick man den Reisbrei haben möchte. Das Ganze aufkochen und bei niedriger Hitze zugedeckt ca. 1-2 Stunden köcheln lassen, bis die Reiskörner fast zerfallen sind. Zwischendrin immer mal wieder umrühren. Meinen Congee habe ich in meinem Reiskocher gemacht, den mir meine Mama geschenkt hat, und der seither im Dauereinsatz ist und mein kulinarisches Leben ganz schön verändert hat.

Congee Rezepte: Was man mit Congee zum Frühstück so machen kann

Congee hat einen intensiven Reisgeschmack, ist aber im Grunde eine neutrale Grundlage für so ziemlich alles, was man will. Ich koche mir manchmal, wenn ich besonders faul bin, eine große Portion Congee und esse die Reissuppe den Tag über verteilt in unterschiedlichen Variationen. Ob süß oder salzig, es geht alles. Diese (nicht mehr ganz so ayurvedischen aber trotzdem bekömmlich und leckeren) Kombinationen gab es bei mir bisher:

Congee mit Ingwer, frischen Karotten, Rettich, Gurke auf Sesamöl

Dafür hoble ich ein Stück Ingwer, eine Karotte, Rettich und Gurke und vermische die klein gehackte Rohkost mit Thin Soya Soße und Sesamöl. Den „Salat“ setze ich einfach auf den warmen Congee obendrauf.

Die bekömmlichere Müsli-Alternative: Congee mit geriebenem Apfel, Banane, Zimt und Nüssen

Wenn ich Lust auf eine Müsli-Alternative habe, schneide ich einen Apfel und eine Banane klein, und verühre beides mit Zimt, ein paar Datteln und dem Congee. Darüber noch eine Handvoll Nüsse und/oder Trockenobst!

Süßer (No-Milch) Reis: Congee mit zerlassener Butter, Zimt und Honig

Ich liebe Süßkram und Milchreis gehörte als Kind zu meinem absoluten Lieblingsessen. Die Congee-Version schmeckt super lecker, aber stopft nicht so wie der normale Milchreis. Dazu gebe ich in die noch warme Schüssel Congee ein Stück Butter (vegan Erdnussbutter), einen Esslöffel Mandelmilch und streue Zimt und Zucker darüber. So lecker!

One-Pot-Congee mit mit gekochtem Knoblauch, Ingwer, geräuchertem Tofu und Karotten

Was man außerdem machen kann, ist, alles an Gemüse und Gewürzen direkt mit dem Congee mitzukochen. Man gibt dazu einfach alle Zutaten ins warme Wasser und köchelt es mit. Zum Beispiel ein klein geschnittenes Stück Ingwer, Knoblauch, fester Räuchertofu, gehobelte Karotten. Am Ende noch Sojasoße drüber und/oder Sesampaste.

Zwar kann und will ich nicht auf Weizen verzichten, da ich Pizza, Pasta, Brot und Croissants abgöttisch liebe, aber Congee am Morgen ist für mich eine kleine Offenbarung. Ich fühle mich nach einer großen Schüssel nicht mehr erschlagen, sondern genau so ausreichend satt, dass ich nach dem Frühstück gut in den Tag komme. Schon Buddha war überzeugt von dem warmen Brei und ich kann ihm nur beipflichten. Er wird ab sofort ein fester Bestandteil meiner Ernährung sein.

 

Sharing is caring

2 Antworten zu “Congee am Morgen vertreibt Hunger und Sorgen: Ich habe die warme Reissuppe zum Frühstück für mich entdeckt”

    • Den hat meine Mama bei Xiaomi bestellt. Ich finde auch, er sieht hübsch aus für einen Reiskocher! Er kann natürlich auch normalen Reis kochen und hat eine Dämpffunktion. Man kann damit sogar theoretisch Kuchen backen, bzw. dämpfen!

Schreibe einen Kommentar

Mit dem Absenden des Kommentars bestätigst Du, dass Du unsere Datenschutzerklärung zur Kenntnis genommen hast.