Cherry Picks: Über die beste Instanz, den Hunger nach Kontakten, einen lustigen Katzenfilter und einen Gedichtband, auf den ich mich sehr freue

12. Februar 2021 von in

Whoop, es ist schon Februar, und wir liefern euch das allererste Mal unsere Cherry Picks. Zeit wird’s, denn auch 2021 gab es wieder einiges im Internet, das uns bewegt, beschäftigt oder einfach nur betrübt hat. Ihr kennt das ja!

 

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Ein Beitrag geteilt von Enissa Amani (@enissa_amani)

Los geht’s mit Enissa Amanis „Die beste Instanz“. Nicht nur Enissa war so wütend über den WDR und seine „Die letzte Instanz“-Sendung, sondern auch wir. Unglaublich, dass in 2020 eine solche Sendung ohne direkt betroffene Menschen gemacht, geschweige denn ausgestrahlt wird. Das können wir doch wirklich besser. Enissa Amani fackelte nicht lang und rief zur „besten Instanz“ auf. Im Talk mit Natasha A. Kelly, Max Czollek, Gianni Jovanovic, Mohamed Amjahid und Nava Zarabian besprach Enissa Amani die Themen Sprache und Diskriminierung, Sprache und Rassismus sowie Dominanzkultur und sprachlicher Machtmissbrauch. Ein weiteres Thema: Der Anschlag von Hanau, der sich am 19. Februar jährt und bei dem zehn Menschen mit Migrationskultur ihr Leben verloren. Gemeinsam mit ihren Gästen zeigte Enissa Amani nicht nur auf, dass es wahrlich genügend Menschen in Deutschland gibt, die als Expert*innen in solche WDR-Talkshows eingeladen werden können, sondern auch, dass Diskussionen zum Thema Rassismus wirklich zeitgemäß und bewusst geführt werden können. Chapeau an Enissa, und danke für „Die beste Instanz“.

Bis zum 7. März wurde am Mittwoch der deutschlandweite Lockdown verlängert – für viele ein Lichtblick, ich persönlich sehe mich noch nicht im März in Cafés, so sehr ich das vermisse. Als ich vergangene Woche eine Wohnung besichtigte und mit einem Makler sprach, wunderte ich mich im Nachgang über meine Euphorie. Die Wohnung hatte diese nicht ausgelöst, wahrlich aber der Termin. Endlich wieder ein Termin, endlich wieder mit fremden Menschen sprechen. Ich bin sowieso schon jemand, der viel und gerne redet, auch mit Fremden. Diesmal hatte ich den Makler aber wohl zugequatscht. So ein netter Smalltalk kommt doch viel zu selten vor in diesen Tagen.
Die Zeit hat dieses Phänomen auch beleuchtet und einen wunderbaren Artikel über Einsamkeit bei Corona und den Hunger nach Kontakten geschrieben. Wer sich also beim nächsten Telefonat mit der Krankenkasse ganz beflügelt fühlt, I feel you!

 

 

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Ein Beitrag geteilt von The Guardian (@guardian)

Wie verrückt diese Zeiten sein können, bewies diese Woche dieser lustige Ausschnitt eines Zoom-Meetings. Ein Rechtanswalt schaltete aus Versehen einen Filter frei und wurde zur Katze. „I’m not a cat“ löst wohl das „Hört ihr mich?“ ab.
Ich lache immer noch.

 

 

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Ein Beitrag geteilt von Stefanie Luxat OhhhMhhh.de (@ohhhmhhh)

Wer weiß, wie lange dieser Lockdown noch geht: Also suche ich mir nach und nach potentielle Hobbies neben dem Sport, die ich im Frühling so umsetzen will. Das Team von Ohhmhhh hat mich jetzt auf die fabelhafte Idee gebracht, endlich auch mal mehr als nur Kräuter in meinem Garten zu züchten. Wie schön wäre es, im Sommer frische Radieschen oder Salat in meinem Garten zu ernten? Danke für die Inspiration, ihr Lieben! Hier geht’s zum ganzen Artikel!

 

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Ein Beitrag geteilt von The New York Times (@nytimes)


Wie geht es Britney Spears? Diese Frage treibt das Netz seit einiger Zeit um. Fakt ist: Der ehemalige 39-jährige Kinder- und Popstar Britney Spears steht immer noch unter dem Vormund ihres Vaters. Entscheidungen selbst treffen? Nicht erlaubt. Geld ausgeben? Nicht erlaubt. Ein Drama, bei dem die Welt zusieht. Jedoch nicht zum ersten Mal. Bei ihrem Zusammenbruch blickte die weltweite Presse auf die junge Sängerin, verfolgte ihr Leben und ihre Tiefpunkte. Die neue NY Times Doku „Framing Britney Spears“ greift all diese Problematiken auf und zeichnet ein verstörendes bis trauriges Bild. Zeitweise war die Dokumentation auf YouTube zu finden, momentan ist sie auf Hulu zu sehen. Die Chancen stehen gut, dass Disney+ die Dokumentation demnächst aufnimmt, ansonsten lohnt es sich, immer mal wieder auf Youtube zu gucken!

 

 

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Ein Beitrag geteilt von Beige (@beigefeels)

Im vergangenen Herbst offenbare Marie, dass sie einen Burnout hatte – und erfuhr genau das, was ich auch erlebte, als ich von meiner Angst und Panik erzählte: Dankbarkeit. Wir alle sind nicht perfekt, wir allen haben gute Tage, aber eben auch schlechte. Das gehört zum Leben dazu. Jetzt berichtet Marie auf Beige, was ihr geholfen hat, wie sie ihr Leben heute zu strukturieren versucht und warum Schwachsein keinesfalls schlimm ist.

 

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Ein Beitrag geteilt von TNT (@thingocthai)

Erinnert ihr euch noch an die wunderbare Ngoc von The fucking fucks? Ich folge ihr (und Laura) schon so lange auf Instagram und habe mich riesig mit ihr gefreut, als sie im vergangenen Jahr Mutter geworden ist. Jetzt bringt sie inspiriert von ihrer neuen Rolle einen ganzen Gedichtband raus – und ich freue mich so sehr für sie und darauf! Übrigens: 90 Prozent der Einnahmen spendet sie unter anderem an Black Lives Matter und Leave noone behind.

 

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Ein Beitrag geteilt von ZEIT (@zeit)


Kältehilfe

Es wird kalt die nächsten Tage! Also denkt an all die Menschen, die kein Zuhause haben und bei den Minusgraden draußen ausharren müssen. Wer Obdachlose sieht, ruft lieber einmal mehr den Kältebus. Im Instagram-Post der Zeit findet ihr alle Kontaktnummern für die großen Städte in Deutschland. Wer ins Gespräch kommt, kann oft auch mit Tee und warmen Decken helfen. Wichtig ist: nicht wegsehen!

– Anzeige wegen Markennennung –

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Eine Antwort zu “Cherry Picks: Über die beste Instanz, den Hunger nach Kontakten, einen lustigen Katzenfilter und einen Gedichtband, auf den ich mich sehr freue”

  1. Vielen Dank für die Empfehlungen!
    Zur Kältehilfe möchte ich euch noch Manara e.V. ans Herz legen. Gegründet vom Bruder eines Freundes, leisten die beiden und ihre Helfer:innen wichtige Arbeit und gehen auch gerade jetzt bei den kalten Temperaturen durch Berlin und verteilen Tee, Decken, Essen und mehr an Obdachlose. https://www.manara-ev.de/

    Viele Grüße,
    Sarah

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