Essential Oil Magic: Wie ich ätherische Öle für mich entdeckt habe

5. Mai 2020 von in
Ich sitze an meinem Schreibtisch und atme tief ein. Ein warmer, holziger Duft umgibt mich, der mich schon den ganzen Vormittag so konzentriert arbeiten lässt wie selten und mir irgendwie ein wirklich gutes Gefühl gibt. Die Luft, die aus meinem Diffuser strömt, riecht heute nach Orangenschale, Gewürznelken, Zimt, Eukalyptus und Rosmarin.

Es ist eine Mischung verschiedener ätherischer Öle namens „On Guard„, die dafür sorgen kann, dass meine Stimmung sich hebt, ich mehr Energie habe und die sogar mein Immunsystem stärkt – das habe ich zumindest zwei Wochen davor von Hannah Krutmann gelernt: In einem Zoom-Workshop über ätherische Öle, den ich ganz unvoreingenommen an einem sonnigen Samstagvormittag in meinem Wohnzimmer besuchte, und der einmal kräftig alles in mir durcheinanderwirbelte.

Hannah kannte ich schon eine ganze Weile von ihrem Magazin Almost 30, das dieses ganz bestimmte „Almost“ Lebensgefühl um die 30 widerspiegelt, das man genauso mit 25 wie mit 30, 35 oder 48 haben kann. Dann fand ich Hannah plötzlich auf Instagram wieder, wo mich ihre umwerfende Wohnung dazu brachte, einmal ihren kompletten Account durchzuliken und meine eigenen Regale umzuräumen. Auf Femtastics las ich von ihrer ehemaligen Sinnkrise um die 30, aus der viel Neues erwuchs, von Manifestationen in ihrem Leben, vom im Leben ankommen und Pläne umschmeißen – und war endgültig fasziniert von dieser Frau. Als ich auf Hannahs eigener Seite dann darauf stieß, dass sie Workshops zum Thema ätherische Öle und ihre Wirkung auf Körper & Geist gibt, ein Thema, das mich auf der Stelle faszinierte, war es um mich geschehen, ich angemeldet und fieberte nun also dem besagten Samstagvormittag entgegen.

Ausgestattet mit einer Kanne Tee, mehreren Duftproben, die sie im Vorfeld geschickt hatte, gemütlichen Klamotten und einem Schreibblock traf ich mich also mit Hannah und 24 weiteren Frauen in einem Zoom-Meeting, während die Sonne in mein Wohnzimmer strahlte. Und erlebte in den darauf folgenden zwei Stunden etwas, das mir wirklich lange nicht mehr passiert war: Geballte Faszination für ein Thema, das mich total in seinen Bann zog verbunden mit tiefem Respekt und überschäumenden Glücksgefühlen für Hannah und all die weiteren Frauen in diesem Meeting. Normalerweise finden Hannahs Workshops in Berlin statt – und ich kann mir kaum vorstellen, wie schön eine echte Begegnung mit ihr und den Frauengruppen sein muss, wenn schon dieses virtuelle Treffen so viel in mir auslöste.

Ätherische-Öle Hannah Krutmann

 

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Wir sprachen über ätherische Öle, über unterschiedlichste Düfte, die einen sofortigen Effekt auf unsere Körper, aber auch unsere Emotionen und Gedanken haben. Wir sprachen darüber, wie man sich selbst jeden Tag etwas Gutes tun kann, in dem man ätherische Öle auf die Haut aufträgt, zwischen den Händen verreibt und tief einatmet, oder durch den Diffuser in der Raumluft verteilt. Wir sprachen aber auch über unsere Wahrnehmung der Corona-Zeit, über persönliche Hürden und Herausforderungen, über emotionale Themen, die genauer betrachtet werden wollen, über Herausforderungen wie PMS, Angst oder Unruhe, und über ganz persönliche Self Care Erfahrungen. Dieser Workshop war wie eine geballte Ladung Instagram-Inspiration, die einen einfach nur glücklich und voller Tatendrang zurücklässt – denn so inspiriert wie nach diesen zwei Stunden war ich lange nicht.

Ich hatte einige Dinge gelernt, die ich im Anschluss mit diesem Artikel und dem Matcha-Mornings-Podcast noch vertiefte:

Dass ätherische Öle Pflanzendüfte in Reinform sind, und keinen Fleck auf einem Blatt Papier hinterlassen, wenn man einen Tropfen darauf gibt. Dass ein Tropfen Pfefferminzöl denselben Effekt hat, wie vieleviele Tassen Pfefferminztee hintereinander. Dass ätherische Öle auf unseren Körper und unsere Emotionen Einfluss haben, aber auch auf das Raumklima und die Luftqualität. Vor allem aber: Mich mit ätherischen Ölen zu befassen ist ein Hobby, das mich brennend interessiert, über das ich alles aufsaugen möchte, wie ein Schwamm, und das mich dazu bringt, über mich selbst und meine Tagesform zu reflektieren – eine Tätigkeit, die auch ganz unabhängig davon sehr viel Positives mit sich bringt.

Denn vor jedem Tropfen Öl im Diffuser ist es hilfreich sich zu fragen: Wie geht es mir heute? Was wünsche ich mir von diesem Tag? Möchte ich die nächsten Stunden konzentriert arbeiten, möchte ich den Abend einläuten und gut schlafen, wünsche ich mir Glücksgefühle an einem Regentag, oder möchte ich zur Ruhe kommen, wenn mir kreisende Gedanken durch den Kopf wabern?

In diesem Essential Oils Beginners Guide hat Christina von Matcha Mornings mit Hannah gesprochen und alles Wissenswerte für den Anfang zusammengefasst: Auf welchen Ebenen ätherische Öle wirken, was es beim Kauf zu beachten gilt, für wen Ätherische Öle überhaupt etwas sind und wie sie angewandt werden können. Empfehlenswerte Marken gibt es viele, die wohl hochpreisigsten Öle sind von doTerra oder YoungLiving. In Deutschland leichter verfügbar sind die Öle von Primavera, die ebenfalls 100% natürlich und von therapeutischer Qualität sind. Mein erster Spaziergang nach dem Workshop ging also zu Vitalia und zu Alnatura, um mich einmal durch das Sortiment zu schnuppern – und so entwickelte sich in den letzten Wochen aus einigen Ölen, die ich schon hatte, und ein paar Basic-Neuanschaffungen mein ganz eigenes Öl-Sortiment.

Den Anfang machen am besten Öle aus all den verschiedenen Grundrichtungen:
Blumig: Rose, Rosengeranie, Jasmin, Ylang Ylang, Neroli, Palmarosa, Lavendel
Zitrusartig: Zitrone, Grapefruit, Limette, Orange, Bergamotte, Mandarine, Zedrat
Krautig: Pfefferminze, Oregano, Thymian, Rosmarin, Muskatellersalbei, Salbei
Würzig: Pfeffer, Ingwer, Kardamom, Koriander, Nelkenknospe, Zimtrinde
Erfrischend: Eukalyptus, Pfefferminze, Kampfer
Balsamisch: Weihrauch, Benzoe Siam, Vanille, Tonkabohne
Holzig: Zedernholz, Sandelholz, Amyris, Zypresse, Wacholder
Nadeldüfte: Fichte, Weißtanne, Kiefer, Wacholder
Erdig: Vetiver, Patchouli

Nach den Einzeldüften kann man sich fertige Duftmischungen ansehen: On Guard hatte Hannah als Duftprobe mitgeschickt und die Mischung löste in mir sofort so viele positive Gefühle aus, dass ich sie mir in der 15-ml-Flasche kaufen musste. Von Primavera hat mich „Glücksgefühle“ vor allem zum Arbeiten sehr angesprochen, aber auch die Mischung „Yogaflow“ aus Myrte, Grapefruit und Sandelholz. Aber noch viel spannender ist der nächste Schritt: Die eigenen Mischungen aus Basis-Düften herzustellen. Hierzu gibt es einen wahnsinnig großen Fundus an Rezepten, die man vor allem auf Pinterest findet: Man braucht nur „Essential Oils for PMS“ suchen, und bekommt ein Rezept nach dem anderen. Auch in Grundlagenbüchern stehen viele Rezepte zum Ausprobieren – genauso kann man sich aber auch nach der eigenen Nase und den eigenen Bedürfnissen richten. Je intensiver man sich mit dem Thema Ätherische Öle befasst, je genauer man über die Wirkung der einzelnen Nuancen Bescheid weiß, desto mehr Spaß mach das Mischen – man fühlt sich dabei ein bisschen wie eine Parfumeuse, die sich selbst etwas Gutes damit tut.

Die letzten Wochen war ich so inspiriert, wie lange nicht, und erzählte jedem, der es hören wollte, und wahrscheinlich auch allen anderen von meinem neuen Interesse. So einige sind seitdem auch eingestiegen, haben sich den von mir sehr zu empfehlenden Muji Diffuser und ihre ersten Öle besorgt. Wenn auch ihr jetzt so inspiriert von dem Thema seid und mehr wissen wollt, kann ich euch nur Hannahs Workshops ans Herz legen.

 

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Die Termine erfahrt ihr immer aktuell auf Om Lagom – und momentan könnt ihr ganz problemlos von überall aus per Zoom teilnehmen. Viel Spaß – und erzählt doch mal von euren persönlichen Lieblingsölen!

Bilder: Matcha Mornings & Hannah_Lagom

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5 Antworten zu “Essential Oil Magic: Wie ich ätherische Öle für mich entdeckt habe”

  1. finds super spannend. aaaaaber: jetzt mal ne blöde frage, in den diffusor kommt doch auch wasser, richtig? kann der nebel dann nicht für feuchtigkeit im raum sorgen?

    • Genau, da kommt auch Wasser rein und die Luft wird dadurch auch befeuchtet. Wenn man eh trockene Heizungsluft im Raum hat, also im Winter, ist das sogar gut, und ansonsten sollte man darauf achten, auch immer gut durchzulüften! Wenn man wie ich viele Pflanzen in jedem Zimmer stehen hat, wird von ihnen auch noch Feuchtigkeit in der Luft absorbiert. Und den Diffuser selbst sollte man natürlich auch regelmäßig und gründlich reinigen!

  2. Wie spannend. Bin direkt angefixt. 😅Was ich mich aber frage: Geht jedes Öl in jeden Diffuser? Ich dachte immer, das seien spezielle Mischungen, die man dann extra kaufen muss.

    • Wie schön! Du kannst alle ätherischen Öle in Diffusern benutzen, die für Wasser-Öl-Gemische vorgesehen sind, das sind die Gängigen! Duftlampen gehen auch, durch das Erwärmen können sich Düfte aber verändern und ich finde die Diffuser-Wirkung intensiver und ohne Kerze leichter handlebar :)

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