Selfcare-Fragebogen: Marie & Hannah Krutmann und ihr Buch „Everyday Magic“

30. November 2021 von in

Räuchern, ätherische Öle, Alltagsrituale oder Manifestationen: Hannah Krutmann hat mich in den letzten Jahren wahnsinnig inspiriert und auf immer wieder neue Themengebiete moderner Spiritualität aufmerksam gemacht. Themen, die ich früher vielleicht in einer staubigen Eso-Ecke gesehen hätte, die mich aber wahnsinnig bereichert und gezeigt haben, dass man gar nicht an Übersinnliches glauben muss, um einen spirituelleren Zugang zu sich selbst zu finden. Sondern, dass eigene Rituale viel mit Psychologie zu tun haben – und mit bewusster Zeit für sich selbst, die stärkt und gut tut.

Zusammen mit ihrer Schwester Marie hat Hannah nicht nur eine Agentur gegründet, sondern nun auch ein erstes gemeinsames Buch veröffentlicht, von dem ich begeistert bin: Everyday Magic versammelt all die inspirierenden Themen, die ich schon hier und da von Hannah mitbekommen habe, in einem Buch. Und steckt voller Inspiration, wie man moderne Spiritualität mehr in den Alltag integrieren kann. Sogar, und das überraschte mich selbst, das Thema Astrologie mit all seinen Facetten zwischen Mondzeichen, Sonnenzeichen und Aszendent fand ich nach diesem Buch schlüssiger und spannend, was ich nie gedacht hätte.

 

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Ein Grund dafür ist die interessante Herangehensweise der beiden Schwestern, die im Buch immer wieder thematisiert wird: Während Hannah sehr offen für spirituelle Themen ist, sieht ihre Schwester Marie vieles pragmatischer und einiges erstmal skeptisch. Als jemand, der gerne mit kühlen Kopf und logikgetrieben an Dinge herangeht, war Spiritualität und Esoterik erstmal weiter von ihr entfernt als von ihrer Schwester – durch das Buch hat sie aber immer wieder neue Erfahrungen gesammelt und einen eigenen Zugang zu verschiedenen Themen gefunden, wobei sie die LeserInnen ganz offen mitnimmt. Die beiden Blickwinkel auf Themen wie Kristalle, Astrologie, Räuchern oder Manifestieren helfen, einen alltagsnahen und individuellen Zugang zu finden, der mir total gut gefällt.

Zum Buch-Launch von „Everyday Magic“ habe ich Marie und Hannah unseren Selfcare-Fragebogen geschickt, denn genau darum dreht sich ihr Buch: Um einen liebevollen Zugang zu sich selbst, in dem man sich selbst mit kleinen, magischen Alltagsritualen stärkt. Was die beiden so tun, um mehr Selfcare in ihr Leben zu bringen, verraten sie uns jetzt!

Was machst du am liebsten, wenn du alleine bist und runterkommen willst?

Hannah: Irgendwie probiere ich es immer wieder, mich durch meine Gedanke zu beruhigen, aber das hat einfach noch nie geklappt. Ever. Ich muss mich über meinen Körper entspannen. Dafür setze ich mich am liebsten auf mein Meditationskissen von Kaschuba Hommage. Die inspirierende Macherin Irina hat bei der Herstellung direkt meine Wunsch-Intention eingearbeitet. Es ist ein kleines Mantra und geht so: “Wenn ich loslasse, lasse ich los.” Sobald ich mich auf das Kissen setzte, habe ich diesen starken Satz im Kopf und fange an mich zu entspannen. Ich schließe meist die Augen und atme tief durch. Oft habe ich dann noch Lust an einem ätherischen Öl zu riechen oder eine Tierorakel-Karte zu ziehen.

Welche Dinge helfen dir allgemein dabei, dich geerdeter, ruhiger und geordneter zu fühlen?

Marie: Mir hilft Schreiben, um meine Gedanken zu sortieren. Immer, wenn mir gerade zu viel durch den Kopf geht, schreibe ich in mein Journal. Und ich gehe sehr gerne in Berlin ums Tempelhofer Feld. Da es dort keine Häuser und kaum Bäume gibt, kann der Blick ganz weit schweifen. Außerdem ist es immer ein wenig windig. Mit geschlossenen Augen und etwas Fantasie ist es fast wie am Meer. Danach geht es mir immer besser und ich fühle mich ruhiger und ausgeglichener.

Was sind deine Notfallschritte, wenn du merkst, du hast zu viel Stress und wirst dünnhäutiger?

Hannah: Mir hilft es sofort, wenn ich meine Überforderung teilen kann. Marie und ich arbeiten eng zusammen und sehen uns fast täglich. Sie hört mir immer zu und auch wenn sie das Problem nicht magisch lösen kann, fühle ich mich danach schon besser und weiß auch, dass sie respektiert, dass ich an meinem Limit bin und mir vielleicht Dinge abnimmt. Aber auch viele meiner Freundinnen beruhigen mich sofort. Im nächsten Schritt schreibe ich alles für mich auf, mal eher als Journaling, wo ich spiele “Was wäre wenn…?” und meinst dabei feststelle, dass die Dinge alle nicht so schlimm sind. Eine Deadline heißt vielleicht so, aber es geht doch selten um Leben und Tod…auch wenn es sich manchmal so anfühlt. Manchmal schreibe ich aber auch nur endlose To-Do-Listen und habe dann das Gefühl dadurch meinen Kopf zu entlasten. Und mein dritter Trick ist: rausgehen und das am besten mit meinem Hund Olav.

Wie schaffst du es, zu Hause zur Ruhe zu kommen?

Hannah:

Gilmore Girls gucken zum 100sten Mal
Ausführliches Journaling
Schoko-Mushroom Latte “Inner Hero” von INNER ELMT trinken
Mein Meditationskissen von Kaschuba Hommage
Meinen Hund Olav kraulen
Das Buch “Chips im Bett und Yoga im Park – Self Care ganz entspannt” von Alissa Levy
Der Podcast “Drinnies”
Warme Roggenkissen aus der Mikrowelle

Marie:

Trash-Tv: Love Island, Temptation Island – ich nehme jedes Island!
Mit lieben Menschen telefonieren und sich ein wenig beieinander ausheulen
Eingemummelt mit Körnerkissen und Decke auf der Couch liegen und lesen
Collagen basteln und dabei den Drinnies-Podcast hören

Hast du liebste YouTube Workout-Videos, die dir immer gut tun?

Marie: Wenn ich nicht lange suchen möchte oder mir kein anstrengendes Sportprogramm zutraue, mache ich am liebsten den Sonnengruß von und mit Mady Morrison. Ansonsten kann ich die Dance-Workouts von emkfit empfehlen, z.B. das Lizzo-Workout oder die Choreographie zu Mamma Mia, und sich dabei selbst nicht zu ernst zu nehmen!

Und welche 3 Songs geben dir immer ein gutes Gefühl?

Hannah:

“In Hell I’ll Be in Good Company” von The Dead South – klingt vom Titel nicht nach feel good, ist es aber, ich hab eine Schwäche für Banjos und bärtige Dudes
“Plage” von Crystal Fighters als Erinnerung an laue Festivalsommer Nächte
“Whenever, Wherever” (und alle anderen) Shakira Songs

Marie:

“Go Your Own Way” von Fleetwood Mac – als Reminder, dass ich meinen eigenen Weg gehe. Fleetwood Mac empowered immer.
“Christine” von Christine and the Queens – Héloïse Letissier zählt für mich zu den größten Künstler*innen unserer Zeit. Ich mag den Wechsel zwischen Englisch und Französisch in ihren Songs und dass man merkt, dass die Songs sehr persönlich sind.
“You Can’t Always Get What You Want” von den Rolling Stones – Da spricht der Titel für sich. Man kann nicht immer alles bekommen, was man will, das muss man akzeptieren. Mich beruhigt das irgendwie. Weil: You get what you need.

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Was hilft dir abends beim Ins-Bett-Gehen, richtig gut zu schlafen?

Hannah: Ich liebe selbst gemachtes Kissenspray mit ätherischen Ölen: gerade liebe ich die Kombi aus Lavendel, Bergamotte und Vetiver.
Marie: Ich höre jeden Abend ein Hörbuch zum Einschlafen. Das hat sich seit meiner Kindheit so durchgezogen und gibt mir das Gefühl von Geborgenheit.

Und was machst du nach dem Aufwachen am liebsten?

Hannah: Einen Matcha Latte mit Hafermilch in meiner schönen Matcha-Schale von Jérémy Bellina trinken!

Was hilft dir, mehr Achtsamkeit in deinen Alltag zu bringen?

Hannah: Ätherische Öle. Ich schnuppere gern im Laufe des Tages an verschiedenen Fläschchen und nutze diese kleinen Rituale, um in meinen Körper hineinzufühlen.

Zu unserem Essential-Oils-Guide mit Hannah geht es hier entlang!

Hast du Lieblingsprodukte für Beauty-Selfcare-Rituale?

Hannah: Ich habe Basenbäder und auch Basenfußbäder für mich entdeckt. Die mache ich einmal die Woche. Außerdem mache ich mir häufig einen Leberwickel mit meinem Wärmeschal von Femitale, in den ich eine heiße Wärmflasche stecke. Darunter lege ich ein kleines Handtuch, das ich mit Rosmarin-Öl beträufle und in warmem Wasser tränke. Alles  direkt unter meinen rechte Rippenbogen. Es ist total entspannend und ich habe das Gefühl, meine Leber dankt es mir. Ich habe meinen Leberwickel sogar im Sommer zum Camping mitgenommen!

Was sind die absurdesten Dinge, die du schon ausprobiert hast, die dir gut getan und Spaß gemacht haben?

Hannah: Wo fange ich da nur an? Ich habe mal ein sehr inspirierendes Buch zu den Legenden um die Lilith gelesen. Sie gilt als Göttin, als die erste Frau Adams und als die astrologische Komponente der unabhängigen, unangepassten Frau. Über sie wird gesagt, dass sie aus dem Paradies verbannt wurde, weil sie sich Adam nicht unterwerfen wollte und deswegen alleine in die Wüste zog. Ich reiste kurz darauf in die marokkanische Wüste, wo ich dann zur Sommersonnenwende nackt als Hommage an Lilith umhertanzte. Das war ein improvisiertes und irgendwie absurdes Ritual und machte total Spaß.

 

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Wie schaffst du es am besten, Zeit ohne Handy zu verbringen?

Marie: Beim Tanzen brauche ich kein Handy und verliere komplett das Gefühl für Zeit und Raum. Für mich ist Tanzen, Modern Dance & Ballett im Tanzstudio oder zu Hause im Schlafanzug, eine eigene Sprache. Die ich alleine oder gemeinsam mit anderen sprechen kann, wenn ich mal kurz aus der realen Welt mit ihren festen Regeln, Deadlines, Anrufen, Likes und Pings ausbrechen will. Beim Tanzen braucht man nur sich, seinen Körper und Musik.

Was kochst du dir, wenn du dir etwas richtig Gutes tun willst?

Hannah: Gerade meistens Porridge mit leckerem Apfelmus, das meine Freundin Edith aus den Äpfeln aus ihrem Garten gemacht hat.

Welche Orte außerhalb deines Zuhauses geben dir das Gefühl, richtig entspannen und auftanken zu können?

Hannah: Am Wasser bin ich immer entspannt, ich liebe es aufs Meer oder einen See zu schauen.

Und zum Schluss: 5 kleine Dinge, die dir immer gut tun

Hannah:

1. Freundinnen treffen
2. der Film Almost Famous
3. Tanzen!
4. Blumen
5.Schokolade

 

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Marie:

1. Spazieren gehen
2. Tanzen
3. Schreiben
4. Eis
5. durch einen Buchladen laufen

Vielen Dank für das Gespräch, ihr Lieben – Hannahs und Maries Buch „Everyday Magic“ findet ihr hier!

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3 Antworten zu “Selfcare-Fragebogen: Marie & Hannah Krutmann und ihr Buch „Everyday Magic“”

  1. Ihr lieben, das Format gefällt mir richtig gut und auch die bisheringen Interviewpersonen finde ich richtig spannend. Danke also dafür!
    An der Stelle habe ich noch eine kleine Anregung: mich würden auch hier die Selfcare Fragebogen von Frauen* interessieren, die vielleicht weniger ins „Wellness“ Spektrum fallen und z.B. mehr politische Arbeit machen, Sozialarbeiter:innen, Mütter, Handwerkerinnen, Unternehmerinnen, etc. Das sage ich auch, weil sonst die Antworten so häufig in eine ähnliche Richtung gehen und ich da mehr Antwort-Vielfalt richtig spannend fände. No offense natürlich an die Duftkerzen & Yogafraktion, ich sehne mich nur nach neuen Strategien.

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