Jahresrückblick 2016 // Frank Berzbach

10. Januar 2017 von in

Frank Berzbach ist Autor der Bücher „Kreativität aushalten“, „Die Kunst ein kreatives Leben zu führen“ und „Formbewusstsein“. Alle Bücher beleuchten das Thema Achtsamkeit auf unterschiedliche Art und Weise, vernetzen buddhistische Ansätze mit der heutigen Zeit und machen sie westlichen Kreativen zugänglich. Ich habe „Die Kunst, ein kreatives Leben zu führen“ vor drei Jahren gelesen, und dieses Buch war der Anstoß großer Veränderungen in meinem Leben. Es hat mich gelehrt, mein Leben und die Kleinigkeiten um mich herum wahrzunehmen, sie zu hinterfragen und alltägliche Routinen zu durchbrechen. Nachdem ich einen Vortrag von Frank Berzbach besuchte, bestärkte sich meine Ansicht darin, dass jener Autor und Professor weiß, wovon er spricht. Zwei Jahre später durfte ich ihn in unseren Büroräumen von The Stu als Gast einladen und mir im Kollektiv vieler junger Kreative seine Ansichten zum Konsum und Besitz anhören. Ein reflektierter, angenehmer und schlauer Mensch, der mit seinen Büchern mein Denken und meine Lebensart beeinflusst hat und umso froher stimmt es mich, dass sich Frank Berzbach Zeit für unseren Jahresrück- und -ausblick genommen hat!

2016 war für mich ein sehr glückliches Jahr. Ich lebe so, wie ich leben möchte. Mein drittes Buch im Hermann Schmidt Verlag ist erschienen und es kommt gut an. Die Folgen davon haben mein Jahr bestimmt.

In diesem Jahr habe ich erkannt, dass die Demokratie nicht einfach so da ist, sondern dass sie bedroht werden kann. Die Erfolge von Populisten und Despoten weltweit erschrecken mich. Ich bin im vergangenen Jahr daher in eine Partei eingetreten, die sich für die Demokratie, Soziales und Umweltbewusstsein stark macht. Ich leide an den postfaktischen Verhältnissen und an der Rückkehr von Menschen, die lautstark Demokratie und Menschenrechte ablehnen. Ich leide an den Rassisten, die plötzlich in der Öffentlichkeit die Atmosphäre vergiften.

Liebstes Instagramfoto

#formbewusstsein im Fred Perry-Store. #Köln Mit Dank an #fraubösherz

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Der schönste Trip: Meine Lesereisen nach München, Hamburg und in die Schweiz. Mein Urlaub
auf Texel.

Das Lied, das ich 2016 am meisten gehört habe: Das neue Album von Beyonce. Und dann am Ende des Jahres das Album ihrer Schwester. Wenn man sonst fast nur The Smiths und die Beatles hört, ist das eine Umstellung.

Meine liebsten Bücher: »Sound of the Cities« von Ole Löding und Philipp Krohn; die große neue Johnny Cash Biograhpie von Robert Hilburn; »Weiß« von Kenya Hara; ein Buch von Greil Marcus Geschichte des Rock ’n‘ Roll in zehn Songs; das Buch über das Jahr 1967 von Ernst Hofacker. Da waren noch andere.

Liebstes Outfit: Ein weißes Hemd mit schwarzen Punkten in denen »Beatles« steht von Ben Sherman zu Chelsea-Boots. Meine Adidas L.A.-Trainer in schwarz zu schwarzen engen Jeans. Meine Vans und meine schwarze Fred Perry Strickjacke. Im Herbst rote Dr. Martens 8-Loch-Stiefel.

Liebster Artikel auf amazed: Seltsamer Weise Amelie Kahls Text über die Kunst des Scheiterns. Der hat mich berührt, ist sehr aus einer Erfahrung heraus geschrieben und hat mich zum Innehalten gebracht.

3 Menschen, die dich bereichert haben: Das sind mehr als drei.

Was ich viel zu lange nicht gemacht habe und unbedingt mal wieder machen will: Tanzen.

3 Dinge, wofür ich dankbar bin: Gesundheit, Liebe und Glück.

Worauf ich 2017 verzichten kann: Wie seit über 20 Jahren auf einen Fernseher, auf Fleisch, Computerspiele und Fernsehserien.

3 Vorsätze für 2017: Weniger Industriezucker und tierische »Produkte« essen, mehr lesen, mehr Radfahren

So möchte ich mich 2017 engagieren: Ich engagiere mich als Autor über Texte; ich möchte mehr über Demokratie und Mitgefühl schreiben.

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