Jahresrückblick 2016 // Antonia

6. Januar 2017 von in

Hach ja, ich hatte ja gedacht, 2015 war mit unter eines meiner prägendsten Jahre, aber da lag ich Anfang des Jahres gehörig falsch. 2016 knüpfte nahtlos an, war zwar etwas ruhiger, trotzdem irgendwie turbulent, lehrreich und das vielleicht wichtigste Jahr meines Lebens. Ich glaube, ich habe mich noch nie so intensiv mit mir und meinem Leben auseinandergesetzt. Das war anstrengend, fordernd, aber auch wunderbar. 2016, ich habe oft mit dir gehadert, am Ende gehe ich aber sehr glücklich aus diesem Jahr.

2016 war turbulent. Nicht nur für mich persönlich, sondern auch für die Welt. Während ich das Gefühl habe, wirklich ein Stück weit erwachsen geworden zu sein (das Kind in mir gibt es natürlich immer noch) und am Ende dieses Jahres endlich wieder ganz bei mir angekommen bin, wurde die Welt durchgerüttelt und ich habe oft an den moralischen Werten unserer Zeit gezweifelt. Menschlichkeit, Liebe und Meinung zeigen, das war 2016 wichtiger denn je.

In diesem Jahr habe ich erkannt… dass ich die wichtigste Person in meinem Leben bin. Das klingt furchtbar egoistisch, aber nur wer auf sich Acht gibt, hat die Kraft und Energie, auch andere Menschen glücklich zu machen. Achtsamkeit war hier das Stichwort, den Fokus auf mich setzen, das Hamsterrad unterbrechen und auf mich achten, negatives aus meinem Leben verbannen. Also habe ich das ganze Jahr an meiner Achtsamkeit gearbeitet, habe auf meinen Körper und meine Seele gehört, vor allem Arbeit reduziert und somit – und ja das klingt wiederum furchtbar esoterisch wie kitschig – meine innere Mitte gefunden.

#latergram now we’re off to the coast

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Liebstes Instagramfoto
Ich in Island. Der Wind fegt mir ins Gesicht, es ist mega kalt, und kaum Menschen um uns herum. Natur macht mich glücklich, und so hat mich auch dieser Urlaub glücklich gemacht. Ich denke, das sieht man hier.

Der schönste Trip:
Somit war auch mein schönster (und einziger) Urlaub Island. Eine Woche pure Natur ohne viele Menschen, dafür mit der besten Familie und jeder Menge Wind haben gut getan. Tatsächlich würde ich nicht sofort wieder nach Island fahren, dafür aber jederzeit wieder in einen Natururlaub. Vielleicht dann ein Yoga-Natur-Urlaub im Warmen?

island20

Das Lied, das ich 2016 am meisten gehört habe: Schwierig. Ich höre phasenweise Lieder immer bis zum Erbrechen, dann ganz lange nicht mehr. Vorne mit dabei waren aber sicherlich Rihanna – Kiss it better, George Michael – Careless Whisper, Ariana Grande – I’m so into you, Snakehips – All my friends, Beginner – Ahnma und viele, viele mehr. Hören tue ich sowieso am meisten Hörspiele – Die drei Fragezeichen ??? und Co.

Montagsweisheit. #formbewusstsein #frankberzbach #wecallitthestu

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Mein liebstes Buch:
Ich habe dieses Jahr viel zu wenig gelesen. Es liegen hier noch ganze Bücherstapel, denn ich liebe es zu lesen. Das Buch, das mich aber am meisten inspiriert hat, und auch auf meiner Achtsamkeits-Reise eine große Rolle gespielt hat, war Formbewusstsein von Frank Berzbach. Ich kann es wirklich jedem empfehlen – Bewusstsein für sich und die Dinge schaffen – danke Frank!

Blumenkleid5
Liebstes Outfit

Finde ich dieses Jahr wirklich schwierig, weil ich einiges so nicht mehr anziehen würde. Das Zara Blumenkleid hingegen war meine absolute Sommeruniform – und egal,was die Trendskala sagen wird: Das wird auch im kommenden Jahr mit Sneakern wieder getragen.

Liebster Artikel auf amazed:

Amelies Artikel über das Scheitern, mein Artikel zum Wahldebakel in den USA (und die vielen tollen Reaktionen darauf) sowie 50 Gründe, warum wir über Feminismus sprechen müssen (immer noch, ständig!)

Das habe ich 2016 zum ersten Mal gemacht:
Orca-Wale in freier Natur gesehen, mit Menschen, die aus ihrer Heimat geflohen sind, eine Ausstellung realisiert, für adidas in einem Magazin „gemodelt“, einen Werbespot mit John Frieda gedreht, meinen 30. Geburtstag gefeiert, bewusst auf meinen Körper gehört, einen Job freiwillig beendet, jeden Tag Yoga gemacht.

Vegan. #lunch #vegan #healthy

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Hier gehe ich 2017 wieder essen:
Cooperativa. Tushita Teehaus. Bikini Mitte.

Ein Kauf, an dem ich noch lange Freude haben werde:
Mein Schnäppchen des Jahres: die Jimmy Choo Locket Bag auf Vestiare Collective. Ich machte der Verkäuferin ein absurdes Angebot und sie nahm es an! (Das ist mir übrigens nochmal passiert, dazu demnächst mehr). Seitdem hat mich die Tasche schon viele Tage und Nächte begleitet, ein großartiger Kauf.

3 Menschen, die dich bereichert haben:
Ich bin wahnsinnig glücklich, eine großartige Familie zu haben, in der Liebe und Vertrauen herrscht, in der wir offen sprechen können. Gleichzeitig habe ich die besten Freunde dieser Welt. Dafür bin ich jeden Tag dankbar. Und dann habe ich hier die zwei besten Kolleginnen, die auch Freundinnen sind, die mich immer wieder inspirieren, von denen ich lerne und wir in den vergangenen Jahren gemeinsam zu einem großartigen Team geworden sind.
Somit ist es wirklich schwierig, nur drei Menschen aufzuzählen. Es gibt so viele Menschen, die mich dieses Jahr inspiriert haben, immer an meiner Seite waren und sind und die mein Leben jeden Tag bereichern. Manche sind seit Jahren in meinem Leben, andere wiederum kamen erst in diesem Jahr dazu. Die Menschen, die 2016 zu einem wundervollen Jahr gemacht haben und für deren Existenz ich wirklich dankbar bin, sind also Mama, Jule, die Kreutzers, Bella, Minh, Ernie, Julia, Malina, Janina, Milena, Amelie, Nils, Christoph, Basti, Ola, Tim G., Nejma, Susi, Lena und Tommy. Und viele mehr, fühlt euch umarmt.

Was ich viel zu lange nicht gemacht habe und unbedingt mal wieder machen will:
wieder öfter Natur erleben, Waldspaziergänge machen und raus in die Berge fahren, wieder öfter ins Theater, in Lesungen sowie Museen gehen.

3 Dinge, wofür ich dankbar bin:
Ich bin wahnsinnig dankbar, dass ich so viele tolle Menschen um mich herum habe – Familie wie Freunde -, es ihnen gut geht, und wir gemeinsam unsere Zeit verbringen dürfen. Gesundheit, Liebe, all das sind die Dinge, die zählen. Man möchte ja nicht in Plattitüden verfallen, aber ja, ich bin dankbar für dieses große Glück. Genauso wie ich jeden Morgen dankbar bin, dass ich meine Leidenschaft zum Beruf machen konnte, ich niemals mit Groll und Wut an meine Arbeit gehe, sondern immer wahnsinnig viel Freude habe und ein erfülltes Arbeitsleben führe. Und zu guter Letzt bin ich dankbar, dass ich dieses Leben, so wie es ist, hier in München, mit meinen Freunden, führen darf. Ich hatte wahnsinniges Glück – ich hätte auch in einem Krisengebiet geboren werden können, in armen Verhältnissen leben können oder krank sein. Ich bin mir mehr denn je bewusst, wie gut es mir/uns geht – und ich bin dankbar, dass es mir sogar möglich ist, etwas von meinem Glück abzugeben – sei es in Form von Spenden oder Zeit oder materiellen Gaben.

Worauf ich 2017 verzichten kann
Persönlich: gebrochene Herzen. Zuviel Liebeskummer (bei mir und anderen) in den vergangenen zwei Jahren. Das sag ich euch. Ich bin für eine große Portion Happiness für alle! Allgemein kann ich sehr gut auf Populismus sowie Rassismus, Unwahrheiten sowie falsche Freunde verzichten.

3 Vorsätze für 2017:
weiterhin viel Yoga und Sport machen, mich weiterhin gesund und vegetarisch ernähren, und den Arbeitsflow, wie ich ihn mir jetzt erarbeitet habe, weiterführen. Ich möchte weniger besitzen und konsumieren, dafür öfter reisen. Und dann gibt es da noch eine Buchidee, die ich endlich mal weiter verfolgen möchte.

So möchte ich mich 2017 engagieren: Ich bin Journalistin geworden, weil ich Geschichten und Menschen mag. Jeder Mensch hat eine Geschichte. 2017 möchte ich wieder mehr „Geschichten“ erzählen, meine Reichweite nutzen, um über Dinge aufzuklären, Diskussionen und zum Nachdenken anregen. In Zeiten, in denen uns ein ähnliches Wahldebakel droht wie in den USA, ist es wichtig, Position zu beziehen. Das ist zwar nicht typisch journalistisch, als Influencer meiner Meinung nach aber wichtig.

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7 Antworten zu “Jahresrückblick 2016 // Antonia”

  1. Liebe Antonia,
    ich finde es auch mal schön von Bloggerinnen zu lesen, dass sie weniger konsumieren möchten, das ist eine schöne Entwicklung! Eine Frage habe ich zu deinen Outfits: welche Looks würdest du denn so nicht mehr tragen? Ich empfinde deinen Stil eigentlich als sehr stringent.
    Liebste Grüße Sabrina

    • Liebe Sabrina, Danke dir! Ja, mein Stil ist eigentlich sehr stringent, aber es gibt ein paar Outfits, die ich im Nachhinein nicht unbedingt so wieder tragen würde. Warum, kann ich gar nicht genau sagen, aber beim Durchgucken waren einige dabei, wo ich dachte, naja :) aber auch einige, die ich sehr mochte. Hat vielleicht auch was mit der inneren Einstellung zu tun! Liebste Grüße!

  2. ein sehr schöner Rückblick! Besonders deine Pläne für 2017 bzgl. deiner Reichweite und deines Jobs gefallen mir richtig gut, ich bin schon total gespannt auf deine kommenden Artikel!:)
    liebst kati

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