Jahresrückblick 2016 // Lea Rieck

11. Januar 2017 von in

Den Job kündigen, die Wohnung aufgeben und einfach losfahren, auf einem Motorrad. Was klingt, wie ein besonders abenteuerlicher Traum, aus dem man ein bisschen schwindelig aufwacht, wurde für Lea im letzten Jahr Realität: Sie war gelangweilt und beschloss, einfach alles selbst in die Hand zu nehmen. Und sich dem zu öffnen, was die Welt zu bieten hat, und zwar abseits von sicheren Städtetrips und Luxushotels. Ganz allein brach sie im Sommer zu einer Weltreise auf, nur sie und ihr Motorrad Cleo. Hier haben wir euch schon zu Beginn von ihrem grandiosen Plan erzählt, den ihr auf Got2Go verfolgen könnt. Es ging nach Osteuropa, dann weiter über die Türkei nach Georgien, Armenien, den Iran, Turkmenistan, Usbekistan, Tajikistan, Kyrgyzistan und schließlich China, dann Indien, Nepal, Myanmar und Thailand und anschließend Australien. Gerade ist Lea in Südamerika angekommen und hat den ganzen Kontinent noch vor sich.

Was dieser Mut und diese wunderbare Entscheidung für sie dieses Jahr bedeutet haben, wie ihre Reise sie verändert hat und was sonst noch wichtig war, erzählt sie heute in ihrem Jahresrückblick!

2016 war…
Für mich ein Jahr des Aufbruchs und der Veränderung. Langjährigen Job gekündigt und Wohnung aufgegeben, um mit dem Motorrad eine Weltreise zu machen!

In diesem Jahr habe ich erkannt…
Dass es okay ist auch mal unglücklich zu sein. Bevor ich auf Reisen gegangen bin, hatte ich oft das Gefühl mein Leben optimieren zu müssen. Vielleicht doch ein anderer Job? Mehr ins Fitnessstudio gehen? Gesünder leben? Aber es war gar nicht der Alltag, der mich verstimmt hat, sondern einfach meine eigene Laune. Jetzt kann ich auch mal am schönsten Strand dieser Welt sitzen, ohne dass mir die Sonne aus dem Hintern scheint – aber ich weiß dass nur ich selbst daran schuld bin, weil ich gerade absolut das mache, was ich möchte.

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Liebstes Instagramfoto
Weil es mich an einen meiner liebsten Teile der Reise in Tajikistan erinnert und meine Haare danach von einem indischen Friseur verschnitten wurden.

Der schönste Trip
Der Pamir Highway in Tajikistan und Karakorum Highway in Pakistan. Raue Berglandschaften von außerirdischer Schönheit.

Das Lied, das ich 2016 am meisten gehört habe

Mein liebstes Buch
Vielleicht nicht das „liebste“, aber mir zumindest nachhaltig in Erinnerung geblieben, weil ich immer wieder darüber nachdenke: der Schwarze Schwan (Nassim Nicholas Taleb)

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Liebstes Outfit
Ich habe zwei. Immer wieder: Mein rotes Kleid (von Zara). Und ein gelbes Seidenkleid das ich bei Ogaan in Delhi in Indien für die Hochzeit einer Freundin in den USA gekauft habe.

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Liebster Artikel auf amazed
50 Gründe, weshalb wir über Feminismus sprechen müssen. Weil wir wirklich darüber sprechen müssen.
Außerdem die Kolumnen. Weil man nicht nur Mode oder Meinung machen kann, sondern beides.

3 Menschen, die dich bereichert haben
2016 habe ich dank meiner Reise unzählige warmherzige, gütige und spannende Menschen kennengelernt – ich bin dankbar für jede dieser Begegnungen und möchte keine missen oder über die andere stellen.

Was ich viel zu lange nicht gemacht habe und unbedingt mal wieder machen will
Da ich dieses Jahr einen unendlichen Sommer habe und mit dem guten Wetter reise: Skifahren!

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3 Dinge, wofür ich dankbar bin
Diese Reise machen zu können.
Die besten Menschen in meinem Leben zu haben die trotz der Entfernung immer sehr nah sind.
Gerade einmal die Hälfte meiner Reise hinter mir und noch mindestens 6 Monate vor mir zu haben.

Worauf ich 2017 verzichten kann
Die Nachrichten zu öffnen und wieder von einem scheußlichen Attentat zu lesen. Und auf die AfD.

3 Vorsätze für 2017
Ich hatte es noch nie so mit Neujahrsvorsätzen…

So möchte ich mich 2017 engagieren
Ich möchte auch weiterhin andere Frauen und Menschen dazu ermutigen, sich in fremde Länder zu wagen, wenn sie das Gefühl haben, dass sie gerne reisen möchten und sich nur noch nicht so richtig trauen. An den meisten Orten ist unsere Welt nicht besonders gefährlich und die Menschheit ist generell viel besser, als man es den Medien dieser Tage entnehmen könnte.

Das habe ich 2016 zum ersten Mal gemacht
Meinen Job zu kündigen. Zu einer Weltreise aufzubrechen. Fast jeden Tag in einem anderen Bett an einem anderen Ort schlafen. Immer nur das selbe Outfit zu tragen (mein Motorradanzug).

Ein Ort, den ich 2016 neu entdeckt habe
Unendlich viele. Aber ein absoluter Reisetip ist Georgien und die Hauptstadt Tbilisi. Nicht zu weit entfernt von Deutschland, fantastische Natur und Tbilisi selbst hat eine der aufregendsten Mode-, Künstler- und Gastronomieszenen im Moment.

Hier gehe ich 2017 wieder Essen
Fischmeister am Starnberger See

Ein Kauf, an dem ich noch lange Freude haben werde
In Myanmar habe ich einen Longyi erstanden, das ist ein traditioneller Wickelrock den dort Frauen und Männer tragen. In Bangkok habe ich das Stück Stoff zu einem Rock umnähen lassen da ich die Wickeltechnik nicht so recht rausbekommen habe.

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