Kolumne: Eine Ode an die Nicht-WG

11. Dezember 2013 von in

„Deine Wohnung ist so erwachsen“, sagte Katja vor ein paar Wochen zu mir. Dieses Empfinden rührt bestimmt daher, dass in meiner Wohnung ein ziemlich großes Sofa steht, außerdem eine Kaffeemaschine, ein alleinstehender Kühlschrank und sogar ein großer Fernseher. Ich gebe zu, ein paar dieser Dinge sind Überbleibsel der letzten Beziehung, aber trotz allem bin ich eben der Ich-wohne-gerne-schön-gemütlich-und-ansprechend-Typ. Und vor allem der Ich-wohne-gerne-allein-Typ.

In den Jahren von 18 bis ungefähr 28 stellt man sich des Öfteren die Frage, welcher Wohntyp man eigentlich ist. Mit 18 war das für mich, wenn auch nicht ganz unbeeinflusst vom finanziellen Faktor, ganz klar: eine WG ist das einzig Wahre. Nach ein paar Versuchen musste ich mir dann aber relativ schnell eingestehen: In mir steckt leider zu viel Eigenbrötler und zu wenig anpassungsfähiger Kommunenmensch. Mein gesamter Bekanntenkreis kann sich in der Wohnungsfrage in zwei Lager spalten. Die einen können mich total verstehen, wohnen selbst allein und nicken mir dann vielsagend zu, wenn ich das Thema anschneide. Für die anderen ist sofort ganz klar: Nein also, alleine wohnen, das wär nix für mich, da wüsst ich gar nicht, was ich machen soll den ganzen Tag. Und außerdem ist es halt immer so lustig bei uns, in der WG.

Klar, WGs sind lustig, und ich wäre unglaublich unglücklich, wenn sich keine WGs mehr in meinem Umfeld befänden, denn sie sind bekanntlich eine immerwährende Anlaufstelle für jeden Mit-, aber auch für jeden Nichtbewohner der vier Wände. Aber spätestens nachdem ich mir in meiner letzten, immervollen Wohngemeinschaft Gedanken gemacht habe, wann ich mich am besten im Schlafanzug in die Küche schleichen könnte, ohne jemandem zu begegnen und ohne reden zu müssen, bin ich raus aus der ganzen WG-Angelegenheit. Ich gebe zu, das klingt sozial inkompetent und nicht gerade sympathisch, aber mal ehrlich, diese Tage kennt doch jeder. Manchmal gibt es eben nichts schöneres, als in Ruhe gelassen zu werden und ohne schlechtes Gewissen stundenlang in einem Buch oder wahlweise einer Serienstaffel zu versinken. Und wenn die Lust nach Gesellschaft dann wieder da ist, dann kann man sich ja immernoch die Bude füllen oder einfach mal das Haus verlassen, so ist es ja nicht.

Aber da ist noch ein Punkt, der mich zum Alleinewohnen bewegt: Die Ästhetik der Einrichtung. Gerade wenn man, wie ich damals, in eine schon fertige WG zieht, weil ein Zimmer frei geworden ist, bricht sie über einen hinein: Die Nicht-Ästhetik des Lustig-Zusammengewürfelten. Da häufen sich im Suff zusammengeklaute Straßenutensilien, lustige Pinnwandzettel, wild zusammengewürfelte Filmplakate, Schuhregale und diese Gläser aus der Milchbar plus Asterix-Senfgläser plus ein paar von Ikea. Je mehr Kram in die Wohnung geschleppt wird, desto lustiger und WG-iger wird das Gesamtbild, und irgendwie lieben es sowohl die Bewohner als auch die Besucher, nur ich, ich fand es heimlich immer grauenhaft. Denn, ich gebe es zu, ich verbringe viel Zeit auf Pinterest und schaue mir Wohnbilder an, achte gerne auf die Farben meiner Sofakissen und der Bilder an der Wand, und möchte, dass sie harmonieren. Ich habe gerne eine hübsche Wohnung, die meinem inneren und äußeren Stil(empfinden) entspricht, die ich anschaue und mich direkt wohlfühle. Und das disharmoniert mit dem WG-Ding.

Ich bin bei weitem nicht erwachsen, auch wenn meine Wohnung vielleicht in gewisser Weise „erwachsen“ aussieht, beziehungsweise Dinge enthält, die die Wohnung meiner Eltern ebenfalls enthält. Aber ich muss sagen: Ich habe mir schon mit 18 gewünscht, ein riesiges Sofa zu haben, und eigentlich schon mit 12 in meinem Kinderzimmer. Ich wollte schon immer meine eigenen vier Wände, die ich genau so einrichte, wie es mir gefällt, und die ich mit Dingen fülle, die ich gerne habe. Und jetzt habe ich diese Wohnung, besuche liebend gerne allerhand WGs, und freue mich jeden Tag, wieder nach Hause zu kommen, in meine Nicht-WG.

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35 Antworten zu “Kolumne: Eine Ode an die Nicht-WG”

  1. ich bin total deiner Meinung und kann es kaum erwarten meine eigenen 4 Wände zu haben! Leider muss ich als Praktikantin / Studentin auch in einer WG hausen, weil es billiger ist, liebe aber mein Zimmer weil es so schön ist und ich mich da wenigstens ausleben kann denn der Rest der Wohnung ist leider nicht so fancy :-D

    Habe auf meinem Blog auch einen Post über mein Zimmer gemacht ;-) http://www.lackofcolor.at/2013/09/room-tour-20.html

  2. Ich versteh dich voll und ganz – Habe 5 Jahre in WGs gewohnt bzw wohne noch und hab die Schnauze voll :D Am Anfang war´s super, aber inzwischen zerrt mein inneres Selbst auch nach etwas Eigenem. Vor allem wenn man viel zu tun hat, nervt es, wenn man Heim kommt und permanent wer vor Ort ist. ;)

  3. Sehr schöner Artikel. Ich gehöre auch zu den Menschen, die mehr als gerne alleine gewohnt haben und auch wenn ich jetzt in einer Beziehung bin, brauche ich meine Freiräume am Tag. Mindestens 1 Stunde meine Ruhe nach Feierabend. Niemand soll mit vollquasseln oder irgendwas von mir wollen. Das ist doch der einzige Luxus, den wir haben. Und ich fühle mich dabei überhaupt nicht sozial inkompetend!^^ Du kannst das sicherlich verstehen!
    Liebst, Bina

  4. Ich freue mich ja jetzt schon auf den Moment, an dem ich es mir leisten kann, alleine zu wohnen – so sehr ich es mag, mit meinen Mitbewohnerinnen zusammen zu wohnen, ich glaube, die alleinige Herrschaft über meine vier Wände werde ich noch ein bisschen lieber mögen.

  5. Ich kann dich absolut verstehen und deine Gedanken nachvollziehen.
    Zwar habe ich nie diese WG-Erfahrungen gesammelt, aber ich wusste vorher – ich bin kein WG-Mensch. Es ist ein schönes Gefühl nach Hause zu kommen und alles ist noch so wie man es hinterlassen hat. (bis auf die zwei Miezer, die gerne minimale Veränderungen vornehmen) & vll. den Mitbewohner/Mann (aber daran hab ich mich gewöhnt).

    & schönes Bild von deinem Schreibtisch/Arbeitszimmer.

    Liebst,
    Bell

  6. ich ticke da wohl genauso wie du. ich brauche auch immer mein eigenes kleines reich, was ich gestalten kann so wie ich es möchte & mich auch einfach mal zurückziehen kann, wenn mir nicht nach reden zumute ist. freunde einladen & eingeladen werden & viel mit anderen unternehmen kann man ja trotzdem, das schließt sich ja nicht aus. aber ich denke, da gibt es einfach zwei völlig verschiedene menschentypen.. :)

  7. Ich unterschreibe jedes einzelne Wort! Ich liebes es, alleine zu wohnen. Nach Hause (in MEIN Zuhause) zu kommen, meine Tasche fallen lassen zu können und tun was ich möchte… ohne dass ich mir über andere Gedanken machen muss. Im Grossen und Ganzen bin ich am liebsten für mich, und ich mag es, meine Ruhe zu haben. Manchmal mag ich den Trubel schon, aber meistens wird es mir bald zu viel und ich ziehe mich wieder zurück :)

  8. Allein wohnen ist das Beste überhaupt. Das ich nicht der WG-Mensch bin, wusste ich von Anfang an und habe immer lieber ein wenig mehr Miete gezahlt- dafür aber auch mit niemandem die Toilette teilen müssen. Eine Ausnahme mache ich da nur bei meinem Liebsten- der darf auch jede Nacht neben mir im Bett liegen und seine Unterschrift auf den Mietvertrag setzen. Trotzdem ist so eine Dienstreise seinerseits auch mal absolut erholsam und die Wohnung gehört für ein paar Tage wirklich nur mir..

  9. Haha, ich kann dich total verstehen. In meiner ersten WG hatte ich komplett andere Vorstellungen von Einrichtung und Deko als meine Mitbewohnerin, sie wollt keine Farben, keine Kissen, keine Deko und am besten nur weiße Möbel.
    Momentan lebe ich wieder daheim und freue mich schon riesig, all die tollen Inspirationen von Pinterest in meinen eigenen 4 Wänden umzusetzen :)
    Liebe Grüße,
    Bianca

  10. Du sprichst mir aus der Seele! Mir geht es ganz genauso. Mein Hang zur Wohn-Ästethtik lässt sich schwer mit WG-Alltag vereinbaren, und auch wenn ich gern Gesellschaft habe, genieße ich es auch, sonntags mal verwarlost und im Schlafanzug den Tag zu verbringen. Teilt man sich die Wohnung mit jemandem, verspürt man ja doch immer den Drang, sich anzuziehen, zu quatschen, Zeit zu verbringen.
    Ich könnte zehn Wohnungen mit meinen Deko-Ideen und Wohnträumen füllen … seufz.

    LG Julie

    http://www.julie-likes-stuff.blogspot.de

  11. Ich wohne auch alleine, außer wenn ich natürlich, wie ziemlich oft, meine Eltern besuche…
    Allerdings muss ich sagen, dass ich nicht grade gerne allein bin und deshalb an meinem Studienort mir vielleicht doch eine WG suchen möchte, aber da ist dann wieder das Badproblem. Denn auf ein eigenes Bad möchte ich eigentlich nicht verzichten :D

    http://coco-colo.blogspot.de/

  12. oh gott, du sprichst mir aus der Seele!! alle in meinem Umfeld „bevorzugen“ das Zusammenleben mit anderen – sei es auch das vorschnelle Zusammenziehen mit dem Partner… oder sonst wie.
    Ich liebe das „Alleine-Wohnen“! Und ich meine nicht das Alleine-Sein im Allgemeinen. Ich mein, ich treffe gern Freunde oder meinen Freund, besuche meine Familie, aber bin ja so froh, wenn ich spätabends von allen Abenteuern unversehrt nach Hause komme und niemand da ist. In meine eigens nach meinem Geschmack eingerichtete Wohnung!!
    Alle finden das auch immer so erwachsen, weil ich dementsprechend auch immer so toll haushalte. Ich weiß eben was zu tun ist, mal wird die Wäsche gewaschen, mal das Bad geputzt – aber ich finde nicht dass ich deswegen „über“-verantwortungsvoll bin oder spiesig!
    ich finde deinen Artikel toll. Es ist wichtig, dass jeder seinen Weg geht- und das macht, worin er sich am Wohlsten fühlt!

  13. Ich kann dich auch voll und ganz verstehen, ich fand WGs von Anfang an nicht so passend für mich. Bin direkt in ein kleines 1-Zimmer-Apartment gezogen.
    Ich bin kein kleiner Eremit oder sowas (das wirft mir meine Mitbewohnerin hier in Frankreich immer scherzhaft vor), aber ich hab einfach gern meine Ruhe, wenn ich nach Hause komme. Und so hat man keinen Stress was Putzen, Ordnung etc. angeht – da hab ich nämlich auch so meinen eigenen Rhythmus (hust). Ich hab auch schon von einigen Freunden mitbekommen, dass es in der WG immer mal wieder Probleme gab – sei es wegen des Putzens, wegen der Nebenkostenabrechnung, … – da bin ich froh, dass ich damit keinen Ärger hab. Auch wenn das natürlich nicht in jeder WG der Fall sein muss.
    Der Einzige, mit dem ich zusammenwohnen möchte, ist mein Freund. Aber das ist ja was ganz anderes.

  14. Juhuuu! Endlich spricht es einer aus! Ich bin auch gar kein WG-Typ. Dabei spielt bei mir gar nicht mal so sehr der Faktor rein, dass ich keine Leute um mich haben kann. Ich bin einfach ein Einrichtungsfreak. Ich muss alle paar Monate einfach umräumen, umdesignen oder irgendetwas verändern. Ich glaube in einer WG stößt man da schnell an seine Grenzen.
    Wirklich schöner Post!
    Liebe Grüße :)

  15. Erstmal super Text und mich würden ja mal mehr Fotos deiner Wohnung interessieren. Das oben sieht nämlich absolut toll aus!

    Ich wohne (noch) zu Hause, aber ich glaube ich bin auch eher kein WG-Typ… Es gibt halt einfach nichts besseres, den ganzen Tag ungestört im Pyjama mit einer Serie im Bett zu verbringen.

  16. oh, ich bin der wg typ und stehe hier wohl ziemlich damit alleine da. ich muss aber auch sagen: teile in meiner wg sind super schön (ein altes büffet in der wohnküche), viele details sind absolut schrecklich, aber allein die wohnung an sich, die macht so schon richtig was her.
    das wichtigste sind mir aber nach wie vor die menschen um mich herum und in letzter zeit wird hier auch recht wenig gefeiert, bzw in unserer aktuellen konstellation machen wir viel unser eigenes ding. ich bin aber auch schmerzfrei, ich sitze mit wildem haar in pyjamahose auf dem küchensofa und es ist mir egal, ob wer von draussen angeschleppt wird. manchmal liege ich tagelang im bett und kommuniziere mit niemandem. es ist ja mein zuhause, da bin ich der könig! dafür hab ich mein eigenes (zum glück großes) zimmer genau so eingerichtet, wie ich es gern mag und ich freue mich schon, später mal eine ganze wohnung ausstatten zu können. für mich kommt aber (bisher) kaum in frage, die allein auszustatten, entweder mit freund oder eben als erste selbsteingerichtete wg. alle drei, in denen ich bisher wohnte, haben nämlich schon vor meinem einzug bestanden. gut vorstellen kann ich mir später aber auch (ganz ehrlich) ein mehr generationen haus. ich mag das gefühl, dass immer jemand da ist, wenn man möchte. und wenn nicht, dann eben nicht.

    • Ich dachte bei den ganzen Kommentaren auch so: Hoppla, gibts hier gar keine Gegenstimmen?
      Ich hab viele Freunde, die in kleinen Wohnungen wohnen, weil sie ihren Freiraum brauchen, ihren eigenen Wohnraum einrichten müssen oder auch einfach, weil sie es nicht abkönnen, wenn jemand drei Wochen lang nicht abwäscht. Ich versteh jeden einzelnen von ihnen, aber trotzdem brauch ich das komplette Gegenteil. Wenn ich nach Hause komme, muss jemand da sein, wenn ich Gesellschaft brauche, möchte ich in die Küche gehen können und mittlerweile ist meine Wohnung mein allerliebstes Zuhause, weil ich dort bin, wo meine Freunde sind. Aber sicherlich, die für einen richtige WG zu finden ist wohl ebenso schwer, wie richtige Freunde oder Partner zu finden.

  17. Ich verstehe dich sooo gut. Habe 3 Jahre alleine gewohnt und bin jetzt seit 3 Jahren in einer WG (bzw. bereits in meiner zweiten). Alleine wohnen war schon schön. Naja, nach dem Studium wieder ;)

  18. du sprichst mir aus der seele. obwohl ich ja bekehrte 2er WG-Bewohnerin bin. Wenn die Mitbewohnerin zur Freundin wird und der Einrichtungsstil in meiner Hand liegt, dann ist das eine wunderbare Wohnweise. Denn ganz alleine würden mir doch die abendlichen Kochsessions und wochenendlichen „komm wir putzen zu Madonna und tanzen durch die Wohnung, das macht es besser“-Stunden.

  19. Ich verstehe dich total gut! Habe anfangs alleine gewohnt und nun seit vier Jahren in einer WG und ich will endlich raus. Alles schön und aufeinander abgestimmt, niemand der wäscht wenn man waschen möchte und niemand der gerade Besuch kriegt und radau macht wenn ich Ruhe braucht. Außerdem finde ich die Einblicke in deine Wohnung richtig schön, gefällt mir gut! Ich spare nun die nächsten zehn Monate und dann gehts ab in die eigenen vier Wände, yeah :D

  20. Du sprichst mir aus der Seele. Schöner Artikel.
    Zu meiner Studentenzeit in Bonn habe ich auch in einer zusammengewürfelten WG gewohnt, und schön sah das nicht aus. Sehr funktional und praktisch. Daher habe ich mich so gefreut, als ich schließlich meinen eigenen 4 Wände hatte. :)

    Dein Schreibtisch ist wunderschön! Ich hatte bisher immer einen Sekretär, der jetzt leider zu klein geworden ist und musste mir einen Schreibtisch mit größerer Arbeitsplatte anschaffen. Der muss jetzt noch optimiert werden.;)

    Ganz liebe Grüße.
    Dein Blog gefällt mir!

  21. du sprichst mir aus der seele :) habe noch nie in einer wg gewohnt – bin mit 19 ausgezogen und hab dann gleich allein gewohnt und das immer sehr gern. und wie du schon sagst: man kann ja jederzeit rausgehen und auch freunde in wgs besuchen, aber es ist eben doch schön wieder nach hause zu kommen und ganz für sich sein zu können! und die einrichtungsfrage, die viele als oberflächlich abtun, ist eben nicht zu unterschätzen: furchtbar morgens aufzustehen, sein zimmer zu verlassen und dann in der küche über irgendetwas unansehnliches zu stolpern was einem die laune verdirbt, oder?! :)

  22. Hey Milena!
    Ich kann absolut nachvollziehen, was du in deinem Artikel sehr schön beschrieben hast. Es ist schön einmal allein zu sein oder seine Wohnung selbst einzurichten. So wie man es gerne hätte, oder mit dem Möglichkeiten, die man gerade zur Verfügung hat. Ich bin lediglich in der profitablen Lage, dass ich zwei wundervolle Mitbewohnerinnen habe, die genau diese Ästhetik mögen und auch meine Ideen dabei gerne umsetzen. Auch ist eine Ruheinsel immer vorhanden und man akzeptiert und respektiert die Wünsche des Anderen. Wohnst du nicht auch eigentlich in einer „WG“? Wohnst du nicht mit deinem Freund zusammen und musst daher vielleicht auch manchmal Kompromisse bezüglich der Sofakissenfarbe eigehen? ;) Ich denke es gibt aber immer etwas dazwischen (zwischen der typischen WG, die du gerade beschrieben hast und komplett alleine wohnen und sich alles selbst einrichten), was ich gott sei dank gefunden habe.

    Trotzdem bin ich der Meinung, dass es immer darauf ankommt, was man will und was man nicht will und da sollte keiner irgendwem reinreden oder einen schief anschauen, kritisieren oder wasauchimmer. So zwei Lager, die wie du vorhin beschriebst, find ich schon fast seltsam. Jeder soll so leben wie er will und wenn du gerne in keiner WG wohnen willst, dann ist das doch dein Ding! :)

    Ich freue mich auf weitere Einrichtungsposts von dir, da ich die immer sehr gerne mag. :)
    hab nen schönen Tag
    lg Carolin

  23. Sehr toller Artikel! Ich musste ein wenig lachen, weil ich mich total wieder gefunden habe. WG’s sind auch nichts für mich. Ich kenne die Tage an denen man gerne mal alleine sein möchte und nicht gezwungen ist, ständig zu quatschen. :) Außerdem mag ich dieses zusammen gewürfelte gar nicht.

    Liebste Grüße
    Rike & Anni

    http://www.cherrybombes.com

  24. Ich befinde mich im Moment in einer kleinen WG Krise. Und es ist nicht die erste, auch nicht die erste WG. Die derzeitige WG ist sogar die beste bisher.

    Zunächst habe ich im Studentenwohnheim in einer 5er WG gewohnt. Hab mich extrem unwohl gefühlt. War vollkommen anders als die anderen und Wurde zur Außenseiterin. Das schlimmste war, dass drei von den anderen ständig in der Küche gekifft haben und ich kaum mal ein paar ruhige Minuten in der Küche verbringen konnte, ohne dass einer der anderen reinkam. Ich hab mich Ganz schön eingeigelt in meinem Zimmer, was ein schlechtes Muster bis heute begründet hat.

    Zwei Jahre später suchte eine Freundin (keine sehr enge) eine Mitbewohnerin. Ich hab mich sofort gemeldet, alles war besser als die 5er WG zuvor. Nur lag ich nicht auf einer Wellenlänge mit ihr. Sie war ständig zu Hause, ich hatte nie die Ruhe, mal die Wohnung alleine zu genießen.

    Inzwischen ist es besser mit meinem neuen Mitbewohner (im Internet gefunden). Er arbeitet bereits, d.h. tagsüber habe ich die Wohnung fur mich. Als er letztens Urlaub hatte, habe ich fast die Krise bekommen. Andauernd hat er darauf gewartet, dass ich mein Zimmer verlasse, um mit mir zu reden. Dabei wollte ich nur meine Ruhe. Er macht einige Dinge, die mir nicht gefallen, ich Mache einige, die ihm nicht gefallen. Ich werde in vier Monaten zu meinem Freund ziehen und ich glaube ich sitze es nur noch aus, bis ich hier weg komme. Das klingt hart, mein Mitbewohner ist ein lieber Kerl. Wid passen WG technisch einfach nicht zusammen! Ich kann mich einfach nicht gut beschweren. Bei meinem Freund funktioniert das super ;-), freu mich auf unsere gemeinsame Wohnung!

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