#letmeworkit: Wer ist eigentlich diese Kayla Itsines?

24. Mai 2015 von in

Kayla – who? Wer außerhalb der Instagramwelt in einem normalen Fitness-Studio Sport macht, hat wohl noch nie von Kayla Itsines gehört. In der Blogosphäre ist das Sportprogramm der jungen Australierin aber der wohl derzeit heißeste Scheiß! Das liegt nicht zuletzt an den vielen Transformations-Bildern auf Instagram. Lauter Frauen, die vom Wohlfühlbäuchlein zur Sixpack-Powerwoman mutiert sind. Zwölf Wochen durchhalten heißt es, dann soll die Traumfigur vorm Spiegel stehen. Wer durch Instagram scrollt, denkt automatisch: Das.will.ich.auch!

Straffere Figur, womöglich Ansätze eines Sixpacks und endlich Kraft in den Armen: Das war also mein Plan, als ich mir letztes Jahr den Kayla-Itsines-Sportplan runterlud. Leichter gedacht, als getan, denn der Kayla-Itsines-Plan hat es in sich. Sechsmal die Woche Sport, davon dreimal die Woche Cardio-Einheiten mit dem Trainieren der verschiedenen Körperregionen Bauch, Beine, Po und Arme. Dazu Laufheinheiten und Stretchübungen. Schon mal vorab: Wer das zwölf Wochen durchzieht, verdient Respekt.

Der Zeitaufwand ist extrem hoch. Mindestens eine Stunde am Tag sollte man im besten Falle für Kaylas Powerprogramm aufwenden. Nur einen Tag in der Woche wird ausgeruht. Den braucht ihr auch, nein, eigentlich braucht ihr zwei oder drei Tage. Denn der Muskelkater ist gerade am Anfang extrem.

Das Kayla-Itsines-Programm ist nichts für Anfänger. Der Anstrengungsgrad ist mittel bis hoch. Wer jahrelang keinen Sport gemacht hat und sofort mit Kayla anfängt, wird nach nur 2 Tagen wieder aufhören. Man braucht eine gewisse Grundkondition sowie Kraft, sonst macht das Ganze wirklich keinen Spaß. Seit Neuestem soll dem Guide eine Art Einstiegsprogramm vor dem eigentlichen Programm beiliegen – vermutlich haben sich zu viele beschwert.

Tatsächlich gewinnt der Körper an Kraft und Kondition, nach ein paar Wochen bin ich nach den Übungen nicht mehr völlig aus den Latschen gekippt. Trotzdem habe ich den Guide nie ganze zwölf Wochen durchgezogen. Zu sehr habt mich irgendwann die statische Abfolge des Programms sowie dass sich die Übungen kaum verändern genervt. Es wurde mir schlechtweg zu eintönig. Außerdem trainiere ich – ähnlich wie Julia, die den Guide durchgezogen hat – lieber mit Youtube-Videos oder Apps statt mit Zetteln.

Wie Kayla Itsines sehe ich also immer noch nicht aus, dafür hätte ich wohl auch auf mehr Restaurantbesuche und Süßigkeiten neben dem Programm verzichten müssen und am besten ihren Ernährungsguide kaufen sollen. Aber das war’s mir nicht wert. Ganz nach dem Motto #isitworthit? Nein! Dafür liebe ich zu sehr Schokolade.

Als erster Einstieg für ein wöchentliches Fitnessprogramm ist der Kayla-Itsines-Guide trotzdem gut. Wer wie ich klare Vorgaben braucht, um den inneren Schweinehund zu überwinden, bekommt mit dem Programm eine klare Anleitung. Schließlich gibt der Guide die einzelnen Tage und Wochen vor, wann man was macht. Das finde ich schon sehr hilfreich. Jedoch muss man ihn wirklich nicht so streng und strikt durchziehen wie vorgegeben. Außerdem habe ich das Gefühl, er trainiert nur sehr eintönig die einzelnen Muskelgruppen. Deswegen mixe ich momentan beispielsweise ein paar Übungen aus dem Guide mit anderen Fitnessprogrammen, um mehr Abwechslung und Training zu haben. Wiewaswo erzähle ich demnächst.

Jetzt seid ihr erstmal dran: Wer von euch macht den Guide? Wie sind eure Erfahrungen? Oder was für Programme macht ihr? Könnt ihr was empfehlen?

 

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17 Antworten zu “#letmeworkit: Wer ist eigentlich diese Kayla Itsines?”

  1. Liebe Antonia, ich mache immer wieder das 30 Days Shred Workout von Gillian Michaels. 30 Tage, 3 Steps. 10 Tage Level 1, 10 Tage Level 2, 10 Tage Level 3. Jeden Tag ca 30 Minuten über youtube. Kann ich wirklich empfehlen. Schon nach kurzer Zeit hab ich eine gute Grundmuskulatur aufgebaut. :) klar, sooooo diszipliniert bin ich auch nicht und man muss sich auch mal was gönnen. Aber ich bleib dran :) außerdem hab ich Ende des Jahres das Bootcamp durchgezogen. Hat Spaß gemacht, jedoch finde ich 175€ für 10 Wochen too much :( und dann nur 1x die Woche… Zu wenig wenn man abnehmen möchte… Liebste Grüße Marcella :*

  2. Mir ging es mit dem Programm ganz ähnlich. Nach dem ersten Arm-Training konnte ich mich echt überhaubt nicht mehr bewegen, völlig fertig war ich. Man lässt sich schnell von den vielen positiven Entwicklungen täuschen, ich nehme an, die Zahl derer, denen es wie mit ergangen ist, ist viel höher. Trotzdem mag ich manche Übungen ganz gerne und baue sie mit ein. Hauptsache man fängt überhaupt an!

    • Liebe Claudia,
      genau! Ich glaube, es geht vielen mehr wie uns, als dass sie wirklich mega krass das durchziehen:)
      Genau, ich mag einige Übungen, baue diese ein! Hauptsache, man bewegt sich ein bisschen :)

  3. Von Kayla Itsines habe ich schon gehört (auf Instagram) und ich habe schon berichte zu ihrem Programm gelesen und ehrlich gesagt finde ich ihn nicht alltagstauglich, zumal der Plan für Einsteiger zu hart ist und wie soll man am nächsten Tag sich noch durch das Programm quälen, wenn man vor Muskelkater keinen Schritt gehen kann? Zudem habe ich gelesen, man soll mit Muskelkater nicht noch mehr Sport machen, da dies zu zu starker Muskelverspannung führe..

    Ich bin der Launentyp und halte mich deshalb an kein Sportprogramm. Viel mehr gefällt mir BodyKiss auf Youtube :)

    Liebst
    Tanja

    • Liebe Tanja,
      ja, dass der Einstieg für Anfänger zu hart ist, hat Kayla mittlerweile auch bemerkt und eine Art Vorprogramm angehängt. Ich finde, das Programm ist eben für Leute, die Sport schon immer machen, aber eher eben eine Anleitung brauchen, wann wie oft sie etwas machen müssen, damit sie überhaupt etwas machen. :) Und klar, lieber Pausen machen, wenn der Muskelkater zu krass ist, als das man weitermacht!
      Bodykiss kenne ich noch gar nicht, wird aber jetzt auf meine Liste wandern! Liebe Grüße!

    • Hihi, ja die Nike Trainingsapp ist gerade auch mein großer Favorit :) Das Programm hat damals 40 Euro gekostet, mittlerweile ist es weitaus teurer geworden!Liebe Grüße!

  4. Ich mache seit März Ballet Beautiful von Mary Helen Bowers. Ausser bahnenschwimmen das einzige was ich durchhalte. Es ähnelt dem barre a terre, den kraftübungen vom Ballet, sonst hat es mit klassischem Ballet nichts zu tun. Nach 3 Wochen ging’s gut, nach 4 Wochen sah ich ganz langsam etwas und nun halte schon fast 3 Monate durch, 3-6 pro Woche, jeweils 45-60 Minuten. Ich habe 2 DVDs, und bei youtube gibts noch andere workouts zum ergänzen. Im Verhältnis zum Aufwand (bequem @home) sind die Ergebnisse mega gut. Aber: Cardio müsst ihr noch zusätzlich machen, dafür tut es gar nichts!

    Liebe Grüsse&danke für all Eure – ehrlichen – Beiträge zu dem Thema, auch ich liebe meine couch&meine Schokolade. Trotzdem Ballet Beautiful macht sūchtig, Und die passende Kleidung gibts schön und wirklich billig im Balletbedarf, also fallt nicht auf das völlig überteuerte zeug v net-a-porter rein,

    Xxx

    • Liebe Louisa,
      Ballett Beautiful kenne ich und mag ich sehr. Ich habe selbst jahrelang Ballett getanzt und liebe es. Aber für mich ist das mehr Entspannung und Muskeldefinition, ich brauche hin und wieder diese komplette Auspower-Sache – wie bei Cardio etc. Ohne das schrumpft auch der Bauch nicht haha :)

      Ohja, die Couch und Schokolade <3 große Liebe!
      Liebe Grüße!

  5. Ich mache den Plan jetzt seit ca. 4 Wochen (habe zwischendrin mal 1 1/2 Wochen ausgesetzt und danach weitergemacht) und ich muss sagen, Muskelkater hatte ich nur ganz zu Beginn, die Workouts finde ich aber auch nach 4 Wochen noch megaanstrengend, auch wenn ich schon einige Erfolge sehe. Ich muss sagen, der streng eingeteilte Wochenplan nervt mich mittlerweile total..anfangs ging das noch gut, da hatte ich Semesterferien und somit relativ viel Zeit, aber da ich ohnehin schon an bis zu 4 Abenden die Woche zum Balletttraining gehe, habe ich dann meist keine Zeit und Lust, nach Uni und Ballett nochmal ein Training dranzuhängen. Meist ist es dann so, dass ich mir denke: Och nee, ich muss heute noch ein Kayla Itsines Workout machen, keine Luuust..Und dann schiebe ich es ewig auf. Nach den Workouts fühle ich mich zwar meist besser als zuvor, aber bin dann irgendwie den ganzen restlichen Abend ziemlich müde und geschafft und könnte oft direkt ins Bett gehen. Das ist beim Ballett anders, da bin ich danach meist total fit und kann noch ziemlich gut und effektiv was für die Uni machen:) Ich glaube, der BBG ist einfach nicht so ganz mein Sport, aber irgendwie treibt mich mein Ehrgeiz trotzdem immer dazu, weil ich nicht einfach aufgeben und unbedingt diese 12 Wochen schaffen möchte..naja mal sehen, wie lange das noch gut geht :D

    • Ich kann das total verstehen! Genau das strikte hat mich auch genervt, gleichzeitig war ich dann irgendwann zu faul :)
      Ballett ist sososo toll. Ich habe jahrelang getanzt und überlege immer wieder, es in einem Studio zu machen. Am Ende drehe ich nur daheim die Pirouetten ;) Und so richtig auspowern tut Ballett mich auch nicht – da brauche ich Cardio wie bei Kayla! Ich bin gespannt, ob du die 12 Wochen machst. Wenn ja, hast du meinen höchsten Respekt. Ich hatte einfach gar keine Lust mehr haha

  6. Der Muskelkater am Anfang ist wirklich Hardcore! Ich konnte mich kaum bewegen, geschweige denn am nächsten Tag laufen gehen? Guter Witz! Aber dennoch: ich mache den Guide nun schon zum dritten Mal und bin immernoch überzeugt. Die Kraft, die ich gewonnen habe, ist Wahnsinn. Und jeden Tag 30 Minuten passen gut in meinen Rhythmus als Selbstständige. Wenn man mal bedenkt wie viele Stunden man am Tag sitzt, sind diese 30 Minuten gar nicht mehr so viel. Wenn mir die Übungen zu langweilig werden, variiere ich sie oder integriere noch andere, die ich bei Youtubern gelernt habe. Aber klar – es ist wie bei jedem Programm: es passt nicht zu jedem.

  7. Meine Kusine macht den Guide schon zum 2. Mal und ist begeistert. Seitdem ich ihr den Guide gegeben habe ist sie voll im Sportfieber. (http://instagram.com/powerpeps). Die Veränderung ist schon krass. Ich habe den Guide ca. 1 Woche gemacht und bin erstmal gestorben. Vielleicht beginne ich ihn aber doch bald wieder.
    Ich liebe Blogilates – hab ich jahrelang gemacht!

    liebe Grüße,
    Vicky

  8. Ich bin totaler Blogilates-Fan.
    Die Atmpsphäre in Casseys Videos ist einfach so schön entspannt, sie unterhält sich mit dir und durch die riesige Auswahl und ihre tollen Workoutkalender weiß man auch immer, welche Videos man machen kann. :)

  9. Hi Antonia,

    endlich mal ein Beitrag dazu aus Deutschland.
    Den Guide habe ich auch ausporbiert, weil ich den Hype darum verstehen wollte. Ich mache in meiner Freizeit viel Sport und bin kein Anfänger ;-)

    Meine Meinung zu diesem Guide:
    1) viel zu überteuert für ein paar Basic-Übungen, die sich oft wiederholen. Die Übungen sind nichts Neues und keine Raketenwissenschaft. Klar funktioniert der Hype aufgrund der Vorher-Nacher Bilder. Ziemlich gute Verkaufsmasche. Nur leider wurden die Fotos nicht auf ihrem Account gezeigt wie die Frauen aussehen, wenn sie nicht mehr ihren Plan befolgen.
    2) es ist klar wieso die Chicas abnehmen mit dem Ernähungs-Guide. Durch eine Kalorienrestriktion und unnormal hohen Sporteinheiten nimmt man ab, egal mit welchem Sport. Problem dabei ist, dass viele nach diesem Guide wieder zunehmen, wenn sie damit aufhören und sich wieder normal ernähren.
    3) Der Guide ist zwar gut durchführbar für zu Hause, aber überhaupt nicht alltagstauglich. Resistance-Training in dieser Menge kann sogar zu Schäden führen und ist nicht gut fürs Herz.

    Ich habe diesen Guide neben einer gesunden veganen High-Carb Ernährung durchgeführt und habe keine sonderlichen Ergebnisse damit erzielt. Die gleichen Ergebnisse habe ich, wenn ich ein gesundes Pensum an Sport absolviere. Dafür muss ich nicht erst fast in Ohnmacht fallen während des Trainings :-)

    Ich kann diesen Guide niemandem empfehlen und man kann mit einer guten Ernährung (ohne Kalorienrestriktion wie bei diesem Guide) und mäßigen Bewegung ebenfalls einen schönen Körper kriegen :-)

    Liebe Grüße
    Ju

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