Outfit: Babyschritte

30. April 2017 von in ,

Oversized Vintage Pullover – Reformation, Oversized-Shirt – Reformation, Jeans – Zara (ähnliche hier), Sneaker – Adidas (ähnliche hier), Tasche – thanks to Aigner, Sonnenbrille – thanks to & other stories, Ringe – & other stories

Klamotten können einen gut fühlen lassen, oder an anderen Tagen richtig, richtig scheiße. Oder das Gefühl switcht. Wenn man vor dem Spiegel steht und sich denkt: Hell yeah. Wenige Minuten später auf der Straße aber zweifelt und plötzlich sicher ist: Hell no! Kleider sind unser Ausdruck, ein Teil unserer Identität. Wie will ich wirken gegenüber meinen Nächsten?

Ich wirke wohl immer sportlich lässig, casual ist mein Stil und eher unaufgeregt. Extravagant wird es maximal bei Accessoires, über eine Tasche, besondere Schuhe oder wenn ich mal ganz verrückt bin über eine Sonnenbrille. In solchen Outfits fühle ich mich wohl, das bin ich. Eine neue Erfahrung, die ich aber mache ist: Faire Klamotten fühlen sich noch besser an. Das klingt jetzt furchtbar cheesy, aber ich bin ein krasser Kopfmensch. Denke wahnsinnig viel, reflektiere und scheiterte bislang oft am Anspruch an gute Produktionsbedingungen und dem Gegenspieler: meiner Liebe zur Mode. Mit der Entdeckung von Reformation hat sich das ein wenig gedreht. Meine Basic-Shirts kommen künftig nur noch von einem Label. Denn ein Anfang ist ein Anfang, und ist dieser so wunderbar und passend zu mir, dann gerne für immer.

Die Shirts (und der riesige Vintage Pullover) von Reformation sind simpel at its best und qualitativ sehr gut. Handwäsche heißt es, damit das Material länger schön bleibt. Neben dem Wissen, dass diese Kleidung aus den Händen von glücklichen Menschen stammt – macht die Erfahrung der Haptik beim Waschen den großen Unterschied. Liebe deine Kleidung und pflege sie selbst – eine wertvolle Erfahrung. Jetzt müsste das Label nur noch einen europäischen Ursprung habe – denn das Verschiffen via Flugzeug macht das Ganze so ein kleines bisschen unschön. Nichtsdestotrotz fühlt sich die Veränderung richtig an. Babyschritte hin zu einer besseren Welt.

Ein anderer neuer (alter) Schritt hat mich letzte Woche beim Friseur erwartet. Meine Haare sind wieder dunkel. Nach zwei Jahren Ombre-Look hatte ich genug – und meine Haare auch. Gesunde Haare sind mir wichtiger, sodass ich jetzt wieder meine Naturhaarfarbe trage. So dunkel wie vor dem Ombre-Look will ich nie mehr werden, mit meinem Naturton kann ich aber sehr gut leben – und fühle mich tatsächlich wieder mehr wie ich.

Insofern ist dies ein vielleicht sehr unaufgeregtes und schlichtes Outfit, dafür eines, das ich bin. Von den Haarspitzen bis hin zu den Füßen. 100 Prozent Toni.

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2 Antworten zu “Outfit: Babyschritte”

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