Outfit: Vom Lockerungs-Wirrwarr, Smalltalk beim Spazierengehen und veganen Süßigkeiten

9. März 2021 von in

Mantel – Zara (alt, ähnlicher hier), Pullover – H&M (uralt, ähnlicher hier), Tshirt-Kleid – H&M, Boots – Billi Bi Copenhagen, Tasche – Rough Studios

Ein bisschen absurd klingt es ja schon, aber tatsächlich erwarte ich die mittlerweile regelmäßigen Pressekonferenzen von Angela Merkel und ihren Ministerpräsidenten mit Spannung. Ich fühle mich mittlerweile wie als Zuschauerin einer Serie, bei der ich jedes Mal mit Spannung auf das Staffelfinale aka Pressekonferenz warte und gespannt bin, wie die Fortsetzung alias Lockdown wohl so wird. Und wenn ich ehrlich bin: Dieses Mal hat mich das Staffelfinale so richtig enttäuscht. Ein Ende des Lockdowns hatte ich sowieso nicht mehr erwartet, mit den minimalen Öffnungen schon. Aber dieses Lockerungswirrwarr samt Andi-Scheuer-Jens-Spahn-Taskforce hat mich dann doch eher sprachlos zurückgelassen.

Als meine Sportgruppe freudestrahlend meinte, yeah, wir trainieren wieder – bei einer Inzidenz von 50, blieb mir nur eines zu sagen: Sorry Leute, ich komme erst bei einer Inzidenz, die wirklich niedrig ist. Zweimal die Woche mit den unterschiedlichsten Menschen trainieren, auch draußen, fühlt sich für mich noch immer falsch an.

Gleichzeitig, und das ist die Krux, fühle ich mich wie eine Spielverderberin, die die Partygäste ausbremst. Ich wünsche mir auch mein altes Leben zurück, vor allem aber eine Perspektive für all die Menschen, die gerade um ihre Existenz bangen. Aber Öffnungen bei steigenden Zahlen, einer Inzidenz, die im November zu Schließungen geführt hat, sorry, da bin ich raus. Also halte ich es weiterhin wie bisher: wenige Menschen treffen, möglichst nur im Freien, mit Abstand, und trotzdem das Leben so schön gestalten wie möglich. Und am besten nicht ans nächste Staffelfinale denken. Sagt mir: Bin ich damit alleine?

Lasst uns also lieber über schöneres reden, denn trotz des Lockerungswirrwarrs war die vergangene Woche wirklich schön. Zumindest in meinem kleinen Pandemie-Kosmos.

Nach meiner Migräne-Attacke Anfang der Woche ging es quasi nur noch bergauf. Ich kümmerte mich beispielsweise endlich um meine Steuer. Ihr müsst wissen: Eine Buchhalterin ist wahrlich nicht an mir vorbeigegangen. Ich schiebe meine Steuer (und jeden anderen bürokratischen Kram) so gerne so weit auf, bis der Druck so groß ist, dass ich die Dinge erledigen muss. Sind sie dann geschafft, fallen mir zehn Zentner von den Schultern und ich schwöre mir: Nächstes Mal mache ich es eher. Ihr wisst, wie das Ganze ausgeht.

Um mich vom Steuerstress zu befreien, ging ich jeden Tag endlich wieder meine Schritte. Seit Pepes Einzug hatte ich es öfters nicht auf mein Mindestmaß an 5000 Schritte gebracht, weil der kleine Mann noch nicht so weit gehen kann und der Schlafmangel sein Übriges taten. Mittlerweile schläft der Hund aber besser durch und ich bin wieder motivierter. Auch mein Sportpensum hielt ich brav ein, und freue mich, dass ich seit fast fünf Monaten brav alleine zu Hause trainiere – vier- bis fünfmal die Woche. Nicht, weil ich irgendein Ziel vor Augen habe, sondern weil mir die körperliche Betätigung nach einem Arbeitstag einfach nur gut tut. Sie ist mein Feierabendritual – beziehungsweise neuerdings mein Start in den Tag. Daran ist aber ebenfalls wieder Pepe schuld. Wer früh aufsteht, kann vor der Dusche gleich noch eine Workout-Session vorschieben.

Samstag machten wir dann eine Fahrradtour, Pepe mit im Gepäck. Einfach bisschen Sonne im Gesicht spüren, trotz der plötzlichen Kälte wieder. Raus an die Isar. Und merken: Ein Hund ist ein Smalltalk-Wingman. Ich bin ja eh schon eher eine gesprächige Person, mit Hund kommt man aber wirklich dauernd ins Gespräch. Und so quasselten wir mit Hundebesitzer*innen, Menschen, die einen Labradoodle möchten und Kindern, denen der nicht mehr ganz so kleine Hund ein Lächeln ins Gesicht zauberte. Ich mag das sehr, gerade jetzt – und empfehle Pepe schon an meine Single-Freund*innen als Wingman. Spazierengehen und Menschen kennenlernen, klingt doch nach einem guten Dating-Konzept für die Pandemie.

Sonntag besuchte uns ein kleiner Teil meiner Familie, den ich viel zu lange nicht gesehen habe. Wir spazierten mit Pepe eine kleine Runde, schnabulierten Pasta und einen veganen Schoko-Mandelkuchen. Der mich erinnerte, dass ich wieder öfter vegan backen möchte. Ein bisschen weg vom Industriezucker hin zu leckeren selbstgemachten Süßigkeiten. Bis dahin knabbere ich übrigens abends momentan am liebsten Apfel und Birne in Kombination mit den Nutclustern von Naturally Pam. Ja, ich bin ein Werbeopfer, und ja, ich liebe diese kleinen healthy Snacks.

Und zu guter Letzt: Ein Foto von Pepe. Damit ihr den Wachstumsprozess auch ein bisschen miterlebt. Ich sag’s ungern: Aber dieser kleine Hund wächst wie Unkraut. Der Satz „Sie werden so schnell groß“ ist leider wahr. Aber sie lernen eben auch schnell, sie schlafen länger und werden ein bisschen weniger wild. Zumindest für den Moment. Morgen kann schon wieder alles anders sein. Und meistens fällt Polly dann sowieso ein Unsinn ein. Langweilig wird mir und uns in unserem kleinen Pandemie-Kosmos also wahrlich nicht.

Habt ihr eigentlich Fragen zum Thema Hund? Oder zum Thema Hund und Katze zusammenzuführen? Würde euch ein Artikel dazu interessieren? Schreibt mir gern!

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4 Antworten zu “Outfit: Vom Lockerungs-Wirrwarr, Smalltalk beim Spazierengehen und veganen Süßigkeiten”

  1. Hey Antonia,
    zu deinem ersten Abschnitt kann ich nur sagen: Nein, mit den Bedenken bist du nicht alleine!
    Ich sehe es genauso wie du und halte mich auch weiterhin eher zurück mit Treffen und Co.
    Ansonsten sehe ich nämlich leider schon eine sogenannte dritte Welle kommen bzw. dass die jetzige gar nicht erst verebbt Und das wär wirkich tragisch.:/

    Liebe Grüße und trotzdem schöne Woche! :)

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