Outfit: Vom besten Schlafmangel aller Zeiten, Sonnenstrahlen im Gesicht und dem Glück im Kleinen

23. Februar 2021 von in ,

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Ich wusste, ein Hund ist anstrengend. Ein Welpe noch einmal mehr. Während ich in vielen Artikeln in den vergangenen Jahren gelesen hatte, dass ein Welpe einem wirklich den letzten Nerv rauben kann, waren meine Gespräche mit Hundebesitzer*innen immer recht positiv. „Ach, das ist so schön, die Welpen sind so süß.“ Zugegebenermaßen weiß ich heute – gute zwei Wochen nach dem Einzug von Pepe – Hundeeltern verklären die Babyjahre. Ähnlich wie bei Neugeborenen. Das ist gut so, denn sonst würde man wohl nie wieder einen Hund auf der Straße sehen oder ein süßes Baby bekommen. Ich liebe Pepe, er bereichert unser Leben ungemein, aber Leute, warum hat mir denn niemand gesagt, wie wild und anstrengend so ein kleines Fellmonster ist?

Ich lache fast über mich selbst, weil die Praxis eben doch was anderes ist als die Theorie. Und man als Katzen-Mama wirklich mehr als verwöhnt ist. Katzen wissen sofort alles, machen ihr eigenes Ding und lernen schnell. Pepe ist da mehr die Kategorie: Oh ein Vogel. Oh ein Ball. Oh eine Hand. Oh eine Jacke. Oh ein Stock. Ich beiße am besten mal überall rein oder springe umher. Und das non-stop, bis er wieder schläft. Und ich durchatme.

Ein Hund ist eine riesige Verantwortung, und ich bin froh, dass wir uns im Vorfeld so gut informiert haben, viel gelesen haben und jeden Tag wieder glücklich über unsere Entscheidung sind – trotz Schlafmangel und einem lowen Energielevel.  Denn es ist anstrengend. Und dem muss man sich – bevor man sich einen Hund in die eigenen vier Wände holt – bewusst sein. Ein Hund ist eben nicht nur ein super-süßes Kuscheltier, sondern ein Lebewesen, dass dich braucht, dich testet und deinen Tagesablauf am Anfang diktiert.

Und: Dabei ist Pepe wirklich ein Einsteigerhund. Er schläft fast durch, und wenn er doch aufwacht, stehen wir gerne auf, gehen mit ihm raus und schlummern weiter. Stubenrein ist er längst, nur seine wilden Momente, die hat er natürlich. Und der Schlafmangel ist gewöhnungsbedürftig, aber jede Sekunde wert. Dann, wenn man tagsüber in die Sonne rausgeht und den kleinen Racker auspowert. Denn konnten wir zu anfangs keinen Abend in Ruhe eine Serienfolge gucken, sind es mittlerweile zwei. Es wird also, und wir wissen ja, wofür wir es tun.

Was ich sagen will: Dank Corona ist wahrlich eine Hundemania ausgebrochen, umso wichtiger finde ich es, die authentischen Seiten des Lebens mit einem jungen Hund zu zeigen. Denn viel zu oft landen Tiere nach wenigen Monaten wieder im Tierheim, im Tierschutz oder beim Züchter. „Zu anstrengend“, „Er hört nicht“ oder „Passt doch nicht in unser Leben“. Ein Hund braucht so viel Zuwendung, Erziehung und Disziplin, das geht nicht einfach so nebenbei.
Ansonsten gilt aber sowieso: Egal, ob Katze oder Hund (oder jedes andere Haustier), es ist so wichtig, dass man diese Entscheidung niemals einfach so aus einer Laune heraus trifft, sondern mit Haut und Haaren. Denn nur dann steht man auch mit ganz viel Liebe nachts um 3 Uhr auf. Oder fährt künftig nur noch mit Hund im Gepäck in Urlaub.

Was sonst noch los war: Meine müden Augen streckte ich gen Himmel. Wie schön kann Sonne eigentlich sein? Wir besichtigten eine Wohnung via Zoom und konnten nicht glauben, wie sehr man sich selbst digital für Wohnraum anbiedern kann und muss. Wir bleiben entspannt und warten auf die vier Wände, die unseren Namen rufen. Erstmal gewöhnen wir uns zu viert weiter aneinander und machen das Beste aus den ersten Frühlingstagen. Ich möchte und muss wieder mehr Ausflüge machen, meiner Angst will ich jetzt endlich wieder in den Allerwertesten treten. Und: Ich kann nicht warten, diese Woche bei 17 Grad draußen einen Hugo to go zu trinken. Mit Pepe neben mir. Und ganz viel Sonne im Gesicht. Es sind die kleinen Dinge, die glücklich machen. Es sind vor allem aber jene Dinge, die man nicht kaufen kann.

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