5 Bücher, die mir den September schöner gemacht haben

23. September 2021 von in

Wenn ihr nur meine Wohnzimmer-Kommode sehen könntet: Ihr türmen sich die Bücher übereinander. Und obwohl ich dieses Jahr schon so viel lese, kommen immer wieder neue Bücher nach. Einmal, weil ich leider keinen Buchladen betreten kann, ohne nicht mindestens ein Buch zu kaufen. Ehrlicherweise sind es meistens drei oder mehr Bücher, die ich mitnehme. Und zweitens bekomme ich glücklicherweise auch immer wieder Bücher zugeschickt. Für mich die schönsten Presseaussendungen, weil ich Bücher einfach liebe und ich mehr als gerne darin versinke. Nicht immer sind alle Bücher gut. Erst letztens hatte ich ein Buch, das ich wirklich nur fürchterlich fand. Aber meistens sind die Bücher, die ich kaufe oder bekomme, ein Geschenk. Eine Auszeit.

Und weil ich schon wieder so fleißig gelesen habe, stelle ich euch heute wieder einmal fünf Bücher vor, die so kunterbunt sind wie das Leben. Quasi für jeden Moment und jeden Geschmack etwas.

Ewald Arenz – Der große Sommer

Ha, wer fühlt sich ertappt, weil er auch schon fünfmal um dieses Buch herumgeschlichen ist, weil es ihm auf Instagram begegnet ist? Yes, erwischt, sag ich da nur. Dieses Cover verfolgt mich schon den ganzen Sommer, doch erst wollte ich Ewald Arenz‘ Debüt „Alte Sorten“ lesen, bevor ich mich an den zweiten Roman wage. Ich sag’s mal so: Dieses Buch ist purer Sommer – und liest sich auch im Herbst ganz zauberhaft und mit etwas Wehmut.

Worum geht’s? Frieder bleibt zu Hause, die Sommerferien gehören dem Großvater und den Nachprüfungen in Latein & Mathe. Doch da sind auch Alma, Johann und Beate, die den Sommer einzigartig machen. Freundschaft, Angst, Liebe und Tod begleiten ihn und lassen Frieder einen Sommer erleben, den er so nicht mehr vergessen wird. Ähnlich wie in „Alte Sorten“ geht es auch in diesem Roman um Beziehungen zwischen Alt und Jung, Freundschaften und das Leben. Zwischendrin finden sich die wunderbarsten Beschreibungen von Natur, Sommer und Landschaft – hach ja, ein tolles Buch.

Daniela Krien – Der Brand

Es ist noch nicht allzu lange her, dass ich Daniela Kriens Buch „Im Ernstfall die Liebe“ gelesen habe. Jetzt flatterte mir ihr neues Buch in den Briefkasten – und ich weiß, was ich an ihren Büchern mag: Es ist der Schreibstil, die Gabe, Intimität und Gefühle so wunderbar in Worte zu fassen. In „Der Brand“ geht es um Rahel und Peter. Seit dreißig Jahren sind sie verheiratet, sie mögen sich, sie schätzen sich, sie haben Familie großgezogen und waren irgendwie immer zusammen. Doch irgendwo ist die Liebe auf dieser Reise auf der Strecke geblieben. Ein Urlaub soll’s nun richtigen. Sie wollen wissen: Was ist geblieben – und mit wem wollen sie künftig durchs Leben gehen?

Eine Hommage an die Liebe, ans Glauben und Kämpfen, ans Zulassen von Veränderungen und das Loslassen von alten Rollen.

Lea Melcher – Aber vielleicht wird auch alles gut

Angsthasen, aufgepasst: Hier kommt mal wieder ein Buch, das eine Angststörung thematisiert. Lea Melcher, die Autorin von „Aber vielleicht wird auch alles gut“ leidet selbst an einer Angststörung – und hat das Ganze in einem Roman verarbeitet. Ihre Protagonistin Emilia ist fast 30 Jahre alt, Single und hat eine Angststörung. Das Einkaufen fällt ihr schwer, soziale Kontakte ebenso und der Job erst Recht. Am liebsten bleibt sie zu Hause und verdrängt, dass da vor der Haustür das Leben wartet. Bis ihre Schwester sie zum Therapeuten schleppt. Und sie sich erstmalig ihren Ängsten stellt.

Ein netter Roman für alle, die kleine und große Ängste kennen. Humorvoll, lebensbejahend und wichtig: Denn Mental Health betrifft uns alle.

Caroline Albertine Minor – Der Panzer des Hummers

Eigentlich liebe ich ja Thriller, seit ein paar Jahren tauche ich aber allzu gerne auch in Romane ein, die zwischenmenschliche Beziehungen begleiten. Familien, die zusammenfinden müssen, Freundschaften, die auseinander gegangen sind oder auch Paare, die miteinander noch Geschichten zu verarbeiten haben. In Caroline Albertine Minors Roman „Der Panzer des Hummers“ müssen drei Geschwister wieder zueinander finden. Die Eltern sind tot, die Geschwister so unterschiedlich, wie man nur sein könnte. Der Kontakt mau. Bis sie sich doch annähern müssen und merken, im Unterschied liegt manchmal auch die Nähe.

Ein zauberhaft zarter Roman über Familie, über unterschiedliche Lebensentwürfe und den gemeinsamen Nenner.

Judith Hermann – Daheim

Die Autorin Judith Hermann hatte ich ganz lange gar nicht auf dem Schirm, bis Milli und Amelie immer wieder Bücher von ihr empfahlen. Also hab ich mich dran gewagt und bin geblieben. Ich mag die Bücher von Hermann, die meistens zart und dennoch voller Kraft von Menschen erzählen, die Veränderungen zulassen, die ihr Leben rekapitulieren und neue Anfänge wagen. „Daheim“ ist ihr aktuellster Roman. Er erzählt von einer Frau, die vieles hinter sich lassen muss und will – immer auf der Suche nach dem Ort, der ihr Zuhause sein könnte.

Habt ihr noch Buchtipps für mich? Immer her damit!

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