In the mood: Von guter Laune trotz Lockdown, Freuden im grauen November und anderen schönen Kleinigkeiten

18. November 2020 von in

Die Tage verschwimmen. Ist heute schon Mittwoch? Und was, es ist schon wieder Wochenende? Meine Wochen sind ein wabernder Brei – ich weiß nicht, wie es euch geht, aber gefühlt geht dieses Jahr noch ein bisschen schneller um, als die vergangenen Jahre. Böse Zungen könnten jetzt behaupten, das liegt daran, dass ich einfach alt werde. Mit Anfang 20 ist alles noch ein bisschen langsamer, die Tage weniger routiniert und das Leben vielleicht auch manchmal überraschender. Wobei: Ich finde dieses Jahr mehr als überraschend – im Großen wie im Kleinen. Und ich habe die große Vermutung, dass hinter der wabernden Masse namens Zeit vor allem Corona und seine Auswirkungen steckt. Denn seltener waren meine Tage ähnlicher als in diesem Jahr. Kein Wunder, fällt so vieles momentan wieder weg, was ich sonst so mache. Mit Menschen, engen Freund*innen und Bekannten.

Tatsache ist: Wir haben schon wieder Mitte November. Noch ein paar Wochen, dann stoße ich wahrscheinlich zu zweit in meinen vier Wänden auf ein neues Jahr an. War es gut? Ja! War es schlecht? Auch! Dieses Jahr war eine turbulente Achterbahnfahrt, die ich in weiten Teilen genoßen habe und manchmal einfach nur verflucht habe.

 

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Im Moment fühle ich mich in der kunterbunten Achterbahn eigentlich recht wohl, zumindest wenn sie keine Loopings dreht. Ich genieße die Entschleunigung, denn ich merke, ich bin erschöpft. Ich freue mich auf Weihnachten, auf zwei Wochen frei und einfach Nichtstun. Für den Moment kompensiere ich meine Erschöpfung mit leeren Wochenenden, langen Spaziergängen und Lesen. Abschalten, in andere Welten eintauchen und einfach mal an nichts Schweres denken. Das tut gut.

Außerdem bin ich diesen November ein kleiner Einsiedlerkrebs geworden. Mir fällt es schwer, mit allen Freund*innen digital Kontakt zu halten. Es strengt mich an. Sorry an alle meine Freund*innen, ich liebe euch, aber ich brauche Freiraum. Also vergrabe ich mich im Sand, starre in die Luft und merke, wie ich mich entspanne.

 

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Und so krabble ich immer wieder aus meiner kleinen Höhle, wandere als Einsiedlerkrebs in Begleitung meiner engsten Kontakte durch München und genieße die frische Luft. Danach geht’s wieder in meine Höhle, ich trinke Tee, lese oder schaue einen kitschigen Weihnachtsfilm und freue mich, dass der Tiger neben mir liegt. Ich streichle sein Fell und träume dabei von Abendessen in Restaurants, wilden Nächten in Bars und einer neuen alten Spontanität, die mehr als zwei Menschen in sich trägt. Bis dahin mache ich das Beste draus!

 

 

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Das beste Frühstück im Lockdown

 

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In München am Wochenende frühstücken zu gehen gleicht einem Spießrutenlauf. Vor allem, wenn man wie ich eher zu der spontanen Sorte gehört. Wer Wochen im Voraus plant, hat sicher einen Tisch. Das bedeutet: Ich würde gerne öfter frühstücken gehen, schaffe es aber so gut wie nie. Weil alle Lokale ausgebucht sind, es mir zu stressig ist, mich an einen Mini-Tisch zu quetschen und ich dann lieber daheim eine Breze mampfe. Während des Lockdowns müssen wir alle zu Hause frühstücken. Dank der wunderbaren Leni und ihrem Freund Daniel könnt ihr euch aber das perfekte vegane Frühstück nach Hause holen. Ich liebe das Om Nom Nom in Sendling und bin so mächtig stolz, dass die Beiden auch im Lockdown eine tolle Idee hatten. Vegane Brunchboxen zum Mitnehmen. Perfekt für Menschen wie mich, die sich noch am Vorabend spontan dafür entscheiden wollen. Und vor allem perfekt für alle, die in die Welt des veganen Käses eintauchen wollen oder sich im Lockdown einfach ein großartiges Frühstück gönnen wollen. Wir haben die  Box zu zweit gegessen und sie hat uns den ganzen Tag den Magen gefüllt. Die Box gibt’s jeden Samstag und Sonntag zum Abholen, vorbestellt wird – sofern sie nicht ausverkauft ist – bis zum Vorabend. Kostenpunkt: 39 Euro. Und jeden Cent wert. Außerdem supportet ihr die Beiden – und das macht nicht nur satt, sondern auch glücklich!

Meine Pläne für die letzten Wochen dieses Jahres

Noch gut 7 Wochen, dann ist 2020 Geschichte. Irgendwie verrückt, nicht? Auch wenn 2020 so anders war, als viele Jahre zuvor, ich heute mit dem Wissen von Januar/Februar definitiv meinen letzten Barbesuch nochmal so richtig genießen und ein Konzert besuchen würde, war 2020 trotzdem ein gutes Jahr für mich. Bis ich in unseren Jahresrückblicken Bilanz ziehe, habe ich noch ein paar Pläne für den Rest des Jahres.

Ich bin wieder drin in meiner Sportroutine. Über den Sommer war ich ein bisschen raus, und will diese Routine jetzt beibehalten, denn Sport hält mich fit und gesund, körperlich wie physisch. Auch gehe ich seit September wieder jeden Tag viele, viele Schritte. 10.000 sind das Ziel, die ich aber auch nicht jeden Tag schaffe. Ich versuche eher, ein Wochenziel zu haben, dass ich relativ gut verteilt schaffe.

Corona hat auch mir zugesetzt. Ich war weniger aus, weniger essen, ja selbst shoppen war ich dank Maskenpflicht und Vorsicht nur sehr sehr selten. Das hat Spuren bei meiner Angst hinterlassen. Ich bin wieder unsicherer, werde in langen Einkaufsschlangen nervös und fürchte weite Wege. Für die letzten Wochen des Jahres ist mein Ziel, das alles wieder ganz bewusst zu üben, mich am Wochenende aus meinem gewohnten Umfeld zu wagen und – sollte der Lockdown irgendwann wieder aufgehoben werden – auch wieder bewusst essen zu gehen. Die vergangenen drei Wochen hat das schon gut geklappt. Ich versuche mich nicht unter Druck zu setzen, denn dieses Jahr ist für uns alle anders. Aber ich will es auch nicht aus den Augen verlieren.

Ein zweites Buch. Ein Roman. Die Idee dazu wabert schon seit gut einem Jahr in meinem Kopf, jetzt muss sich endlich zu Papier gebracht werden. Bis Jahresende möchte ich ein Expose für einen Roman aufsetzen. Ich bin gespannt, wohin die Buchreise geht und freue mich, wenn ihr sie mitverfolgt.

Label-Love: Hey Soho

Whatever – Holidays forever. Zu gern hätte ich diesen Satz dieses Jahr hin und wieder als Abwesenheitsnotiz in meine Emails geschrieben. Fakt ist: Ich brauche Urlaub und bis das wieder möglich ist, kuschle ich mich in meinen neuen Sweater von Hey Soho. Ich verfolge das Hamburger Label schon sehr lange und liebe vor allem die Looks von Gründerin Elise. Jetzt sind endlich ein Sweater (und ein Shirt) bei mir eingezogen, und ich fühle die Kleidung sehr. Outfitfotos folgen! Danke an Hey Soho für die Freude im Lockdown!

 

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Auf der Wunschliste

Teppich, Pflanze, Decke, Lampe, Kissenbezug

Ich bin im Interieur-Fieber. Amelie hat mich angesteckt. Einziger Unterschied: Ich ziehe nicht um. Ich liebe meine Wohnung und deswegen bekommt sie in dieser Woche einen kleinen Retouch. Ein neues Sofa zieht bei mir ein – und das macht riesige Laune, noch ein bisschen mehr umzugestalten. Es soll eine neue Stehlampe fürs Wohnzimmer einziehen, die perfekt zum Sofa passt. Auch neue Kissen sowie ein Teppich stehen auf meiner Wunschliste. Noch habe ich mich nicht entschieden, denn erst soll das Sofa auf mich wirken. Pflanzen gehen ja sowieso immer, nicht?

Übrigens: Wer noch Schönes sucht, sollte unbedingt mal bei Made.com vorbeischauen. Ich habe eine 100% Baumwolldecke aus der Herbst/Winter-Kollektion zugeschickt bekommen und liebe sie! Sie ist so warm, dass ich ein keine andere Decke mehr haben will. Die ganze A/W-Kollektion ist bunt und voller guter Laune.

Neu im Badezimmer: Schönes von Paula’s Choice

Auch in meinem Badezimmer gab es ein paar Neuankömmlinge: Schönes von Paula’s Choice. Ich verfolge die Beautybrand schon länger, bislang habe ich nur gutes gehört und teste jetzt endlich auch mal die Produkte der Skincare Brand.

Neu eingezogen ist der Optimal Results Hydrating Cleanser. Ich benutze Cleanser vor allem abends, um wortwörtlich den Tag vom Gesicht zu waschen und bin bisher ganz begeistert. Der Cleanser hinterlässt ein gutes Gefühl, meine Haut fühlt sich weder trocken noch spannend an und das Wichtigste: Mein ganzes Make-Up ist davon gewischt!

Ich schwöre auf Retinol als Anti-Aging-Mittel und freue mich, dass ich das 1% Retinol Treatment von Paula’s Choice endlich ausprobieren kann. Ich vertrage Retinol sehr gut und versuche nur direkte Sonneneinstrahlung zu vermeiden. Und weil einmal Retinol nicht genug ist, probiere ich auch gleich das Super Antioxidant Concentrate Serum aus. Sicher ist sicher.

Neu für mich ist ein Vitamin C Booster. Auch Vitamin C soll die Hautalterung vorbeugen – mal sehen, ob ich demnächst verjüngt aus meinem Badezimmer flitze, dank des C15 Super Boosters von Paula’s Choice.

Gesehen und drüber nachgedacht

Wann ist es Zeit, seine Wünsche loszulassen? Und kann man das überhaupt, wenn der Wunsch ein so elementarer ist wie ein Kind zu bekommen? Der Film „Was wir wollten“ auf Netflix beleuchtet diese Frage. Es geht um ein Paar, gespielt von Lavina Wilson und Elyas M’Barek (wieder Erwarten ganz gut), das sich nichts sehnlicher als ein Kind wünscht. Doch auch die letzte Kinderwunschbehandlung schlägt fehl. Um zur Ruhe zu kommen, flüchten sie in den Urlaub – und werden mit einer Familie konfrontiert, die alles hat, was sie sich wünschen.

Der Film war okay, ich mag es, wenn Filme leise sind. Der Nachhall der Thematik und die Frage, wann ist es Zeit, loszulassen, hat mich noch mehr gepackt. Loslassen, gerade in der Liebe, ist so ein wichtiges Thema. Wir alle sehen uns immer wieder konfrontiert, Wünsche, Vorstellungen und Träume loszulassen. Doch bedeutet das auch, dass wir uns und unsere Wünsche aufgeben? Ich glaube: nicht immer. Denn manchmal ist das Loslassen auch die Entscheidung, die Dinge zu akzeptieren, wie sie sind. Sich für einen anderen Weg zu entscheiden und Frieden schließen. Loslassen ist aber nicht einfach – und gerade bei so Fragen wie Kinderwunsch vielleicht sogar unmöglich. Die Frage hallt definitiv noch in mir nach. Der dazugehörige Podcast „Was wir wollten“ beleuchtet auch nochmal die Frage und fragt beispielsweise Mirna Funk, wie es ist, vom perfekten Bild der Kleinfamilie loszulassen. Aber auch Anna Wilken erklärt, warum sie noch lange nicht bereit ist, ihren Kinderwunsch loszulassen. Hörenswert!

Zum Lesen im Kerzenschein

Ich habe dieses Jahr viel zu wenig gelesen. In der ersten Ausgangsbeschränkung fehlte mir oft die Muse, außerdem war ich so sehr mit dem Erscheinen meines Buches beschäftigt, dass ich zum Abschalten Netflix und Podcasts brauchte. Den Sommer über war ich fast nur an der frischen Luft, mit meinen liebsten Menschen. Und jetzt? Jetzt hätte ich Zeit. Und endlich nutze ich sie auch und lese wieder mehr. Früher hab ich locker zwei Bücher in einer Woche geschafft, heute bin ich froh, wenn es eines im Monat ist. Neu eingezogen für die nächsten Wochen ist das Buch „Schreibtisch mit Aussicht – Schriftstellerinnen über ihr Schreiben“. Das perfekte Buch für mich. So inspirierend, so klug und vor allem so motivierend.

Außerdem habe ich mir endlich ein Probe-Abo der Zeit geholt. Das stand schon ewig auf meiner Liste, und wenn nicht jetzt, wann dann? Zeit lesen soll meine neue liebste Beschäftigung sein.

Gehört bei meinen Spaziergängen

Es gibt nichts schöneres, als nach einem langen Arbeitstag noch eine Runde draußen spazieren zu gehen. Nicht immer hat ein*e Freund*in Zeit, sodass ich auch ganz oft alleine spazieren gehe. Und wenn ich ehrlich bin, liebe ich diese Solo-Walks sehr. Mit Podcast in den Ohren vergeht die Zeit, ich konzentriere mich nur auf meinen Atem und meine Schritte und komme mit mehr Wissen und müde Beinchen wieder nach Hause.

Mein liebster Podcast ist und bleibt Alles gesagt von der Zeit. Ich liebe diese langen Gespräche, in denen man so viel Kluges von Menschen hört, denen man in Talkshows und Co. sonst nur wenige Minuten zuhört. Dicht gefolgt danach kommt Hotel Matze. Zuletzt habe ich das Interview mit Campino gehört – und bin jetzt Fan. Nicht von der Musik der Toten Hosen, aber von der Person Campino. Ich glaube bei keinem anderen Podcast, nicht mal bei True-Crime-Formaten, kann ich so gut abschalten, wie bei diesen beiden. Deswegen: Wenn ihr spazieren geht, hört rein.

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