In the mood: Von neuen Pflegeritualen, dem Abschied von Hormonen und einer Helikopter-Katzenmama

21. April 2021 von in

In knapp 1,5 Wochen ist schon wieder Mai. Himmel, wo ist nur die Zeit geblieben. Obwohl so wenig passiert, rast die Zeit an einem vorbei. Vielleicht, weil man sich wie bei Täglich grüßt das Murmeltier fühlt, bei dem sich jeder Tag gleicht und die Routine schon so in Mark und Bein übergegangen ist. Und dann guckt man zurück und merkt: Ein bisschen was ist doch passiert. Nicht viel, aber trotzdem genug, um euch davon zu erzählen. Hier kommt mein kunterbunter Blick auf den April, auf Veränderungen sowie der Sehnsucht nach Frühling.

Life Lately

 

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Ich sag’s wie’s ist: Hier herrscht etwas Lagerkoller. Schuld daran – und ich weiß, man meckert eigentlich nicht darüber – ist das Wetter. Vor Ostern hatte es hier wunderbare 16 Grad und Sonne – und dann kam der Winter zurück. Für mich war der Wintereinbruch der Startschuss für den Einbruch meiner Laune. Das erste Mal im ganzen Pandemie-Jahr dachte ich: Ich halte es nicht mehr aus. Dieser immergleiche Alltag. Dieses immergraue Wetter. Wenn mir jemand einen Freifahrtschein für sonnige Tage an der Amalfi-Küste gegeben hätte, ich hätte es getan. Wirklich. Das Wetter ist immer noch trist und grau, aber es wird wärmer. Und der Blick auf den Bericht verrät, mit etwas Glück wird es auch sonnig. Und dieser kleine Ausblick lässt mich hoffen und meinen Lagerkoller so ein wenig erträglicher machen. Aber wenn sich der Mai nicht anstrengt, muss ich vielleicht doch kurz mal ausrasten. Oder eine Auszeit auf dem Land machen.

Das ist natürlich Jammern auf hohem Niveau. Aber so ein paar Tiefpunkte hat ja wahrscheinlich jeder von uns die Tage mal. Denn ansonsten ist eigentlich alles gut. Pepe ist jetzt schon fast ganze drei Monate bei uns und wird jeden Tag größer und selbstbewusster. Für uns bedeutet das: Erziehung und Konsequenz. Gar nicht mal so einfach, wenn man dieses Tierchen ja so liebt. Aber es macht dann doch Sinn, wenn man sieht, wie schnell der Hund lernt und sich bei uns als seine Hundeeltern wohlfühlt. Das erfüllt mich mit Freude und lässt mich so manchen Bell-Anfall vergessen. Und damit ich auch immer mehr Sicherheit gewinnen kann, haben wir ja eine Hundetrainerin an unserer Seite.

 

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Ansonsten war der April aber auch mental anstrengend. Ich stand vor einer beruflichen Entscheidung und entschied mich dagegen. Mein Bauchgefühl sagte nein, mein Kopf ja. Mein ganzer Körper irgendwann nein, und ich ebenfalls. Und in der Sekunde, in der ich mich für Absage entschied, fielen mir tausende Steine vom Herzen. Manchmal muss man eben einfach seinem Bauchgefühl folgen. Der weiß schon, was Sache ist.

Werde ich dieses Jahr in Urlaub fahren? Diese Frage treibt mich um. Nicht, weil ich unbedingt in den Urlaub muss, aber gerade nach den vergangenen Wochen täte mir ein Tapetenwechsel gut. Gut schaut es nicht aus, unseren traditionellen Familien-Ausflug auf eine Hütte haben wir für Mai abgesagt und ins nächste Jahr verschoben. Aber wer weiß: Ich setze auf das Impftempo und träume von einem Wellness-Urlaub im Herbst. Und wenn nicht: Machen wir es uns eben im Garten schön. Oder auf dem Land.

Denn da wollen wir in den nächsten Monaten öfter mal hinschauen. Gucken, wo es uns gefällt, um langfristig vielleicht auch eine Wohn-Alternative zu haben. Stadtwohnung und Landleben – das wäre mein persönlicher Traum. Angepeilt ist das Chiemgau oder Berchtesgadener Land, Orte, die ich seit meiner Kindheit kenne und liebe.

 

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Auf den Fährten von Polly (und Pepe)

Ich weiß, wie glücklich das Herumstreifen in der Natur Polly macht. Aber ich weiß auch, wie viele Tode ich sterbe, wenn sie mal wieder länger nicht nach Hause kommt. Ich bin eine Helikopter-Katzenmama, und das gebe ich offen zu. Polly darf immer raus, das ganze Jahr, nur im Dunkeln sollte sie zu Hause sein. Normalerweise streift sie durch die Nachbarschaft, alle halbe bis Stunde meldet sie sich, schaut bei mir vorbei und tapst dann wieder von dannen. Wenn sie mal nicht kommt, schiebe ich Horrorszenarien von „Katze geklaut“ über „Im Keller eingesperrt“. Ich renne durch die Höfe, bis mir meistens eine glückselige Polly entgegenkommt, das eine Loch da in der Hecke, das war so spannend.

Als mich Tractive fragte, ob ich nicht für Polly und Pepe die neuen GPS-Tracker testen will, sagte ich sofort zu. Eine Katze im Sommer – und ich kann sie auf dem Handy nachverfolgen? Jackpot! Meine größte Sorge war, dass Polly den Tracker dämlich oder zu schwer finden würde. Aber ich sag’s mal so: Nichts hält meine Katze davon ab, nach draußen zu gehen. Und so schwirrte sie ganz happy schon am ersten Tag samt Tracker ab, um ihre tierischen Freunde zu treffen, während ich im Wohnzimmer saß und ihre Schritte verfolgte. Wo zur Hölle treibt sich meine Katze überall herum? Diese Frage musste ich mir stellen, als ich via Live-Tracking gar nicht glauben konnte, wo sie überall hin marschiert. Irgendwie erleichternd, das so zu sehen, irgendwie auch schrecklich für eine Helikopter-Katzenmama. Aber der Vorteil überwiegt: Kommt sie nicht nach Hause, muss ich nicht mehr alle Höfe in der Nachbarschaft abklappern, sondern kann zielgenau dahin steuern, wo Polly gerade Mäuse zu jagen versucht. Und sollte sie doch einmal im Dunkeln entwischen, kann ich sie dank Licht- und Tonsignal unter jedem Busch aufspüren. Ich liebe den Tracker schon jetzt, und Polly ihre entspanntere Mama noch mehr.

Pepe geht ja immer an der Leine und bis er frei rumrennen kann, liefert uns sein Testexemplar Daten über seine Bewegung. Wie viel geht er am Tag, wie viel Kalorien verbrennt er und wie ist er so im Durchschnitt zu seinen Hundekolleg:innen aus der Nachbarschaft? Quasi ein Fitbit für den Hund – und für uns eine gute Übersicht, wie fit der kleine Racker ist. Polly und Pepe, aber vor allem ich sagen Danke für die Tracker.

Gesehen: Was fürs Herz und was für True-Crime-Fans

Im Sturm mein Herz erobert hat die Serie A Milllion Little Things auf Sky. Ich würde sagen, sie kommt ganz dicht an This Is Us ran – und das mag was heißen. Worum gehts? Vier Familien kennen sich durch ihre Männer: Da sind John, Gary, Rome und Eddie. Vor Jahren haben sie sich kennengelernt, als sie in einem Aufzug gemeinsam feststeckten. Ihre Liebe zum Sport verband sie, aus Bekannten wurden Freunde, aus Freunden irgendwie auch Familie. Es kamen Frauen dazu, Kinder und plötzlich waren sie ein Freundeskreis, der sich liebt und schätzt, der seine eigenen Traditionen hat. Doch dann nimmt sich John plötzlich das Leben – und nichts ist, wie es vorher war. Warum wusste keiner von ihnen, was John umtreibt? Und welche Geheimnisse haben die Freund:innen noch untereinander? A Million Little Things entführt einen in eine Welt, in der Freunde gemeinsam um ihren Liebsten trauern, in denen Eheprobleme, psychische Probleme und Wünsche ihren Raum bekommen. Und die zeigt, dass Freunde das Wichtigste auf der Welt sind. Ich saß wirklich sehr oft vor dem Fernseher mit Tränen. Weil mir die Figuren so ans Herz gewachsen sind, weil ich ihre Trauer verstehen konnte und gleichzeitig beim Anblick von gemeinsamen Abendessen meine Freund:innen vermisste. Ich kann’s nicht erwarten, wieder mehr als eine Person um mich zu haben.

Wem A Million Little Things zu kitschig ist, kann gerne auf Netflix The Serpent ansehen. Für True-Crime-Fans ein Muss, erzählt die Serie doch die Geschichte von Charles Sobrahj, dem berüchtigten Serienmörder vom Hippietrail und seiner Entlarvung in den 70er-Jahren. Die BBC hat die Serie ein Jahr lang in Thailand, Vietnam sowie Nepal und Paris gedreht und ich habe sie geliebt. Nicht nur, weil die Storyline fast zu gut ist, um zu glauben, dass sie wirklich so passiert ist, aber auch wegen des 70ies-Vibe und der Nonchalance der Hippies. Charles Sobrahj lebt unter falschem Namen als Juwelenhändler in Bangkok, schart Frau und Jünger um sich und raubt Hippies auf der Suche nach Erleuchtung aus. Und manchmal müssen seine Opfer auch sterben – weil sie unbequem werden, weil er Spaß am Dahinsiechen seiner Opfer hat und weil er einen Hass auf den westlichen Lifestyle hegt. Doch bevor die Polizei ihn erwischt, ist er längst schon wieder verschwunden. Nur ein niederländischer Botschaftsangestellter ist ihm auf den Fersen. Gegen alle Vernunft ermittelt er auf eigene Faust – und versucht „die Schlange“ zu stellen. Absolut sehenswert!

Eine neue Pflegeroutine und mein Abschied von der Pille

Dass ich ein großer Fan der Paula’s Choice Produkte bin, muss ich euch ja nicht verraten. Aber auch viele Beautyexpert:innen sind Fans der Brand, sodass ich beschlossen habe: Ich versuche es mit einer neuen Pflegeroutine. Byebye, Nivea-Creme. Tatsächlich mache ich das Ganze schon eine Weile und ziemlich vorsorglich, denn nach über zehn Jahren habe nun auch ich mich mal von der Pille verabschiedet. Endlich ohne Hormone und hoffentlich auch ohne Nebenwirkungen. Wenn ich alles gut beachtet habe und mein Vorsorgeplan aufgeht, sollte meine Haut eigentlich nicht eskalieren – damit sie sich aber auch zu 100% wohlfühlt, lege ich jetzt noch ein bisschen mehr Wert auf gute Hautpflege. Und die sieht momentan so aus: Morgens trage ich den Niacinamide Booster gemischt mit der Tagepflege von Paula’s Choice auf. Alle zwei Tage nutze ich auch noch den Vitamin C Booster für einen besseren Glow. Anschließend ganz wichtig: Lichtschutzfaktor – ich benutze ein Spray und sprühe es mir auf Gesicht, Hals und Nacken.

Abends schminke ich mit dem Gel-Cleanser von Muti ab, dann folgt das Retinol Tonic von Pixi (auch ganz große Liebe). Alle zwei bis drei Tage folgt dann das BHA Liquid Exfoliant Peeling von Paula’s Choice, das alte Hautschüppchen entfernt und der Haut zu mehr Strahlen verhilft. An den Tagen, an denen ich kein Peeling nutze, nehme ich hin und wieder die Retinol Pflege von Paula’s Choice, ansonsten kommt die sanfte Nachtcreme von Paula’s Choice zum Einsatz. Sie spendet Feuchtigkeit und lässt die Haut prall und gut genährt wirken. Augencreme zum Schluss – und fertig ist mein Gesicht für den Schönheitsschlaf. Minimale Unreinheiten – die ich auch während der Einnahme der Minipille oder als Teenager hin und wieder hatte – behandle ich seit meiner Jugend mit Teebaumöl. Ansonsten blieb ich als Teenie sowie als Erwachsene immer sehr verschont – Daumendrücken, dass das auch so bleibt.

Wenn euch meine Absatz-Reise interessiert, lasst es mich wissen – dann gehe ich da in einer kleinen Erfahrungsberichts-Serie nochmal genauer drauf ein.

Gelesen und für wichtig empfunden: Body Politics von Melodie Michelberger

Irgendwann vor ein paar Jahren, als Onlineshops langsam begannen, auch Models mit größeren Konfektionsgrößen zu zeigen, fiel es mir wie Schuppen von den Augen. Ich bin privilegiert. Viel mehr brachte mich ein Satz einer Freundin zum Nachdenken: „Endlich kann auch ich mir mal vorstellen, wie die Kleidung an mir aussieht.“ Ich verstand erst Bahnhof und dann ganz viel. Denn ich war immer schlank gewesen. Meine ganze Kindheit, meine ganze Jugend, ja selbst im Erwachsenenalter konnte ich essen, was ich wollte, ich war meistens eher zu dünn als – in den Augen der Gesellschaft – zu dick. Und so fühlte ich mich auch von allen Werbemaßnahmen der Modeindustrie mehr oder weniger immer angesprochen, zumindest aber gut repräsentiert. Dass es anderen Menschen nicht so gehen würde, war mir zwar irgendwie bewusst, doch so richtig darüber nachgedacht hatte ich bis zu jenem Tag nicht. Wie wichtig Repräsentation ist, weiß ich heute mehr denn je. Eine diverse Abbildung unserer Gesellschaft ist in allen Bereichen wichtig – und noch wichtiger ist es, dass wir den Marginalisierten zuhören. Und dazu gehören auch Menschen mit mehr Gewicht. Denn nur durch ihre Sichtweise, ihre Erfahrungen kann ich lernen und nachvollziehen, was es bedeutet in einer Gesellschaft zu leben, die das Dünnsein zelebriert und das Dicksein verurteilt. Melodie Michelbergers Buch „Body Politics“ stand schon länger auf meiner Leseliste, an den vergangenen schönen Tagen habe ich es ausgelesen und einen guten Einblick bekommen, wie diskriminierend ein Leben als Mensch mit mehr Gewicht sein kann. Und wie schade es ist, dass unsere Gesellschaft noch immer keinen wirklichen Schritt weiter ist. Ein wichtiges Buch für alle. Für Menschen, die sich verstanden fühlen wollen. Für Menschen, die mehr lernen und wachsen wollen. Und für Menschen, die einen diverseren Blick auf Erfahrungswelten haben wollen. Denn diese können so unterschiedlich sein.

Ein besonders spannendes Journal landete in den vergangenen Wochen in meinem Postkasten: Das Journal von Hallo Klarheit. Es ist kein Kalender, sondern viel mehr ein Workbook, das einen über mehrere Wochen begleiten soll. Gemeinsam mit einem geführten Kurs soll das Journal helfen, sich zu reflektieren, die schönen Momente aufzuschreiben und mehr Dankbarkeit zu spüren. Ich habe nie groß Tagebuch geschrieben und reflektiere eher für mich, das geschriebene Wort hat aber nochmal mehr Macht. Und so möchte ich in den nächsten Wochen mal schauen, was die bewusste tägliche Reflexion mit mir macht. Danke an Hallo Klarheit für das schöne Workbook, ich bin schon ganz gespannt!

Kochen und Essen – was sonst?

Wenn man nicht essen gehen kann, holen wir das gute Essen eben zu uns. Aber nicht mit Lieferando & Co., sondern mit meinen eigenen Kochskills oder denen meines Freundes. Und so kochen wir uns derzeit um Kopf und Kragen und genießen das gute Essen am Tisch und hin und wieder ein Glas Wein. Neben unseren beliebten Bowls zu Mittag gibt es abends gerade sehr gerne italienische Küche – auch dank der wunderbaren Fattoria La Vialla. Milena hat so viel davon geschwärmt, sodass ich es kaum erwarten konnte, als mein erstes Paket direkt aus der Toskana zu uns kam. Und meine Güte, Milli hat mal so gar nicht übertrieben (was sie sowieso nie tut). Die Sachen von dem kleinen Demeter-Hof sind so großartig, dass ich schon wieder eine Lieferung bestellen könnte. Mein Favorit: Das Tomatensugo aus frischen toskanischen Tomaten sowie die Oliven in Fenchel. Der Wein ist auch großartig, vor allem der Rose macht Lust auf Sommer. Und die Nudeln, Leute. Hach, die Nudeln sind ein Traum und sollte ich irgendwann noch einmal Pasta hamstern, dann nur von der Fattoria La Vialla. Wenn ihr euch in diesen Zeiten etwas Gutes tun wollt, bestellt dort und zelebriert das Essen. Aber wehe, ihr kauft mir die Oliven weg.

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2 Antworten zu “In the mood: Von neuen Pflegeritualen, dem Abschied von Hormonen und einer Helikopter-Katzenmama”

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