#letmeworkit: Fitnesstracking mit meinem Fitbit

25. Januar 2018 von in

Um ehrlich zu sein, hatte ich so meine Vorurteile gegenüber Fitnesstrackern. Ich hatte bereits 2015 eines dieser Bänder ausprobiert, es nach wenigen Wochen aber in die Ecke gepfeffert, weil es den Geist aufgab. Gleichzeitig schlummerte in meinem Hinterköpfchen auch immer die Frage: Warum zur Hölle brauchen wir Menschen einen Fitnesstracker, der uns daran erinnert, uns zu bewegen?

Naja. Gute drei Jahre bin ich schlauer: Weil er motiviert. Weil er uns aufmerksam macht – und weil es eben doch nicht so einfach ist, im Alltag genug Bewegung zu bekommen.

Eine neue Chance gab ich dem Fitnesstracker im vergangenen Jahr. Drei Monate machte ich bereits Sport und war plötzlich so verliebt in den neuen Bewegungsdrang, dass ich ihn auch außerhalb der Trainingssessions nutzen wollte. Meine Trainerin sowie meine lieben Mit-Sportlerinnen empfahlen mir ein Fitbit – der Globalplayer unter den Fitnessarmbändern. Beim ersten Googlen dachte ich so: „Oh nee, so ein hässliches, breites, schwarzes Ding am Arm. Uncool.“ Bis ich auf das Fitbit Flex 2 stieß. Das dünnste Fitnessarmband – und vielleicht das schönste. Sofern ein Fitnesstracker stylisch sein kann.

Das Fitbit Flex 2 ist ziemlich schmal. Das Gummiband gibt es in allen Farben – und ich habe mir für abends sogar noch eine Art Schmuckarmband dazu gekauft. Der kleine schwarze Tracker kann ohne Probleme vom Gummiband in den goldenen Armreif umgeswitcht werden. Während das schwarze Armband dezent ist, fügt sich der goldene Armreif gut in meine Schmuckschatulle ein. Für mich – trotz der geringsten Funktionen – die perfekte Kombination – diese dicken, sehr sportlichen Armbänder oder Uhren passen nicht an meine dünnen Handgelenke und wirken immer als modischer Bruch. Der optische Faktor war also schon mal geklärt.

Was kann das Fitbit Flex 2?

Mein Fitnesstracker zählt in allererster Linie Schritte. Jeden Schritt, den ich am Tag gehe, nimmt er mit auf. Natürlich hat auch das Handy einen Schrittzähler, nur nehmen wir das Handy eben nicht immer mit. Der Fitnesstracker am Handgelenk ist also noch ein Stück genauer. Die gewünschte Schrittanzahl ist einstellbar, mindestens 10.000 Schritte am Tag werden empfohlen. Ist das Ziel erreicht, vibriert das Armband.

Auch trackt das Armband meinen Schlaf – ich bekomme einen Überblick, wie tief ich in der Regel schlafe, wann ich ins Bett gehe und wie viel Schlaf ich grundsätzlich benötige. All diese Daten werden aufgezeichnet – und so bekomme ich einen ganz guten Überblick, wann und warum ich wie gut geschlafen habe.

Ebenfalls kann man bei Fitbit Flex 2 seinen gewünschten Aktivitätsgrad einstellen – beispielsweise drei von vier Tagen sollen aktiv gestaltet werden. Dann zeichnet das Fitnessarmband auch Aktivitäten wie Radfahren, Spazierengehen und Laufen als bewusstes Training auf. Für mich super praktisch, da ich fast alles zu Fuß oder mit dem Rad erledige – und mich immer geärgert habe, dass mein Radfahren überhaupt nicht als Training erfasst wird.

Und zu guter Letzt: Das Fitbit Flex 2 kann einen daran erinnern, sich jede Stunde ausreichend zu bewegen. Also mindestens 250 Schritte. Hierfür kann man den Zeitraum einstellen, von wann bis wann man erinnert werden möchte – bei mir ist es von 9 bis 19 Uhr. Immer um zehn vor der vollen Stunde vibriert das Band kurz, wenn ich noch keine 250 Schritte gemacht habe. An intensiven Bürotagen ist das jede Stunde der Fall, ups!

Für all jene, die einen Einblick in ihren Grundumsatz und Kalorienverbrauch haben möchte, ist das Fitbit ebenfalls ein kleiner Helfer. Das Fitnessarmband errechnet anhand der Bewegung und der angegebenen Daten den eigenen Grundumsatz sowie den Gesamtumsatz. Gleichzeitig fungiert das Armband als Ernährungstracker, sodass man eine Art Ernährungstagebuch führen kann, indem auch der Kalorienverbrauch mit dem Gesamtumsatz abgeglichen wird. Wer in letzter Zeit vielleicht ein bisschen zugenommen hat, kann sehen, ob er eventuell immer über dem Gesamtumsatz isst. Wer trainiert, sieht, wie viel er an Kalorien beim Training verbraucht (weniger als man denkt). Für mich ein spannender Einblick, auch wenn ich keine Kalorien zähle oder abnehmen möchte.

Mit einem Reminder zum genügend Wassertrinken und kleinen digitalen Challenges und Community-Walks sind die Funktionen des Fitbit Flex 2 dann auch ausgeschöpft.

Würde ich das Fitbit immer jedem empfehlen? Jein!

Für Leute, die zu schnell ins Kontrollieren abdriften, ist das Fitbit wohl mehr Fluch als Segen. Für alle anderen aber kann das Fitbit ein toller Motivator sein, sich im Alltag bewusster zu bewegen. Ich persönlich achte seit dem Gebrauch sehr viel besser auf meine Alltagsbewegungen, habe so viel über meinen Körper und mich gelernt und weitaus mehr Spaß, mich auch an faulen Tagen zu bewegen und herauszufordern. Dank des Fitbits habe ich meine Ausdauer gesteigert – und endlich auch einen Ansatz, wie viel Bewegung am Tag ich ohne Probleme schaffe. Gleichzeitig ist für mich die Ästhetik mitbestimmend, sodass ich auf die vielleicht besseren Fitnesstracker gerne verzichte.
Noch kurz als Disclaimer: Dies ist keine bezahlte Werbung oder ein PR-Sample. Ich habe mir das Fitbit selbst gekauft – und würde es auch immer wieder tun. Ich bin ein Fitbit-Fan!

Wer von euch nutzt auch einen Fitnesstracker?
Welche könnt ihr empfehlen? 

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2 Antworten zu “#letmeworkit: Fitnesstracking mit meinem Fitbit”

  1. Liebe Antonia, ich freue mich endlich von dir etwas zum Thema Fitbit zu lesen!
    Ich habe auch das flex 2 und finde die Größe und „Design Möglichkeiten“ auch super und möchte wirklich nicht gegen so eine klobige Uhr tauschen. Allerdings finde ich es nicht genau genug. Zum
    Beispiel beim schlaf Tracking. Laut App ist mein schlaf erst vorbei, wenn ich die App aktualisiere, obwohl ich schon knappe 500 Schritte habe (zähen putzen, anziehen). Das finde ich schade. Ich wünsche mir das Flex 2 mit gps, verbesserten schlaf Tracking und dass man Yoga als Aktivität einstellen kann. Wo kann ich den Wunsch einwerfen? :D Abgesehen von dem Gemecker motiviert es mich tatsächlich nochmal einen Spaziergang zu machen, wenn ich mein Schrittziel noch nicht erreicht habe (;

    • Liebe Melanie!
      Ja so gehts mir auch – es müsste echt ein bisschen exakter noch sein und Yoga als Aktivität wäre sensationell :)
      Ich hab sogar mal die Uhr bestellt, weil sie genauer sein soll und auch den Puls misst, aber das sah an meinem Arm aus wie ein Stein :)
      Vielleicht erhört uns Fitbit ja, das wäre wundervoll :)
      Ja, meine Motivation ist auch definitiv gestiegen, auch wenn ich 20 Schritte mache, obwohl ich meine Haare föne ;) Ich versuche immer noch 1000 mehr zu machen, um quasi die Ungenauigkeit auszugleichen (klappt aber auch nur semi :P).
      Liebe Grüße!

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