#letmeworkit: Sport, Stress, Seele – irgendwie hängt doch alles zusammen

18. Oktober 2019 von in

Als ich meine Augen schließe und auf der Yogamatte liege, merke ich, wie die Anspannung endgültig abfällt. Ich lausche den Wortern der Trainerin, während sich mein Atem von dem High-Intensity-Training beruhigt. Merklich werde ich entspannter, der Stress des Tages ist vergessen. Nach zehn Minuten Schlussmeditation ist mein Training vorbei. Die Kombination aus intensiven Training und Meditation hatte ich noch nie. Ich strahle die Trainerin zum Abschluss an und gehe gefühlt zehn Kilo leichter nach Hause.

Wenn man anderen erzählt, dass man Sport viel Sport treibt und Meditation liebt, fällt gerne der Begriff Selbstoptimierung. „Du hast doch eh so viel Stress, dann noch so viel Sport?“ Wenn ich dann sage, dass ich gerade deswegen den Sport und die Auszeiten der Meditation brauche, verdrehen sich die Augen wie von selbst.

Die Wahrheit ist so einfach: Ich brauche den Sport. Sorry Leute. Mit ihm geht’s mir besser als ohne. Drei Jahre lang habe ich jede Woche mindestens zweimal, oft dreimal High-Intensity-Intervall-Training gemacht. Nicht immer bin ich mit Freuden hingegangen, aber jedes Mal ausgepowert und ein bisschen leichter wie glücklicher nach Hause. Als sich meine Sportgruppe dann im Juni auflöste, war erstmal Pause. Ohne Gruppe trainierte ich ein paar Mal zu Hause, den selben Effekt hatte mein Larifari-Training um ehrlich zu sein jedoch nicht.

Je weniger ich Sport machte, desto gestresster wurde ich.

Zum Ausgleich ging ich weiterhin jeden Tag meine 10.000 Schritte, was zwar den Kopf durchpustete, mich aber lange nicht so körperlich verausgabte, sodass mein Kopf und mein Körper wieder im Einklang waren. Der Stress blieb gleich, nur irgendwie fühlte ich mich in den Sommermonaten sehr viel unausgeglichener und gestresster als sonst. Ich schlief schlechter, ging To-Do-Listen im Halbschlaf durch und wachte kaum erholt wieder auf. Selbst meine geliebte Meditation ließ ich schleifen. Ich war im Ungleichgewicht, die innere Unruhe hatte wieder zugenommen.

Wie sehr mir der Sport – und damit auch mein Tool zum Stressabbau gefehlt hatte, merkte ich endgültig im September. Dank Urban Sports Club und einer neuen Gruppe ging es endlich wieder zum intensiven Training. Der Einstieg fiel leicht, Kondition und Kraft gehen glücklicherweise auch über zwei Monate nicht sofort verloren, das Aufraffen zum Sport war sehr viel schwerer. Hingeschleppt und angekommen begann jedoch die Auszeit, die ich so vermisst hatte. Nach einer Stunde Auspowern war ich geschafft. Der sich ankündigende Muskelkater schleppte mich noch fix aufs Sofa, anschließend ins Bett, in dem ich am nächsten Morgen müde aber glücklich aufwachte.

Sport ist mein Ventil zum Stressabbau.

Bewegung und Auspowern helfen mir, die Anspannung, die ich unter dem Tag gerne mal habe, abzubauen und auszugleichen. Wer viel am Laptop sitzt und wie ich jeden Tag kreativ arbeitet, braucht Auszeiten für den Geist, in denen der Fokus weg vom Denken gelenkt wird. Beim Sport ist das Handy aus, es geht ums reine körperliche Training.

Meine Seele dankt es mir. Ich schlafe besser, bin gut gelaunt und vor allem entspannt. Sicher: Das mag gewisser Maßen Selbstoptimierung sein, aber eine, die mir gut tut. Mich tatsächlich optimiert, nicht nur körperlich, sondern auch geistig.

Wo wir zum zweiten Punkt kommen, der für mich an selber Stelle wie Sport steht: die Meditation. Ich weiß, ein Wort, das in den Weiten von Instagram & Co. gerne von jedem und allen umgesetzt wird. Aber wie wichtig Achtsamkeit in dieser schnelllebigen Zeit ist, hat selbst Urban Sports Club bemerkt. Denn ein Grund, warum ich wieder bei Urban Sports Club bin, ist, dass meine liebste Meditations-App Headspace jetzt mit im Programm ist – und freue mich, dass Achtsamkeit und Entschleunigung immer öfter auch in Sachen Stressabbau erkannt und ernst genommen wird.

Jeden Tag schaffe ich es nicht zum Sport, allein mein Muskelkater spricht hier ein Machtwort. Also meditiere ich seit über einem Jahr fast täglich. Manchmal nur zehn Minuten vor dem Schlafengehen, um Runterzukommen und zur Ruhe zu finden, in stressigen Phasen auch zwischendrin, wenn die innere Unruhe so stark ist, dass ich eine Auszeit brauche. Meditation führt zu einem besseren Umgang mit sich selbst. Man hört tief in sich hinein, lässt den Stress los und andere Gedanken dazu. Ich habe Atemtechniken gelernt, um mich runterzuholen und zu entspannen, und ich liebe es, mit der Meditation ganz bewusst, den Alltag aus- und die Ruhe einzuschalten. Auch das mache ich wieder regelmäßig und fühle mich wie ausgewechselt.

Was wir gerne vergessen: Gesundheit bedeutet nicht nur körperliches,
sondern eben auch mentales Wohlbefinden.

Bei mir sind der Sport sowie die Meditation beides Werkzeuge, die mich körperlich stark und seelisch gut fühlen lassen. Ich glaube fest daran, dass eine gesunde Seele für einen gesunden Körper gut ist, und andersrum. Das mag spirituell klingen, ist aber mein Ansatz fürs Leben. Ein ganzheitliches Konzept, das sich nicht nur auf die Optimierung stürzt, sondern eben den Mensch im Gesamten im Blick hat.

Dass das Buzzword Selbstoptimierung trotzdem immer wieder fällt, stört mich dabei. Denn es geht mir weder beim Sport noch bei der Meditation, mich besser zu machen. Ich will viel mehr mir Gutes tun. Meine Seele streicheln und meinen Körper so fordern, wie er es verlangt. Und dem Stress schön in den Hintern kicken.

Photocredit: Unsplash

 

 

 

 

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