Outfit: Amore

4. Juli 2017 von in ,

Bluse: Mango (Ähnliche hier, hier, hier, hier) / Culottes: Edited (Ähnliche hier, hier) / Sonnenbrille: Ace&Tate / Ohrringe: Mango (Ähnliche hier, hier, hier) / Tasche: APC / Schuhe: Edited

Ich kann mich noch an meine erste Rom-Reise erzählen, mit meinem kompletten Uni-Seminar klapperte ich eine heiße Augustwoche lang jede einzelne Kirche der Stadt ab, begutachtete jedes Fresko und jeden Caravaggio und lief zwölf Stunden lang mit großen Augen durch die Vatikanmuseen. Die Kunst Italiens war schon immer so umwerfend und überschäumend, so stilvoll und berauschend – und gegensätzlicher hätte ich den italienischen Kleidungsstil nicht empfinden können. Überall stöckelte es um mich herum, überall glitzerte es von Jeanssäumen und Printshirts herüber, überall schauten stark geschminkte Augen durch strassbesetzte, ausladend geschwungene Sonnenbrillen.

Dem stereotypisch-italienischen Kleidungsstil konnte ich wirklich nicht viel abgewinnen, viel zu überladen und gender-spezifiziert kam er mir vor. Doch alles bleibt im Wandel, und ein paar Jahre später machte es doch tatsächlich Klick und ich fing an, genau dieser Übertreibung etwas abzugewinnen. Plötzlich finde ich italienische Frauen ganz wunderbar, die ihre Weiblichkeit mit allem zelebrieren, was ihnen Spaß macht – selbst wenn das strassbesetzte Sonnenbrillen sind. Dieses Jahr schaue ich mir also tatsächlich ein kleines bisschen Dolce Vita in der Mode ab und habe mir soeben die ersten Riesenohrringe zugelegt (leider ausverkauft aber gefolgt von einem Haufen ähnlicher Modelle). Mit ihnen in Kombination mit Puffärmeln fühle ich mich genau so einen Tick überladen, wie ich schon damals die italienische Mode empfand – aber liebe es ganz plötzlich. Hach ja, Italien, vielen Dank dafür.

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